Was wir jetzt brauchen: Eine Bildungs-Offensive gegen die Hass-Kultur!

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Eine Analyse von ANDREJ PRIBOSCHEK.

DÜSSELDORF. Die deutschen Schulen leisten weitaus mehr, als ihren Schülern Wissen zu vermitteln. Natürlich erziehen sie den Nachwuchs auch (mit); die Schule ist neben dem Elternhaus der wichtigste Sozialisationsort. Gut so! Nirgends können Kinder das Miteinander in einer größeren Gruppe besser lernen als im Klassenverbund. Lehrer sind – nach den Eltern und den Großeltern – die prägendsten Vorbilder für Unter-14-Jährige, wie eine Unicef-Umfrage unter Kindern im vergangenen Jahr ergab. Für Hans Bertram, Bildungsforscher an der Berliner Humboldt-Universität, sind die guten Noten für die Lehrer Ausdruck der wachsenden Bedeutung persönlicher Bindungen. „Die Welt wird immer flüchtiger und virtueller“, sagte der Professor laut „Südwest Presse“. „Kinder suchen nach Menschen, die auch morgen noch für sie da sind.“

"Mischpoke": Schild eines Demonstranten auf einer Pegida-Veranstaltung am 5. Januar in Dresden. Foto: Metropolico / flickr (CC BY-SA 2.0)
„Mischpoke“: Schild eines Demonstranten auf einer Pegida-Veranstaltung am 5. Januar in Dresden. Foto: Metropolico / flickr (CC BY-SA 2.0)

Alles in allem scheint die Erziehungspartnerschaft von Schule und Elternhaus, trotz immer wieder zu hörenden Stoßseufzern über die jeweils andere Seite, gut zu funktionieren. So attestiert die aktuelle Shell Studie der jungen Generation in Deutschland ein großes Verantwortungsbewusstsein. Die meisten haben weniger Angst vor dem Fremden, sondern vielmehr vor der Fremdenfeindlichkeit. 82 Prozent finden den Wert „Die Vielfalt der Menschen anerkennen und respektieren“ wichtig. Auf eine solche Jugend können wir durchaus stolz sein.

Allerdings fühlen sich rund 15 Prozent der Jugendlichen abgehängt. Sie sehen keine Perspektive für sich. Auf diesem Nährboden gedeiht keine Toleranz.

Womit wir beim Thema wären. Offenbar gibt es nach wie vor einen schlecht bis gar nicht integrierten Teil der Gesellschaft, der seinen Nachwuchs aus Schulversagern rekrutiert. Die Ränder – ob links- oder rechtsradikal oder islamistisch geprägt – fransen aus. Die Folge ist ein Verlust an demokratischer Kultur, der etwa beim aktuellen Großthema Flüchtlingspolitik zu einer beispiellosen Hetze- und Hasswelle führt, der aber auch vorher schon zu beobachten war. Wer viel in sozialen Netzwerken unterwegs ist, erfährt einiges über die Kommunikationskultur in Deutschland. Um die ist es nicht zum Besten bestellt. Cybermobbing, also das Drangsalieren von Menschen im Internet, ist mittlerweile so weit verbreitet, dass schon ein Drittel aller Schüler davon betroffen war. Ein Massenphänomen, das zunächst die Ränder erfasst (und dort wohl auch seine aggressivsten Formen annimmt), aber heute schon bis weit in die Mitte der Gesellschaft reicht.

„Viele Kinder und Jugendliche trauen sich in der scheinbar anonymen virtuellen Welt eher, eigene Angriffe gegen andere, Beleidigungen oder Bloßstellungen von Menschen zu vollziehen“, so heißt es bei der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Dabei gibt es einen fließenden Übergang von „Spaß“ oder „Neckereien“ zur Gewaltausübung im Sinne von Mobbing. Mit Aussagen wie „Das war doch nicht ernst gemeint, das war nur Spaß“ verdeutlichen junge Menschen, dass ihnen häufig das notwendige Unrechtsbewusstsein, die erforderliche Sensibilität für ihr eigenes Handeln fehlt. Andererseits erleben sie in Schule, sozialem Umfeld, Medien und Politik Erscheinungen und Personen, die durch vergleichbares Handeln den Eindruck entstehen lassen, dass es „in Ordnung“ sei, andere bloßzustellen oder zu beleidigen.“

Nicht Unrecht hat wohl auch der Schauspieler und Filmproduzent Til Schweiger, der sich für Flüchtlinge engagiert und dafür üble Beleidigungen auf seiner Facebook-Seite erntete. Die meist anonymen Absender solcher Botschaften seien Menschen, meint er, die „keine Phantasie haben und in irgendwelchen Reality Shows sehen, wie sich stumpfe Leute gegenseitig beleidigen, heruntermachen und dissen.” Das deutsche Fernsehen trage seinen Teil dazu bei, dass Leute so abgestumpft seien. Und für so manchen nicht-integrierten Jugendlichen, so möchte man ergänzen, gibt es eben keine anderen Vorbilder als die aus dem Trash-TV.

Die Folgen einer solch blühenden Hass-Kultur: Schwächere werden schnell zu „Opfern“, Andersdenkende zu „Feinden“. Die Medien „lügen“. Und Politiker, ohne die es in einer Demokratie ja nunmal nicht geht, sind allesamt „Volksverräter“ oder Schlimmeres.

Diesem Trend zur kommunikativen Verwahrlosung, der ja oft genug Taten folgen, sollten wir uns energisch entgegenstellen. „Wir“ meint dabei alle relevanten gesellschaftlichen Kräfte (also auch uns, die Medien) und nicht allein die Schulen. Die Lehrerinnen und Lehrer benötigen die Unterstützung der Eltern. Und sie bedürfen der Hilfe durch die Politik.

So, wie es nach dem TIMMS-Schock in den 90-er Jahren großangelegte Initiativen zur Verbesserung der naturwissenschaftlichen Bildung gab, so, wie nach dem PISA-Schock in den 00-er Jahren dann massiv in Lese- und Sprachförderung investiert wurde, so nötig ist es nun, eine Offensive in Sachen politischer Bildung zu unternehmen. Es gibt viele hervorragende Ansätze in Schulen, ob es sich um aktiv gelebte Formen der Schülermitwirkung handelt oder um Projekte zur Kommunikationskultur im Internet. Die sind aber in der Regel nicht vernetzt und bauen zudem allzu häufig auf das persönliche Engagement einzelner Lehrkräfte. Hier gilt es zu systematisieren – und die Schulen personell entsprechend auszustatten.

Oder, um es konkreter zu machen: Dringender als zum Beispiel der von der SPD derzeit geforderte verpflichtende Informatik-Unterricht, der die Technik des Internets in den Vordergrund stellt, wäre ein wertegebundener Demokratie-Unterricht, der Kommunikations- und Streitkultur (natürlich auch im Netz) vermittelt. Und – noch weitaus wichtiger! – eine Schüler-Lehrer-Relation an den Schulen, die persönliche Bindungen möglich macht. Und die Lehrern eine Vorbild-Rolle ermöglicht.

Nebenbei: Wir haben in den nächsten Jahren Hundertausende von Flüchtlingskindern einzugliedern, die aus Ländern kommen, in denen demokratische Gepflogenheiten nicht gelten. Auch ihnen müssen wir vermitteln, wie der Interessenausgleich in der Zivilgesellschaft funktioniert. Scheitern wir dabei, wird das die Ränder weiter wachsen lassen.

Zum Beitrag: Kulturvertreter warnen vor eskalierender Fremdenfeindlichkeit in Sachsen – Tumulte vor Grundschule

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Pälzer
6 Jahre zuvor

klingt als wollten Sie sagen: irgendwer muss das machen, was „früher“ (wenn’s gut lief) die Eltern und die Kirche gemacht haben.

Christian Möller
6 Jahre zuvor

Zitat: „Die meisten haben weniger Angst vor dem Fremden, sondern vielmehr vor der Fremdenfeindlichkeit. 82 Prozent finden den Wert „Die Vielfalt der Menschen anerkennen und respektieren“ wichtig.

Tut mir leid, aber das hört sich für mich nicht authentisch an, sondern nach frommer, erwünschter Antwort.

Palim
6 Jahre zuvor

Zitat: „Die Lehrerinnen und Lehrer (…) bedürfen der Hilfe durch die Politik.“

Weniger als Studien und Forderungen, die zusätzlich in die Schulen getragen werden (siehe Timms, Pisa, VERA), helfen Ressourcen, die den Lehrkräften die Chance geben, sich wirklich um die Integration aller kümmern zu können.

Dabei geht es vorrangig um den Spracherwerb, sicher im Anschluss auch um Werteerziehung,
immer aber darum, dass innerhalb der Schule vorbildlich gehandelt werden kann.
Dies wird aber nur gelingen, wenn Lehrkräfte nicht den Eindruck bekommen, wie bei den anderen Themen auch (nicht nur Inklusion und Medien), allein gelassen zu werden.

Mit der Empfindung, durch Hilfe und Unterstützung den Rücken gestärkt zu bekommen, nimmt man eine Herausforderung viel leichter an.

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor

Aus dem Focus:
Buschkowsky: Zehn Millionen Flüchtlinge bis 2020

Der frühere Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), sieht angesichts unterschiedlicher Wertvorstellungen Probleme bei der Integration von Flüchtlingen.

„Noch nie hat es in so kurzer Zeit einen so großen Zustrom an Menschen aus anderen Kulturkreisen gegeben“, sagte er dem Magazin „Focus“. „Das wird unsere Gesellschaft heraus- und vielleicht auch überfordern.“

Buschkowsky fürchtet demnach, dass ein starker Anstieg der Zahl der Muslime zu Schwierigkeiten führen könnte. Er rechnet mit zehn Millionen Flüchtlingen bis 2020.

Viele Asylsuchende „kommen aus Ländern mit einer völlig anderen Wertestruktur“, sagte er dem Magazin. Eine „vordemokratische widerspruchslose Gehorsamspflicht einer gottgegebenen Ordnung“ passe nicht zur deutschen Gesellschaft. „Die muslimische Weltsicht ist mit dem demokratisch-westlichen Wertekanon nicht kompatibel“, stellte Buschkowsky fest. © dpa

Ist das jetzt Panikmache oder eine realistische Einschätzung?

Cavalieri
4 Jahre zuvor
Antwortet  mehrnachdenken

Die 10 Millionen sind wohl übertrieben, aber mit den vordemokratischen Parallelgesellschaften hat er wohl Recht.
Lesenswert dazu ist das folgende schon etwas ältere Interview mit Buschkowsky;

http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/downloads/Demographiebericht_Buschkowsky.pdf

Nebenbei: Wenn Kinder in solchen vordemokratischen, womöglich religiös-reaktionären Parallelgesellschaften aufwachsen, dann muss ihr eventuelles Scheitern in der Schule auch diesen Parallelgesellschaften anlasten, nicht nur der Schule selbst. Manche Kinder bekommen offenbar nachmittags gesagt, dass all das, was sie vormittags gelernt haben, falsch ist, weil „westliche Bildung“. Kein Wunder, dass das zu Problemen führt.

Bernd
6 Jahre zuvor

Es geht in Richtung Hetze. Denn wieso ist dann die „vordemokratische widerspruchslose Gehorsamspflicht einer gottgegebenen Ordnung“ á la Katholische Kirche nicht genauso inkompatibel mit dem demokratisch-westlichen Wertekanon?

Buschkowsky schürt Angst, indem er zu erwähnen vergisst: Millionen von Muslimen leben friedlich in Europa und den USA. Konflikte gibt es nicht mit dem Islam, sondern mit einem (politischen) Islamismus, der den Koran benutzt, um seinen Steinzeit-Faschismus zu legitimieren. Die Menschen, die jetzt nach Deutschland kommen, sind dessen Opfer! Hier werden Täter und Opfer vermischt – und das ist schäbig.

Auch Buschkowskys Schätzung, wie viele Flüchtlinge bis 2020 nach Deutschland kommen, ist – gelinde gesagt – unseriös. Woher will der ehemalige Bezirksbürgermeister von Neukölln wissen, wie viele Menschen in den nächsten fünf Jahren nach Deutschland kommen? Verfügt er über besondere Informationen, etwa den Kriegsverlauf in Syrien betreffend? Wohl kaum.

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Sie haben Ihre Sichtweise, ich habe meine. Beide sind nicht vereinbar.
Nun habe ich mit beiden Kirchen nicht viel „am Hut“. Dennoch frage ich mich gerade, ob Sie mit Ihrer Bemerkung zur katholischen Kirche nicht gewaltig über das Ziel hinausschießen. In Ihren Augen mögen bestimmte Positionen dieser Institution ja erzkonservativ sein, aber überhaupt anzuweifeln, dass die katholische Kirche nicht auf dem westlich-demokratischen Wertekanon stehen könnte, halte ich für ungeheuerlich.
Meinen Sie evtl. die katholische Kirche der Kreuzzüge und Scheiterhaufen?

Ich schließe mich den Worten von „U. Prasuhn “ an und meine auch, dass der ehemalige Bezirksbürgermeister von Neukölln hautnah und jeden Tag erlebte, wie schwierig die Integration von muslimisch geprägten Migranten sein kann und auch nicht immer gelingt. Oft genug beklagte er die Zustände in seinem Bezirk. Ihm gehört mein ganzer Respekt, dieses immer wieder mutig angesprochen zu haben. Verfügen auch Sie über ähnliche Erfahrungen aus Ihrer praktischen Arbeit vor Ort?

Schließlich hinkt aus meiner Sicht der Vergleich mit den USA.
Hat es dort auch einen vollkommen ungesteuerten Zustrom von vielen hundertausend Menschen in wenigen Wochen aus einer ganz anderen Kultur gegeben?
Nein, die USA sind ein Einwanderungsland. Wie in Kanada kommen dort nur Menschen ins Land, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen.

Ich danke „U. Prasuhn“ für ihren Hinweis auf Klaus v. Dohnanyi und dessen Aussage, dass ein ernsthaftes Problem für die Demokratie entsteht, wenn alle nur dem „Mainstream“ folgen.

Bernd
6 Jahre zuvor
Antwortet  mehrnachdenken

Es gibt nur eine Katholische Kirche, zu deren Geschichte eben auch die Kreuzzüge und die Scheiterhaufen gehören. Aber man muss gar nicht so tief in die Vergangenheit zurückgehen. Die Katholische Kirche beruft sich auf ein absolutes göttliches Recht – und leitet daraus ihr Handeln ab, das keineswegs dem westlichen Wertekanon entspricht (Gleichberechtigung der Frau?) Der Papst wird, wie alle anderen kirchlichen Würdenträger auch, in einem undurchsichtigen Verfahren bestimmt. Soll heißen: Religion ist per se „vordemokratisch“ – das betrifft nicht nur den Islam. Warum also sollen Muslime nicht genauso gute Staatsbürger in einer Demokratie sein können wie Katholiken?

Der kulturelle Unterschied, der von Buschkowsky und anderen beschworen wird, ist in Wirklichkeit ein sozialer. In einem sozialen Brennpunkt wie Neukölln sind Deutschstämmige keinen Deut integrierter als Migranten.

Und, falls Sie es noch nicht gemerkt haben, (West-)Deutschland ist ebenfalls Einwandererland – seit Jahrzehnten bereits. 20 Prozent der deutschen Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Interessanterweise leben 95 Prozent davon in Westdeutschland und Berlin. Ist ja bekannt: In Sachsen, wo Pegida derzeit das Abendland rettet, gibt es fast keine eingewanderten Menschen. Das wird sich nun ändern, ob viele Bürger dort das wollen oder nicht. Die Alternative: Grenzzäune und Soldaten allerorten. Dann würde aber weitergehen, was seit 1990 zu beobachten ist: Sachsen verliert stetig seine (jungen) Bürger, seit 1990 bereits 15 Prozent. Ein aussterbendes Land.

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Sicher nicht „Grenzzäune und Soldaten allerorten“. Ich erwarte aber eine kluge und vorausschauende Politik, auch und vor allem von der Bundeskanzlerin. Die aktuelle Lage ist ja nicht „vom Himmel gefallen“.
ALLE maßgeblichen UNABHÄNGIGEN EXPERTEN stellen deshalb der westlichen Staatengemeinschaft und auch der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus. In Bezug auf die Politik nach dem so genannten arabischen Frühling wird nicht selten von einem Totalversagen der maßgeblichen Politiker gesprochen.

Gestern befasste sich die Sendung „Unter den Linden“ auf Phönix mit dem Türkei – Besuch der Bundeskanzlerin. Aufschlussreich, dass sich sowohl ein ehemaliger hoher General als auch der außenpolitische Sprecher W. Gehrcke (DIE LINKE) in ihrer Analyse erstaunlich einig waren, dass Frau Merkel ihre falsche und planlose Politik leider fortsetzt.

Falls Sie die Gesprächsrunde nicht gesehen haben, können Sie es nun nachholen. Sehr empfehlenswert!

Pardon, das Video kommt sofort.

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  mehrnachdenken
Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Hallo Bernd,
Sie schrieben: „Warum also sollen Muslime nicht genauso gute Staatsbürger in einer Demokratie sein können wie Katholiken? “
Wie deuten Sie den bisherigen Verlauf des „arabischen Frühlings“ in Ägypten und Lybien, die Entwicklung in der Türkei, VAR, Saudi-Arabien, Jemen, Sudan, Tunesien, Marokko, Pakistan?

Bernd
6 Jahre zuvor
Antwortet  Pälzer

Naja, da gibt es schon Unterschiede. Die (trotz aller Probleme) demokratischen Staaten Türkei und Tunesien sind nicht mit Bürgerkriegsländern wie Libyen oder Syrien vergleichbar, ein autokratisches Regime wie Ägypten nicht mit einer Demokratie wie Indonesien, immerhin der viertbevölkerungsreichste Staat der Erde und ebenfalls vorwiegend muslimisch. Die Konfliikte in den Chaos-Staaten reichen tief – und haben auch mit Eingriffen des Westens oder Russlands zu tun: ob es sich dabei um Kriege handelt (Afghanistan, Irak) oder um das Öl, das Wüstenscheichs plötzlich zu Milliardären und Staatsführern gemacht hat, die keinerlei Interesse an Demokratisierung und Bildung haben.

In China oder Russland gibt es auch keine Demokratie, trotzdem kommt keiner auf die Idee, „dem Chinesen“ oder „dem Russen“ grundsätzlich eine kulturelle Demokratieunfähigkeit zu unterstellen.

Und, was „mehrnachdenkens“ Vorwurf an die Bundeskanzlerin betrifft: Es ist absurd angesichts der komplexen Gemengelage und der Dimension der Probleme, Frau Merkel das Scheitern des arabischen Frühlings oder die Kriege in Afrika anzulasten. Dann müsste sie heute auch mal eben den Klimawandel abstellen – denn dessen Folgen, soviel ist bereits absehbar, werden weitere Völkerwanderungen auslösen.

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  Pälzer

Offensichtlich haben Sie sich das Video auf Phönix nicht angesehen.
Sicher ist die falsche Politik Frau Merkel nicht alleine anzulasten. Aber leider kamen und kommen von ihr auch keine gute Ideen.
Im Gegenteil: Ihr Alleingang in Sachen „Flüchtlinge“ hat einen sowieso schon bestehenden Riss in der EU der 28 Staaten noch vertieft.

Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  Pälzer

Da mir das Cameron-Europa besser erscheint als das Kohl-Europa, finde ich den Effekt der dt. Flüchtlingspolitik auf die anderen EU-Länder gar nicht so schlecht, denn da ist der Gedanke neu erwacht, dass Staaten doch noch souverän handeln können und nicht dem EU-Stärksten buckeln müssen.

Cavalieri
4 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Bernd: „Warum also sollen Muslime nicht genauso gute Staatsbürger in einer Demokratie sein können wie Katholiken?“

Wenn sie den Islam als (quasi private) Religion ansehen, dann ja. Wenn sie aber darüber hinaus einem gewissen internationalen Mainstream-Islam mit politisch-gesellschaftlichen Ansprüchen bis hin zum Rechtssystem Scharia folgen, dann nicht.
Dazu ist interessant ein Interview mit der Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher:
http://www.kath.net/news/42377

Ein Zitat daraus:
„Schirrmacher: „Der Islam“ als private Religionsausübung oder ethisches Wertegerüst wird einer Demokratie kaum entgegenstehen. Es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass die Ausübung des Islam als Religion, zum Beispiel durch Gebet und Fasten, im unversöhnlichen Widerspruch zu einer Demokratie stehen sollte. Allerdings gilt das nur in Bezug auf den Islam als persönlicher Glaube, nicht in Bezug auf den Islam als Rechtssystem, das Gesetze, Werte und Normen bestimmt.“

Hatten Sie diesen kleinen Unterschied gesehen, Bernd? Und was, meinen Sie, streben unsere Islam-Funktionäre in den vier Islamverbänden an?

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  mehrnachdenken

@Bernd
Ich erwähnte, dass mich „Kirche“ im Allgemeinen und die katholische Kirche im Besonderen nicht sonderlich interessiert.
Deshalb habe ich Ihre Einschätzung (undemokratische Strukturen in der katholischen Kirche) etwas zu vorschnell als „ungeheuerlich“ bezeichnet.
Da liege ich falsch!

Allerdings gebe ich Folgendes zu bedenken:
Wir sprechen in Deutschland von einem säkularen Staat, also der Trennung von Staat und Kirche. Die Richtlinien der Politik werden bei uns nicht vom Papst bestimmt. Dafür gibt es weltlliche Mandatsträger. Wie groß ist also der politische Einfluss der katholischen Kirche in Deutschland?

Vollkommen anders sehe ich es aber in zahlreichen muslimischen Ländern. Wie groß ist dort der Einfluss der Religion auf staatliches Handeln oder zugespitzter formuliert: Bestimmt dort nicht die Religion in hohem Maße staatliches Handeln und das gesellschaftliche Leben?

Bedenken Sie bitte auch, dass es sich bei der katholischen Kirche um eine Weltreligion handelt, deren „Chef“ in Rom sitzt und von dort aus die Richtlinien bestimmt. Wie hoch schätzen Sie also die Chancen ein, jenseits der päpstlichen Vorgaben in Deutschland mehr demokratische Strukturen in der deutschen katholischen Kirche umzusetzen?

