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Was wir jetzt brauchen: Eine Bildungs-Offensive gegen die Hass-Kultur!

Eine Analyse von ANDREJ PRIBOSCHEK.

DÜSSELDORF. Die deutschen Schulen leisten weitaus mehr, als ihren Schülern Wissen zu vermitteln. Natürlich erziehen sie den Nachwuchs auch (mit); die Schule ist neben dem Elternhaus der wichtigste Sozialisationsort. Gut so! Nirgends können Kinder das Miteinander in einer größeren Gruppe besser lernen als im Klassenverbund. Lehrer sind – nach den Eltern und den Großeltern – die prägendsten Vorbilder für Unter-14-Jährige, wie eine Unicef-Umfrage unter Kindern im vergangenen Jahr ergab. Für Hans Bertram, Bildungsforscher an der Berliner Humboldt-Universität, sind die guten Noten für die Lehrer Ausdruck der wachsenden Bedeutung persönlicher Bindungen. „Die Welt wird immer flüchtiger und virtueller“, sagte der Professor laut „Südwest Presse“. „Kinder suchen nach Menschen, die auch morgen noch für sie da sind.“

"Mischpoke": Schild eines Demonstranten auf einer Pegida-Veranstaltung am 5. Januar in Dresden. Foto: Metropolico / flickr (CC BY-SA 2.0)

„Mischpoke“: Schild eines Demonstranten auf einer Pegida-Veranstaltung am 5. Januar in Dresden. Foto: Metropolico / flickr (CC BY-SA 2.0)

Alles in allem scheint die Erziehungspartnerschaft von Schule und Elternhaus, trotz immer wieder zu hörenden Stoßseufzern über die jeweils andere Seite, gut zu funktionieren. So attestiert die aktuelle Shell Studie der jungen Generation in Deutschland ein großes Verantwortungsbewusstsein. Die meisten haben weniger Angst vor dem Fremden, sondern vielmehr vor der Fremdenfeindlichkeit. 82 Prozent finden den Wert „Die Vielfalt der Menschen anerkennen und respektieren“ wichtig. Auf eine solche Jugend können wir durchaus stolz sein.

Allerdings fühlen sich rund 15 Prozent der Jugendlichen abgehängt. Sie sehen keine Perspektive für sich. Auf diesem Nährboden gedeiht keine Toleranz.

Womit wir beim Thema wären. Offenbar gibt es nach wie vor einen schlecht bis gar nicht integrierten Teil der Gesellschaft, der seinen Nachwuchs aus Schulversagern rekrutiert. Die Ränder – ob links- oder rechtsradikal oder islamistisch geprägt – fransen aus. Die Folge ist ein Verlust an demokratischer Kultur, der etwa beim aktuellen Großthema Flüchtlingspolitik zu einer beispiellosen Hetze- und Hasswelle führt, der aber auch vorher schon zu beobachten war. Wer viel in sozialen Netzwerken unterwegs ist, erfährt einiges über die Kommunikationskultur in Deutschland. Um die ist es nicht zum Besten bestellt. Cybermobbing, also das Drangsalieren von Menschen im Internet, ist mittlerweile so weit verbreitet, dass schon ein Drittel aller Schüler davon betroffen war. Ein Massenphänomen, das zunächst die Ränder erfasst (und dort wohl auch seine aggressivsten Formen annimmt), aber heute schon bis weit in die Mitte der Gesellschaft reicht.

„Viele Kinder und Jugendliche trauen sich in der scheinbar anonymen virtuellen Welt eher, eigene Angriffe gegen andere, Beleidigungen oder Bloßstellungen von Menschen zu vollziehen“, so heißt es bei der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Dabei gibt es einen fließenden Übergang von „Spaß“ oder „Neckereien“ zur Gewaltausübung im Sinne von Mobbing. Mit Aussagen wie „Das war doch nicht ernst gemeint, das war nur Spaß“ verdeutlichen junge Menschen, dass ihnen häufig das notwendige Unrechtsbewusstsein, die erforderliche Sensibilität für ihr eigenes Handeln fehlt. Andererseits erleben sie in Schule, sozialem Umfeld, Medien und Politik Erscheinungen und Personen, die durch vergleichbares Handeln den Eindruck entstehen lassen, dass es „in Ordnung“ sei, andere bloßzustellen oder zu beleidigen.“

