Nach Plagiatsvorwürfen gegen von der Leyen: Experten streiten über Verjährungsfrist für Entzug von Doktortiteln

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BERLIN. Angesichts der Täuschungsvorwürfe gegen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist eine Debatte um Verjährungsfristen, nach deren Ablauf Doktortitel nicht mehr entzogen werden könnten, entflammt. Der Bonner Jura-Professor Wolfgang Löwer brachte eine solche Lösung ins Gespräch. Gerhard Dannemann Jura-Professor von der Berliner Humboldt-Universität und Mitarbeiter von „VroniPlag“ sprach sich dagegen aus. «Denken Sie nicht an die Politiker, denken Sie an die Wissenschaft», sagte er am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin. Die Nutzer der Internetplattform werfen von der Leyen Regelverstöße bei ihrer Doktorarbeit vor.

Steht unter Druck: Verteidigungsministerin von der Leyen.  Foto: Laurence Chaperon / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)
Steht unter Druck: Verteidigungsministerin von der Leyen. Foto: Laurence Chaperon / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Löwer sagte zu seinem Vorstoß für eine Verjährungsfrist, es sei zwar richtig, dass der Doktortitel zu Beginn der Karriere Vorteile bringe, aber dieser Vorteil schwinde, je länger das Berufsleben andauere. «Durch den Entzug des Doktortitels wird der soziale Geltungsanspruch einer Person zerstört.» Nach seinen Vorstellungen sollte ein Doktortitel nach 15 Jahren nicht mehr entzogen werden können. «Eine solche Verjährungsfrist kann aber nur der Gesetzgeber einführen», sagte der Ombudsmann für die deutsche Wissenschaft. Von der Leyen hatte 1990, vor 25 Jahren, promoviert. Dannemann stört sich vor allem daran, dass von der Leyen als obere Dienstherrin mehrerer Bundeswehr-Universitäten den Eindruck vermittele, dass man so wissenschaftlich arbeiten könne. News4teachers / mit Material der dpa

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Zum Bericht: Erst Guttenberg, dann Schavan – jetzt von der Leyen: VroniPlag arbeitet sich durch die Doktorarbeiten von Spitzenpolitikern. Warum eigentlich?

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