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Forscherteam veröffentlicht Überblick über Bildungsforschung in Deutschland

FRANKFURT A.M. Das Ansehen der Bildungsforschung ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen – bei Politikern jedenfalls. Projekte wurden gefördert und wissenschaftliche Erkenntnisse sollen deutlicher als bisher in bildungspolitische Entscheidungen einfließen. Unklar ist allerdings, wohin sich die Bildungsforschung in Deutschland in den nächsten Jahren entwickelt wird und welche Ergebnisse bereits vorliegen. Viele Fragen blieben bisher unbeantwortet: Welche Methoden werden angewendet und wie werden die Ergebnisse kommuniziert? Sind deutsche Arbeiten international anschlussfähig und wie werden sie finanziert?

Diese Fragen sollen nun beantwortet werden können. Vier wissenschaftliche Einrichtungen – das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), das GESIS (Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften), das Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (ifQ) und das Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) – haben einen Sammelband herausgebracht, der einen umfassenden Überblick über Bildungsforschung in Deutschland gibt. Unter dem Titel„Monitoring Bildungsforschung“ werten Forscher Projekte und Publikationen aus den drei Hauptdisziplinen der Bildungsforschung Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie aus.

Ausgewertet wurden Projekt- und Publikationsdatenbanken der beteiligten wissenschaftlichen Organisationen sowie die internationalen Datenbanken „Web of Science“ und „Scopus“. Ausgangspunkt bildete die Analyse von rund 9.000 bildungswissenschaftlichen Projekten aus dem Zeitraum von 1995 bis 2009. Die Forscher konzentrierten sich dabei auf ein Set von Indikatoren, wie Finanzierungsart oder Publikationssprache. Ein Ergebnis ist, dass der Anteil von Projekten, die empirische Methoden verwenden, um 10 Prozentpunkte auf insgesamt 80 Prozent im Jahr 2013 angestiegen ist. Der Band enthält zudem erste konzeptionelle Überlegungen für ein Online-System, das die vorgestellten Analysen als Monitoringdienst kontinuierlich zur Verfügung stellen könnte.

Das Buch „Monitoring Bildungsforschung“ ist online verfügbar unter: www.pedocs.de/volltexte/2015/11081/pdf/Botte_et_al_2015_Monitoring_Bildungsforschung.pdf

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