Nicht Unrecht hat wohl auch der Schauspieler und Filmproduzent Til Schweiger, der sich für Flüchtlinge engagiert und dafür üble Beleidigungen auf seiner Facebook-Seite erntete. Die meist anonymen Absender solcher Botschaften seien Menschen, meint er, die „keine Phantasie haben und in irgendwelchen Reality Shows sehen, wie sich stumpfe Leute gegenseitig beleidigen, heruntermachen und dissen.” Das deutsche Fernsehen trage seinen Teil dazu bei, dass Leute so abgestumpft seien. Und für so manchen nicht-integrierten Jugendlichen, so möchte man ergänzen, gibt es eben keine anderen Vorbilder als die aus dem Trash-TV.

Die Folgen einer solch blühenden Hass-Kultur: Schwächere werden schnell zu „Opfern“, Andersdenkende zu „Feinden“. Die Medien „lügen“. Und Politiker, ohne die es in einer Demokratie ja nunmal nicht geht, sind allesamt „Volksverräter“ oder Schlimmeres.

Diesem Trend zur kommunikativen Verwahrlosung, der ja oft genug Taten folgen, sollten wir uns energisch entgegenstellen. „Wir“ meint dabei alle relevanten gesellschaftlichen Kräfte (also auch uns, die Medien) und nicht allein die Schulen. Die Lehrerinnen und Lehrer benötigen die Unterstützung der Eltern. Und sie bedürfen der Hilfe durch die Politik.

So, wie es nach dem TIMMS-Schock in den 90-er Jahren großangelegte Initiativen zur Verbesserung der naturwissenschaftlichen Bildung gab, so, wie nach dem PISA-Schock in den 00-er Jahren dann massiv in Lese- und Sprachförderung investiert wurde, so nötig ist es nun, eine Offensive in Sachen politischer Bildung zu unternehmen. Es gibt viele hervorragende Ansätze in Schulen, ob es sich um aktiv gelebte Formen der Schülermitwirkung handelt oder um Projekte zur Kommunikationskultur im Internet. Die sind aber in der Regel nicht vernetzt und bauen zudem allzu häufig auf das persönliche Engagement einzelner Lehrkräfte. Hier gilt es zu systematisieren – und die Schulen personell entsprechend auszustatten.

Oder, um es konkreter zu machen: Dringender als zum Beispiel der von der SPD derzeit geforderte verpflichtende Informatik-Unterricht, der die Technik des Internets in den Vordergrund stellt, wäre ein wertegebundener Demokratie-Unterricht, der Kommunikations- und Streitkultur (natürlich auch im Netz) vermittelt. Und – noch weitaus wichtiger! – eine Schüler-Lehrer-Relation an den Schulen, die persönliche Bindungen möglich macht. Und die Lehrern eine Vorbild-Rolle ermöglicht.

Nebenbei: Wir haben in den nächsten Jahren Hundertausende von Flüchtlingskindern einzugliedern, die aus Ländern kommen, in denen demokratische Gepflogenheiten nicht gelten. Auch ihnen müssen wir vermitteln, wie der Interessenausgleich in der Zivilgesellschaft funktioniert. Scheitern wir dabei, wird das die Ränder weiter wachsen lassen.

Zum Beitrag: Kulturvertreter warnen vor eskalierender Fremdenfeindlichkeit in Sachsen – Tumulte vor Grundschule

289 Kommentare

  1. klingt als wollten Sie sagen: irgendwer muss das machen, was „früher“ (wenn’s gut lief) die Eltern und die Kirche gemacht haben.

    • Lieber Pälzer,

      stimmt – wobei heute, im Zeitalter von Trash-TV und vermeintlicher digitaler Grenzenlosigkeit, Eltern und Kirche wohl auch dann überfordert wären, wenn sie als Wertevermittler nicht ohnehin an Bedeutung verloren hätten.

      Herzliche Grüße
      Andrej Priboschek

  2. Christian Möller

    Zitat: „Die meisten haben weniger Angst vor dem Fremden, sondern vielmehr vor der Fremdenfeindlichkeit. 82 Prozent finden den Wert „Die Vielfalt der Menschen anerkennen und respektieren“ wichtig.

    Tut mir leid, aber das hört sich für mich nicht authentisch an, sondern nach frommer, erwünschter Antwort.

