Startseite ::: Nachrichten ::: Hintergrund: Woran sich der hessische Bildungsgipfel abarbeitet – die fünf wichtigsten Baustellen

Hintergrund: Woran sich der hessische Bildungsgipfel abarbeitet – die fünf wichtigsten Baustellen

WIESBADEN. Auf dem Bildungsgipfel sollen die heißen Eisen der hessischen Schulpolitik angepackt werden. Zielvorstellung von Schwarz-Grün ist, dass sich alle Interessenvertreter auf Kompromisse und eine gemeinsame Line für die nächsten zehn Jahre einigen. Am 8. Juni ist die letzte Sitzung der Arbeitsgruppe zur künftigen Schulstruktur in Hessen, vier Tage später müssen die abschließenden Empfehlungen an das Kultusministerium geschickt werden. Das abschließende Treffen des Bildungsgipfels ist am 17. Juli. Dann sollen die Ergebnisse der fünf Arbeitsgruppen vorgestellt werden:

GESTALTUNG VON SCHULE: Hinter diesem Stichwort steht die Leitfrage, wie sich Schule in Zukunft abgestimmt auf die Bedürfnisse der Schüler weiterentwickeln lässt. Dabei geht es zum einen darum, wie das Schulsystem an den Bedarf der Schüler besser angepasst werden kann, um die Chancengerechtigkeit zu stärken. Außerdem sollen Fragen rund um die Selbstständigkeit von Schule geklärt werden, die auch Aspekte zum Schulmanagement oder zur Stellenversorgung beinhalten.

HERAUSFORDERUNGEN DER BILDUNGSREGIONEN: Die AG befasst sich mit Themen, die die Schulträger und Bildungspartner vor Ort – Kirchen, Vereine, Kommunen und freie Träger – gemeinsam angehen sollen. Dabei geht es vor allem um Wege zu mehr Ganztagsangeboten und Fragen der Schulentwicklungsplanung vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung.

GESTALTUNG INDIVIDUELLER UNTERSTÜTZUNGSANGEBOTE: In der Gruppe geht es um die Inklusion und die individuelle Förderung von Schülern mit erhöhtem Unterstützungsbedarf. Dazu zählen die Sprachförderung und die Frage der Seiteneinsteiger ins Bildungssystem. Dabei geht es in erster Linie darum, wie die Angebote wirkungsvoller gestaltet und die Übergänge von der frühkindlichen Bildung zur Schule effektiver organisiert werden können.

SCHULE ALS VORBEREITUNG AUF DIE ARBEITS- UND LEBENSWELT: Hier sollen Fragen der Berufs- und Studienorientierung, der Berufsvorbereitung und des Übergangssystems eine Rolle spielen. Gleichzeitig geht es um die Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung und Werteorientierung als wesentliche Elemente eines ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungsauftrags.

LEHRERBILDUNG: Die AG soll den Komplex der Lehrerbildung als eigenes Themenfeld definieren. Das beginnt bei der Ausgestaltung des Lehramtsstudiums in der ersten Phase und geht über die praktische Phase des Vorbereitungsdienstes bis hin zu Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im weiteren Berufsleben. dpa

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*