Bernd
6 Jahre zuvor
Antwortet  mehrnachdenken

Ehrlich gesagt – keine Ahnung. Mir geht es nur darum festzuhalten, dass jemand ein guter Katholik und gleichzeitig ein guter Demokrat sein kann, obwohl zwischen Katholizismus und Demokratie doch eine kulturelle Lücke klafft. Genauso ist das mit dem Islam. Ein Mensch kann Moslem und gleichzeitig Demokrat sein, auch wenn im Koran vom Bundestag keine Rede ist. Entscheidend ist hüben wie drüben nur eins: die Anerkennung der Trennung von Kirche bzw. Religion und Staat. Und die ist für die allermeisten Katholiken wie für die allermeisten im Westen lebenden Muslime selbstverständlich.

Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Ich bin mit der deutschen Grundgesetz-Ordnung, die ja bekanntlich keine Trennung von Kirche und Staat vorsieht, sondern eine Mitwirkung der Kirchen in der Gesellschaft, ganz zufrieden, und finde weder die US-am. noch die französische oder türkische besser.

georg
6 Jahre zuvor

danke bernd, du sprichst mir aus dem herzen!

Ursula Prasuhn
6 Jahre zuvor

@mehrnachdenken
Hern Buschkowsky halte ich für einen redlichen Mann, dessen Meinung mir wichtig ist. In meinen Augen ist er Realist aus Erfahrung als Oberbürgermeister des Berliner Multi-Kulti-Stadtteils Neukölln. Er weiß im Gegensatz zu anderen, wovon er spricht. Panikmache halte ich nicht für sein Ding.
Manchmal mache ich mir Sorgen, dass er sich mit seinen mutigen Worten, die oft gar nicht in die politische und mediale Landschaft passen, angreifbar macht. Im Moment ist die Bezeichnung „Brandstifter“ en vogue. Sie könnte auch ihn treffen.
Klaus von Dohnanyi (SPD), den ich ebenfalls sehr schätze, hat vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“ gesagt: „„Keiner widerspricht dem Mainstream – daraus aber entsteht ein ernsthaftes Problem für die Demokratie.“
Das sehe ich genauso.

hennes
6 Jahre zuvor
Antwortet  Ursula Prasuhn

Klaus von Dohnanyis Feststellung passt zu dem, was der Magdeburger Ex-Oberbürgermeister als Grund für den Austritt aus seiner Partei angibt:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article147704582/Mir-wurde-nahegelegt-meine-Meinung-nicht-zu-sagen.html

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  hennes

Danke für den Link.
Der Oberbürgermeister besitzt Rückgrat. Chapeau!!
Ich stimme ihm unbedingt zu, dass die Landes – SPD mit ihrem Denk- und Sprechverbot in Sachen „Flüchtlinge“ leider die Bürger immer weiter von sich entfremdet.

sofawolf
6 Jahre zuvor

Das muss ich auch sagen: Ich hatte in den letzten 25 Jahren seit der Wiedervereinigung noch nie so sehr wie jetzt das Gefühl, dass die veröffentlichte Meinung nicht die öffentliche Meinung ist.

sofawolf
6 Jahre zuvor

Ich frage mal so nebenbei: Welcher unserer „führenden Politiker“ würde eigentlich jetzt noch für direkte Demokratie (Volksabstimmungen) eintreten?

sofawolf
6 Jahre zuvor

Ich habe ja immer schon gesagt: Für Volksabstimmungen treten immer die ein, die die Mehrheit hinter sich wissen.

Gerhard Schröder hatte wenigstens den Mut, seine Politik (ging es um die Agenda 2010 ???) in einer vorgezogenen Wahl zur Abstimmung zu stellen. Allerdings verlor er dann, das wird sicher allen anderen Politikern eine Lehre gewesen sein. 😉

Bernd
6 Jahre zuvor
Antwortet  sofawolf

Genauso gut können wir über das Wetter abstimmen. Die Flüchtlingskrise lässt sich bei 3000 Kilometer Grenze eben nicht mal eben mit einem Politikerbeschluss aus der Welt schaffen.

Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Alternativlos?

sofawolf
6 Jahre zuvor

Ich halte mich in dieser Debatte eigentlich zurück. Aber ich muss das mal loswerden. Der Hauptfehler war meiner Meinung nach, dass Deutschland bzw. Europa, ja eigentlich die Weltgemeinschaft die Nachbarstaaten Syriens im Stich gelassen haben, als dort in den letzten Jahren Millionen Flüchtlinge Unterschlupf gesucht haben. Es ist doch das Normalste von der Welt, dass man erst einmal „nicht so weit weg“ flieht – in der Hoffnung, dass man bald zurückkehren kann. Damals hat, jetzt sage ich mal Europa die Nachbarländer Syriens mit dem Problem der Unterbringung und Versorgung alleine gelassen (bis auf ein paar Almosen vielleicht, die noch gekürt werden sollten). „Ist ja nicht unser Problem“, hat man vermutlich gedacht. Aber nun ist es „unser Problem“ geworden und statt ein paar Millionen kostet es uns Milliarden ! Da haben unsere Politiker versagt !!!

Aber es hilft uns natürlich momentan nicht festzustellen, wer schuld ist. 🙂 Nur gesagt haben möchte ich es auch mal. Ich glaube, dass die jetzigen Aktionen, die Flüchtlinge doch in den Nachbarländern festzuhalten, wenig helfen werden. Die Fluss ist in Gang gekommen. Jeder, der hierher kommt, zieht zehn andere nach – nicht nur seine Familienangehörigen, einfach, indem er den Abwartenden und Zögernden sagt, dass es in Deutschland tausendmal besser ist als in den Flüchtlingslagern in Jordanien, Libanon, Türkei. Und das ist es ja auch. Egal, wie viele Millionen oder Milliarden jetzt noch in die Türkei fließen werden. Die Menschen kommen trotzdem. Das ist nicht mehr aufzuhalten, jedenfalls mit friedlichen Mitteln (nicht falsch verstehen, Gewalt lehne ich auch ab !!!). Und wie könnte ich jemandem raten, dort zu bleiben, wo ich selber auch nicht leben will ?!?

Das macht mir alles große Sorge, ehrlich gesagt. Die Phrasen der Politiker im Fernsehen überzeugen mich nicht. Ich habe das Gefühl, sie tun nur leugnen, beschönigen, kleinreden !!! Das Ganze war auch bei den Russlanddeutschen so in den 1990-er Jahren (und ich bin nicht dagegen, dass sie nach Deutschland gekommen sind !!!). Da hat man sich, als es plötzlich Hunderttausende pro Jahr wurden, auch alles Mögliche ausgedacht, um das einzudämmen. Hilfe in der Heimat, Sprachtests vor Ort usw.-usw. Aber das hat nichts geholfen. Letztlich sind sie doch (fast) alle gekommen. Millionen ! Und da ich allerhand von ihnen kenne, kann ich sagen, was sie untereinander erzählten. Das war so: „Worauf wartet ihr noch? Hier (in Deutschland) ist es besser als dort (Ex-Sowjetunion). Da haben ein paar neue Straßen, erweiterter Deutschunterricht, neu gebaute Bäckereien u.dgl. mehr auch nichts mehr gebracht. Der Zug war ins Rollen gekommen und konnte nicht mehr aufgehalten werden.

Und das ist auch jetzt so.

Hm, ich habe keine Ahnung, wie das weitergehen soll.

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  sofawolf

Auch Sie frage ich, ob Sie die gestrige Aufzeichnung von „Unter den Linden“ (20.10./ 09.40 h gesehen haben? Dort wird Ihre Sichtweise in großen Teilen bestätigt.

Der Türkei – Besuch von Frau Merkel wird scharf kritisiert, weil er womöglich lediglich Wahlhilfe für den türkischen Präsidenten bedeutet, aber ansonsten keines der dringenden Probleme löst.

Die legale Einreise vieler Russlanddeutsche in den 90er Jahren unterscheidet sich m.E. in einigen Pkt. deutlich von der aktuellen Flüchtlingswelle:

– Im weitesten Sinne handelte es sich um Deutsche, also um Menschen aus unserem Kulturkreis,
– da kamen nicht plötzlich Hundertausende, sondern es reiste eine überschaubare Anzahl kontrolliert ein,
verteilt über einen längeren Zeitraum,
– es war absehbar, wann der Zustrom aufhören würde – auch, weil es keinen nennenswerten Zuzug von
Familienangehörigen gab.

sofawolf
6 Jahre zuvor

(Bitte Tippfehler zu entschuldigen.)

hennes
6 Jahre zuvor

@sofawolf
Ich teile Ihr Gefühl, dass zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung eine Kluft besteht, die mir von Tag zu Tag größer zu werden scheint. Das kann für wachsenden Sprengstoff in der Gesellschaft sorgen.

Ursula Prasuhn
6 Jahre zuvor

@A. Priboschek
Wenn wir „eine Bildungs-Offensive gegen die Hass-Kultur“ brauchen, wie Sie meinen, dann aber bitte eine, die in beide Richtungen geht.
Mir bereitet nämlich die hasserfüllte Diffamierung der Kritiker an der Flüchtlingspolitik oder am orthodoxen Islam nicht weniger Sorge als die zunehmenden Hassdelikte gegen Fremde – egal welcher Couleur.
Einseitige Parteinahme bedeutet, einen Teil der Bevölkerung gegen den anderen aufzuwiegeln. Wer sich unverstanden und zu Unrecht beschimpft fühlt, neigt zu Gegenreaktion und Radikalisierung. Druck erzeugt nun mal Gegendruck und kann auch als „Hetze“ oder „Brandstiftung“ bezeichnet werden – nur von der Gegenseite.
Kein vernünftiger Mensch wird annehmen, dass sich große Teile der Bevölkerung immer mehr Einschränkung ihrer Meinungsfreiheit gefallen lassen durch willkürliche Hass-Unterstellungen je nach Fantasie und Geschmack der Meinungsgegner.
Eine „Bildungs-Offensive gegen die Hass-Kultur“ muss eine wohlüberlegte und vor allem ausgewogene Sache sein, damit nicht auch die Schule Indoktrination betreibt, die unsere Freiheitsrechte und den gesellschaftlichen Frieden gefährdet.
Nehmen wir es also ernst mit dem, was Sie zum Schluss Ihrer Analyse sagen, Herr Pribischek, dass wir den Schülern vermitteln müssen, „wie der Interessenausgleich in der Zivilgesellschaft funktioniert“. Im Moment scheint mir da eine erhebliche Schieflage zu bestehen, die einen Interessenausgleich zur leeren Worthülse macht.

realo
6 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

Beim „Aufstand der Anständigen“ wäre zu fragen, ob es den auch gegen linke Hetze gibt oder geben sollte? Nie werden übelste Hassausbrüche, die jeder in linksextremen Foren massenweise nachlesen kann, im Fernsehen oder einer großen Zeitung veröffentlicht.
Ist eine so einseitige Veröffentlichung „geistigen Drecks der Hetzer“ zu billigen? Und hat sie tatsächlich etwas mit „anständig“ zu tun?
Extremismus gehört immer auf die Anklagebank. Geschieht das nur einseitig, ist das ein unseriöses und brandgefährliches Spiel mit dem Feuer.

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  realo

Gut, das habe ich in meinem Beitrag noch vergessen!!

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

Es ist nicht die Aufgabe der Medien, auch noch so üble Pamphlete an den Pranger zu stellen. Dafür gibt es in unserem Rechtsstaat die Staatsanwaltschaft.
Möchten Sie Zustände wie in den USA haben, wo bspw. Sexualstraftäter keine Chance der Rehabilitation haben, weil sie mit vollem Namen und Adresse im Internet stehen und damit jederzeit angreifbar sind?

Gerade die „Blöd“ – Zeitung – verzeihen Sie bitte, von „Bildung“ kann bei diesem Boulevarblatt wohl nicht gesprochen werden – fühlt sich zum Tugendwächter berufen?
Das selbe Schmierblatt, das in den zurückliegenden Jahrzehnten so manchen Bürger durch seine vernichtende Berichterstattung existentiell vernichtete (aktuell H. Kachelmann) oder gar in den Tod trieb? Mich würde interessieren, wie G. Wallraff diese Aktion findet.

Was einige User – auch noch mit voller Namensnennung – auf Facebook an übelsten Abscheulichkeiten posten, macht mich geradezu fassungslos. Was ist passiert, dass sie so hasserfüllt schreiben?
Allerdings: Auch besagte Zeitung ist in ihrer Wortwahl nicht immer zimperlich (sh. Berichte über Griechenland) und schon deshalb überhaupt nicht glaubwürdig, wenn sie nun ganz oben auf der Empörungswelle „reitet“!!

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

Guten Tag Herr Priboscheck,

zum Glück gibt es in der Medienlandschaft auch andere Meinungen als Ihre zu der Veröffentlichung der unsäglichen Facebook – Posts:

http://www.huffingtonpost.de/maximilian-von-thalen/bild-zeitung-grenze_b_8336128.html?obref=outbrain-www-fol

Beste Grüße
mehrnachdenken

m. n.
6 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion (Priboschek)
Heute lese ich zur neusten Allensbacher Umfrage: „43 Prozent der Befragten sind überzeugt, man dürfe seine Meinung bezüglich der Asylpolitik in Deutschland nicht frei äußern und müsse vorsichtig sein, was man wem sagen könne.“

Wie verträgt sich das mit Ihrer Aussage „es tut mir leid, aber ich kann die von Ihnen beschriebene „Einschränkung der Meinungsfreiheit durch willkürliche Hass-Unterstellungen je nach Fantasie und Geschmack der Meinungsgegner“ nirgends feststellen.“

Spinnen diese 43 Prozent, sehen sie Gespenster? Diese Leute fühlen sich in ihrer Meinungsfreiheit doch offensichtlich eingeschränkt durch hässliche (rassistische und fremdenfeindliche) Deutung ihrer Worte.

Milch der frommen Denkungsart
6 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

Sehr geehrter Herr Priboschek,

mit einer Anleihe bei dem großen SPD-Vorsitzenden Otto Wels darf ich Ihnen entgegnen, daß man sich natürlich gegen maßlose Ausschreitungen der Polemik schützen mag, wenn dies nur nach allen Seiten gleichmäßig geschieht.
Solange freilich Menschen, die etwa prinzipiell der Aufnahme von Flüchtlingen nicht per se ablehnend
gegenüberstehen, einer emotionalen Euphorie allerdings dennoch mit nachdenklicher Skepsis begegnen,
noch bis vor kurzem auch von einschlägigen medialen Tugendwächtern, sich nun zu Gralshütern der Humanität aufschwingen, als „Ja,aber-Nazis“ abgekanzelt und diffamiert werden, ist solch Dysbalance in
der Tat schwer erträglich.

sofawolf
6 Jahre zuvor

Ich finde nicht, dass es eine Verrohung der Kommunikation gibt. Ich kann mich nicht an genaue, konkrete Beispiele erinnern, bis auf eines, das gleich kommt, aber die öffentliche Herabwürdigung anderer Menschen habe ich schon immer angeprangert. Das ist nichts Neues. Wie oft wurden schon bei Demostrationen politische Anführer in Puppenform gehängt, verbrannt oder Sonstiges ?!? Fast möchte ich sagen, das habe nur ich schlecht gefunden. Auch 1989 war ich bei einer Demonstration, als Leute bzgl. der Wachsoldaten vor einem Gebäude riefen: „Hängt sie auf!“. Aber das hat ja die Medien damals nicht gestört. Es richtete sich ja gegen die, die man auch nicht mochte. Und das ist die DOPPELMORAL, die man immer wieder beobachten muss. Menschenrechte gelten immer nur für die, auf deren Seite man ist. Für die anderen sind sie „verzichtbar“. (???)

sofawolf
6 Jahre zuvor

Ich kann noch eine Geschichte aus der damaligen Zeit erzählen. Eine Mitstudentin war mit einer Hand voll anderen Leuten bei einer Gegendemonstration 1989, also Tausende gegen die SED und drei Dutzend oder so dafür. Sie war hinterher total geschockt, wie aggressiv man ihnen entgegengetreten war, was für üble Beschimpfungen sie sich hatten anhören müssen bis hin zu Handgreiflichkeiten (Gerangel) und zur Androhung von Schlägen und Schlimmerem. Das werden sicher die meisten, die hier so fleißig gegen oder für die Pegida-Demonstranten schreiben, gar nicht schlimm finden, mindestens aber hätten sie es wortlos hingenommen. Es betraf halt die anderen, die „Gegner“! Menschenrechte aber sind UNTEILBAR, sie müssen für alle gleich gelten! Die Ehrlichkeit eurer Empörung könnt ihr daran messen, wie sehr ihr euch für einen fairen Umgang mit euren Gegnern einsetzt und nicht, wie sehr ihr die Menschenwürde eurer Freunde verteidigt !!!

m. n.
6 Jahre zuvor

@Priboschek
Zitat: „Welche Konsequenzen drohen denn jemandem, der eine kritische Haltung zur Asylpolitik kundtut, und dabei die demokratischen Spielregeln einhält (also keine Volksverhetzung betreibt und niemanden beleidigt)?“
Meine Antwort: „Volksverhetzung“ und „Beleidigung“ sind weitgehend Auffassungs- und Auslegungssache.
Um ein Beispiel zu nennen: Nicolaus Fest, ehemaliger Vize-Chefredakteur von „Bild am Sonntag“ schrieb Ende Juli einen Kommentar, der ihn den Job kostete. Ich fand seine Aussagen deutlich, aber weder volksverhetzend noch beleidigend. Hier ist der Kommentar:
http://www.bild.de/news/standards/religionen/islam-als-integrationshindernis-36990528.bild.html

Nicolaus Fest ist, wenn ich nicht irre, gelernter Jurist. Dennoch ahnte er offensichtlich nicht, dass ihm Hetze vorgeworfen werden könnte. Dieses Beispiel zeigt die Interpretierbarkeit und Missbrauchsanfälligkeit vieler Begriffe, zu denen ich auch „Homophobie“ zähle. Ich bleibe dabei: Die Meinungsfreiheit steht auf tönernen Füßen und ist von lauter Fußangeln umgeben. Viele überlegen daher doppelt und dreifach, bevor sie etwas zu Ausländern oder sexuellen Minderheiten sagen, auch wenn sie nicht xenophob oder homophob sind.

Georg
6 Jahre zuvor
Antwortet  m. n.

Herr Priboschek,

danke für ihre ruhige und sachliche Argumentation in dieser ganzen Angelegenheit.

Und zu m.n.: Volkshverhetzung und Beleidigung sind juristisch klar umgrenzte Begriffe. In der aktuellen Debatte geht es um Gewalt- und Mordaufrufe, um kollektive Zuschreibungen, um menschenverachtende Verallgemeinerungen.

Sorry, aber dieser Rechtsstaat wurde auf den Erfahrungen des Dritten Reiches begründet.
Das die Äußerungen, um die es hier geht, justiziabel sind, ist also richtig und wichtig.

m. n.
6 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

Juristisch sind die Begriffe klar umgrenzt, das stimmt. Aber für die soziale Ächtung und Diffamierung als Nazi, als Rechtsextremer, als Brandstifter, Hetzer usw. dient alles, was an Meinungsäußerung nicht gefällt und als politisch unkorrekt gilt.
Es braucht keine juristische Relevanz, um Menschen an den sozialen Pranger zu stellen und existenziell zu gefährden. Dafür genügen willkürliche Verdächtigungen.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  m. n.

Vollkommener Unsinn was sie da schreiben. Die Täter erklären sich zu Opfern. Auch ich kritisierte Merkels Asylpolitik. Ich habe aber nie derartiger Anfeindungen erfahren.

sofawolf
6 Jahre zuvor

@ m.n., da muss ich zustimmen, man weiß auch heute, was man besser nicht laut und/oder öffentlich sagen sollte – auch wenn nicht unbedingt Inhaftierung oder Schlimmeres droht, so muss man doch soziale Ausgrenzung bis hin zu beruflichen Konsequenzen rechnen / fürchten. Aber wir Ossis, wir können das, denn wir haben das ja gelernt. 😉

Wobei ich damit keine rassistischen und gewaltverherrlichenden Meinungsäußerungen verteidigen will. Ja, die sollen nicht erlaubt sein !

Andererseits erinnert mich das auch ein bisschen zumindest an die DDR. Die freie Meinungsäußerung oder sagen wir besser so „Anti-SED-Meinungen“ waren „verboten“ und dann hat man mittels Stasi versucht, die „verbotenen“ Meinungsäußerungen aber doch herauszufinden, um zu erfahren, wie die Bevölkerung wirklich denkt.

Die Menschen denken ja nicht automatisch anders, nur weil sie nicht mehr sagen, was sie denken. Hm, weeß ooch nich ……….. Gut, dass ich das nicht zu entscheiden habe.

Bernd
6 Jahre zuvor
Antwortet  sofawolf

Sie wollen hier nicht ernsthaft die DDR und ihr Repressionssystem mit der Situation im heutigen Deutschland vergleichen? Kritik ist in Deutschland doch nicht verboten.

Mit der Meinungsfreiheit im Großen ist es halt wie im Kleinen: Wenn ich in meinem Dorf üble Gerüchte über Nachbarn verbreite, dann darf ich mich nicht wundern, dass die mich dafür zur Rede stellen.

Meinungsfreiheit gilt – wie alle Freiheiten in einer Demokratie – eben nicht unbegrenzt. Freiheit ist immer mit Verantwortung verbunden. Sei endet da, wo die Freiheit des anderen beginnt. Wenn beispielsweise unter dem Kürzel Pegida Menschen als „Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes“ auftreten, dann betrifft das beispielsweise die Religionsfreiheit in diesem Land. Hier darf jeder glauben, was er will, und wenn Leuten das nicht passt und sie dagegen aufmaschieren – nun, dann müssen sie sich halt ihrerseits Kritik gefallen lassen.

Und wenn die politische Haltung mit meinem Beruf nicht zusammenpasst, dann kann das auch mal berufliche Konsequenzen haben: Als Lehrer beispielsweise bin ich Repräsentant dieses Staates – da kann ich nicht hingehen und diesen Staat öffentlich als „Meinungsdiktatur“ oder Schlimmeres verunglimpfen.