  3. Zitat: „Die Lehrerinnen und Lehrer (…) bedürfen der Hilfe durch die Politik.“

    Weniger als Studien und Forderungen, die zusätzlich in die Schulen getragen werden (siehe Timms, Pisa, VERA), helfen Ressourcen, die den Lehrkräften die Chance geben, sich wirklich um die Integration aller kümmern zu können.

    Dabei geht es vorrangig um den Spracherwerb, sicher im Anschluss auch um Werteerziehung,
    immer aber darum, dass innerhalb der Schule vorbildlich gehandelt werden kann.
    Dies wird aber nur gelingen, wenn Lehrkräfte nicht den Eindruck bekommen, wie bei den anderen Themen auch (nicht nur Inklusion und Medien), allein gelassen zu werden.

    Mit der Empfindung, durch Hilfe und Unterstützung den Rücken gestärkt zu bekommen, nimmt man eine Herausforderung viel leichter an.

  4. Aus dem Focus:
    Buschkowsky: Zehn Millionen Flüchtlinge bis 2020

    Der frühere Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Heinz Buschkowsky (SPD), sieht angesichts unterschiedlicher Wertvorstellungen Probleme bei der Integration von Flüchtlingen.

    „Noch nie hat es in so kurzer Zeit einen so großen Zustrom an Menschen aus anderen Kulturkreisen gegeben“, sagte er dem Magazin „Focus“. „Das wird unsere Gesellschaft heraus- und vielleicht auch überfordern.“

    Buschkowsky fürchtet demnach, dass ein starker Anstieg der Zahl der Muslime zu Schwierigkeiten führen könnte. Er rechnet mit zehn Millionen Flüchtlingen bis 2020.

    Viele Asylsuchende „kommen aus Ländern mit einer völlig anderen Wertestruktur“, sagte er dem Magazin. Eine „vordemokratische widerspruchslose Gehorsamspflicht einer gottgegebenen Ordnung“ passe nicht zur deutschen Gesellschaft. „Die muslimische Weltsicht ist mit dem demokratisch-westlichen Wertekanon nicht kompatibel“, stellte Buschkowsky fest. © dpa

    Ist das jetzt Panikmache oder eine realistische Einschätzung?

  5. Es geht in Richtung Hetze. Denn wieso ist dann die „vordemokratische widerspruchslose Gehorsamspflicht einer gottgegebenen Ordnung“ á la Katholische Kirche nicht genauso inkompatibel mit dem demokratisch-westlichen Wertekanon?

    Buschkowsky schürt Angst, indem er zu erwähnen vergisst: Millionen von Muslimen leben friedlich in Europa und den USA. Konflikte gibt es nicht mit dem Islam, sondern mit einem (politischen) Islamismus, der den Koran benutzt, um seinen Steinzeit-Faschismus zu legitimieren. Die Menschen, die jetzt nach Deutschland kommen, sind dessen Opfer! Hier werden Täter und Opfer vermischt – und das ist schäbig.

    Auch Buschkowskys Schätzung, wie viele Flüchtlinge bis 2020 nach Deutschland kommen, ist – gelinde gesagt – unseriös. Woher will der ehemalige Bezirksbürgermeister von Neukölln wissen, wie viele Menschen in den nächsten fünf Jahren nach Deutschland kommen? Verfügt er über besondere Informationen, etwa den Kriegsverlauf in Syrien betreffend? Wohl kaum.

    • Sie haben Ihre Sichtweise, ich habe meine. Beide sind nicht vereinbar.
      Nun habe ich mit beiden Kirchen nicht viel „am Hut“. Dennoch frage ich mich gerade, ob Sie mit Ihrer Bemerkung zur katholischen Kirche nicht gewaltig über das Ziel hinausschießen. In Ihren Augen mögen bestimmte Positionen dieser Institution ja erzkonservativ sein, aber überhaupt anzuweifeln, dass die katholische Kirche nicht auf dem westlich-demokratischen Wertekanon stehen könnte, halte ich für ungeheuerlich.
      Meinen Sie evtl. die katholische Kirche der Kreuzzüge und Scheiterhaufen?

      Ich schließe mich den Worten von „U. Prasuhn “ an und meine auch, dass der ehemalige Bezirksbürgermeister von Neukölln hautnah und jeden Tag erlebte, wie schwierig die Integration von muslimisch geprägten Migranten sein kann und auch nicht immer gelingt. Oft genug beklagte er die Zustände in seinem Bezirk. Ihm gehört mein ganzer Respekt, dieses immer wieder mutig angesprochen zu haben. Verfügen auch Sie über ähnliche Erfahrungen aus Ihrer praktischen Arbeit vor Ort?

