Startseite ::: Politik ::: Tarifverhandlungen: Familienministerin Schwesig fordert, Kita-Mitarbeiter besser zu bezahlen

Tarifverhandlungen: Familienministerin Schwesig fordert, Kita-Mitarbeiter besser zu bezahlen

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat deutliche Verbesserungen für Erzieher und Kinderpfleger bei den laufenden Tarifverhandlungen mit den Kommunen gefordert. «Wir müssen langfristig die Löhne der Erzieherinnen und Erzieher auf das Niveau von Grundschullehrern anheben», sagte Schwesig dem Deutschlandfunk. Man werde ein solchen Gehaltssprung nicht mit einem Mal machen können. Zugleich betonte sie aber, dass die Betreuung von Kleinkindern deutlich mehr Wertschätzung erfahren müsse.

Hat eine bundesweite Debatte um die Qualität der Kita-Betreuung angestossen: Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Foto: Bobo 11 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Die Kita-Betreuer sollten wie Grundschullehrer bezahlt werden, fordert Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Foto: Bobo 11 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die mehr als 220 000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst eine höhere Eingruppierung und damit im Durchschnitt eine Gehaltserhöhung von zehn Prozent. Die Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) lehnen eine pauschale Erhöhung in der Höhe ab. Die Forderung summiere sich für Kommunen auf Mehrkosten von 1,2 Milliarden Euro pro Jahr. Bis Mitte Mai sind mehrere weitere Verhandlungsrunden geplant. dpa

6 Kommentare

  1. bei kleineren Kommunen gehen mittlerweile über 60% des Budgets in die Betreuung von Kindern inkl. der Hortbetreuung nachmittags. In manchen Kommunen kommt es aus Kostengründen zum Ausweichverhalten: wo früher zum bsp. sozialpäd. Assistenten im Hort arbeiteten, macht man die neuen betreuten Grundschulen nun mit Minijobberin, oft Studenten z.B.

    auch bei höheren Löhnen kommt es evtl. zum Ausweichverhalten. Dann stellt man weniger Erzieher ein, stattdessen mehr Assistenten.

    • Dann müssen die Kommunen eben die Elternanteile an den Betreuungskosten hochsetzen wie bei den Kindergartengebühren. Zahlen müssen sie allerdings dennoch, weil dadurch die Kosten im Sozialetat ansteigen (Kostenübernahme für Eltern, die dn eigenanteil nicht aufbringen können). Das Problem ist, dass die kommunen nicht ausreichend finanziert sind und immer mehr Sozialausgaben haben, die ihnen der Bund auf’s Auge gedrückt hat bzw. die von den ländern nicht ausgeglichen werden, selbst wenn es Zahlungen des Bundes gibt..

      • Aha, einfach mal „die Elternteile an den Betreuungskosten hochsetzen“. Erst Halbtagseinrichtungen reihenweise schließen, so dass viele Eltern keine Wahl mehr haben und nicht umhin können, ihre Kinder in Ganztagsbetreuungen zu geben, auch wenn sie darauf gar keinen Wert legen. Und dann sollen sie die „Zwangsbeglückung“ auch noch bezahlen. Geht es mal weniger staatsgläubig?

  2. 1. Blondie kann gerne fordern, wenn sie es nicht bezahlen muss. Nebenbei ist sie auf ihrem Posten ne echte Nullnummer.

    2. Grundschullehrer brauchen ein Abitur und ein Studium, Erzieher nur Mittleren Abschluss und Ausbildung. Da muss es natürlich Gehaltsunterschiede geben.

    • Erzieher ist eine Sammelbezeichnung. Selbst die Eingruppierung von Sozialpädagogen mit abgeschlossenem Master-Studiengang ist ein Witz. Staatlich anerkannt Erzieher stehen auf einer (Bildungs-)Stufe wie techniker oder fachwirte laut europäischem Referenzrahmen. – Nur die Eingruppierung ist eine andere, obwohl der berufsabschluss einem Bachelor-Degree entspricht. Dieser ist übrigens Eingangsvoraussetzung für die Einstufung in den gehobenen Dienst. Die trennung zwischen gehobenen und höherem Dienst ist das Problem, da sie nicht in den europäischen referenzrahmen passt und ein deutscher Sonderweg bzw. Anachronismus ist.

    • Küstenfuchs
      12. April 2015 um 19:53
      1. Blondie kann gerne fordern, wenn sie es nicht bezahlen muss. Nebenbei ist sie auf ihrem Posten ne echte Nullnummer.

      2. Grundschullehrer brauchen ein Abitur und ein Studium, Erzieher nur Mittleren Abschluss und Ausbildung. Da muss es natürlich Gehaltsunterschiede geben.

      Du hast noch vergessen das Grundschullehrer zum Abitur und Studium (Was auch ordentlich Geld kostet) ein Referendariat machen müssen, was super stressig ist. Diese Forderung ist ein absoluter Witz!!!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*