Kurz: Demokratie ist nicht nur mit Rechten, sondern auch mit Pflichten verbunden. Das ist offenbar nicht in allen Köpfen angekommen – und deshalb wäre die von Herrn Priboschek geforderte Bildungsoffensive wirklich mal sinnvoll.

m. n.
6 Jahre zuvor

@Georg
Sie sagen: „Das die Äußerungen, um die es hier geht, justiziabel sind, ist also richtig und wichtig.“
Es ist davon auszugehen, dass Sie die Äußerungen von Nicolaus Fest meinen. Wo haben Sie gelesen, dass die Justiz eingeschritten wäre? Davon ist nichts bekannt. Also waren Herrn Fests Äußerungen nicht „justiziabel“. Es gab „nur“ den typischen Sturm der Entrüstung und eine Rüge des Presserats, aber nichts Staatsanwaltliches.
Herrn Fests Äußerungen waren und sind Auffassungssache und kein Verstoß gegen das Grundgesetz. Aber das genügt schon seit Jahren, um das Ansehen und den Ruf gesetzestreuer, Staatsbürger zu ruinieren, was nicht selten böse Folgen hat für die berufliche Existenz.
Mir fällt zu diesen Vorgängen immer wieder das Wort „Paralleljustiz“ ein, die wir bei Muslimen zu Recht verdammen, weil sie außerhalb des Grundgesetzes stattfindet. Für die eigene Paralleljustiz herrscht jedoch weitgehende Blindheit. Sie wird sogar gefordert und mit dem Adelsprädikat „Aufstand der Anständigen“ zugekleistert.

@Bernd
Ich stimme „sofawolf“ uneingeschränkt zu und finde auch, dass es Parallelen zwischen dem Repressionssystem der DDR und dem heutigen Deutschland gibt.
Sie sagen „Kritik ist in Deutschland doch nicht verboten“. Per Grundgesetz ist sie das nicht, per Aburteilung durch selbsternannte Anständige und öffentliche „Hinrichtung“ von Meinungsgegnern aber durchaus. Was nützt eine gesetzlich garantierte Meinungsfreiheit, wenn sie durch Prangermethoden unterlaufen und auch noch gelobt wird.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  m. n.

m.n.

Dass Sie im repressive System der DDR Parallelen zum heutigen Deutschland sehen ,zeugt ihrer seits von einer Verkennung der Tatsächlichen Verhältnisse in der DDR. Wir haben hier keine breit angelegte Bespitzelung der Bevölkerung, niemand wird wegen seiner Meinung eingesperrt oder ausgebürgert, oder auch in seiner Berufswahl eingeschränkt oder behindert. Es gibt keinen Schießbefehl an den Grenzen, wie ihn wohl Teile der AfD gerne hätten und jeder kann hier ohne Probleme und Folgen seine Meinung frei äußern.
Außer sie treten hier mit alternativen Fakten auf, also Lügen und Leugnen den Völkermord des Nationalsozialismus. Dabei handelt es sich aber um einen Straftatbestand, und das ist auch richtig so.
Und diese Fackelläufe mit diesen hasserfüllten Nationalpatrioten , welche unsere demokratisch gewählten Volksvertreter als Volksverräter beschimpfen sind unerträglich und erinnern mich und meine Bekannten an das dunkelste unserer Geschichte.

m. n.
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Wenn Sie alle Menschen, die anderer Meinung sind als Sie, zu „hasserfüllten Nationalpatrioten“ machen, dann beschreiben Sie nicht die Wirklichkeit, sondern reden ein falsches Szenario herbei für Ihre Zwecke.
Es bleibt der Fantasie des Lesers überlassen, was Sie sich von dem Drang, jeden Widerspruch als Rechtsextremismus zu verunglimpfen, versprechen.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  m. n.

Sie haben in unserem Rechtssystem Parallelen zum Recht-System der DDR gezogen.. Das sagt wohl alles über Ihre verunglimpfende Denkweise über unsere demokratisch strukturiertes Gesellschaftssystem.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

m.n.

Es ergibt schon ein schizophrenes Bild, wenn man diese Wutbürger christliche Weihnachtslieder singen hört und diese dann anschließend mit Fackelzügen durch die Dresdener Innenstadt ziehen und gegen syrische Asylanten protestieren und das , obwohl 95 % der Flüchtlinge im Westen und vor allem in NRW leben. Und dann dürfen wir für diese gesättigten Wutbürger auch noch den Soli-Beitrag entrichten obwohl wir in NRW selber riesige Probleme mit der Infrastruktur, sanierungsbedürftigen Schulen, Lehrermangel und sanierungsbedürftigen Städten zu tun haben.
Das muss man den Leuten hier auch noch vermitteln.Die Leute haben einfach keinen Bock mehr auf diese Fackelzüge mit ihren hasserfüllten Schreihälsen.

m. n.
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

@I.Wrobel, 15:12 Uhr
Nein, die Systeme sind klar verschieden, doch neben unserem Rechtssystem haben sich Verunglimpfungen und Denunziationen breitgemacht, die an DDR-Zeiten erinnern und viele Leute daran hindern, zu bestimmten Themen noch offen ihre Meinung zu sagen.

Und mit Verlaub: Sie sind für mich einer dieser Vertreter, die eifrig und unbeleckt von unseren grundgesetzlich garantierten Bürgerrechten immer wieder Menschen unfair attackieren, die anderer Ansicht in der Sache sind als Sie.
Hieß DDR nicht „Deutsche DEMOKRATISCHE Republik“?
Bei ihr klafften edler Anspruch und bevormundender Umgang mit den Bürgern ähnlich weit auseinander wie bei heutigen Zeitgenossen, die unsere Demokratie zwar in den höchsten Tönen loben, zugleich aber keinerlei Hemmung haben, die Meinungsfreiheit Andersdenkender mit Füßen zu treten durch verleumderische und verletzende Angriffe auf ihre Person.
Sie mögen sich ja vormachen, dass Sie damit der größte aller Demokratiefreunde und -verteidiger sind. Als echte Demokraten und einzig wahre Kämpfer gegen rechts (gegen Nazigedankengut) verstanden sich auch immer die DDR-Größen und die Regimefreunde.
Alles, was sie taten, geschah angeblich auch nur aus wohlmeinenden Motiven, auch Bespitzelungen, Verdächtigungen, Verleumdungen und soziale Ausgrenzungen bei mangelnder Regime-Treue.

Wie gesagt, Sie und andere mögen sich selbst in der Rolle einzig wahrer Demokraten sehen, mich aber können Sie bei Ihrem Verhalten nicht zwingen, Ihnen diese Rolle abzukaufen.
Was „sofawolf“ in seinem Kommentar schreibt, kann ich immer wieder nurl dick unterstreichen.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Dies verlogene Diktatur der DDR mit ihren schweren Menschenrechtsverletzungen haben wir hier im Westen immer abgelehnt und bekämpft. Und genauso verlogen war die SDAJ im Westen.Die im Osten haben vor 1989 nie eine Demokratie kennen gelernt und wir lassen uns von den ewig gestrigen nicht unsere Demokratie zerlegen.

m. n.
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Dann zerlegen Sie doch bitte nicht selbst unsere Demokratie und achten Sie die Meinungsfreiheit, indem Sie Andersdenkende zum Beispiel nicht als „ewig Gestrige“ bezeichnen und in falsche Schubladen stecken!
Und schauen Sie sich von der sog. DDR, die sich ausdrücklich als antifaschistischer Staat mit ausgeprägtem Kampfeswillen gegen Faschismus und Rechts verstand, nicht die Beschimpfungs-, Verfolgungs- und Bestrafungsmethoden für politische Kritiker ab.

Verhalten Sie sich wie ein echter Demokrat mit Wertschätzung für die Bürgerrechte (u.a. Meinungsfreiheit). Solange Sie sich wie jemand verhalten, der freie und abweichende Meinungsäußerung als Teufelswerk ansieht, hinter dem sich nur Rechtsradikalismus verbergen kann, der entlarvt werden muss, werden Sie nie verstanden haben, was Demokratie wirklich bedeutet und sich verhalten wie jemand, der zwar von Demokratie redet, aber nicht weiß, was sie bedeutet und angeblichen Antifaschisten leicht auf den Leim geht.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Die in Dresden sind keine Bürgerrechtler.Wir sind hier im Westen auch nicht mehr bereit das mitzutragen, es ist unerträglich , was sich da abspielt und demnächst fahre ich da auch nicht mehr in den Urlaub, sondern nach Frankreich.

mehrnachdenken
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

@m.n.
Zur Untermauerung Ihrer Zeilen hier der mutige offene Brief von Angelika Barbe (Cicero und damit wohl kein Drecksblatt), ehemalige
DDR – Oppositionelle und gegenwärtig (noch) in der CDU.
Er ist eine Abrechnung mit der gegenwärtigen Regierung unter Frau Merkel.

http://cicero.de/berliner-republik/Offener-Brief-von%20CDU-Dissidentin-Nicht-mehr-mit-mir

Lesen, sehen oder hören Sie davon etwas in den Mainstream – Medien oder im öffentlich – rechtlichen Rundfunk/Fernsehen?
Nein, die bewegen sich fast alle stramm auf dem Kurs der offiziellen Regierungspolitik.
War es in der DDR anders?

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Ich halte mich lieber an das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und daraus leiten sich unsere Rechte und Pflichten ab.
Ich fühle mich eingebunden in die Weimarer Republik und ihre demokratisch gesinnten Helden, welche Verfolgung, Verleumdung, Hass und dem Tot ausgeliefert waren.In diesem Bewusstsein dieser Geschichte wurde unser Grundgesetz geschrieben.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Marschieren Sie mal schön weiter und vergessen Sie dabei nicht das Absingen von Weihnachtsliedern.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

mehrnachdenken

Der radikale Islam ist so wie sie Ihn sehen. aber ich fürchte mich nicht vor seinen Vertretern, weil diese schwach sind, schwächer als diese selber wissen und ich habe diese Leute kennengelernt.Diese aber wissen nicht um unsere mögliche Radikalität , um unsere Demokratie zu verteidigen. Allein es fehlt diesen der Rückhalt in ihrer Gemeinde der Vertriebenen. Unendlich dankbar sind mir Menschen moslemisch-bosnischer Herkunft, für die ich etwas gutes Tat.
Diese Radikalen sind sehr einfach auszurechnen und sie träumen wirklich von einer Islamisierung unserer Gesellschaft durch ihre Geburtenraten, das sagte mir der hiesige Führer der Islamischen Gemeinde.Insgeheim planen diese Vertreter aber die Rückkehr in ihre Heimatländer, und sie arbeiten daran, indem diese in den Heimatländern dort Häuser bauen.
Aber wer hat uns diese Flüchtlinge alle beschert. Es waren die USA und Russland, welche durch ihre Kriege diese Invasion ausgelöst haben. Wie kann man da auf die Krim fliegen, siehe AfD , und sich an einer Putin freundlichen Versammlung beteiligen ?

m. n.
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

„Ich halte mich lieber an das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“
Wenn Sie es denn bloß nicht so eigenmächtig interpretieren und als Kampfaufruf gegen Menschen mit anderer Meinung interpretieren würden!
Sie können sich eingebunden fühlen „in die Weimarer Republik und ihre demokratisch gesinnten Helden“, soviel Sie wollen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass Sie nicht in jener Zeit leben und darum nicht zu deren Helden gehören.
Heute können Sie, um sich heldenhaft und als Retter von Staat und Demokratie zu fühlen, mal schnell und bequem vom Sessel aus ein paar Andersdenkende zu Nazis erklären, um gegen diese dann verbale Attacken zu reiten.
Aber machen Sie sich nichts vor, das hat nichts mit dem Mut bewundernswerter Widerstandskämpfer gegen ein real existierendes oder drohendes Unrechtsregime zu tun, auch wenn Sie das gern so sehen und das Bild von sich genießen möchten.
Sie riskieren nichts für Ihre Art „Widerstandskampf“, sondern erhöhen sich bestenfalls durch Ihr Verbundenheitsgefühl mit den wahren Helden der Geschichte.

Bernd
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Jetzt reicht’s aber mit der Hetze gegen die parlamentarische und repräsentative Demokratie in Deutschanland. Demokratie heißt nicht, mehrnachdenken (nebenbei: was für ein eitler Euphemismus, dieser Deckname), dass eine Regierung tut, was Sie wollen. Und freier Journalismus bedeutet nicht, zu berichten, was Sie wollen. Sie verwechseln Demokratie mit Rechthaberei, „mehrnachdenken“.

Sie haben die Möglichkeit, sich gegen die gewählte Regierung politisch zu engagieren. Sie dürfen sogar anonym Mecker- und Hetzmails schreiben, wie Sie’s immer wieder hier tun. In der DDR wären Sie dafür ins Gefängnis gewandert, hätten sie so gegen die Regierung und das System vom Leder gezogen. Und nebenbei: Sie schimpfen über die Medien, verweisen aber immer wieder auf diesselben (Cicero ist auch ein Medium). Wie widersprüchlich Ihr Lamento ist, fällt Ihnen in Ihrer geistigen Raserei nicht auf.

Meinungsfreiheit im demokratischen Rechtsstaat bedeutet nicht, alles behaupten zu können, was man mag. Zwischen Meinung und (falscher) Tatsachenbehauptung besteht ein eklatanter Unterschied, den Sie als Lehrer/in eigentlich kennen sollten, m. n. (Sind Sie doch, oder?) Sie behaupten: „Neben unserem Rechtssystem haben sich Verunglimpfungen und Denunziationen breitgemacht, die an DDR-Zeiten erinnern und viele Leute daran hindern, zu bestimmten Themen noch offen ihre Meinung zu sagen.“

Belegen Sie diese Behauptung! Oder hören Sie auf, Deutschland – von dem Sie als Lehrer/in ein Berufsleben lang gut gelebt haben – mit Lügen zu überziehen!

m. n.
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Kommen Sie mal runter, Bernd. Künstliche Aufregung verbunden mit Falschanschuldigungen der Hetze tragen nicht zu einer demokratischen Diskussionskultur bei, die Sie angeblich schätzen.
Und schieben Sie nicht das, was ich geschrieben habe über „Verunglimpfungen und Denunziationen, die an DDR-Zeiten erinnern..“ mehrnachdenken zu. Wenn ich mir schon die Mühe des Schreibens mache, möchte ich meine Ansichten auch auf meinem Konto verbucht wissen.
Was ich vergessen hatte zu erwähnen und woran Sie mich mit Ihrem Kommentar erinnern: Auch noch etwas anderes hat sich neben Diffamierungen in unserem Land breitgemacht:
eine scheinheilige Empörungskultur. Sie funktioniert nach dem Motto: Wenn ich mich empört zeige, bekomme ich Recht. Nichts wirkt besser und ist überzeugender als „ehrliche“ Empörung.
Diese Taktik können wir bereits an Kindern beobachten.

Bernd
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Ich schiebe niemandem etwas zu, was er nicht selbst geschrieben hätte.

Was sich in diesem Land und andernorts leider vor allem breitmacht: eine selbstgefällige Behauptungs- und Beleidigungskultur von Menschen, die ihre eigenen pathologischen Befindlichkeiten politisieren und Bürger, die zu etwas mehr Seriosität in der Argumentation mahnen, mit Unflat übergießen.

Wieder behaupten Sie irgendwelches Zeug, ohne dafür Belege anzuführen – und ziehen jetzt auch noch die Kinder in Deutschland in Ihren verbalen Amoklauf hinein. Kein Wunder, dass sich Rechtsterroristen in Deutschland zu Gewalttaten aufgefordert fühlen, wenn Leute wie Sie öffentlich von Diktatur, Denunziationen und Diffamierungen schwadronieren.

Wie bekommen Sie es eigenlich mit Ihrem Gewissen klar, von der Knete eines Staates zu leben, der Sie an die DDR erinnert?

mehrnachdenken
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

@m.n.
Unter uns, ich weiß gar nicht, warum sich „Bernd“ so echauffiert.
Ich bin der falsche Ansprechpartner. Er sollte sich lieber an Angelika Barbe wenden.
Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass sich der Cicero anbietet, um angebliche Falschmeldungen in Umlauf zu bringen. Im Gegenteil: Ich finde es sehr mutig von der Chefredaktion, Frau Barbe und auch anderen Politikern die Chance zu geben, ihre Sicht der Dinge darzustellen.
Lesenswert sind auch viele Kommentare zu Frau Barbes offenem Brief.

Bernd
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Frau Irgendwer aus Irgendwo interessiert mich nicht, ich beziehe mich auf Ihre Aussagen hier: „War es in der DDR anders?“ – so fragen Sie rhetorisch, haben aber vorab schon die (sachlich falsche) Antwort gegeben. Das ist inhaltlich nichts anderes als das Unwort von der „Lügenpresse“, was Sie hier vom Stapel lassen.

Dass die große Mehrheit der Menschen (und auch Journalisten) in Deutschland einfach nicht Ihre krude Weltsicht teilen, und deshalb nicht Ihren Schmonzes verbreiten, auf die Idee kommen Sie offenbar nicht.

Übrigens: „unter uns“ sind Sie in einem öffentlichen Forum wie diesem hier eben nicht – auch wenn Sie und m. n. sich hier äußern, als säßen sie an einem Stammtisch.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

m.n.

Sie lverdrehen hier gesagtes und stellen andere an den Pranger. Das empfinden jedenfalls alle, denen ich diese Dialoge hier gezeigt habe. Siee vergleichen mich mit diesem Stasi-Leuten für die in der DDR jeder dritte bis vierte gearbeitet hat. Ich ich gehöre nicht zu diesem Volk von Spitzeln und kleinbürgerlichen Spießern der DDRZeit und ich lasse mich von Ihnen auch nicht derartig verleumden.
Wieso verteidigen Sie denn immer diese Wutbürger aus Ostdeutschland ? und dann vergleicht man hier noch unseren Staat mit dem der DDR ! Es reicht langsam !
Die Wutbürger laufen im Osten herum und dort finden auch die meisten Übergriffe gegen Asylbewerber statt, obwohl dort nur 5 % der Asylbewerber leben müssen.
So und jetzt singen Sie mal wieder fröhliche Weihnachtslieder.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

m.n.
Sie sind anscheinend weder in der Bundesrepublik Deutschland aufgewachsen, noch sind Sie dort geistig jemals angekommen ,und auch der historische Hintergrund zur deutschen Geschichte ist Ihnen unbekannt, weil Sie sich sonst nicht so abfällig über „Ihre“ vermeindlichen politischen Gegener und die Bundesrepublik Deutschland äußern würden.
Und ich bin ehrlich gesagt froh, dass wir in zwei verschiedenen Welten leben obwohl wir im selben Staat und zur selben Zeit leben.
Sie empfinden diesen Staat als einen Staat, der die Meinungsfreiheit einschränkt und vergleichen unsere parlamentarische Demokratie mit dem System der DDR.
Aber dafür gibt es bei Wahrnehmungsstörungen, unter Sie zu leiden scheinen Psychiater.
Allerdings handelt es sich bei Ihnen und Ihren Gesinnungsgenossen um eine kollektive Zwangsneurose. Und Sie wissen noch nicht einmal, wie gut es Ihnen hier eigentlich geht. In der DDR säßen Sie und Ihre Anhänger nähmlich schon im Knast oder Sie hätten sich mit jenem System der DDR arrangiert.
Man kann unsere gewählten Volksvertreter doch nicht als Volksverräter beschimpfen und sich ständig in Rage reden, so wie Sie das hier ständig tun.
Wachen Sie endlich aus Ihrem selbst gewählten Alptraum auf und verlassen Sie diese Hasskultur bevor es noch weiter eskaliert. Werden Sie endlich vernünftig und diskreditieren Sie nicht ständig unsere Demokratie. Hier wird niemand verfolgt oder in seiner Meinung unterdrückt, solange Sie keine Straftaten begehen.
Ihr Verhalten trägt dazu bei, dass sich Extremisten in ihrem Handeln bestärkt fühlen auf unschuldige Menschen loszugehen.
Wenn Sie Lehrer sind haben Sie eine besondere Verantwortung unserem Staate gegenüber. Das gilt für jeden Bediensteten des Staates.
Guten Abend.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

m.n.
Sie verdrehen ständig das Gesagte anderer.

mehrnachdenken
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Angelika Barbe hat einen offenen Brief im Cicero veröffentlicht, in dem sie die Politik der Bundeskanzlerin scharf angreift.
Nun legt der Chefredakteur vom Cicero nach und bestätigt Frau Barbe in ihrer Kritik an Frau Merkels Flüchtlingspolitik.
In seinem Artikel verweist er auch noch auf das Buch von Robin Alexander, das im März erscheinen soll:
Merkel und die Flüchtlingspolitik: Report aus dem Inneren der Macht.

http://cicero.de/berliner-republik/angela-merkel-die-abschiebekanzlerin-

Bernd
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Aha. Kriegen Sie für solche Gaga-Posts von Cicero eigentlich Geld? Oder arbeiten Sie ehrenamtlich für jeden, der Angela Merkel kritisiert?

gudrun
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Meine Güte, Bernd, im Handwerk des Beschimpfens und Verunglimpfens von Personen, deren Meinung oder Leseempfehlung Ihnen missfällt, sind Sie wirklich ein Meister.
Ich fand beide Artikel im Cicero sehr interessant.
Wäre es die „taz“ gewesen, hätten Sie mehrnachdenken dann auch mit Ihrem Schmäh überzogen?

mehrnachdenken
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

@Gudrun
Ich stimme Ihnen voll zu.
Vielleicht sollte ich zum Cicero tatsächlich Kontakt aufnehmen, um nach Tantiemen für meine kostenlose Werbung zu fragen, lach.
Keine Sorge, der Cicero ist nicht meine einzige Info-Quelle.

Die französische Vierteljahreszeitschrift Commentaire, Bannerträgerin liberalen politischen Denkens in der Tradition Tocquevilles und Raymond Arons, widmet sich ausführlich dem Verhältnis von Islam und westlicher Gesellschaft.

Der Politikwissenschaftler Dr. Joachim Stark hat dort interessante Passagen gefunden, die exakt zur Kritik an der Merkel – Politik passen.
Aber lesen Sie selbst.