      Schließlich hinkt aus meiner Sicht der Vergleich mit den USA.
      Hat es dort auch einen vollkommen ungesteuerten Zustrom von vielen hundertausend Menschen in wenigen Wochen aus einer ganz anderen Kultur gegeben?
      Nein, die USA sind ein Einwanderungsland. Wie in Kanada kommen dort nur Menschen ins Land, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen.

      Ich danke „U. Prasuhn“ für ihren Hinweis auf Klaus v. Dohnanyi und dessen Aussage, dass ein ernsthaftes Problem für die Demokratie entsteht, wenn alle nur dem „Mainstream“ folgen.

      • Es gibt nur eine Katholische Kirche, zu deren Geschichte eben auch die Kreuzzüge und die Scheiterhaufen gehören. Aber man muss gar nicht so tief in die Vergangenheit zurückgehen. Die Katholische Kirche beruft sich auf ein absolutes göttliches Recht – und leitet daraus ihr Handeln ab, das keineswegs dem westlichen Wertekanon entspricht (Gleichberechtigung der Frau?) Der Papst wird, wie alle anderen kirchlichen Würdenträger auch, in einem undurchsichtigen Verfahren bestimmt. Soll heißen: Religion ist per se „vordemokratisch“ – das betrifft nicht nur den Islam. Warum also sollen Muslime nicht genauso gute Staatsbürger in einer Demokratie sein können wie Katholiken?

        Der kulturelle Unterschied, der von Buschkowsky und anderen beschworen wird, ist in Wirklichkeit ein sozialer. In einem sozialen Brennpunkt wie Neukölln sind Deutschstämmige keinen Deut integrierter als Migranten.

        Und, falls Sie es noch nicht gemerkt haben, (West-)Deutschland ist ebenfalls Einwandererland – seit Jahrzehnten bereits. 20 Prozent der deutschen Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Interessanterweise leben 95 Prozent davon in Westdeutschland und Berlin. Ist ja bekannt: In Sachsen, wo Pegida derzeit das Abendland rettet, gibt es fast keine eingewanderten Menschen. Das wird sich nun ändern, ob viele Bürger dort das wollen oder nicht. Die Alternative: Grenzzäune und Soldaten allerorten. Dann würde aber weitergehen, was seit 1990 zu beobachten ist: Sachsen verliert stetig seine (jungen) Bürger, seit 1990 bereits 15 Prozent. Ein aussterbendes Land.

        • Sicher nicht „Grenzzäune und Soldaten allerorten“. Ich erwarte aber eine kluge und vorausschauende Politik, auch und vor allem von der Bundeskanzlerin. Die aktuelle Lage ist ja nicht „vom Himmel gefallen“.
          ALLE maßgeblichen UNABHÄNGIGEN EXPERTEN stellen deshalb der westlichen Staatengemeinschaft und auch der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus. In Bezug auf die Politik nach dem so genannten arabischen Frühling wird nicht selten von einem Totalversagen der maßgeblichen Politiker gesprochen.

          Gestern befasste sich die Sendung „Unter den Linden“ auf Phönix mit dem Türkei – Besuch der Bundeskanzlerin. Aufschlussreich, dass sich sowohl ein ehemaliger hoher General als auch der außenpolitische Sprecher W. Gehrcke (DIE LINKE) in ihrer Analyse erstaunlich einig waren, dass Frau Merkel ihre falsche und planlose Politik leider fortsetzt.

          Falls Sie die Gesprächsrunde nicht gesehen haben, können Sie es nun nachholen. Sehr empfehlenswert!

          Pardon, das Video kommt sofort.

        • Hallo Bernd,
          Sie schrieben: „Warum also sollen Muslime nicht genauso gute Staatsbürger in einer Demokratie sein können wie Katholiken? “
          Wie deuten Sie den bisherigen Verlauf des „arabischen Frühlings“ in Ägypten und Lybien, die Entwicklung in der Türkei, VAR, Saudi-Arabien, Jemen, Sudan, Tunesien, Marokko, Pakistan?

