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Unterrichtsvorschläge: Lernen mit Bewegung

DÜSSELDORF. Sport und Bewegung haben einen positiven Einfluss auf die Leistungen von Schülern. Diese Erkenntnis vertreten nicht nur Wissenschaftler, auch Lehrer haben diese Erfahrung bereits gemacht. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit schon 2013 die Publikation „Unterricht in Bewegung“ veröffentlicht, die sich an Grundschulen richtet. Interessierte Lehrer finden sie als kostenloses Angebot im Internet.

Das Fußballspiel zwischen dem Paulinum und dem Carolinum fällt aus. Foto: Marc Holzapfel / pixelio.de

Bewegungsanlässe im Schulalltag sind längst nicht mehr nur auf den Sportunterricht beschränkt. Foto: Marc Holzapfel / pixelio.de

Ziel des Heftes ist es, „mehr Bewegung in Schule und Unterricht zu bringen“ und zwar in alle Grundschulklassen vom ersten bis zum vierten Schuljahr. Zu diesem Zweck beinhaltet es Unterrichtsanregungen, die Bewegungen nutzen, um konkrete Inhalte aus den Lernbereichen Mathematik, Deutsch und Sachunterricht aufzubereiten. Die Autoren der Publikation stellen die Unterrichtsvorschläge als Module zur Verfügung. Dadurch soll es den Lehrern möglich sein, die konkreten Anregungen an die Lernvoraussetzungen ihrer Klassen anzupassen. „Viele der Übungen und Materialien lassen sich sowohl als Einstieg in ein Thema als auch für die Erarbeitung und Vertiefung nutzen.“

„Jedes Modul bietet

  • eine kurze Darstellung fachlicher Hintergründe und fachdidaktischer Überlegungen, um die Einordnung der Anregungen und Materialien in den alltäglichen Unterricht zu erleichtern,
    eine Übersicht über Kopiervorlagen und Karteikarten,
  • falls vorhanden, den Bezug zu anderen Modulen,
  • einen Überblick über die Inhalte und Übungen,
  • eine Darstellung der jeweiligen Übungen: Vorschläge für den Unterricht, gegebenenfalls Variationen, Reflexion und Vertiefung,
  • begleitende Kopiervorlagen und Karteikarten, die entweder eine Anwendung des neuen Wissens und somit eine weitere Festigung ermöglichen oder begleitende Reflexionsanstöße geben, um die mit Bewegung geschaffenen Situationen und gewonnenen Eindrücke und Beobachtungen inhaltsbezogen zu vertiefen.“

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Ein Kommentar

  1. Als ich vor 15 Jahren in der „Aufnahmeprüfung“ die Prüflinge Stockschießen lies, mit anschließendem Messen und Umrechnung von Längenmaßen, Besprechung von geometrischen Körpern etc. hat mich mein Schulleiter, der zufällig da gerade reinkam, ganz entgeistert angeschaut. Mache ich heute bewegte Mathematik (z.B. Messung der Schulhaushöhe mit dem Försterdreieck, geometrische Ortslinien durch Versuche auf dem Pausenhof…), dann muss ich mich jedesmal rechtfertigen. Ganz schlimm wird es in Religion, wenn ich einmal mehrere Stunden mit Bewegungsübungen, Vertrauensübungen usw. gestalte.
    Leider sind es vor allem oft Kollegen, die jeder „verlorenen“ Stunde nachtrauern.
    rfalio

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