Offene Grenzen: Der Gefahren nicht bewusst, die Folgen nicht bedacht
Wenn man das Handeln der Regierenden in Deutschland seit dem Jahr 2015 betrachtet, dann scheinen sie alle hier aufgestellten klassischen Maßstäbe aus dem Blick verloren zu haben. So behaupten die Akteure, allen voran die Bundeskanzlerin, 2015 mit der unbegrenzten, unkontrollierten Immigration die einzig mögliche, wahre Entscheidung getroffen zu haben. Dabei haben sie, dies lässt sich im Nachhinein sagen, die Folgen nicht bedacht und waren sich der Gefahren nicht bewusst. Was hätte zum Beispiel dagegen gesprochen, zuerst ein funktionierendes Kontroll- und Registrierungssystem an den Grenzen aufzubauen, bevor man die asylsuchenden Migranten ins Land lässt? Stattdessen wurde der Primat des Politischen verschüttet unter einer Woge von moralischen und gesinnungsethischen Begründungsversuchen, die aber lediglich eine kapitale politische Fehlleistung verdecken sollen, damit die öffentliche Meinung nicht beunruhigt wird und die Wähler bei der Stange gehalten werden.

Integration zum Scheitern verurteilt
Der Historiker und Totalitarismusforscher Alain Besançon, Jahrgang 1934, der viel über die Sowjetunion, den Marxismus-Leninismus sowie über die christlichen Kirchen der Gegenwart und den Islam gearbeitet hat, kommt in seinem Beitrag über die „Verlockungen des Islam“ zu dem Schluss, dass Islam und westlich-freiheitliche Gesellschaften letztlich nicht miteinander vereinbar seien. Die Versuche der Politik, die Muslime zumindest partiell in die westliche Gesellschaft zu integrieren oder gar zu assimilieren, seien zum Scheitern verurteilt. Ein Blick in die Geschichte zeige, dass das Zusammenleben von Christen und Muslimen immer schwierig und letztlich unmöglich gewesen sei. Die Muslime in Andalusien, auf Malta, in Griechenland, auf der Krim und auf dem Balkan hätten letztlich auswandern müssen, ebenso wie die Christen in Syrien, Ägypten, im Zweistromland oder im Maghreb entweder zum Islam konvertiert seien oder ebenfalls hätten auswandern müssen. Die Ursachen dafür lägen letztlich im völlig unterschiedlichen Verhältnis von Christen und Muslimen zum Denken, zum Alltag, zur Natur, zur Welt, die für die den jeweils anderen auf Dauer „unerträglich“ gewesen sei.

Bernd
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Jetzt zitiere ich mal was – heute aus der „Zeit“:

„Scrollen wir uns durch die Facebook-Seiten von Pegida und AfD, bleibt das hängen: Geflüchtete sind alle kriminell. Schuld ist die Presse. Und Angela Merkel. Und wenn man diese Missstände anspricht („Das wird man wohl noch sagen dürfen!“), gilt man in diesem Land als schlechter Mensch.

Im Großen und Ganzen war’s das. Das ist, was AfD- und Pegida-Enthusiasten in ihren Feeds sehen, worüber sie sprechen, was sie teilen. Das sind die Inhalte der Artikel und Postings, die in bei den Menschen in der neurechten Welt viral gehen. Lösungen, Konstruktivität, gar Optimismus? Gibt es dort nicht.“

Kommt mir sehr bekannt vor, wenn ich so manche Beiträge hier lese.

Beate S.
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel
Gerald
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

@Beate S.
Besonderen Dank für den zweiten Link mit dem Artikel von Herrn di Lorenzo im „Cicero“.
Die Leserbriefe dazu sind mindestens ebenso interessant. Haben Sie sie auch gelesen?

mehrnachdenken
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

@Beate
Danke für die Links, die unbedingt notwendig sind, um „Bernds“ offensichtlich selektive Wahrnehmung zu schärfen.
Ob er meine letzten Links aus dem Cicero oder von Dr. J. Stark und dessen Verweis auf die französische Vierteljahreszeitschrift „Commentaire“ überhaupt gelesen hat?
Stattdessen fokussiert er sich immer wieder auf Pegida oder die AfD.
Weder brauche ich Pegida noch die AfD um die falsche und desaströse Politik der Kanzlerin gerade beim Flüchtlingsthema zu erkennen.
Andererseits sollte er sich mal der Mühe unterziehen und die offizielle Regierungspolitik daraufhin überprüfen, welche der AfD – Forderungen hinsichtlich der Flüchtlingspolitik inzwischen von der Regierungskoalition übernommen worden sind.
Zum Glück gibt es noch mutige Journalisten, die nicht müde werden, offen und kritisch darüber zu berichten. Das auch noch in seriösen und keinesfalls rechts „angehauchten“ Medien.

@I. Wrobel
Hinsichtlich einer möglichen Islamisierung Deutschlands verweise ich auf meinen Eintrag vom 14.02./ 22 h.
Ist Ihnen z.B. bekannt, wie viel Familienangehörige der bereits hier weilenden Flüchtlinge jeden Monat mit Flugzeugen kommen? Lesen Sie darüber etwas in den Medien?
Gerade aus dem links-grünen politischen Lager, aber offenbar auch von der Kanzlerin und großen Teilen der Koalition wird diese Entwicklung anscheinend sehr begrüßt.

Beate S.
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

„Weder brauche ich Pegida noch die AfD um die falsche und desaströse Politik der Kanzlerin gerade beim Flüchtlingsthema zu erkennen.“

Die brauche ich dazu auch nicht, mehrnachdenken. Mir ist auch nicht klar, warum immer wieder so getan wird, als seien politisch Andersdenkende nur Verführte dieses Lagers und hätten keinen eigenen Verstand und keine eigene Beobachtungs- und Beurteilungsfähigkeit.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

mehrnachdenken

mehrnachdenken

Ich halte auch nichts davon, dass man uns Deutschen diese Heerscharen von Flüchtlingen aufs Auge drückt.
Vor einer Flüchtlingswelle wurden wir Bürger bereits vor einigen Jahren gewarnt. Ich kann auch nicht verstehen, warum das reiche Saudi-Arabien und seine reichen Nachbarstaaten die Menschen nicht aufnehmen wollen. Die haben die notwendigen finanziellen Resourcen und entstammen dem selben Kulturkreis.
Natürlich gehört der überwiegende Teil der Kritiker der Flüchtlingspolit nicht der AfD oder der Pegida an Und diese Menschen sollen auch weiter öffentliche Krotik äußern, damit sich etwas bewegt.
Die Kriege im arabischsprachigen Raum wurden von den USA und Russland geführt und diese sind auch das eigentlich ursächliche Problem der ganzen Misere, welche wir jetzt wohl alleine lösen sollen.
Da muss man ran.

mehrnachdenken
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

@I. Wrobel
Alexander Grau schreibt im Cicero über den Umbau unserer Gesellschaft, wie er den Linken vorschwebt. Nur den Linken?
Federführend am Leitfaden der Friedrich-Ebert-Stiftung zeichnet die
Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Aydan Özoguz.

http://cicero.de/berliner-republik/leitbild-der-friedrichebertstiftung-der-umbau-von-deutschland

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

mehrnachdenken

Da hat die SPD sich ein echtes „Kuckucksei ins Nest gelegt“ und „den Bock zum Gärtner gemacht“.
Außer der Gender-Ideologie soll wohl eine neue Ideologie implementiert werden, welche die Grundlage für eine unkontrollierte Migration bildet.
Natürlich sind beide nicht wissenschaftlich fundiert.
Schließlich sollten wir Deutschen festlegen, wer hier einwandern darf und mit welchen Qualifikationen er und seine Angehörigen hier aufgenommen wird.
Seien Sie versichert. Der größte Teil der Syrer und Libyer möchte eigentlich wieder in die Heimat zurück.
Ein echtes Problem stellen illegale Marokkaner, Tunesier, Algerier und Migranten andere Migranten aus dem Afrikanischen Kontinent da.
Diese Personen haben ihre Ausweispapiere vernichtet, um nicht abgeschoben zu werden. So können sie nur einer illegaler Beschäftigung nachgehen oder als Hotel-Gehilfen arbeiten.
Mein Sohn ist gelegentlich Übersetzer für diesen Personenkreis, der von Hartz 4 ausgeschlossen bleibt, da diese Personen ihre Identität verschleiern, um nicht abgeschoben zu werden.
Denen geht es hier auch nicht besser als in ihren afrikanischen Herkunftsländern und so schimpfen sie auf unsere Behörden.
Es entsteht ein Teufelskreis, aus dem sie ohne eigene Hilfe nicht herauskommen.Und abschieben kann man diese Personen nicht.

mehrnachdenken
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

@I. Wrobel
Ich bin überrascht und erfreut über Ihre klare Sicht der Dinge.
Auch ohne die Initiative der Integrationsbeauftragten geht die unkontrollierte Migration munter weiter.

„Schließlich sollten wir Deutschen festlegen, wer hier einwandern darf und mit welchen Qualifikationen er und seine Angehörigen hier aufgenommen wird.“
Haben Sie das mal der Bundeskanzlerin mitgeteilt? Dafür ist es doch längst zu spät.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Die Flüchtlinge sin d nicht wegen eines Photos mit der Kanzlerin gekommen. Die Welle der Flüchtlinge war doch schon lange in Bewegung.
Der forcierte Eingriff der Russen in die Kampfhandlungen zu Gunsten vom Diktator Assat und die ausgehenden finanziellen Reserven der Flüchtlinge hat de Exodus verstärkt.
Die Türkei alleine kann derartige Flüchtlingsmengen nicht bewältigen.
Aber eigentlich sind die sunnitischen Glaubensbrüder der erste Ansprechpartner und sollten diese auch aufnehmen können.
Die haben aber Angst vor politischen Umwälzungen in ihren autoritären Staatsgebilden.Wenn man einen politischen Wandel in Saudi-Arabien möchte, dann kann man diese Flüchtlinge dort hinschicken.

realo
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Die Frau Bundeskanzlerin weiß das längst, mehrnachdenken, und macht sich große Sorgen um die diesjährigen Bundestagswahlen, zumal ihr plötzlich durch Herrn Schulz ein Konkurrent im Nacken sitzt.

Sie weiß um ihre Fehler bei der unkontrollierten Einwanderungspolitik, durch die bei weitem nicht nur asylberechtigte Flüchtlinge ins Land kamen.
Wie ist sonst ihr plötzlicher und demonstrativer Abschiebe-Eifer zu erklären, der tatkräftiges Anpacken des Problems vorgaukelt?

Dabei ist die Zahl der Abschiebungen verschwindend gering gegenüber der Anzahl der weiterhin Einwandernden. Und teuer ist die Sache auch noch.

mehrnachdenken
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

@I. Wrobel
Gerade die Verantwortung der Bundeskanzlerin für die unkontrollierte Einwanderungspolitik sollte nicht klein geredet werden.
Interessant auch, dass viele Eingaben oder Klagen? – auch von renommierten Verfassungs – und Staatsrechtlern – gegen diese Politik von Frau Merkel vom Bundesverfassungsgericht erst gar nicht angenommen wurden.

Zu diesem Thema passt m.E. gut der Beitrag von Bassam Tibi:
http://cicero.de/berliner-republik/Migration-humanitaere-politik-ist-keine-einwanderungspolitik

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

mehrnachdenken

Eine interessante Geschichte zur Migration:
Hier im Ort lebt ein Stadtrat der Grünen, der sein neu gebautes Haus wieder verkaufte, nachdem alle seine zugezogenen neuen Nachbarn sich als Menschen mit arabischem Migrationshintergrund herausstellten.
Er hat dann in einer anderen Straße neu gebaut.

mehrnachdenken
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

@I. Wrobel
Noch eine Stimme gegen Merkels Flüchtlingspolitik:

Hans – Werner Sinn
Die Flüchtlingspolitik war nicht gut für Deutschland

http://www.theeuropean.de/hans-werner-sinn/11827-interview-mit-hans-werner-sinn

Vertragen wir eine zweite Flüchtlingswelle?

Nein, die vertragen wir nicht. Wir vertragen auch die erste nicht gut. Man kann die Aktion der Kanzlerin aus humanitären Gründen vertreten, doch stellte sie eine eklatante Verletzung des deutschen Asylrechtes dar, die den Flüchtlingen das Recht verwehrt, über sichere Drittländer nach Deutschland zu kommen, um hier Asyl zu beantragen. Flüchtlinge, die in Grenznähe aufgegriffen werden, sind zurückzuweisen, heißt es unmissverständlich im Gesetz. Die Kanzlerin hätte den Bundestag bitten müssen, das Asylgesetz und das Grundgesetz zu ändern, doch das tat sie nicht. Auf jeden Fall kosten die Migranten den deutschen Staat sehr viel Geld, pro Jahr vorläufig weit mehr als 20 Milliarden Euro, und langfristig etwa vierhundert Milliarden, wie von Professor Bernd Raffelhüschen geschätzt wurde.

Ist die Migration nicht eine Chance für unseren Rentenmarkt?

Wenn es eine Migration von klug ausgewählten, überdurchschnittlich gut qualifizierten Menschen ist, dann ja. Eine Immigration von gering Qualifizierten brauchen wir deswegen nicht, weil wir ohnehin davon schon zu viel haben und die weitere Automatisierung der Produktion und der Dienstleistungen Stellen dieser Art ersetzt.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

mehr nachdenken

Ich stimme Ihnen in der Flüchtlingspolitik voll zu.
Da muss sich etwas ändern, da unsere Sozialsystem sonst kollabieren.
Wir brauchen klare Richtlinien für eine kontrollierte Einwanderung.
Und diese Kriterien legen wir fest und nicht andere.

F. H.
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Gibt es solche „Richtlinien für eine kontrollierte Einwanderung“ nicht längst?
Gesetze und Richtlinien nützen aber nichts, wenn sie ignoriert und Verstöße nicht zur Anklage kommen.
Ist Merkel je wegen gesetzwidrigen Verhaltens angeklagt worden, obwohl hochrangige Verfassungsrechtler ihr Gesetzesbruch bescheinigen?

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

F.H.

Wir haben noch nicht einmal ein Einwanderungsgesetz, das eine Zuwanderung regeln würde.
Das wäre aber erforderlich.Gleichzeitig müssten aber auch die Kriege im nahen Osten beendet werden, um den sozialen Druck zu mindern.
Ist es denn von Interesse der USA(ungehinderter Zugang zum Öl) und Russlands diese Kriege ( Beendigung der Sanktionen, Krieg als Druckmittel), diese Kriege zu beenden.

F. H.
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel
realo
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Dieses Zuwanderungsrecht ersetzt kein richtiges Einwanderungsgesetz nach z.B. kanadischem oder australischem Muster, in dem klar festgelegt ist, welche Forderungen die Einwanderer erfüllen müssen, damit sie für das Einwanderungsland eine echte Bereicherung sind und nicht wie bei uns eine künstlich herbeigeredete.
Außerdem herrscht bei uns seit einiger Zeit UNKONTROLLIERTE Einwanderung, weil viele Zuwanderer sich als Asylsuchende ausgeben und trotz fehlender Ausweispapiere über ihr Herkunftsland als solche auch aufgenommen werden.
Sie später abzuschieben ist Ländersache und ungeheuer schwer durchzuführen. Einige Bundesländer (z.B.) Bremen verweigern sogar Abschiebungen,

Sophia St.
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel
m. n.
5 Jahre zuvor
Antwortet  m. n.

@Wrobel
„Werden Sie endlich vernünftig und diskreditieren Sie nicht ständig unsere Demokratie.“
Wie käme ich zu einer Diskreditierung? Bitte Butter bei die Fische und verweisen Sie auf den Kommentar, in dem ich das getan hätte!!
Ich kritisiere weder unsere Demokratie noch unser Grundgesetz, sondern undemokratischen, diffamierenden und böse Gesinnung unterstellenden Umgang mit Andersdenkenden, wie Sie und Bernd ihn oft (meist) pflegen.
Lesen Sie sich z.B. einfach noch mal Ihren letzten Kommentar um 18:21 durch. Wenn Ihnen da nicht ins Auge springt, was ich meine, sind weitere Erklärungen nichts als Verschwendung.

@Bernd
Was ich an Ihrem Diskussionstil ebenso kritisiere wie dem von I. Wrobel, dürfte ich mehr als deutlich beschrieben haben. Darum nur die Anregung: Bitte verzichten Sie auf Beschimpfungen und denunzierendes Empörungsgeschrei!

In einemPunkt muss ich Ihnen allerdings Recht geben und Ihnen Abbitte tun. Nachdem ich Ihren Kommentar um 11:24 noch einmal gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass Sie tatsächlich mich aufs Korn genommen haben und nicht „mehrnachdenken“ für meine Bemerkung: „Neben unserem Rechtssystem haben sich Verunglimpfungen und Denunziationen breitgemacht, die an DDR-Zeiten erinnern und viele Leute daran hindern, zu bestimmten Themen noch offen ihre Meinung zu sagen.“

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  m. n.

Wir kennen uns noch nicht so lange in hier diesem Forum.
Sie werfen mir vor ,ich würde das Grundgesetz zum Kampfaufruf gegen die Meinung anderer Menschen einsetzen.
Das habe ich nirgendwo getan.
Sie machen sich über mich lustig, weil ich mich auf verfolgte Dichter und Denker des NS-Regimes berufe, wenn ich über die Weihnachtslieder singenden Ostdeutschen Wutbürger schreibe.
An anderer Stelle oben werfen Sie mir vor, ich würde die Demokratie zerlegen und ich würde mir vom DDR-Staat die Beschimpfungs- Verfolgungs- und Bestrafungsrituale des DDR-Staates abschauen.

Sie diffamieren hier anders Denkende, die den Kindern Deutsche Geschichte über das Leben und Wirken ihrer Dichter und Denker der neueren deutschen Geschichte vermitteln wollen.
Und das sind Heinrich und Thomas Mann, Kurt Tucholski, Berthold Brecht, Erich Mühsam, Erich-Maria Remarque, Sebastian Haffner, Erich Kästner,Alfred Döblin,Schnurre, und viele andere.
Dazu zählen aber auch Künstler, wie Otto Dix, Otto Nagel (Alt-Berlin), Käthe Kollwitz, Felix Nussbaum, Erich Heckel, Gabriele Münter,Otto Pankok, John Heartfield,Kandinski,Paul Klee,Georg Grosz,A.Paul Weber,Franz Marc,August Macke, sowie Politiker wie Otto Wels,Matthias Erzberger, Walter Rathenau,Rosa Luxemburg, Karl-Liebknecht und andere.
Uns diese Sichtweise wurde in diesem Forum von etlichen Leuten aus der deutschen Hass-Szene mir vorgehalten als Verlogenheit.

Dafür werde ich hier angefeindet und beschimpft von echten Gruselmännern, die ihre Meinungsfreiheit missbrauchen um Menschen, wie mich zu verachten, lächerlich zu machen, zu beschimpfen und anzufeinden.

Na bitte, weiter so. Es interessiert mich nicht.
Wir leben eben in verschiedenen Welten zur selben Zeit an einem anderen Ort.
Es reicht mir diese Leute aus der Ferne zu beobachten und ich könnte ehrlich gesagt mich übergeben beim Gedanken an diese netten Mitmenschen.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  m. n.

m.n.
galt der Kommentar

Bernd
5 Jahre zuvor
Antwortet  m. n.

Ich beschimpfe hier überhaupt keinen, sondern stelle nur sachlich fest, dass Sie unseren demokratischen Rechtsstaat als Diktatur verleumden und behaupten, in unserer Gesellschaft würden Andersdenkende (wer immer das auch sein soll) diffamiert und denunziert. Wen genau Sie damit meinen, äußern Sie ja nicht konkret. Höcke etwa? Der zum Beispiel lebt ganz feist von der Staatsknete, die er als Abgeordneter bekommt. Eine Unterdrückung wie in der DDR kann ich da nicht erkennen.

Begründungen für Ihre radikale Wortwahl liefern Sie keine – außer sich stets wiederholenden Beschimpfungen von Ignaz Wrobel und mir. Wie sollen wir Sie denn denunzieren oder diffamieren? Wir kennen Sie doch gar nicht – Sie treten hier nur als ein anonymes Kürzel auf. Wir kritisieren Ihre Aussagen, ja. Aber den Unterschied zwischen Kritik und „Denunziation“ bekommen Sie offenbar nicht in die Birne – zumindest nicht, wenn’s Sie selbst betrifft. Bei anderen sind Sie ja nicht so zimperlich.

m. n.
5 Jahre zuvor
Antwortet  m. n.

@I.Wrobel um 20:55
Bitte keine Flucht in Selbstmitleid durch fantasievolle Interpretation meiner Aussagen.
Zurück zu den Fakten: Sie klagten mich an, ständig unsere Demokratie zu diskreditieren. Ich forderte Sie auf, den Nachweis dafür zu erbringen, indem Sie den oder die passenden Kommentare von mir angeben.
Also tun Sie das endlich. Sie müssten doch selbst daran interessiert sein zu beweisen, dass wahr ist, was Sie vorwerfen.

@Bernd
Sie könnten bestenfalls behaupten, dass ich Leute wie Sie „verleumde“, aber ganz gewiss nicht unseren demokratischen Rechtsstaat.
Erbringen Sie mir dafür denselben Nachweis, zu dem ich auch I.Wrobel auffordere.
Sie beide sind mir keine Vertreter der Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit, auch wenn Sie sich mit vielerlei Winkelzügen als solche selbst verstehen und ausgeben.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  m. n.

Ich habe Sie oben nur zitiert, sonst nichts anderes.
Sie haben gelinde gesagt Störungen der eigenen Wahrnehmung.

m. n.
5 Jahre zuvor
Antwortet  m. n.

@ Wrobel
Keine vage Behauptung bitte, sondern nennen Sie den Kommentar von mir, auf den Sie sich mit Ihrer Anschuldigung berufen!
Es muss endlich Schluss sein mit Ausflüchten bei der Aufforderung zum Nachweis böser Aussagen von Meinungsgegnern.
Wenn Sie dazu nicht in der Lage sind, dann geben Sie das wenigstens zu und versteigen sich nicht zu weiteren Angriffen wie dem Vorwurf, ich hätte „Störungen der eigenen Wahrnehmung“.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  m. n.

Ich werde hier jetzt nicht ihre Kommentare rezitieren. Diie kann jeder oben selber nachlesen.
Ich hatte mich lediglich zu Anfang der Diskussion auf Ihren Ausspruch vom 22.10.2015,10:23 bezogen, es bestünden Parallelen zwischen dem repressiven System der DDR und dem der Bundesrepublik Deutschland bezüglich der Meinungsfreiheit.

