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Metropolregion Szczecin: Interesse an Polnisch-Unterricht in Vorpommern wächst mäßig

SCHWERIN. Wird Stettin künftig zum Entwicklungsmotor für den Osten Mecklenburg-Vorpommerns, wie Ministerpräsident Sellering prognostiziert? Politiker fordern eine stärkere Förderung des Polnisch-Unterrichts.

In Mecklenburg-Vorpommerns Schulen wächst das Interesse am Polnisch-Unterricht, wenn auch auf niedrigem Niveau. Im vergangenen Schuljahr lernten 541 Mädchen und Jungen aus dem Land die Sprache des östlichen Nachbarn, wie aus der Antwort des Bildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken im Landtag hervorgeht. Im Schuljahr 2010/11 waren es 448, im Schuljahr darauf 505. Vor allem Schulen im grenznahen Raum bieten Polnisch als Unterrichtsfach oder Arbeitsgemeinschaft an.

Wirtschaftsmetropole im polnisch deutschen Grenzgebiet: Szczecin Foto: isamiga76 / flickr (CC BY 2.0)

Wirtschaftsmetropole im polnisch deutschen Grenzgebiet: Szczecin Foto: isamiga76 / flickr (CC BY 2.0)

Mit Blick auf eine zukünftige Metropolregion Stettin (Szczecin) müssten eigentlich mehr junge Leute in Grenznähe Polnisch lernen, räumte die Landesregierung ein. Der Spracherwerb in den allgemeinbildenden und Berufsschulen dort sollte ausgebaut werden. Im EU-Programm für Grenzregionen «Interreg V A» könnten auch für grenzüberschreitende Schulpartnerschaften ab Mitte des Jahres Fördermittel beantragt werden.

Die bildungspolitische Sprecherin der Linken, Simone Oldenburg, forderte ein konsequenteres Vorgehen des Bildungsministeriums in Schwerin für mehr und besseren Polnisch-Unterricht. «Es mangelt an einer kontinuierlichen finanziellen und sachgerechten Ausstattung», sagte sie. Auch gebe es kein landeseinheitliches pädagogisches Konzept. «In jedem Fach existieren Rahmenpläne, die die Grundlage des Unterrichtens bilden. Für die polnische Sprache fehlen noch immer solche Pläne für die Grundschulen, Regionalen Schulen und Berufsschulen.» In Brandenburg gebe es sie längst.

Außerdem müssten Reisen für Schüler und Lehrer über die Grenze unbürokratischer werden als bisher. Bisher müssten in der Grenzregion die für Klassenfahrten ins Ausland geltenden, aufwändigen Vorschriften angewendet werden. «Die Schulen in der Grenzregion brauchen eine auf Dauer angelegte Sonderregelung», forderte Oldenburg. (dpa)

zum Bericht: Polnisch und Tschechisch bei Sachsens Schülern immer beliebter
zum Bericht: Studie: Grundlagen für durchgängigen Polnisch-Unterricht in Grenzregion fehlen

2 Kommentare

  1. Schade, dass nur so wenig Kinder die polnische Sprache lernen.
    Das selbe Problem gibt es in NRW aber mit dem Niederländischen.
    Es gibt viel grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Sprachbarrieren gibt es aber auch noch viele…

    • im gegensatz zu den polen können noch eine Reihe von Niederländern deutsch. und abgesehen von Südafrika kommt man mit niederländisch im gegensatz zu spanisch nicht sonderlich weit.

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