          • Naja, da gibt es schon Unterschiede. Die (trotz aller Probleme) demokratischen Staaten Türkei und Tunesien sind nicht mit Bürgerkriegsländern wie Libyen oder Syrien vergleichbar, ein autokratisches Regime wie Ägypten nicht mit einer Demokratie wie Indonesien, immerhin der viertbevölkerungsreichste Staat der Erde und ebenfalls vorwiegend muslimisch. Die Konfliikte in den Chaos-Staaten reichen tief – und haben auch mit Eingriffen des Westens oder Russlands zu tun: ob es sich dabei um Kriege handelt (Afghanistan, Irak) oder um das Öl, das Wüstenscheichs plötzlich zu Milliardären und Staatsführern gemacht hat, die keinerlei Interesse an Demokratisierung und Bildung haben.

            In China oder Russland gibt es auch keine Demokratie, trotzdem kommt keiner auf die Idee, „dem Chinesen“ oder „dem Russen“ grundsätzlich eine kulturelle Demokratieunfähigkeit zu unterstellen.

            Und, was „mehrnachdenkens“ Vorwurf an die Bundeskanzlerin betrifft: Es ist absurd angesichts der komplexen Gemengelage und der Dimension der Probleme, Frau Merkel das Scheitern des arabischen Frühlings oder die Kriege in Afrika anzulasten. Dann müsste sie heute auch mal eben den Klimawandel abstellen – denn dessen Folgen, soviel ist bereits absehbar, werden weitere Völkerwanderungen auslösen.

          • Offensichtlich haben Sie sich das Video auf Phönix nicht angesehen.
            Sicher ist die falsche Politik Frau Merkel nicht alleine anzulasten. Aber leider kamen und kommen von ihr auch keine gute Ideen.
            Im Gegenteil: Ihr Alleingang in Sachen „Flüchtlinge“ hat einen sowieso schon bestehenden Riss in der EU der 28 Staaten noch vertieft.

          • Da mir das Cameron-Europa besser erscheint als das Kohl-Europa, finde ich den Effekt der dt. Flüchtlingspolitik auf die anderen EU-Länder gar nicht so schlecht, denn da ist der Gedanke neu erwacht, dass Staaten doch noch souverän handeln können und nicht dem EU-Stärksten buckeln müssen.

      • @Bernd
        Ich erwähnte, dass mich „Kirche“ im Allgemeinen und die katholische Kirche im Besonderen nicht sonderlich interessiert.
        Deshalb habe ich Ihre Einschätzung (undemokratische Strukturen in der katholischen Kirche) etwas zu vorschnell als „ungeheuerlich“ bezeichnet.
        Da liege ich falsch!

        Allerdings gebe ich Folgendes zu bedenken:
        Wir sprechen in Deutschland von einem säkularen Staat, also der Trennung von Staat und Kirche. Die Richtlinien der Politik werden bei uns nicht vom Papst bestimmt. Dafür gibt es weltlliche Mandatsträger. Wie groß ist also der politische Einfluss der katholischen Kirche in Deutschland?

        Vollkommen anders sehe ich es aber in zahlreichen muslimischen Ländern. Wie groß ist dort der Einfluss der Religion auf staatliches Handeln oder zugespitzter formuliert: Bestimmt dort nicht die Religion in hohem Maße staatliches Handeln und das gesellschaftliche Leben?

        Bedenken Sie bitte auch, dass es sich bei der katholischen Kirche um eine Weltreligion handelt, deren „Chef“ in Rom sitzt und von dort aus die Richtlinien bestimmt. Wie hoch schätzen Sie also die Chancen ein, jenseits der päpstlichen Vorgaben in Deutschland mehr demokratische Strukturen in der deutschen katholischen Kirche umzusetzen?

        • Ehrlich gesagt – keine Ahnung. Mir geht es nur darum festzuhalten, dass jemand ein guter Katholik und gleichzeitig ein guter Demokrat sein kann, obwohl zwischen Katholizismus und Demokratie doch eine kulturelle Lücke klafft. Genauso ist das mit dem Islam. Ein Mensch kann Moslem und gleichzeitig Demokrat sein, auch wenn im Koran vom Bundestag keine Rede ist. Entscheidend ist hüben wie drüben nur eins: die Anerkennung der Trennung von Kirche bzw. Religion und Staat. Und die ist für die allermeisten Katholiken wie für die allermeisten im Westen lebenden Muslime selbstverständlich.