Und mir wurde in diesem Forum von anderen als Sie vorgeworfen ich würde ideren Meinungsfreiheit einschränken, wenn ich die Auffassung zur geschichtlichen Darstellung des Hollocaust in der Sichtweise eines Herrn Höcke kritisiere .

Bernd
5 Jahre zuvor
Antwortet  m. n.

Sie haben geschrieben:

„Die Meinungsfreiheit steht auf tönernen Füßen und ist von lauter Fußangeln umgeben.“

„Neben unserem Rechtssystem haben sich Verunglimpfungen und Denunziationen breitgemacht, die an DDR-Zeiten erinnern und viele Leute daran hindern, zu bestimmten Themen noch offen ihre Meinung zu sagen.“

Damit behaupten Sie, es gebe keine echte Meinungsfreiheit in Deutschland, und unser Staat lasse „Verunglimpfungen und Denunziationen (..), die an DDR-Zeiten erinnern“ zu. Er kann also Ihnen zufolge kein Rechtsstaat sein, weil in einem Rechtsstaat Opfer von Gesetzesbrüchen das Recht haben, sich gegen solche Übergriffe juristisch zu wehren. Aber von solchen Verfahren oder Urteilen ist nichts bekannt.

Ihre Nummer, jetzt plötzlich Ignaz Wrobel und mich zu „Diktatoren“ zu ernennen und sich aus Ihrem leicht zu dokumentierenden Gesellschaftshass herauszuwinden, ist billig und folgt dem bekannten AfD-Muster: Boateng? Kenne ich gar nicht. Ignaz Wrobel und ich sind nur schlichte Diskussionsteilnehmer und verfügen über keine Repressionsinstrumente, um die Meinungsfreiheit in Deutschland einzuschränken – und wir haben auch noch niemanden denunziert. Wo denn? Gibt es irgendeine Stelle im heutigen Deutschland wie die Gestapo oder den Stasi, die Denunziationen entgegennimmt? Ist mir nicht bekannt.

Wo sind übrigens die Opfer der von Ihnen beschriebenen Tyrannei? Gehören Sie dazu – und schmuggeln Ihre Botschaften an die Leser von News4teachers aus einem Knast für politische Gefangene? Oder genießen Sie doch eher Ihre dicke Staatspension – und nutzen Ihre viele Freizeit dazu, diesen Staat (auf dessen Kosten Sie leben) und seine Repräsentanten, zu denen auch Millionen von Menschen gehören, die sich ehrenamtlich politisch und gesellschaftlich engagieren, zu verleumnden?

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  m. n.

Ich habe hier nicht alle anders Denken zu hasserfüllten Nationalpatrioten abgestempelt!

Bernd
6 Jahre zuvor

Dann leben Sie in einem anderen Deutschland als ich.

Oh je, Prangermethoden. Diese Weinerlichkeit ist fast unerträglich. Die Hetzer, die die „Bild“-Zeitung dokumentiert hat, haben sich doch mit ihren Posts und Fotos selber an die Öffentlichkeit begeben – und damit selber an den Pranger gestellt.

„Hinrichtung“ – Sie haben offenbar keine Ahnung, wovon Sie reden, oder Sie verbreiten hier bewusst Unwahrheiten (= Hetze). Wenn hier jemand in letzter Zeit „hingerichtet“ werden sollte, dann war es die Kölner OB-Kandidatin, die einem selbsternannten Retter des Abendlandes zum Opfer fiel. Und keiner von dem braunen Mob, der derzeit durch viele Städte tobt.

Die Wahrheit ist doch genau umgekehrt: In manchen (ostdeutschen) Städten, werden Menschen, die sich für Toleranz und Mitmenschlichkeit einsetzen, terrorisiert und mit dem Tod bedroht. Täglcih erreichen unsere demokratisch gewählten Poltiker (die man nicht mögen muss, aber respektieren sollte) Tausende von Hetzzuschriften, in denen sie beleidigt und bedroht werden. Täglich brennen Asylbewerber-Unterkünftige. Und so manche Biedermänner und -frauen wie Sie betätigen sich als Brandstifter und heizen das Ganze mit Vokabeln wie „Aburteilung“ und „Hinrichtung“ noch an. Schämen Sie sich!

Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

„so manche Biedermänner und -frauen wie Sie betätigen sich als Brandstifter“
vielleicht sind solche Aussagen gemeint. Ist Ihnen klar, dass dies eine Nazi-Zuschreibung ist? (Ich gehe davon aus, dass Sie das Stück von Max Frisch kennen.)

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Pälzer

Pälzer

Biedermann und die Brandstifter wurde 1948 vom Schweizer Schriftsteller als Prosaskizze Max Frisch unter dem Eidruck der kommunistischen Machtübernahme in der Tschechoslowakei geschrieben.

Pälzer
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ignaz Wrobel

Mist! Wenn es gegen die Kommunisten und nicht gegen die Nazis geht, dann haben unsere Lehrer uns die Moral des Stücks ja ganz falsch beigebracht. „Biedermänner“ wären demnach Menschen, die gegen die Gefahren einer kommunistischen Machtübernahme blind sind, wiewohl die Komunisten ganz offen ankündigen, was sie vorhaben. Falls Sie in Deutschland diese Gefahr kommen sehen (z.B. durch rot-rot-grün?), dann ist das ein interessanter Gedanke, den wir mal konkreter diskutieren müssten.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Pälzer

Pälzer

Eigentlich kann man das Drama auf jede Diktatur übertragen, gleich welcher politischen Richtung.

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Pälzer

Pälzer

Uns wurde das Drama als allgemein bildendes Stück vermittelt.Natürlich können Sie es auf jede Diktatur übertragen, die politische Richtung ist doch egal, weil beide das selbe Ziel verfolgen: Die Gesellschaftlichen Strukturen auflösen, sukzessive sich an unsere Gedanken ,Ängste , Vorurteile, Moralvorstellungen und Ansichten anschleichen, diese ausnutzen und uns dann für ihre Zwecke zu missbrauchen.
Herrn Biedermann quält die ganze zeit sein Gewissen und so wird er handlungsunfähig und von den Brandstiftern ausgenutzt.

Georg
6 Jahre zuvor

@m.n. Mit „justizibalen Äußerungen“ meine ich nicht die von Herrn Fest, sondern Aussagen, die tatsächlich strafbewehrt sind. Die von Herrn Fest kenne ich gar nicht.

Wie es Herr Priboschek und Bernd so schön beschrieben haben: Wer als Redaktionsmitglied nicht die Meinung der Redaktion teilt, hat die Freiheit zu gehen bzw. wird dazu aufgefordert. Und wer seine Meinung kund tun will, kann das gerne machen, darf sich aber nicht über Gegenmeinungen wundern, denn das gehört zum Prinzip der Meinungsfreiheit dazu. Das haben viele „Ich sage die Wahrheit“-Fanatiker bei PEGIDA und dem selbsternannten „Volk“ einfach nicht verstanden.

Und wer sich rassistisch, demokratiefeindlich oder nazistisch äußert, der bekommt erst recht Gegendruck – und das ist auch gut so! Diese Begriffe sind alle wunderbar wissenschaftlich unterfüttert und durchdeklinierbar. Das sie manchmal im Eifer des Gefechts überschnell eingesetzt werden (Was ich ebenso kritisiere!), ändert nichts an denen ihnen zugrunde liegenden klaren Kriterien.

Und @Bernd: Genau so!

Anna
6 Jahre zuvor

„m. n.“ gibt mit seinem/ihrem völlig überzogenen Vokabular ein gutes Beispiel für die grassierende „Hass-Kultur“. Das scheint mir ein psychologisches Problem zu sein, das derzeit so manchen in Deutschland betrifft: andere (Flüchtlinge, Politiker, Muslime, Medienvertreter) bedenkenlos herunterzumachen, Kritik an sich selber aber als „Hinrichtung“ zu begreifen.

Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  Anna

und hier sehen Sie wieder die einfachste, klarste Definition von Hass-Kultur: das ist das, was die anderen sagen.

Milch der frommen Denkungsart
6 Jahre zuvor

@Anna und Bernd:

Sie beide müssen schon einem tiefsitzenden Autismus verfallen sein, wenn Ihnen diese eigenen verbalen Amokläufe, geschwängert von einem wiederlich-moralinsauren Scharfrichtertum, nicht selbst peinlich sind.

bolle
5 Jahre zuvor

„Beim Kampf gegen rechts erinnert einiges an die McCarthy-Ära in den USA. Viel Ähnliches passiert, nur eben mit umgekehrten Vorzeichen. Wurde damals in den USA auf alles Jagd gemacht, was „links“ war, ist heute der Kampf gegen „rechts“ das Motto der Zeit. Hysterische Ängste in der Bevölkerung werden geschürt, um Andersdenkende auszugrenzen und mundtot zu machen. („Wehret den Anfängen!“) Und wie damals, sind auch heute im Dienste „des Guten“ fast alle Mittel recht.“

beobachter
5 Jahre zuvor
Antwortet  bolle

warum schreiben Sie nicht die Quelle dazu?

https://www.tichyseinblick.de/meinungen/denunziation-als-politisches-druckmittel/

„So wird ein Schuh draus!“

bolle
5 Jahre zuvor
Antwortet  beobachter

Gute Frage!!
Antwort: Weil die Redaktion von news4teachers den einstmaligen Mitdiskutanten „mehrnachdenken“ immer wieder scharf rügte, wenn er auf die Quelle „Tichys Einblick“ für Zitate oder Artikelempfehlungen verwies.
Es wurde sogar wörtlich von „Dreckseite“ gesprochen, deren Angabe nicht erwünscht war.
Danke, dass Sie nun den Artikel verlinkt und die Quellenangabe zu dem für mich anschaulichen und einleuchtenden Zitat übernommen haben.
Der gesamte Artikel ist natürlich noch viel besser als der kleine, aber feine Ausschnitt.

beobachter
5 Jahre zuvor
Antwortet  bolle

das sehe ich anders mit dem „fein und so
Für mich ist ein schrecklicher Beitrag ganz im Stil der bekannten „Neue Rechten“

bolle
5 Jahre zuvor
Antwortet  bolle

Mit Ihrer Begründung „Leserbeiträge“ können Sie alles löschen, liebe Redaktion, was gegen die eigene politische Einstellung geht.
Ich finde die Artikel auf der Seite des renommierten Wirtschaftsjournalisten Roland Tichy jedenfalls meist sehr gut und abwechslungsreich.
„Kaum verhohlene Hetze“ hat es übrigens hier bei news4teachers gegeben, z.B. gegen den Kommentarschreiber „mehrnachdenken“, der sich unerträgliche Beschimpfungen gefallen lassen musste, ohne dass Sie eingriffen hätten. Im Gegenteil, Sie hackten zusätzlich auf ihm herum, ohne dass ich ansatzweise erkennen konnte, wo er rechtsradikale oder gewalttätige Aufrufe verfasst hätte. Seine Meinung gefiel nur nicht und störte den politischen Grundtenor von news4teachers. Hetze kam hingegen von bestimmten Meinungsgegnern.
Noch heute tut mir leid, was sich der couragierte „mehrnachdenken“ an Unterstellungen, Beleidigungen und Verdächtigungen gefallen lassen musste, nur weil er anderer Meinung war und diese konsequent vertrat.
Kein Wunder, dass er sich schließlich verärgert und genervt verabschiedete. Zu meinem Bedauern, muss ich sagen.

beobachter
5 Jahre zuvor
Antwortet  bolle

Ach „Bolle“, was soll das denn, was Sie hier aufführen?

Sie stellen ohne einen Verweis einen Teilabschnitt aus einer – na ja „sicherlich diskussionswürdigen“ Quelle – hier ein (Meins ist es nicht, aber wenn Sie auch eine eigene Meinung hierzu formuliert hätten, ja dann … evtl. … vielleicht … wären wir in eine Diskussion gekommen. Aber daran lag es Ihnen ja nicht). Zu einem Beitrag vom 22.10.2015!!!!! So einfach mal so. Ohne eigene Meinungsbekundung, mit keinem Verweis o. Ä. – Schön, dass Sie das mal eben rausgelassen haben. Sehr geehrter Bolle, das ist keine Kommunikation, kein Austausch von Meinungen, was Sie hier praktizieren. Fas ist ganz einfacher Populismus!
Warum haben Sie das gemacht? Wollten Sie provozieren (oder einfach mal etwas kundtun? – Ich weiß es nicht … … und alle Anderen wohl auch nicht!).
Also unterlassen Sie doch bitte diese Art der „destruktiven“ Meinungsbildung/Quasi-Diskussion.
Denken Sie doch bitte ein wenig „mehr nach“. Das sollten Sie evtl. verstehen.

@Redaktion

Ja, danke, ich weiß! 🙂

bolle
5 Jahre zuvor
Antwortet  bolle

Sie stellen wieder Fragen, obwohl meine Antworten Sie nicht interessieren und Sie mich lieber mit verunglimpfenden Fehldeutungen und Belehrungen überschütten?

Da ich Ihre Frage von gestern um 12:51 sehr klar und unmissverständlich beantwortet habe, Ihnen meine Antwort aber ebenso schwer im Magen zu liegen scheint wie mein Kommentar an die Redaktion, ziehe ich es nun vor, Sie nicht weiter aufzuregen mit meiner unerwünschten Meinung.

mestro
3 Jahre zuvor

So ist es, Milch…! Der syrische Flüchtling Majd Abbud spricht über die Meinungsfreiheit. Zitat:
„Doch habe ich während meines Aufenthalts in Deutschland festgestellt, dass es trotz der viel gepriesenen Meinungsfreiheit, die wir in den arabischen Ländern so schmerzlich vermissen, auch hierzulande immer noch sehr viele Tabus und „heilige Kühe“ gibt. Darüber zu sprechen verbietet die politische Korrektheit. Es schmerzt mich, dass die Gedanken doch so frei offenbar nicht sind. Ich denke, dass sich Deutschland mit solch gut gemeinten Denkverboten keinen Gefallen tut. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, zu sprechen.“
https://www.cicero.de/innenpolitik/asylpolitik-fluechtlinge-majd-abboud-merkel-afd-islam-terror-syrien#comments

Cavalieri
3 Jahre zuvor
Antwortet  mestro

Danke für den Link, der von einem echten „Querdenker“ zu stammen scheint. Darin findet sich auch folgendes:
„Deutschland hat darauf reagiert, indem es neue Maßnahmen ergriffen hat, um sich der Lebensweise der Einwanderer anzupassen und sie zufriedenzustellen. So wurden zum Beispiel neue, auf unterschiedlichen Nationen und Sprachen ausgerichtete Moscheen gebaut, weil die verschiedenen Gruppierungen und Nationalitäten einander nicht tolerieren. Wie soll man aber von den Deutschen erwarten, Toleranz zu zeigen, wenn die neuen Gäste dazu untereinander nicht einmal imstande sind?“
Und das sagt ein Syrer. Auch die vier großen Islamverbände sind bekanntlich „ethnisch“ ausgerichtet. Man bleibt lieber unter sich.
Übrigens: Auch Buschkowsky hat in einem Interview gemeint, die größten Spannungen in Berlin-Neukölln gebe es nicht zwischen den einheimischen Deutschen und den Zuwanderern, sondern zwischen verschiedenen Gruppen von Zuwanderern untereinander, die einen tradierten Hass gegeneinander pflegen. Was halten wir denn von dieser „Hass-Kultur“? Und gibt’s nicht auch den Hass auf die „Ungläubigen“ bis hin zu einem sog. „Heiligen Krieg“ gegen sie? Militant sind von denen nur wenige, aber auch von den „Rechten“ sind nur wenige militant. Das Problem ist in beiden Fällen eher die schweigende Mehrheit im gesellschaftlichen Umfeld.

Georg
6 Jahre zuvor

Zum Thema Sprache von PEGIDA und den „Volk“-Brüllern hier ein sehr guter Artikel, der so auch in den Dresdner Neuesten Nachrichten erschien. Ber Verweis auf Klemperer ist angebracht und mir wird kalt im Nacken, wenn ich mir die Stil und Niveau der Äußerungen ankucken.

Aus Sprache wird Handlung, wie wir in Köln, in sozialen Netzwerken und auf dem Cover der Bild-Zeitung gesehen haben.

http://www.sehnsuchtsort.de/herbst-in-dresden-pegida-im-spiegel-ihrer-sprache/

Bernd
6 Jahre zuvor

Geht’s auch argumentativ? Oder sind wir jetzt auf der Ebene der Beleidigungen angekommen? Ist ja ein mittlerweile ein gängiges Muster: Wenn mir nichts Gehaltvolles mehr einfällt, beschimpfe ich Andersdenkende als „Autisten“ (also geistig Behinderte), „verbale Amokläufer“ und „Scharfrichter“. Quod erat demonstrandum, Herr Altphilologe.

Milch der frommen Denkungsart
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

„Du hast es gelesen, aber nicht verstanden; denn wenn du es verstanden hättest,
so hättest Du es nicht verdammt.“

(Kaiser Julian)

Georg
6 Jahre zuvor

Ach und ich fände es wichtig, wenn hier alle Beteiligten verbal abrüsten.

Was sich gerade zusammenbraut ist m. E. viel zu gefährlich, als das eine Debatte über diese erstarkende völkisch-nationale Protestbewegung in einer Pöbelei-Diskussion untergehen dürfte.

Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

Ja! z.B. fände ich es wichtig, auf Stimmen wie die des Tübinger Oberbürgermeisters Palmer zu hören
http://www.tagesschau.de/inland/fluechtlingsdebatte-107.html

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  Pälzer

Es scheint, dass die Flüchtlings – Realität nun auch bei wichtigen grünen Politikern angekommen ist. Ich begrüße die Aussage von Herrn Palmer.
Was er gesagt hat, wurde vor noch gar nicht langer Zeit als „rechtes Gedankengut“ verunglimpft.

Bernd
6 Jahre zuvor

Danke für den Link, Georg, guter = erschreckender Text.

Vielerorts (auch in diesem Forum) herrscht ja noch die Ansicht, dass es lediglich um legitime Kritik an der Asylpolitik geht. Dabei geht es längst um mehr. Wenn demokratisch gewählte Politiker als „Volksverräter“ gelten, wird die parlamentarische Demokratie infrage gestellt. Was aber Mut macht: Die Radikalen sind deutlich in der Minderheit, und zwar auch in Dresden. Selbst dort stimmen laut einer aktuellen Umfrage nur 12 Prozent der Bürger den Pegida-Positionen zu, davon 2,3 Prozent vollständig. Mehr als 60 Prozent lehnten die Inhalte ausdrücklich ab. http://www.welt.de/politik/deutschland/article147895623/Mehrheit-der-Dresdner-ist-nicht-fremdenfeindlich.html

Was zeigt: Die auf Pegida-Kundgebungen gerne geschwungene Parole „Wir sind das Volk“ ist Hochstapelei. Trotzdem wäre eine Aufklärungskampagne in Schulen zum Thema Demokratie (um mal zum Ausgang dieser Diskussion zu kommen) dringend notwendig, um diesen Sumpf trockenzulegen.

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Bei aller verständlichen Kritik an der fürchterlichen Hetze auf der letzten Pegida – Kundgebung sollten auch Sie nicht den Fehler begehen, alle Demonstranten „über einen Kamm zu scheren“.
Diesen Fehler gab es von offizieller politischer Seite (Mischpoke) leider gleich am Anfang, und er wird nun leider wiederholt.
Das sage nicht ich, sondern zu dieser Erkenntnis ist z.B. eine Diskussionsrunde auf Phönix am Dienstag gekommen.
Den Link versuche ich gleich nachzureichen.

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  mehrnachdenken
wetterfrosch
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

@Bernd
„Wenn demokratisch gewählte Politiker als „Volksverräter“ gelten, wird die parlamentarische Demokratie infrage gestellt.“
Soso, gilt das auch, wenn CSU-Politiker als Brandstifter und Volksverhetzer bezeichnet werden, oder sind die nicht demokratisch gewählt?
Wachen Sie, Anna und Georg doch endlich auf und verurteilen Sie Beschimpfungen, Hetze und Krawall auf beiden Seiten. Ist das so schwer?
Ansonsten kann ich „Milch..“ nur zustimmen beim „tiefsitzenden Autismus“.

Bernd
6 Jahre zuvor
Antwortet  wetterfrosch

Wer hat wann einen CSU-Politiker als „Brandstifter und Volksverhetzer“ bezeichnet? Ist mir nicht bekannt – wäre aber natürlich genauso verurteilenswert.

Nur: Ich sehe nirgends in Deutschland Demonstrationen, die sich gegen Asylkritiker richten. Ich habe in diesem Zusammenhang auch noch von keinem Attentat eines Linksradikalen auf einen Politiker gehört. Oder von Brandanschlägen auf Unterkünfte, die von Linksradikalen verübt worden wären. Die Behörden berichten aktuell auch nichts über eine massive Steigerung von linksextremistischen Straftaten.

Wenn’s das alles gäbe, wäre es schlimm. Genauso schlimm wie die Tatsache, dass es diese Probleme aktuell eben mit Rechtsradikalen gibt.

Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

wenn Sie die Berichte über Demos genau anhören, können Sie die Aktivitäten der „Linksradikalen“ erfahren, die sich – da haben Sie recht – nicht gegen Unterkünfte von Flüchtlingen richten, sondern i.d.R. gegen die Polizei oder ihre politischen Gegner, zuletzt rund um diesen dämlichen Hogesa-Aufmarsch, zuvor nach der „Demo für alle“ in Stuttgart usw. Ebenfalls richtig: gesehen haben Sie das noch nie, das filmt ein braver Fernsehjournalist nämlich nicht.

Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Vom gestrigen Brandanschlag (vermutlicher) Linksradikaler auf Politiker können Sie bei der Facebook-Seite von Beatrix von Storch lesen:
https://www.facebook.com/BeatrixVonStorch
Die Kommentare zu der Brandstiftung an ihrem Auto sind lesenswert, und es würde mich sehr interessieren, wie Sie diese bewerten.

Georg
6 Jahre zuvor

@mehrnachdenken

Sorry, aber Äußerungen wie Palmers wurden m. E. noch nie als „rechtes Gedankengut“ gebrandmarkt.

