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Schüler demonstrieren gegen Fremdenhass

WEISSACH IM TAL. Ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim hatte die baden-württembergische Gemeinde im August bundesweit in die Schlagzeilen gebracht. Mit einer Menschenkette setzten nun rund 1300 Schüler ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit.

Rund 1300 Schüler haben in der 7000-Einwohner-Gemeinde Weissach im Tal (Rems-Murr-Kreis) gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit demonstriert. Bei einem Brandanschlag war in dem Ort im August eine geplante Flüchtlingsunterkunft beinahe völlig zerstört werden.

„...ein liebenswertes Gemeinwesen, in dem es sich zu leben lohnt“, heißt es auf der Webseite der Gemeinde Weissach. Foto: Jacquesverlaeken /Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

„…ein liebenswertes Gemeinwesen, in dem es sich zu leben lohnt“, heißt es auf der Webseite der Gemeinde Weissach. Foto: Jacquesverlaeken /Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Die Schüler bildeten am Donnerstag eine etwa einen Kilometer lange Menschenkette von einer Schule bis zur Ruine der geplanten Flüchtlingsunterkunft. «Ich sehe das als Beitrag zur Politischen Bildung», sagte Schulleiter Christoph Moor. (dpa)

2 Kommentare

  1. Viele erinnern sich vielleicht noch an den Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft im bayerischen Vorra, bei dem die Polizei, Politiker und Medien lange Zeit von einer rechtsextremistischen Tat ausgingen.
    Im Dezember 2014 war an drei leerstehenden Gebäuden Feuer gelegt worden. Die Täter hatten ein Hakenkreuz und die Worte „Kein Asylat (sic!) in Vorra“ an die Außenwand eines Gebäudes gesprüht. Experten hatten den Schaden an den Gebäuden auf rund 700.000 Euro geschätzt.
    „Die eineinhalb Jahre andauernden Ermittlungen der Soko ‚Vorra‘ ergaben, dass die Brandlegung nicht aus rechtsextremistischer/fremdenfeindlicher Motivation heraus erfolgte, sondern aus wirtschaftlichen Erwägungen“, teilte die Polizei nun mit.

    Ich bin gespannt, ob die Medien diese Gegendarstellung ebenso groß aufmachen und variationsreich widerkäuen, wie der ursprünglich fast schon als Tatsache dargestellte Verdacht, dass der Anschlag einen rechtsextremistischen und fremdenfeindlichen Hintergrund hat.
    Mir sind die wochenlang wiederholten Bilder in ARD und ZDF von dem Gebäude und der Aufschrift noch immer vor Augen und die Anschuldigungen im Hirn.

    • Interessant, das habe ich noch gar nicht mitgekriegt! Von solchen Beispielen gibt es einige, doch Sie können sicher sein, die Wahrheit wird hinterher nicht mehr erwähnt oder nur noch am Rande.
      Schön ist auch Gerhard Schröders Aufruf zum „Aufstand der Anständigen“ gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Auslöser war der Brandanschlag in einer Düsseldorfer Synagoge. Dank des Bundekanzlers Schröder wurde der „Kampf gegen Rechts“ als Parole und Motiv verschiedenster Aktionen zum Hit.
      Und was stellte sich hinterher raus? Die Täter waren 1 Marokkaner und 1 Palästinenser, also zwei Araber.
      Ich bin sicher, diese Tatsache ist bei etlichen Leuten bis heute nicht angekommen, denn auch hier wurden alle Bürger mit Empörungsgeschrei und falschen Verdächtigungen überschüttet, was bei vielen noch im Hinterkopf sitzen dürfte.

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