          • Ich bin mit der deutschen Grundgesetz-Ordnung, die ja bekanntlich keine Trennung von Kirche und Staat vorsieht, sondern eine Mitwirkung der Kirchen in der Gesellschaft, ganz zufrieden, und finde weder die US-am. noch die französische oder türkische besser.

  6. danke bernd, du sprichst mir aus dem herzen!

  7. @mehrnachdenken
    Hern Buschkowsky halte ich für einen redlichen Mann, dessen Meinung mir wichtig ist. In meinen Augen ist er Realist aus Erfahrung als Oberbürgermeister des Berliner Multi-Kulti-Stadtteils Neukölln. Er weiß im Gegensatz zu anderen, wovon er spricht. Panikmache halte ich nicht für sein Ding.
    Manchmal mache ich mir Sorgen, dass er sich mit seinen mutigen Worten, die oft gar nicht in die politische und mediale Landschaft passen, angreifbar macht. Im Moment ist die Bezeichnung „Brandstifter“ en vogue. Sie könnte auch ihn treffen.
    Klaus von Dohnanyi (SPD), den ich ebenfalls sehr schätze, hat vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“ gesagt: „„Keiner widerspricht dem Mainstream – daraus aber entsteht ein ernsthaftes Problem für die Demokratie.“
    Das sehe ich genauso.

  8. Das muss ich auch sagen: Ich hatte in den letzten 25 Jahren seit der Wiedervereinigung noch nie so sehr wie jetzt das Gefühl, dass die veröffentlichte Meinung nicht die öffentliche Meinung ist.

  9. Ich frage mal so nebenbei: Welcher unserer „führenden Politiker“ würde eigentlich jetzt noch für direkte Demokratie (Volksabstimmungen) eintreten?

  10. Ich habe ja immer schon gesagt: Für Volksabstimmungen treten immer die ein, die die Mehrheit hinter sich wissen.

    Gerhard Schröder hatte wenigstens den Mut, seine Politik (ging es um die Agenda 2010 ???) in einer vorgezogenen Wahl zur Abstimmung zu stellen. Allerdings verlor er dann, das wird sicher allen anderen Politikern eine Lehre gewesen sein. 😉

  11. Ich halte mich in dieser Debatte eigentlich zurück. Aber ich muss das mal loswerden. Der Hauptfehler war meiner Meinung nach, dass Deutschland bzw. Europa, ja eigentlich die Weltgemeinschaft die Nachbarstaaten Syriens im Stich gelassen haben, als dort in den letzten Jahren Millionen Flüchtlinge Unterschlupf gesucht haben. Es ist doch das Normalste von der Welt, dass man erst einmal „nicht so weit weg“ flieht – in der Hoffnung, dass man bald zurückkehren kann. Damals hat, jetzt sage ich mal Europa die Nachbarländer Syriens mit dem Problem der Unterbringung und Versorgung alleine gelassen (bis auf ein paar Almosen vielleicht, die noch gekürt werden sollten). „Ist ja nicht unser Problem“, hat man vermutlich gedacht. Aber nun ist es „unser Problem“ geworden und statt ein paar Millionen kostet es uns Milliarden ! Da haben unsere Politiker versagt !!!

    Aber es hilft uns natürlich momentan nicht festzustellen, wer schuld ist. 🙂 Nur gesagt haben möchte ich es auch mal. Ich glaube, dass die jetzigen Aktionen, die Flüchtlinge doch in den Nachbarländern festzuhalten, wenig helfen werden. Die Fluss ist in Gang gekommen. Jeder, der hierher kommt, zieht zehn andere nach – nicht nur seine Familienangehörigen, einfach, indem er den Abwartenden und Zögernden sagt, dass es in Deutschland tausendmal besser ist als in den Flüchtlingslagern in Jordanien, Libanon, Türkei. Und das ist es ja auch. Egal, wie viele Millionen oder Milliarden jetzt noch in die Türkei fließen werden. Die Menschen kommen trotzdem. Das ist nicht mehr aufzuhalten, jedenfalls mit friedlichen Mitteln (nicht falsch verstehen, Gewalt lehne ich auch ab !!!). Und wie könnte ich jemandem raten, dort zu bleiben, wo ich selber auch nicht leben will ?!?