Genau das ist ja der Punkt: solche Bedenken und der Hinweis auf Probleme sind vollkommen legitim und notwendig, weil sie Probleme verdeutlichen und gleichzeitig menschenwürdige und logistisch machbare Lösungen einfordern.

Genau in dieser Form nehme ich aber Kritik der PEGIDAs, der „Asylkritiker“ und AfDler nicht war. Da geht es um das zutiefst deutsch-völkische „Umvolkung“, „Wirtschaftsflüchtlinge“, „Grenzen dicht“ (ohne auch nur ein Wort über den weiteren Umgang mit den Flüchtlingen, die noch unterwegs sind), um Hass auf Muslime, der Verallgmeinerung von Einzelfällen und das ständige Gebrüll, das sie ihre Meinung nicht sagen dürfen.

Ach und zum „alle über einen Kamm scheren“: Verzeihung, aber wer aber trotz aller Radikalisierung und der fehlenden Abgrenzung von Neonazis mittlerweile immer noch bei diesen Demonstrationen dabei ist, den kann ich nur noch über einen Kamm scheren. Die Menschen gehen dort trotz aller Verkürzung und Hassgesänge ganz bewusst hin – an mangelnder Information zum Thema kann es nun wirklich nicht liegen.

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

Warum schreiben Sie Ihren Text nicht an die Redaktion von „Unter den Linden“ (Phönix)? Darauf verwies ich ja gerade.

Gerald
6 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

Von wegen „Äußerungen wie Palmers wurden m. E. noch nie als ‚rechtes Gedankengut‘ gebrandmarkt“.
Dazu hat Fr. Prasuhn doch einen Artikel empfohlen und sowohl ein Zitat von Palmer selbst als Antwort auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe gebracht als auch die Rechts-Zuordnung von Palmers Äußerungen durch seinen Partei“freund“ Volker Beck.
Hier noch einmal der Link:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-boris-palmer-will-fluechtlingszahlen-begrenzen-a-1058657.html

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  Gerald

Gestern bestätigte der Magdeburger SPD – Oberbürgermeister (wegen der Flüchtlingspolitik der SPD in Sachsen – Anhalt aus der SPD ausgetreten) bei M. Illner
(ZDF -Talk), dass es schwierig sei, Kritik an der offiziellen Flüchtlingspolitik zu äußern, ohne gleich in die rechte Ecke gestellt zu werden.
Das sind doch nun mal die reflexartigen Reaktionen in Teilen der SPD, aber vor allem bei den Grünen und den Linken.

Georg
6 Jahre zuvor
Antwortet  Gerald

Gut, geschenkt, Punkt für Sie. Ist letztlich aber auch nicht wirklich wichtig.

Die Frage und der Kern der Diskussion ist, denke ich, was die einzelnen Teilnehmer mit „Rechts“ meinen. Meines Erachtens geht hier viel durcheinander.

Für manche ist mit „rechts“ nazisitisch gemeint, also die richtigen Nazi. Andere meinen die CDU oder die AfD, wieder andere beziehen sich auf bestimmte Einstellungen oder Positionen die – wie im Fall von von Palmer – sonst mit anderer Unterfütterung von ganz anderen geäußert werden.

Ich fand auch Gabriel mit seine heutigen Kommentar zur AfD als offen rechtsextremer Partei mehr als daneben und kontraproduktiv. Er unterscheidet nicht zwischen nationalkonservativen, neurechten (von Neue Rechte) und nazistischen Positionen (siehe den Text unten von Toralf Staudt). Da gibt es Differenzen und die zu verwischen, schadet der Debatte.

Und gerade weil hier zuviel durcheinander geht und nicht trennscharf unterschieden wird, kriegen manche falsche Label draufgedrückt. Was sie, wie im Fall von Björn Höcke, nicht weniger gefährlich macht.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-10/afd-bjoern-hoecke-kein-nazi-jauch

Aber die Diskussion hier war auch schon viel weiter…

Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

Ich freue mich, dass Sie auf diese Weise differenzieren.

Bernd
6 Jahre zuvor

Sie haben recht, mehrnachdenken. Von den Teilnehmern an den Montagsaufmärschen in Dresden sind sicher die wenigsten Neonazis. Mich wundert aber schon, wie jemand – der angeblich dem Rechtsradikalimus fern steht – es erträgt, mit offenkundig Rechtsradikalen Seite an Seite zu demonstrieren. Oder wie jemand dort einen Galgen für Merkel und Gabriel herumtragen kann, ohne dass irgendwer sich daran zu stören scheint. Merkt denn keiner der Bürger dort, wem er auf den Leim geht? Oder ist die Nähe zu den echten Rechtsradikalen dann doch nicht so unangenehm?

Bernd
6 Jahre zuvor
Antwortet  wetterfrosch

Äh – hier kritisiert eine gewählte Politikerin zwei gewählte Politiker auf zugegeben recht derbe Art. Aber was hat das mit unserem Thema zu tun? Wollen Sie diesen Pfurz im Wind ernsthaft gleichsetzen mit der Welle an Hass-Propaganda, die die sozialen Medien derzeit überflutet? Oder mit dem Anstieg der Zahl rechtsradikal motivierter Straftaten, von denen die Polizei berichtet?

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Mal so ganz allgemein:
Ich habe nie verstehen können, warum Bürger auch nur ansatzweise Sympathie für eine menschenverachtende Ideologie oder deren „Ableger“ aufbringen können bzw. daraus Handlungsanweisungen ableiten, die immerhin für 6 Millionen umgebrachte Juden, weltweit über 60 Millionen Kriegstote sowie massenhaftes Leid und Elend verantwortlich ist.
Jede kleinste Anlehnung in Form von Symbolen, Sprüchen oder Worten sollte sich von selbst verbieten.

Leider ist dieses für mich unerklärliche Phänomen nicht nur bei uns verbreitet, sondern in noch brutalerer Form gerade in dem Land, das im 2. Weltkrieg unter Hitler – Deutschland am meisten litt, der ehemaligen UdSSR bzw. dem heutigen Russland.
Selbst während der Nazi – Diktatur wurde in gewissen Kreisen in den USA dem Unmenschen Hitler gehuldigt.

Was ist also für nicht wenige Menschen offensichtlich so „attraktiv“ an dem „Schlächter“ Hitler und seinen teuflischen Gedanken?

Georg
6 Jahre zuvor

Ich finde eine Feststellung wichtig: ein Problem sind in jedem Fall die richtigen, beinharten Neonazis.

Zu einem geschlossenen rechtsextremen Weltbild gehören gehören qua Definition Ausländerfeindlichkeit/Rassimsu, Antisemitismus, Sozialdarwinismus, Chauvinismus, die Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur und die Verharmlosung des Nationalsozialismus

Das viel größere Problem sind aber diejenigen, die bestimmte Einstellungsmuster der Nazis teilen und sich dadurch Anknüpfungspunkte für Argumentationen der Nazis ergeben. Das heisst: Sie müssen selbst nicht alle Einstellungsmerkmale teilen (also eine Diktatur befürworten oder den NS irgendwie doch gutfinden – die berühmten Autobahnen), aber durch die Schnittmenge mit Nazis werden sie für deren Positionen zugänglich (z. B. Ausländerfeindlichkeit, Chauvinismus und/oder und die Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur – ich sage nur „Orban!Orban!“ bzw. das sich breitmachenden Putin-Fantum)

Wir müssen also nicht darüber streiten, ob bei PEGIDA alle Nazis sind (das sind sie eben nicht), sondern welches sonstigen Anknüpfungspunkte für Nazis es dort gibt. Genau darauf muss hingewiesen werden. und wenn die Leute Nazis und Nicht-Nazis nur pauschalilisieren und nicht im Detail definieren, können wir in der Kritik nicht scharf und zielführend sein.

Ich kann allen nur die „Mitte“-Studien der Uni Leipzig empfehlen, die rechtsextreme Einstellungen in der Bevölkerung – und gerade auch in der politischen und sozioökonomischen „Mitte“ – misst und dabei jedes Mal aufs Neue erschreckende Zustimmungswerte findet. Die Studie wird seit 2002 durchgeführt und ist für die Messung rechtsextremer Einstellungen in Deutschland die Referenz schlechthin.

Und: die Umfrage wurde 2013 gemacht, die Broschüre erschien 2014. Wir werden eine Explosion der Zustimmungswerte in der nächsten Studie finden.

http://www.fes-gegen-rechtsextremismus.de/pdf_14/FragileMitte-FeindseligeZustaende.pdf

Wie diese Studie es mehr als deutlich zeigt, haben wir ein Problem mit der Mitte der Gesellschaft, an die Nazis und neurechte Nationalkonservative wie die (bald noch rechtere) Höcke-Gauland-Storch AfD wunderbar anknüpfen könen.

Ursula Prasuhn
6 Jahre zuvor

@Bernd, Anna, Georg
Es ist wahrscheinlich vergebliche Liebesmühe, Sie davon zu überzeugen, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland eingeschränkt ist – allerdings nicht durch das Grundgesetz, sondern durch aggressiven, ideologischen „Autismus“. Das Bild „Autismus“, das „Milch der frommen Denkungsart“ ins Spiel gebracht hat, finde ich sehr passend.
Dennoch ein weiterer Überzeugungsversuch:
Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, auf den hier bereits verwiesen wurde, dürfte als überzeugter, waschechter Grüner über jeden Verdacht von Rechtspopulismus oder Pflege rechten Gedankenguts erhaben sein. Trotzdem wurde er angegriffen, weil er sich aus Realitätsbewusstsein durch sein verantwortungsvolles Amt in einer Weise äußerte, die unter Verdacht auf „böse Gesinnung“ steht. Er bekam hautnah zu spüren, wie es um die Meinungsfreiheit in Deutschland wirklich bestellt ist, nämlich schlecht. Also sagte er:
„Ich wünsche mir eine ehrliche Debatte in der Flüchtlingskrise. Man muss die wirklichen Probleme benennen dürfen, ohne dass man in eine Reihe mit rechten Idioten gestellt wird“.
Und dies wurde er – sogar von Volker Beck, seinem Parteigenossen. Dieser meinte zu Palmers Äußerungen bei facebook: „Wer nur danach ruft, die Zahl (der Flüchtlinge) zu begrenzen, spielt auf der rechten Klaviatur“.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-boris-palmer-will-fluechtlingszahlen-begrenzen-a-1058657.html

Pälzer
6 Jahre zuvor
Antwortet  Ursula Prasuhn

Das Wort „Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann“ ist nicht so neu, wie es bei Ihnen klingt. Es war schon in der Französischen Revolution, schon im Altertum, anstrengend und gefährlich, eine abweichende Meinung laut zu sagen, und auch heute ist die eigene Meinung in Deutschland weniger gefährlich als in den meisten anderen Ländern.
Ich meine auch, die „öffentliche Meinung“ hat ziemliche Schlagseite, aber so schlimm, wie Sie es darstellen, ist es noch lange nicht.

Maren
6 Jahre zuvor
Antwortet  Pälzer

„noch lange nicht“, da bin ich mir nicht sicher, zumal mir der Vergleich mit anderen Ländern fehlt. Mich bedrückt allerdings schon, dass viele Menschen bei Themen wie Inklusion, Integration, Bildungspläne zur sexuellen Vielfalt oder Flüchtlings- bzw. Migrantenzustrom glauben, aus ihrem Herzen eine Mördergrube machen zu müssen, weil sie sonst unschöner Dinge verdächtigt werden.
Ein Beispiel: Mein Mann und ich sind mit einer Familie aus Baden-Wüttemberg befreundet, in der Freund und Freundin große Bedenken gegen den Bildungsplan haben. Sie wohnen sogar unweit von Stuttgart, weigern sich jedoch trotz guten Zuredens an den Demos für alle teilzunehmen. Ihre Befürchtung: Sie könnten ja von irgendeiner Kamera erfasst werden und bei Veröffentlichung der Bilder in ihrem Umfeld als angebliche Feinde sexueller Minderheiten dastehen.
Vorauseilender Gehorsam wegen „ziemlicher Schlagseite“ in der veröffentlichten Meinung scheint mir neben der gefühlten Androhung von moralischer Verurteilung beim Abweichen vom Mainstream ein dickes Problem unserer Demokratie. Mich tröstet auch nicht der Gedanke an andere Länder, die noch schlimmer dastehen.
Meinen Sie bei Ihrem Vergleich mit anderen Ländern eigentlich nur solche mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung?

Ignaz Wrobel
5 Jahre zuvor
Antwortet  Ursula Prasuhn

Prasuhn

Die Meinungsfreiheit ist in Deutschland nicht eingeschränkt, auch wenn Sie es sich ständig selbst vorsagen und sich selbst einreden. Es gibt keine Enschränkung der Meinungsfreiheit.
In der DDR wäre das anders, weil da viele von uns im Gefängnis säßen.
Und Autismus ist etwas ganz anderes. Es ist eine schwere medizinische Erkrankung und Sie verhöhnen durch Ihren Vergleich Autisten. Diese Menschen kööne nur beschränkt Kontakt zu ihrer Umwelt aufnehmen, sie bekommen aber alles aus ihrer Umwelt mit. Sie sind Gefangene in sich selbst.

Georg
6 Jahre zuvor

Ach liebe Frau Prasuhn,

was soll ich sagen. Wenn Sie wissen wollen, wie sich eingeschränkte Meinungs- und Pressefreiheit anfühlt und gesetzlich umgesetzt wird, schauen Sie doch bitte nach Ungarn, nach Russland, nach Eritrea und gern auch zurück in die DDR.

Ich bin gespannt auf die Ähnlichkeiten, die Sie mir dann sicher werden aufzählen können.

Ich habe mal kurz recherchiert und bin bei Wikipedia zur Medien in Russland auf folgende Zusammenfassung gestossen.

„Es gibt zwar in Russland eine große Anzahl an elektronischen Medien und Printmedien, der grösste Teil davon befindet sich allerdings unter staatlicher Kontrolle[15]. Diese Kontrolle kann verschiedener Art sein:

Direkte staatliche Kontrolle. Der Staat kontrolliert direkt, wie beispielsweise die Rossijskaja gaseta oder die Nachrichtenagentur ITAR-TASS;

Via staatliche Unternehmen. Die Medien sind in der Hand mehrheitlich vom Staat kontrollierter Firmen befindlich, wie beispielsweise die Tageszeitung Iswestija (über Gazprom-Media Teil des mehrheitlich vom Staat kontrollierten Konzerns Gazprom) oder die Nachrichtenagentur RIA Novosti, die zum staatlichen Medienkonzern WGTRK gehört;

Via staatstreue Unternehmer. Unternehmer, die mit staatsnahen Firmen auf das engste verbunden sind, kaufen auf dem Medienmarkt eigene Medienimperien ein: Im Jahr 2007 beispielsweise erwarb Alischer Usmanow die Tageszeitung Kommersant, nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen bis dahin „eine der letzten Bastionen der unabhängigen Medien“.[16]

Verstaatlichung von Druckereien.[13]

Repressalien und Einschüchterungsmaßnahmen. Haben in vielen Redaktionen zu Selbstzensur geführt.[13]

Zulassung von Journalisten. „Wenn der Präsident oder ein anderer Vertreter des Kremls eine Pressekonferenz gibt, werden nur Journalisten zugelassen, die regierungsfreundlich berichten. Darüber hinaus dürfen nur Fragen gestellt werden, die vorher mit dem Pressestab des Präsidenten abgesprochen wurden.“ (Grigori Pasko in einem Interview.)[17]

Und zu Brois Palmer und all den Anderen, die Begrenzung und Zaunbau fordern: Das passiert doch schon die ganze Zeit. Wo sehen Sie denn eine Einschränkung der Meinungsfreiheit? Selbst die Bundeskanzlerin muss sich aus der CSU und den eigenen Reihen ständig Kritik gefallen lassen. Selbst sie, als mächtigste Frau dieses Landes.

Bitte, verwechseln Sie nicht manchmal hitzige demokratische Debatte mit eingeschränkter Meinungsfreiheit.

Ich wäre wirklich besorgt, wenn es da schon zu Wahrnehmungsschwierigkeiten kommen sollte.

Georg
6 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

Ach und eins noch,

miich stimmt sehr bedenklich, dass sie andere Meinungen als die Ihre mit dem Label „ideologischer Autismus“ versehen. Das entwertet Bernd, Anna und mich (und alle anderen, die nicht mit ihnen auf Linie sind), weil „ideologisch“ mit unbelehrbar, fanatisch, nicht überzeugbar, irrational konnotiert ist. Was bei „Autismus“ mitschwingt, muss ich Ihnen sicher nicht aufzählen.

Was mich daran besorgt ist der abwertende Unterton, der das Gegenüber nicht mehr ernst nimmt und damit als Diskussionsparter verwirft und der damit vom politischen Gegner in letzter Konsequenz zum politischen „Feind“ (Schmitt) wird.

Und was ich daran lustig finde ist, dass dieser Vorwurf von Ihrer Seite sooo sehr den PEGIDA-Brüllern gleicht, die schreien können, soviel sie wollen, aber nicht mit dem demokratischen Widerspruch klarkommen, der sie auf ihre nur allzu problematischen Punkte und ihr Nähe zu Rassismus und mangelnde Abgrenzung zu Neonazis hinweist.

Aber sie haben ja alle Mut zur „Wahrheit“ bzw. haben sie ganz sicher gefunden, während der Rest verblendet und unbelehrbar ist und ihnen die Meinungsfreiheit einschränkt.

Hier eordieren demokratische Standards und das ist das Gefährliche.

Bernd
6 Jahre zuvor

@Georg. Offenbar haben es sich etliche der Pegida-Sympathisanten in ihrer Opferrolle gemütlich gemacht. Wer sich selbst einredet, er sei existenziell bedroht, muss ja auch nicht darüber reflektieren, ob seine Form des Widerspruchs angemessen ist. Dann ist jedes Mittel recht.

Wir beide werden in diesem Forum wohl keinen mehr überzeugen. Ich denke aber, dass diese Debatte Wirkung zeigt – sie ist ja öffentlich zugänglich und wird sicher auch gelesen. Die hier getauschten Argumente sprechen ja für sich.

Jetzt ist aber auch gut, zumindest von meiner Seite. Ich verabschiede mich aus dieser Runde. Vielen Dank für Ihre konstruktiven und sachlichen Beiträge. Würde mich freuen, an anderer Stelle auf news4teachers von Ihnen zu lesen.

sofawolf
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

AUSZUG: „Laut Allensbach/FAZ haben 43 Prozent der „gesamten erwachsenen Bevölkerung den Eindruck, dass man in Deutschland seine Meinung zu der Flüchtlingssituation nicht frei äußern darf und sehr vorsichtig sein muss, was man sagt“. Dazu kommt der Vorwurf, dass die Berichterstattung der Medien über die Flüchtlingssituation von 47 Prozent als „einseitig“ eingeschätzt wird, unter den „stark Besorgten“ sind 55 % dieser Auffassung.“

Der ganze Text: http://www.heise.de/tp/artikel/46/46332/1.html

sofawolf
6 Jahre zuvor
Antwortet  sofawolf

Gerade wurde es bei Günther Jauch (Talk-Show) gesagt, Deutschland hilft mit 2,- Euro pro Kopf für die ca. 60 Millionen Flüchtlinge. Also 120 Millionen? Wie gesagt habe, man wollte (die letzten Jahre) nur Millionen geben. Nun muss man im eigenen Land Milliarden zahlen! Das war das Problem.

Das betrifft natürlich alle Länder der Welt !
Aber Milliarden hat man übrig, um nachzuschauen, ob es auf dem Mars Leben gibt ?!?

Ist das nicht absurd ?!?

Rita
6 Jahre zuvor

Eine Bildungsoffensive gegen die Hass-Kultur halte ich für ebenso falsch wie den viel zitierten „Aufstand der Anständigen“. Wer legt fest, was Hass ist und wer der Anständige ist? Da kommt einem ja das Gruseln.

Zitat:
Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist zu kostbar, um unter dem Vorwand von Hate Speech eingeschränkt zu werden. Meinungsfreiheit ist ein unveräußerliches und universales Gut, so der Schriftsteller Salman Rushdie in einer Rede auf der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt am Main. „Ohne Meinungsfreiheit gibt es keine anderen Rechte“, hebt er hervor. Über alles andere könne man gerne diskutieren, über die Meinungsfreiheit nicht.
http://www.freiewelt.net/blog/das-gespenst-der-hate-speech-10064093/

Georg
6 Jahre zuvor

Liebe Rita,

haben Sie sich mal die Facebook Posts angeschaut, die die Bild auszugsweise auf ihrer Frontseite hatte oder die man in den Kommentare unter Lokalzeitungsartikeln findet und in denen rassistische Beschimpfungen artikuliert und zu Gewalt, Mord und Gaskammertod aufgerufen wird?

Sind das für sie „freie Meinungsäußerungen“, die zu kostbar sind, um dagegen mit „Bildung“ vorzugehen? Und hinter denen man den „Hass“ ja nur „vermuten“ kann, da man ja nicht in die „Seele“ der Menschen blicken kann, wie es der Herr Ulfig so verharmlosend beschreibt?

Würden Sie in der Schule bei Schülern solche Äußerungen zulassen, weil es „Meinungsfreiheit“? Wäre es in Ordnung, solche Sachen in Demonstrationen zuzulassen?

Die Zensurdiskussion ist noch eine andere, aber hier geht es um Bildung.

Georg
6 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

Eine „Kleinigkeit“ noch: Finden Sie es nicht eigenartig, sich ausgerechnet auf einer Seite, die sich explizit an Lehrerinnen und Lehrer richtig, gegen Bildung auszusprechen? Und als Krönung dann noch gegen Bildung, die sich gegen Hass auf andere Menschen bzw. ganze Menschengruppen richtig?

Und wer festlegt, was Hass und Anstand ist? Eine demokratische Gesellschaft, die ihre Werte und unverhandelbaren Grundlagen auf Basis geschichtlicher Erfahrung definiert und in Gesetzen festschreibt.

Ursula Prasuhn
6 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

@Rita
Ihre Meinung ist auch meine!

