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Stanford-Universität zieht Schummel-Vorwurf gegen Ursula von der Leyen zurück

BERLIN. Am Ende scheint alles ein Missverständnis gewesen sein. Die US-Universität Stanford hat Verteidigungsministerin von der Leyen (CDU) von dem Verdacht freigesprochen, ihren Lebenslauf geschönt zu haben, berichtet die dpa. Die Eliteuniversität hatte von der Leyen vergangene Woche vorgeworfen, den Namen der Hochschule missbraucht zu haben. Eine Unisprecherin hatte verlauten lassen, die Ministerin führe in Lebenslauf Stationen in Stanford auf, sei aber in keinem offiziellen Programm eingeschrieben gewesen, das mit einem Schein oder akademischen Abschluss abgeschlossen werde.

Ihr droht der Entzug ihres Doktortitels - und Schlimmeres: Verteidigungsministerin von der Leyen. Foto: Global Panorama, Mueller, MSC / flickr (CC BY-SA 2.0)

Erst Plagiatsvorwurf, dann Schummelvorwurf der Eliteuniversität Stanford – die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen muss sich gleich gegen mehrere Vorwürfe wehren. Foto: Global Panorama, Mueller, MSC / flickr (CC BY-SA 2.0)

Die Verteidigungsministerin wehrte sich gegen diesen Vorwurf. In ihrem Lebenslauf auf der Homepage des Verteidigungsministeriums erwähnt die ausgebildete Medizinerin einen „Aufenthalt in Stanford, Kalifornien/USA“ von 1992 bis 1996. Die dazu angegebenen Stationen an der US-Universität habe sie korrekt dargestellt, versicherte sie in einer am Sonntag verbreiteten Erklärung. Sie fügte eine schriftliche Bestätigung ihrer Tätigkeit in der Krankenhausverwaltung der Gesundheitsdienste in Stanford hinzu, wo sie 1995 tätig war. In dem Empfehlungsschreiben aus dem Jahr 1997 bestätigt die stellvertretende Krankenhausdirektorin Kathy VanCamp, „Dr. Rose von der Leyen“ habe sechs Monate lang für sie an einer Marktanalyse und Machbarkeitsstudie gearbeitet. Von der Leyen bestätigte auch, dass sie 1993 als Gasthörerin Lehrveranstaltungen in Stanford besucht habe.

Wie die Welt berichtet, hat die Universität ihre Einschätzung darauf hin zurückgezogen. Das Verteidigungsministerium verbreitete am heutigen Montag ein Schreiben, in dem sich eine Vizepräsidentin der renommierten Hochschule betroffen über „übertriebene und falsche Medienberichte“ vom Wochenende zeigt.

Von der Leyen war zuvor bereits wegen ihrer Doktorarbeit in die Kritik geraten. Die Medizinische Hochschule Hannover prüft derzeit die Plagiatsvorwürfe. Die Internetplattform hatte den Vorwurf erhoben, die Ministerin habe in ihrer medizinischen Doktorarbeit aus dem Jahr 1990 fremde Texte ohne saubere Kennzeichnung übernommen. Auch diese Vorwürfe hatte von der Leyen zurückgewiesen.

Mehr auf News4teachers: Übersteht von der Leyen den Angriff auf ihre Doktorarbeit unbeschadet?

6 Kommentare

  1. Formal ist „Aufenthalt in Stanford, Kalifornien/USA“ richtig, wirklich gelernt oder gelehrt hat sie dort aber nicht viel. Das Reinigungspersonal der Universität kann dasselbe in seinen Lebenslauf schreiben.

    • Na, wenn das Reinigungspersonal sich um einen Job bemüht, für den ein Aufenthalt in Stanford relevant ist, dann sollte man das in den Lebenslauf schreiben. Aber habe nur ich hier den Eindruck, dass man jede noch so kleine Chance nutzen will, um anderen zu schaden?!
      Wer hat das wohl nötig…

  2. Etwas bleibt immer hängen.

    • und deswegen hat Mutti eine potenzielle Nachfolge weniger. Mehr als Kitas ins Heer hat sie aber auch nicht als Erfolg vorzuweisen …

      • Die Kitas waren nur leider nicht ihr Verdienst! Die stammen noch vom Herrn Thomas De Maizière! Frau von der Leyen hat lediglich die Lorbeeren eingesammelt.

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