    Das macht mir alles große Sorge, ehrlich gesagt. Die Phrasen der Politiker im Fernsehen überzeugen mich nicht. Ich habe das Gefühl, sie tun nur leugnen, beschönigen, kleinreden !!! Das Ganze war auch bei den Russlanddeutschen so in den 1990-er Jahren (und ich bin nicht dagegen, dass sie nach Deutschland gekommen sind !!!). Da hat man sich, als es plötzlich Hunderttausende pro Jahr wurden, auch alles Mögliche ausgedacht, um das einzudämmen. Hilfe in der Heimat, Sprachtests vor Ort usw.-usw. Aber das hat nichts geholfen. Letztlich sind sie doch (fast) alle gekommen. Millionen ! Und da ich allerhand von ihnen kenne, kann ich sagen, was sie untereinander erzählten. Das war so: „Worauf wartet ihr noch? Hier (in Deutschland) ist es besser als dort (Ex-Sowjetunion). Da haben ein paar neue Straßen, erweiterter Deutschunterricht, neu gebaute Bäckereien u.dgl. mehr auch nichts mehr gebracht. Der Zug war ins Rollen gekommen und konnte nicht mehr aufgehalten werden.

    Und das ist auch jetzt so.

    Hm, ich habe keine Ahnung, wie das weitergehen soll.

    • Auch Sie frage ich, ob Sie die gestrige Aufzeichnung von „Unter den Linden“ (20.10./ 09.40 h gesehen haben? Dort wird Ihre Sichtweise in großen Teilen bestätigt.

      Der Türkei – Besuch von Frau Merkel wird scharf kritisiert, weil er womöglich lediglich Wahlhilfe für den türkischen Präsidenten bedeutet, aber ansonsten keines der dringenden Probleme löst.

      Die legale Einreise vieler Russlanddeutsche in den 90er Jahren unterscheidet sich m.E. in einigen Pkt. deutlich von der aktuellen Flüchtlingswelle:

      – Im weitesten Sinne handelte es sich um Deutsche, also um Menschen aus unserem Kulturkreis,
      – da kamen nicht plötzlich Hundertausende, sondern es reiste eine überschaubare Anzahl kontrolliert ein,
      verteilt über einen längeren Zeitraum,
      – es war absehbar, wann der Zustrom aufhören würde – auch, weil es keinen nennenswerten Zuzug von
      Familienangehörigen gab.

  12. (Bitte Tippfehler zu entschuldigen.)

  13. @sofawolf
    Ich teile Ihr Gefühl, dass zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung eine Kluft besteht, die mir von Tag zu Tag größer zu werden scheint. Das kann für wachsenden Sprengstoff in der Gesellschaft sorgen.

  14. @A. Priboschek
    Wenn wir „eine Bildungs-Offensive gegen die Hass-Kultur“ brauchen, wie Sie meinen, dann aber bitte eine, die in beide Richtungen geht.
    Mir bereitet nämlich die hasserfüllte Diffamierung der Kritiker an der Flüchtlingspolitik oder am orthodoxen Islam nicht weniger Sorge als die zunehmenden Hassdelikte gegen Fremde – egal welcher Couleur.
    Einseitige Parteinahme bedeutet, einen Teil der Bevölkerung gegen den anderen aufzuwiegeln. Wer sich unverstanden und zu Unrecht beschimpft fühlt, neigt zu Gegenreaktion und Radikalisierung. Druck erzeugt nun mal Gegendruck und kann auch als „Hetze“ oder „Brandstiftung“ bezeichnet werden – nur von der Gegenseite.
    Kein vernünftiger Mensch wird annehmen, dass sich große Teile der Bevölkerung immer mehr Einschränkung ihrer Meinungsfreiheit gefallen lassen durch willkürliche Hass-Unterstellungen je nach Fantasie und Geschmack der Meinungsgegner.
    Eine „Bildungs-Offensive gegen die Hass-Kultur“ muss eine wohlüberlegte und vor allem ausgewogene Sache sein, damit nicht auch die Schule Indoktrination betreibt, die unsere Freiheitsrechte und den gesellschaftlichen Frieden gefährdet.
    Nehmen wir es also ernst mit dem, was Sie zum Schluss Ihrer Analyse sagen, Herr Pribischek, dass wir den Schülern vermitteln müssen, „wie der Interessenausgleich in der Zivilgesellschaft funktioniert“. Im Moment scheint mir da eine erhebliche Schieflage zu bestehen, die einen Interessenausgleich zur leeren Worthülse macht.