@Georg
Ihre Meinung teile ich nicht. Ein demokratischer Staat muss einiges an Meinung aushalten können, wenn er seine Grundrechte schützen statt aufweichen will. Äußerungen von unserem Justizminister Maas, von Herrn Stegner oder sogar unserem Bundespräsidenteten, der von Hell- und Dunkeldeutschland spricht, sind für mich ebenso fragwürdig und gefährlich wie Diffamierungen von der anderen Seite des politischen Spektrums.
„Mischpoke“, „Pack“ , „Rassisten“ , „Hetzer“ , „Islam-Hasser“ usw. empfinde ich nicht als rhetorische Begriffe zum Kampf für den Rechtsstaat, sondern als Begriffe zur Aufwiegelung der Bürger gegeneinander. Insofern ist der immer wieder geforderte „Aufstand der Anständigen“ mit seinem vorprogrammierten Aggressionspotential durch das Faktum GEGEN eine zweischneidige und höchst gefährliche Sache im Sinne von „Öl ins Feuer gießen“.
„Gewalt beginnt mit Worten“ heißt es immer so schön im Schielen auf andere. Diesem Satz sollte ein Spruch von Mahatma Gandhi folgen: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt!“

Georg
6 Jahre zuvor
Antwortet  Ursula Prasuhn

Liebe Frau Prasuhn

mich hätte es auch wirklich schwer gewundert, wenn Sie mir zugestimmt hätten.

Auch bei Ihnen frage ich mich jetzt natürlich: Was haben Sie gegen Bildung, die bei Kindern oder Jugendlichen (die ja die Hauptzielgruppe für Bildungsangebote sind) den Hass auf Menschengruppen -die meist ja Minderheiten sind- nicht entstehen lassen will?

Oder finden auch Sie, dass z. B. rassistische Äußerungen oder Gewalt und Mordaufrufe von der Meinungsfreiheit gedeckt sein sollten?

Spannend ist natürlich in diesem Zusammenhang, das Sie mir gleich wieder Äußerungen von Politikern vorhalten, mit denen Sie mich politisch zu identifizieren scheinen. Ich fände es dagegen schön, mich mal nicht einzusortieren und dann all das Bekannte auf mich loszulassen, sondern konkret an Fragen und Problemen zu diskutieren, die meines Erachtens grundlegend für unsere demokratische Gesellschaft sind.

Vielleicht habe ich ja diesmal Glück.

Bernd
6 Jahre zuvor
Antwortet  Ursula Prasuhn

Ich hatte mich eigentlich aus diesem Forum verabschiedet – jetzt melde ich mich aber doch nochmal zu Wort, um diesem dumm-dreisten Schwachsinn etwas entgegenzusetzen. Als ließe sich nicht zwischen Meinung, deren freie Äußerung vom Grundgesetz gedeckt ist, und Hetze unterscheiden.

Halten Sie die Leser in diesem Forum für blöde? Wie geschichtsvergessen sind Sie eigentlich, Frau Prasuhn oder Rita? Die Weimarer Republik ist an ihrer Toleranz gegenüber Demokratiefeinden zugrundegegangen – eine Demokratie, die sich selbst wichtig ist, lässt es eben nicht zu, dass diejenigen, die sie abschaffen wollen, unter dem scheinheiligen Bekenntnis zur Meingsfreiheit hetzen dürfen, wie sie wollen. Sie wollen keine Bildung, Rita und Frau Prasuhn? Das spricht ja wohl für sich.

Sie berufen sich auf Ghandi, relativieren aber mit jeder Zeile, die sie schreiben, die rechtsradikale Gewaltwelle, die derzeit durchs Land tobt. Wir haben mit der NSU die größte terroristische Bewegung der letzten Jahrzehnte in Deutschland erlebt, wir hatten vorvergangenes Wochenende einen Mordanschlag eines Rechtsradikalen auf eine demokratische Politikerin, wir erleben eine vervielfachung rechtsradikaler Straftaten – und Sie schwafeln davon, dass der Bundespräsident, wenn er in diesem Zusammenhang von Dunkeldeutschland spricht, sich „fragwürdig und gefährlich“ äußert. Tut mir leid, Frau Prasuhn: Für mich sind Sie eine Radikale, die hier unter dem Deckmäntelchen der Gutbürgerlichkeit versucht, Stimmung zu machen.

Aber seien Sie sicher: Bis auf ein paar Idioten gehen die Menschen Leuten wie Ihnen nicht auf den Leim.

Milch der frommen Denkungsart
6 Jahre zuvor

Daß unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung von Rechtsextremen wie Neonazis bedroht ist, bedarf keiner weitschweifigen Diskussion; daß sie freilich momentan von ebenjener blinden, hirnlosen Willkommens- besoffenheit gerade diesen Rattenfängern ausgeliefert zu werden im Begriff ist, ist aber für jeden, dessen Augen nicht von prinzipiell lobenswertem Idealismus verkleistert sind, gleichermaßen evident.
Die Kassandrarufer, die im Mythos – nota bene – letztlich immer recht behalten haben (!), jedoch quasi als latente, bildungsresistente Anhänger diktatorischer Strukturen zu diffamieren, ist wider die guten Sitten und charakterlich dekuvrierend.

Politicus
6 Jahre zuvor

Interessant. „Milch der frommen Denkungsart“ tritt hier bei news4teachers stets als Altphilologe und Bewahrer antiker Bildungstradition auf. Wie steht es denn bei Ihnen mit der christlichen Wertetradition, in der unsere Kultur ebenso wurzelt? Ist es „Willkommensbesoffenheit“, wenn Menschen Notleidende zunächst mal freundlich willkommen heißen, oder schlicht christliche Nächstenliebe, die sich aus der Bibel ableitet? Und was ist denn bedeutender für das Leben im Hier und Jetzt – die Bibel oder „De bello Gallico“?

Milch der frommen Denkungsart
6 Jahre zuvor
Antwortet  Politicus

@Politicus:

Sankt Martin hat seinen Mantel mit einem Bettler zwar geteilt, ihn aber aus wohlerwogenen Gründen nicht in Gänze verschenkt, sondern dabei seinen
gesunden Menschenverstand walten lassen.

Im Übrigen muß ich mich schon über all jene Zeitgenossen wundern, die sich auf
einmal so glaubensfest präsentieren und im Flüchtling per se geradezu eine Apotheose
erkennen zu sollen glauben.

politicus
6 Jahre zuvor

Mich verwundern diejenigen, die mit dem Kreuz vorneweg marschieren und das Abendland retten wollen, aber mit Kirche und den christlichen Werten sonst gar nichts zu tun haben. Mich verwundern auch diejenigen, die meinen, mit ein bisschen Hilfe würde man gleich „alles“ herschenken – tut hier keiner.

Georg
6 Jahre zuvor
Antwortet  politicus

Touché!

Anna
6 Jahre zuvor

Dann verbünden Sie sich mit den Rattenfängern, um ihnen nsere freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht auszuliefern? Verquere Logik!

Bernd
6 Jahre zuvor

Auch diese Versuche von Nationalkonservativen gab es ja schon in der Weimarer Republik – sind bekanntlich dramatisch gescheitert. Sie, Milch, meinen: Es bedarf keiner „weitschweifigen“ Diskussion, dass „unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung von Rechtsextremen wie Neonazis bedroht ist“. Heißt das: Wir sind uns über diese Tatsache einig? Nach meinem Eindruck eben nicht. Aber fragen wir doch mal diejenigen, die es angeht: Wie steht es denn Rita und Frau Prasuhn – wird nach Ihrer Meinung unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung derzeit von Rechtsextremen wie Neonazis bedroht?

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Ich meine, diese Frage sollten Sie an den Verfassungsschutz richten.

Anna
6 Jahre zuvor

Alberner Einwurf. Eine Frau, die den obersten Repräsentanten unserer Demokratie für „gefährlich“ hält, wird ja wohl eine Meinung dazu haben, ob sie die Rechtsextremisten in Deutschland für gefährlich hält.

U. B.
6 Jahre zuvor
Antwortet  Anna

War das wirklich eine Frage? Ich habe das als fragegetarnte Fortsetzung der Anwürfe gegen U. Prasuhn empfunden. Bernd sagte: „Für mich sind Sie eine Radikale, die hier unter dem Deckmäntelchen der Gutbürgerlichkeit versucht, Stimmung zu machen.“
Da sorgt seine Pseudo-Frage nach den „Rechtsextremisten“ doch nur noch für die Präzisierung der Diffamierung.
Anna, auch wenn Sie und Co. die Moral, Nächstenliebe und Anständigkeit mit Löffeln gefressen haben, Verstand zum Verstehen sollten Sie anderen dennoch zutrauen.

Übrigens habe ich Kritik am „obersten Repräsentanten unserer Demokratie“ bezüglich seiner Einteilung der Bürger in ein helles und ein dunkles Deutschland zuhauf gelesen und gehört. Was soll also Ihre substanzlose Andeutung?

Ursula Prasuhn
6 Jahre zuvor

@Bernd
Sie fragen: „Wie steht es denn Rita und Frau Prasuhn – wird nach Ihrer Meinung unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung derzeit von Rechtsextremen wie Neonazis bedroht?“
Meine (überflüssige) Antwort: Extremisten – egal, welcher Seite – sind immer eine Bedrohung, natürlich auch die Rechtsextremen. Diese Bedrohung nimmt jedoch zu, wenn sich eine wachsende Anzahl von Bürgern in wichtigen Sachfragen wie der des Flüchtlingszustroms von der politischen Führung und den Medien unzureichend gehört und sogar beschimpft fühlt. Dann spielt sich der Diskurs, der öffentlich stattfinden sollte, immer mehr unter der Hand ab und es kommt zu Polarisierung und Radikalisierung mit der für sie typischen Pflege von Feindbildern.
Und hier ist der Punkt meiner wiederholten Kritik: Mir fehlt eine öffentliche Diskussion, in der jeder gleichermaßen seine Meinung zum Ausdruck bringen kann – ohne Angst vor Diffamierung. Offen ausgetragener, sachlicher Meinungskampf ist der beste Schutz vor Radikalisierung und Gefährdung unserer Demokratie.
Ihn sehe ich im Argen liegen durch einen Mainstream, der Freund- und Feindbilder liebt und dadurch viele Menschen vor den Kopf stößt, sodass sie aus Frust anfangen, mit echten Rechtsradikalen zu sympathisieren. Zu Unrecht Beschuldigte neigen nun mal dazu, sich genau in die Richtung zu bewegen, in die sie durch Unterstellung gedrängt werden.
Mich bezeichnen Sie als „Radikale, die hier unter dem Deckmäntelchen der Gutbürgerlichkeit“ versucht Stimmung zu machen.
Ihnen sollte klar sein, was passiert, wenn solche Attacken an der Tagesordnung sind und gesetzestreue Bürger ins Abseits drängen, weil ihre Meinung nicht gefällt.
Gesellschaftlicher Frieden und Demokratie können nicht existieren in einer Atmosphäre von Unterstellung, Diskriminierung und Denunziation. Also beweisen Sie, dass Sie ein guter Demokrat sind, indem sie andere Meinungen zulassen und ihnen nicht verleumderische Etiketten aufkleben.
Vor allem machen Sie sich klar, wie sehr Sie mit dieser Art Meinungskampf jeden Extremismus fördern – nicht zuletzt den von Neonazis.

Kleine Leseempfehlung am Rande:
„Über Sachfragen wird in der Flüchtlingskrise nicht mehr diskutiert. Wie die gestrige Illner-Sendung zeigte, wird sie vielmehr zur Jagd auf den politischen Gegner genutzt. (…) Der politische Diskurs wird so von einer Sachfrage namens Flüchtlingskrise zu einer Suche nach politischen Feinden. Wer dieses Signal nicht versteht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.“
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-maybrit-illner-die-jagd-auf-den-politischen-feind-hat-begonnen-13871701.html?printPagedArticle=true#

Georg
6 Jahre zuvor
Antwortet  Ursula Prasuhn

Frau Prasuhn,

ich würde mich immer noch über eine Antwort auf meine oben gestellte Frage freuen.

Was haben Sie gegen Bildung, die mit Kindern oder Jugendlichen (die ja die Hauptzielgruppe für Bildungsangebote sind) präventiv arbeitet, um den den Hass auf Menschengruppen -die meist ja Minderheiten sind- nicht entstehen zu lassen?

Oder finden auch Sie, dass z. B. rassistische Äußerungen oder Gewalt und Mordaufrufe von der Meinungsfreiheit gedeckt sein sollten?

Wir haben doch hier die von Ihnen geforderte offene Diskussion. Und zu offenen Diskussionen gehört doch auch Position zu beziehen und aufeinander einzugehen, also miteinander zu reden

Die gleiche Frage richte ich auch nochmals an Rita.

Besten Dank!

Bernd
6 Jahre zuvor

Mit dieser Klarstellung, Frau Prasuhn, haben wir doch schon mal eine – sachliche! – Gesprächsebene, über die sich gut streiten lässt. Natürlich können wir uns darüber auseinandersetzen, ob die Medien oder die Politik in Deutschland das tatsächlich vorhandene Meinungssprektrum abdecken oder nicht. Und, falls nicht, was sich dagegen mit demokratischen Mitteln unternehmen lässt. Nämlich eine Menge in unserer freien Gesellschaft. Wenn Sie schreiben, „offen ausgetragener, sachlicher Meinungskampf ist der beste Schutz vor Radikalisierung und Gefährdung unserer Demokratie“, dann gebe ich Ihnen vollständig Recht. Auch, wenn Sie einen „Mainstream“ kritisieren, „der Freund- und Feindbilder liebt und dadurch viele Menschen vor den Kopf stößt“.

Allerdings haben Sie Ihrerseits in Ihren früheren Posts mit Begriffen wie „Meinungsdiktatur“, „ideologischer Autismus“ oder „willkürliche Hass-Unterstellungen“ genau diesen Mainstream gefüttert, den sie hier kritisieren – Polarisierung gibt es eben von beiden Seiten.

Ursula Prasuhn
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Ich bleibe dabei: Es wird gar zu oft Meinung diktiert, durch „Unterstellung, Diskriminierung und Denunziation“, falls jemand nicht dem sog „politisch korrekten Mainstream“ folgt, und ungewohnte bzw. unerwünschte Töne anschlägt.
Sie und Ihr Versuch, meine Person zu verunglimpfen, sind doch bestes Beispiel dafür.
Eine sachliche Gesprächsebene mit einem Gegenüber, das mal verbal böse zuschlägt und dann wieder Kreide gefressen zu haben scheint, kann ich mir nicht vorstellen und verspüre auch keine Lust dazu.
Ich wiederhole gern den von mir geschätzten Klaus von Dohnanyi (SPD) mit seiner Feststellung: „Keiner widerspricht dem Mainstream – daraus aber entsteht ein ernsthaftes Problem für die Demokratie.“
Warum sollte ich mich mit Ihnen „darüber auseinandersetzen, ob die Medien oder die Politik in Deutschland das tatsächlich vorhandene Meinungssprektrum abdecken oder nicht“? Ich ziehe Gesprächspartner vor, bei denen ich nicht plötzliche böse Attacken auf meine Person befürchten muss.
Das bedeutet nicht, dass ich mich künftig aus allem rauszuhalten gedenke, was ich von Ihnen lese.

Bernd
6 Jahre zuvor

Dann bleiben Sie halt bei Ihrer Hetze – und bekommen von mir dafür Gegenfeuer. MfG Bernd

Milch der frommen Denkungsart
6 Jahre zuvor
Antwortet  Bernd

Konnten Sie sich wirklich nicht entblöden, Ihr verbales Unkraut auf jenem faschistoiden Boden
zu ziehen, den Sie andere zu bereiten verdächtigen ?

Georg
6 Jahre zuvor

Ganz generell würde ich die Diskussion hier noch einmal auf den Punkt richten wollen, wie Bildung funktionieren kann und wie sie umgesetzt werden sollte, die die im Artikel aufgeworfenen Probleme bearbeitet.

Und das diese nicht einfach wahllos herbeigeredet sind – zumindest darüber dürfte doch hier Konsens herrschen, oder?

Popcorn
6 Jahre zuvor

Wenn etwas dran ist an der Behauptung eines Artikels, dass Politik und Medien mit der Hass-Kultur ganz gut leben können und sich an ihr beteiligen, ist doch eine schulische Offensive gegen die Hass-Kultur ein wohlfeiler, aber unausgegorener Gedanke. Gute Vorbilder machen gute Sitten und nicht Schulunterricht.
Lieber Politiker und Medien höflich, aber nachdrücklich, kritisieren durch Mails oder Briefe (nicht durch Bloßstellung im Internet oder in Zeitungen!), wenn sie durch ungebührliches Verhalten auffallen. Sie haben neben den Eltern große Vorbildfunktion. Solche Kritik käme dem allgemeinen Klima zugute und damit auch den Kindern.
Auf Elternabenden könnte viielleicht auch einiges erreicht werden durch die Besprechung des Themas mit den Eltern.
Aber bitte kein moralinsaurer Unterricht! Er bringt nichts wie so vieles, was nett und gut klingt, und darum der Schule zur Aufgabe gemacht wird. Im Endeffekt bringt das aber nichts außer vertaner Zeit und Mühe.
Wohlklingende Offensiven zu fordern ist immer leicht, die Luft ist voll davon. Und doch kann die Kluft zwischen fromm Reden und fromm Handeln kaum größer sein als heute. Für mich grenzt das an Luftverschmutzung durch fromme Sprüche und Begriffe.

http://meedia.de/2015/08/13/von-wutbuergern-und-gutmenschen-warum-politik-und-medien-mit-der-hass-kultur-ganz-gut-leben-koennen/

Popcorn
6 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

Danke, Redaktion, für den Hinweis und den Artikel, mit dem ich viel mehr anfangen kann als mit der nebulösen Offensive gegen die Hass-Kultur. Die Parlamentssitzungen sind konkret und üben tatsächlich demokratisches Verhalten und demokratische Kultur ein.

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  Redaktion

Es sind lobenswerte Schuliniativen, die aber so neu nun auch wieder nicht sind. So oder in ähnlicher Weise gibt es doch landauf, landab genug Beispiele für das Einüben demokratischen Verhaltens.
Sollte DAS aber nicht in jeder einzelnen Schulstunde selbstverständlich sein?
Da lernen die Sch z.B. auch, was demokratische Diskussionskultur heißt. Wenn sie jedoch diverse politische Gesprächsrunden im Fernsehen verfolgen, sehen sie, dass es in der politischen Praxis manchmal recht ruppig zugehen kann.

Vom Kindergarten an werden die heutigen Sch sensibilisiert, unsere Umwelt zu schonen. Uneingeschränkt begrüße ich entsprechende Projekte.
Wie sieht es aber mit der Nachhaltigkeit aus? Bei einigen wird es vielleicht ein lebenslanges Problembewusstsein bewirken. Leider zeigt mir aber die gesellschaftliche Praxis, dass es offensichtlich viel zu wenige sind. Hier einige Stichwörter:

– auch die Privathaushalte verschwenden unglaublich viele Lebensmittel,
– inflationär hoher Verbrauch von einmal benutzten Plastiktüten,
– Straßenränder bzw. Autobahnaufffahrten und -abfahrten werden zu Müllhalden,
– nicht nur Fastfoodverpackungen werden achtlos aus dem Autofenster „entsorgt“,
– Verzehr von Billigfleisch aus der Massentierhaltung, die unsere Umwelt stark belastet,
– ….

Was passiert eigentlich in den Familien, wenn entsprechend unterwiesene Kinder im Kindergarten oder der Schule erkennen, dass sich Zuhause darüber evtl. keiner Gedanken macht? Da geraten sie doch unweigerlich in einen Konflikt.

Popcorn
6 Jahre zuvor
Antwortet  mehrnachdenken

Das denke ich auch: Wenn Elternhaus und Umwelt eine andere Sprache sprechen als Schulbemühungen, ist alles für die Katz. Wegen dieses Effekts finde ich ja auch, dass an die Schule nicht dauernd Aufgaben herangetragen werden sollten, die sie nur pro forma leisten kann ohne jede Nachhaltigkeit. Dafür sind investierte Zeit und Mühe viel zu kostbar.
Auch hier sind wir einig: Die Parlamentssitzungen am Ende des Schulvormittags sind handfest und lobenswert. Ein bisschen bringen sie vielleicht doch fürs Leben und sei es nur das, was Sie benennen: „Bei einigen wird es vielleicht ein lebenslanges Problembewusstsein bewirken.“

Mississippi
6 Jahre zuvor
Antwortet  mehrnachdenken

@ Popcorn und mehrnachdenken:
Nein, das ist nicht für die Katz. Schüler können durchaus auch positive Ansätze in die Elternhäuser tragen. Gerade für diese Kinder ist es doch wichtig, überhaupt irgendwo sensibilisiert zu werden.

Bernd
6 Jahre zuvor

Lieber Georg,

das Ausbleiben von Antworten auf Ihre sachlichen und berechtigten Fragen zeigt einmal mehr, dass es manchen Herrschaften hier nicht um einen konstruktiven Dialog geht, der zu irgendwie gearteten Lösungen beiträgt. Es geht ihnen augenscheinlich lediglich darum, Stimmung zu machen – und zwar eine üble, weil ihnen die ganze Richtung nicht passt. Das ganze Geschwafel von „Meinungsdiktatur“ und „ideologischem Autismus“ soll offenbar nur verbergen, dass es ihnen gar nicht darum geht, Meinung zu äußern, sondern nur darum, Menschen – ob Flüchtlinge, Politiker, Andersdenkende und/oder vermeintlich Linke – herabzuwürdigen. Welche Meinung sollte man auch in Deutschland nicht äußern dürfen, wenn selbst ein Peter Maffay mit Kritik an der Flüchtlingspolitik unterwegs ist? Kein Mensch kommt auf die Idee, ihn deshalb einen Rechtsradikalen zu nennen.

Ich hoffe allerdings, dass keiner der Misantropen, die sich hier zu Wort gemeldet haben, aktiver Lehrer ist – falls doch, tun mir deren Schüler aufrichtig leid.

Freundliche Grüße
Bernd

Georg
6 Jahre zuvor

Ja, ich frage mich auch, was es so schwer für Rita und Frau Prasuhn macht, eine eindeutige Aussage zu einer Frage nach demokratieorientierender Bildung bzw. sozialem Lernen zu treffen.

Und obwohl ich mir langsam blöd vorkomme, hier eine letzte Runde, für die ich einfach meinen Wortlaut von oben übernehme

Frau Prasuhn,

ich würde mich immer noch über eine Antwort auf meine oben gestellte Frage freuen.

Was haben Sie gegen Bildung, die mit Kindern oder Jugendlichen (die ja die Hauptzielgruppe für Bildungsangebote sind) präventiv arbeitet, um den den Hass auf Menschengruppen -die meist ja Minderheiten sind- nicht entstehen zu lassen?

Oder finden auch Sie (wie anscheinend Rita, die nicht auf meine Nachfrage zur Klärung reagiert hat), dass z. B. rassistische Äußerungen oder Gewalt und Mordaufrufe von der Meinungsfreiheit gedeckt sein sollten?

Wir haben doch hier die von Ihnen geforderte offene Diskussion. Und zu offenen Diskussionen gehört doch auch Position zu beziehen und aufeinander einzugehen, also miteinander zu reden

Die gleiche Frage richte ich auch nochmals an Rita.

Besten Dank!

Georg
6 Jahre zuvor

Ich finde es spannend, das der Blick immer nur in eine Richtung geht. Die Migranten, die Muslime, die Anderen müssen sich anpassen. Keine Rede ist von der verweigerten Integration durch die Bundesrepublik, die in den vergangenen Dekaden ein Ankommen in diesem Land für so viele so schwierig gemacht hat.

Wenn vom Vermeiden von Fehlern der 60er Jahre die Rede ist, sollte Deutschland mal einen Blick z. B. nach Canada werden, wo in Bezug auf Migration sowohl in Gesellschaft als auch Schule ganz andere Wege gegangen werden. Und das funktioniert sehr gut.

http://www.bpb.de/apuz/31674/einwanderungsland-kanada-ein-vorbild-fuer-deutschland?p=all

Aber anstatt von erfolgreichen Modellen zu lernen und auf die wissenschaftliche Expertise der Migrations- und Integrationsforschung zu vertrauen, die sich genau damit beschäftigen, habe ich die Sorge, dass sich der deutsche Diskurs wie schon in früheren Dekaden auf Anpassung, Anpassung, bedingungslose Anpassung der Migranten verengt, anstatt auch die Strukturen in Deutschland der migrantischen Realität anzupassen.

Und nein, mit Anpassung der Strukturen meine ich nicht die Akzeptanz von Zwangsheirat, Scharia und Salafismus, die meines Erachtens die Diskussion und das Bild der Migration in D dominieren, obwohl sie eher ein marginales Phänomen darstellen.

http://mediendienst-integration.de/fileadmin/Dateien/Sarrazins_Thesen_Dossier.pdf

Georg
6 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

uuups, das hab ich unter dem falschen artikeln gepostet…

stillmann
6 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

Egal, unter welchem Artikel Sie posten, die subtilen Angriffe auf bestimmte Personen durch scheinheilige Fragen oder vorgegebenes Unverständnis und angeblich besseres eigenes Wissen sind immer gleich. Dass Rita und Frau Prasuhn nicht antworten, ist klug und das beste was sie machen können.
Ich an Frau Prasuhns Stelle hätte mich Bernd, ihrem kleinen Bruder, gegenüber bereits geweigert, ein Gesinnungszeugnis abzulegen. Aber was tut der Mensch heutzutage nicht alles, wenn er öffentlich als Rechtsradikaler unter gutbürgerlichem Mantel bezeichnet wird!? Bernd hätte sich besser entschuldigt für diese Sauerei, statt sich noch in die Brust zu werfen ob seines Erfolgs.
Ihr Lob auf die Einwanderungsregelung Kanadas teile ich. Allerdings habe ich nicht den Eindruck, dass Sie die überhaupt kennen, denn sie widerspricht auf ganzer Linie Ihrem sonstigen Gerede.
Kanada hat knallharte Einwanderungsregeln nach dem Motto „Rein darf nur, wer unserem Land nutzt und auf unsere Integrations-Bedingungen eingeht. Not und eigene Bedürfnisse spielen so gut wie keine Rolle. Unser Land ist wichtig und nicht das, was sich die Zuwanderer von ihm erhoffen.“

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  stillmann

Danke „stillmann“.
Viel anders hätte ich in Bezug auf Kanada auch nicht geantwortet.
Im Forum las ich auch einen aufschlussreichen Artikel über Kanada als Einwanderungsland. Ich finde ihn leider nicht mehr. Vielleicht kann jemand helfen.

Nur noch eine kleine Ergänzung:
Kanada zögert nicht, Einwanderer kompromisslos wieder nach Hause zu schicken, wenn sie sich nicht an die Bedingungen des Gastlandes halten oder wenn sie gegen geltende Gesetze verstoßen.
Ja, in diesem Punkt kann Deutschland viel von Kanada lernen.

Georg
6 Jahre zuvor
Antwortet  mehrnachdenken

Ein kleiner Tipp, mehrnachdenken:

Es geht hier gerade um Bildung gegen eine Hass-Kultur unter Deutschen und nicht um strafrechtliche Aspekte im Asylrecht.

Bitte bleiben Sie doch beim Thema, sonst bekommt das Ganze so ein Geschmäckle.

Georg
6 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

Stimmt, in meinem Kommentar habe ich nur das Asylrecht genannt, da war ich nicht breit genug.

Danke für den Hinweis und die Ergänzung, dickebank.

Also zurück zu Thema, bevor wir wieder zu weit abschweifen.

dickebank
6 Jahre zuvor
Antwortet  mehrnachdenken

Sie können aber schon noch zwischen Einwanderungs-, Asyl- humanitären Regelungen zum Schutz von Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlingen unterscheiden.

realo
6 Jahre zuvor
Antwortet  dickebank

Das müssten Sie Georg sagen, der Kanada ins Spiel und damit einiges durcheinander gebracht hat.

dickebank
6 Jahre zuvor
Antwortet  dickebank

Im Prinzip meinte ich alle Forenteilnehmer. Mir geht es bei der derzeitigen Diskussion gegen den Strich, dass die verschiedenen Rechtsgebiete in einen Topf gehauen werden. Die einen sprechen von Flüchtlingen, die anderen von „Asylanten“ und Dritte von Migranten und wiederum andere von Zuwanderern.

Wer sich auf den Asylartikel des GG beruft, muss nachweisen, dass er persönlich verfolgt wird.

Flüchtlinge – und damit sind Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlinge – genießen den Schutz des Staates, der sie aufnimmt. Das ist in der UN-Flüchtlingsdklaration geregelt. In sofern genießen Flüchtlinge allenfalls ein Duldung. Das UNHCR geht davon aus, dass diese Gruppe nur vorübergehenden Schutz sucht und nach Beendigung der Kriegshandlungen in seine Heimat zurück kehren will.

Der Begriff Migranten, der zunächst einmal wertneutral klingt, geht meilenweit am Thema vorbei. Jeder, der von Norddeutschland nach Bayern zieht ist Migrant, ebenso wie die, die aus dem Osten ind die „gebrauchten“ Bundesländer umsiedeln. Diese Gruppen sind Binnenmigranten, wer will kann selbst die Fernpendler zu dieer Gruppe zählen.

Wer aus einem EU-Mitgliedsstaat nach Deutschland kommt ist ebenfalls Migrant, er kann sich hier frei niederlassen, da ihm die EU-Verträge dieses Recht (Freizügigkeit) zugestehen.

Bleibt eine Gruppe von Zuwanderen, die über die zuvor erläuterten Rechtsbereiche hinaus beschrieben werden müssen, und die der Volksmund „Wirtschaftsflüchtlinge“ nennt. Im Bürokratendeutsch werden sie als Zuwanderer aus sicheren Drittstaaten bezeichnet. Sie haben weder Anspruch auf die Gewährung von Asyl, noch fallen sie unter die Gruppe, die durch die Flüchtlingskonvention der UN noch unter die Freizügigkeit innerhalb der EU fallen. Lediglich dies Personengruppe wäre von einem Einwanderungsgesetz betroffen. Das wiederum lohnt den Aufwand nicht, hier muss der Staat schneller für die Rückführung sorgen.

Ebenso muss die Rückführung schneller möglich sein, wenn sich diejenigen, die Asyl beantragen, nicht in ausreichendem Maße am Anerkennungsverfahren beteiligen – also ihre Herkunft verschleiern oder unwahre Angaben machen. In jedem Antragsverfahren ergibt sich eine „Bringpflicht“ für die Antragsteller. Wer die geforderten Auskünfte nicht erbringt, muss schneller abgeschoben werden können.

mehrnachdenken
6 Jahre zuvor
Antwortet  dickebank

Die Differenzierung ist wichtig. Wer differenziert denn noch von den Politikern und den Medien? Ich höre immer nur „Flüchtlinge“.
Was tut es andererseits zur Sache? Bis vor kurzem hieß Deutschland ALLE herzlich willkommen, auch die so genannten Wirtschaftsflüchtlinge. In dieser Hinsicht haben die Grünen/Die Linke ihre Meinung auch noch nicht geändert.

dickebank
6 Jahre zuvor
Antwortet  dickebank

Es sind in erster Linie die Medien, die nicht differenzieren, sowie die zu Populismus neigenden Politiker aller Couleur.

Und willkommen wird noch lange nicht jeder geheißen. Die Entscheidung der BK‘ für die Syrer das Dublin III-Abkommen außer Kraft zu setzen, war eine poltische Notwendigkeit. Wer glaubt er könne an Stelle der Flüchtlinge festlegen, wohin diese wandern wollen, der glaubt auch, dass Wasser bergauf fließt.

Was nutzt es, wenn Seehofer zwar populistische Forderungen aufstelt, es seine eigene Landesregierung aber nicht schafft beschlossene Gesetze umzusetzen. in 2015 hat NRW 3.000 abgelehnte Asylbewerber vor allem vom Balkan abgeschoben. Das markig auftretende Bayern hat es nur auf ein Drittel der Zahlen des landes NRW gebracht.

Dabei dürfte die Zahl der in Bayern lebenden Bulgaren und Rumänen um ein Vielfaches kleiner sein als in Duisburg bzw. dem Ruhrgebiet.

Wie verquer die situation bei der Unterbringung von Flüchtlingen auf der Grundlage des Königssteiner Schlüssels ist, sieht man im Vergleich der kreisfreien Stadt Köln mit dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. MV muss demnach weniger „Flüchtlinge“ aufnehmen als Köln. Bei den einen gäbe es Platz und ausreichend leerstehenden Wohnraum, bei den anderen improvisierte, nicht winterfeste Zeltquartiere und unbezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten mit prekären Einkommensverhältnissen. Wohnberechtigungsscheine bringen schon wegen des fehlenden Wohnraumes nichts.

Georg
6 Jahre zuvor
Antwortet  stillmann

Sie bringen mich wirklich zum Lachen, Stillman.

Ich greife also an, wenn ich in ruhigem und sachlichem Ton in einem Forum für Lehrer Fragen nach demokratieorientierender Bildung an Schulen stelle und nochmal nachhake, wenn ich auf eine derart wichtige Frage 2x keine Antwort bekomme, obwohl die Gefragte offensichtlich mitliest?

Muss ich erst pampig werden, um auf so eine Frage irgendeine Art von Replik zu bekommen?

Verzeihung, aber Sie machen sich lächerlich. Und gleichzeitig ist es bezeichnend für Sie, dass Sie mich angreifen und sich in keinem Stück mit dem Inhalt meines Posts und dem Artikel, unter dem Sie diskutieren auseinandersetzen.

Und zu ihrem arroganten Kommentar zu meinem“Gerede“: Sie haben in meinen Kommentar hineingelesen, was sie hineinlesen wollten und sich selbst kein Stück mit dem Artikel beschäftigt, sonst wäre ihnen diese, zu meinem Post so wunderbar passende Passage nicht entgangen:

Ein anderes wichtiges Element des kanadischen Integrationsregimes ist der Multikulturalismus, der sich als staatliche Praxis des Schutzes kultureller Identität wie auch als Ethos der Pluralität und der zwanglosen Integration von Immigranten beschreiben lässt. Er ist von der Idee geprägt, dass ethnisch-kulturelle Vielfalt keine Gefährdung der sozialen und politischen Integrität des Gemeinwesens darstellt, sondern eine Bereicherung, die es staatlich anzuerkennen und zu fördern gilt. Zuletzt im Multiculturalism Act aus dem Jahr 1988 wurde die Anerkennung und Förderung von verschiedenen Kulturen rechtlich festgeschrieben und der Schutz sprachlicher und ethnisch-kultureller Minderheiten auf eine Stufe mit dem Schutz des Kanons individueller Freiheitsrechte gestellt.[3] Um die beiden wesentlichen Ziele dieser Politik zu erreichen, namentlich die Toleranz für ethnisch-kulturelle Differenz und das Gebot der Chancengleichheit, sind sie durch eine umfassende und auch für die Arbeitsmarktintegration bedeutsame Antidiskriminierungsgesetzgebung ergänzt worden. So ist ein breiter gesellschaftlicher und politischer Konsens in Kanada darüber entstanden, dass Immigration wünschenswert ist und die gelungene Integration von Einwanderern zu einer unverzichtbaren normativen Selbstverpflichtung der kanadischen Gesellschaft gehört.

Und außerdem: Bitte werfen Sie doch noch einen Blick auf diesen Artikel, der sich mit dem kanadischen Schulsystem befasst. Auch da werden Sie all die Dinge finden, die dieses Land nicht hinbekommt und für die entstehenden sozialen Probleme allein die Migranten verantwortlich macht.

http://www.zeit.de/2008/35/B-Toronto

realo
6 Jahre zuvor

@Georg
Sie schwenken von der Flüchtlingspolitik zur Einwanderungspolitik und loben dabei Kanada. Dazu folgendes Zitat:
„Was gerade deutsche Politiker so reizvoll an Kanadas Ansatz empfinden, ist das klare Bekenntnis des Landes, die Einwanderung steuern zu wollen nach den wirtschaftlichen und sozialen Bedürfnissen des Landes. Daran hat sich auch mit der Reform nichts geändert. Das Prinzip bleibt. Es soll kommen, wer dem Land weiterhilft. Ein deutlich kleineres Kontingent ist darüber hinaus für Flüchtlinge reserviert und für Familienangehörige von Immigranten, die schon in Kanada arbeiten.“
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/kanadas-einwanderungs-punktesystem-wird-reformiert-13405077.html

Kanada hat also mit Flüchtlingen nicht viel am Hut. Für sie gibt es nur ein „deutlich kleineres Kontingent“.
Kommen soll, „WER DEM LAND WEITERHILFT“. Weil aber trotz Punktesystem auch Kanada in den vergangenen Jahren zunehmend Einwanderer verzeichnete, die dem Land nicht nützten, wurde das Einwanderungsgesetz mit seinem Punktesystem dieses Jahr geändert, d. h. nachjustiert.
Der Grundsatz ist geblieben: Wir Kanadier gehen nach dem Nutzen für unser Land und nicht nach Hilfsbedürftigkeit. Für die Integration bieten wir zahlreiche verpflichtende Maßnahmen an. Es wird gefördert und GEFORDERT. Vom Fordern reden wir nicht nur, sondern praktizieren es strikt.
Sie können doch nicht die gute schulische Unterstützung Kanadas für Einwandererkinder, die bis hin zum Einzelunterricht geht, von den kanadischen Gesamtbedingungen trennen. Das ist Rosinenpickerei.
Wenn schon, dann müssen Sie das ganze Modell akzeptieren, was für Deutschland bedeuten würde: Von den Leuten, die zu uns kommen, nehmen wir bis auf wenige humanitäre Fälle nur diejenigen auf, die unserem Land nützen. Für alle anderen bleiben die Grenzen geschlossen.
Denjenigen, die willkommen sind, helfen wir dann mit allen erdenklichen Mitteln, sich gut zu integrieren. Dazu zählen auch strikte Anforderungen, die bei Verweigerung zur Ausweisung führen.
Also: Sollen wir Kanadas Einwanderungs-Gesamtpaket mit dem geringen Kontingent für Flüchtlinge übernehmen, zu dem lobenswerte schulische Bedingungen für Kinder von meist gut gebildeten, integrationswilligen Eltern gehören?

Gegenüber „mehrnachdenken“ äußern Sie: „Bitte bleiben Sie doch beim Thema, sonst bekommt das Ganze so ein Geschmäckle.“ Dazu die Gegenbitte: Bleiben Sie doch selbst beim Thema und verzichten Sie auf durchsichtige Andeutungen, die diffamierend wirken!

Georg
6 Jahre zuvor
Antwortet  realo

Hallo Realo,

soweit ich mich erinnere geht es in diesem Forum um „Eine Bildungs-Offensive gegen die Hass-Kultur!“.

Mir geht es nicht darum, auf welche Art Menschen nach Kanada kommen und ob sie dort nach Nützlichkeit oder Bedürftigkeit Einlass finden und ob dieses Sortieren ein Vorbild für Deutschland sein sollte oder nicht.

Mir geht es um die Art und Weise des Umgangs mit den Newcomern, um das Selbstverständnis als Einwanderungsland und darum, wie sich genau dieses Selbstverständnis in z. B. der Gestaltung von Gesellschaft und vor allem Schule (und damit Bildung) wiederfindet. Genau in dieser Art des Selbstverständnisses liegt m. E. das Problem in Deutschland.

Aus welchen Gründen die Menschen kommen ist doch dabei relativ Wurst, deshalb zieht das Argument mit der Rosinenpickerei auch nicht: Wenn sie da sind, sind sie da und Schule musss einen Weg finden, damit umzugehen, ohne die Kinder zu benachteiligen und gleichzeitig für eine Gesellschaft zu sorgen, in der es nicht zu „Mord und Totschlag“ kommt, weil Front gegen Minderheiten gemacht wird.

Nochmal: Thema ist nicht die Gestaltung einer Einwanderungspolitik, also aus welchen Gründen Menschen nach Deutschland kommen und hier leben dürfen – das ist eine andere Diskussion und das Thema will ich hier auch nicht aufmachen.Wichtig finde ich die Frage des „Wie“ der Einbindung und die Gestaltung des Gemeinsamen z. B. durch Bildung.

Und damit wäre ich auch wieder bei Rita und Frau Prasuhn.

dickebank
6 Jahre zuvor
Antwortet  Georg

Das Problem ist der Egoismus der Bildungseliten, die alle, die nicht dem durchschnittlichen Lernverhalten entsprechen, als Lernhindernisse ihres eigenen Nachwuchses ansehen.

Dabei ist es egal, ob das Einheimische mit Förderbedarf oder Auswärtige mit fehlenden Kenntnissen der Unterrichtssprache sind. Ziel von grundschulischer Bildung ist das Erreichen der Gymnasialempfehlung – aus Sicht dieser Bildungselite. Ginge es nach diesen Bildungsexperten würde die seggregation schon bereits in der Grundschule einsetzen. In den Kitas hat sie es ja de facto schon, da die Eltern sich die Kita für ihren Nachwuchs selbst aussuchen können. Es geht also lediglich um Besitzstandswahrung.

xxx
6 Jahre zuvor
Antwortet  dickebank

Bedingt wäre eine Trennung oder zumindest eine individuelle Forderung (mit „O“ nicht mit „Ö“) innerhalb der Grundschule schon ganz sinnvoll. Viele der Gymnasiasten lernen in der Grundschule völlig unverschuldet das Lernen nicht, weil ihnen alles zugeflogen kommt, während andere trotz Abschaffen der schriftlichen Division trotz Bärchen- statt Zweier-Reihe, trotz Schreiben nach Gehör trotz Sprachförderung usw. am Kämpfen sind. Am Gymnasium rächt sich das nicht sofort, weil das Niveau in der Erprobungsstufe noch nicht sonderlich hoch ist, sondern ab Klasse 7 oder 8 mit richtigem Einsetzen der Pubertät. Dann geht es vielleicht noch nicht um die Versetzung, aber ich halte eine „3“ auf dem Zeugnis durch Nichtstun und zufrieden damit für mindestens genauso schlimm, wenn aus intellektuellen Gründen im gleichen Fach eine „2“ schon eher peinlich wäre.

dickebank
6 Jahre zuvor
Antwortet  xxx

Nur gut, dass die angeblichen Probleme von Gymnasiallehrern eindeutig nicht meine sind.

xxx
6 Jahre zuvor
Antwortet  xxx

War auch eher eine Anmerkung in Richtung Grundschule bzw. KiTa.

Georg
6 Jahre zuvor
Antwortet  dickebank

Dickebank, da ich bin ganz bei Ihnen!

Bernd
6 Jahre zuvor

Im Austeilen sind manche Mit-„Diskutanten“ in diesem Forum gut. Ob „Autist“, „Ideologe“, „Verleumder“, das ganze Arsenal an Beleidigungen wird über Andersdenkende ausgekippt. Was das Einstecken angeht, sind dieselben Personen dann plötzlich seeeehr empfindlich. Was ist eigentlich so schwer daran, sich klar gegen jeden politischen Radikalismus zu wenden und auf dieser Basis sachlich zu diskutieren? Damit wäre doch jegliche Vermutung, die Betroffenen würden mit radikalen Positionen kokettieren, hinfällig. Frau Prasuhn hat – nachdem sie in früheren Foren schon mal kategorisch jede Gefahr von rechts verneint hat und stattdessen die „Meinungsdikatur“ des „Mainstreams“ beschworen hat – sich endlich doch mal dazu herabgelassen, eine Bedrohung (auch) durch Rechtsextreme einzuräumen. Immerhin.

Achtung, bittere Ironie: In den vergangenen Wochen wurden ja auch erst mehrere Dutzend Asylbewerberheime angezündet, und es hat in dieser Zeit ja auch nur einen Mordversuch an einer Politikerin gegeben. Solingen? Mölln? Rostock? Hoyerswerda? NSU? War da was? Habe ich jetzt vergessen. Aber wenn Linke mit Kastanien herumwerfen, jaha, da schaut das Lügen-Fernsehen nicht hin. Dass man miiiiiir Radikalismus vorwirft, nur weil ich sehr viel Verständnis habe für die vielen, höchstens ein bisschen braunen Flüchtlingsgegner mit ihren hübschen völkischen Fahnen, das ist unerhört. Wie bitte, ich kriminalisiere Ausländer, nur weil ich widergebe und als seriöse Information verkaufe, was ich an überzeugenden Vermutungen in einem rechtspopulistischen Blog gelesen habe? Ein bisschen Hetze wird man doch wohl noch äußern dürfen in diesem Land. Gehört ja schließlich mir.