    • Sehr geehrte Frau Prasuhn,

      es tut mir leid, aber ich kann die von Ihnen beschriebene „Einschränkung der Meinungsfreiheit durch willkürliche Hass-Unterstellungen je nach Fantasie und Geschmack der Meinungsgegner“ nirgends feststellen. Wir reden hier nicht über Geschmacksfragen. Wenn Flüchtlinge als „Kakerlaken“ bezeichnet werden oder zu Politikern geschrieben wird „hängt sie auf“, dann ist die Grenze des Erträglichen erreicht. Die Grenze der Meinungsfreiheit, die immer da endet, wo die Würde des Gegenübers beginnt, sowieso. Zu welchen Folgen diese widerliche und feige Stimmungsmache beiträgt, haben wir am Wochenende in Köln erlebt. Montags werden bei Pegida die Galgen herumgetragen, fünf Tage später wird dann zugestochen.

      Wenn Sie eine „erhebliche Schieflage“ in der Politik festzustellen meinen, dann stehen Ihnen – angefangen von diesem Forum bis hin zu Demonstrationen oder der Mitwirkung in einer Partei – in Deutschland zahlreiche Möglichkeiten zu Verfügung, darauf aufmerksam zu machen und die Situation mit demokratischen Mitteln zu ändern.

      Ich bin kein Freund der „Bild“-Zeitung, aber die Dokumentation von übelsten, menschenverachtenden Posts in den sozialen Medien – mit vollem Namen der Urheber – halte ich für eine gelungene Aktion. Schauen Sie sich den geistigen Dreck der Hetzer doch mal an: http://www.bild.de/news/inland/social-media/internet-hetzer-erste-anzeigen-43080816.bild.html

      Hier brauchen wir, um mit den Worten des damaligen Kanzlers Gerhard Schröder im Jahr 2000 nach dem Brandanschlag auf eine Synagoge zu sprechen. einen „Aufstand der Anständigen“.

      Herzliche Grüße
      Andrej Priboschek

      Herausgeber news4teachers

      • Beim „Aufstand der Anständigen“ wäre zu fragen, ob es den auch gegen linke Hetze gibt oder geben sollte? Nie werden übelste Hassausbrüche, die jeder in linksextremen Foren massenweise nachlesen kann, im Fernsehen oder einer großen Zeitung veröffentlicht.
        Ist eine so einseitige Veröffentlichung „geistigen Drecks der Hetzer“ zu billigen? Und hat sie tatsächlich etwas mit „anständig“ zu tun?
        Extremismus gehört immer auf die Anklagebank. Geschieht das nur einseitig, ist das ein unseriöses und brandgefährliches Spiel mit dem Feuer.

      • Es ist nicht die Aufgabe der Medien, auch noch so üble Pamphlete an den Pranger zu stellen. Dafür gibt es in unserem Rechtsstaat die Staatsanwaltschaft.
        Möchten Sie Zustände wie in den USA haben, wo bspw. Sexualstraftäter keine Chance der Rehabilitation haben, weil sie mit vollem Namen und Adresse im Internet stehen und damit jederzeit angreifbar sind?

        Gerade die „Blöd“ – Zeitung – verzeihen Sie bitte, von „Bildung“ kann bei diesem Boulevarblatt wohl nicht gesprochen werden – fühlt sich zum Tugendwächter berufen?
        Das selbe Schmierblatt, das in den zurückliegenden Jahrzehnten so manchen Bürger durch seine vernichtende Berichterstattung existentiell vernichtete (aktuell H. Kachelmann) oder gar in den Tod trieb? Mich würde interessieren, wie G. Wallraff diese Aktion findet.

        Was einige User – auch noch mit voller Namensnennung – auf Facebook an übelsten Abscheulichkeiten posten, macht mich geradezu fassungslos. Was ist passiert, dass sie so hasserfüllt schreiben?
        Allerdings: Auch besagte Zeitung ist in ihrer Wortwahl nicht immer zimperlich (sh. Berichte über Griechenland) und schon deshalb überhaupt nicht glaubwürdig, wenn sie nun ganz oben auf der Empörungswelle „reitet“!!

        • Lieber mehrnachdenken,

          doch, das ist (auch) Aufgabe der Medien. Der Vergleich mit den USA hinkt: Dort werden die Sexualstraftäter ja gerade vom Staat an den Pranger gestellt.

          Hier hat eine Zeitung (über deren sonstigen Gehalt unser Urteil sicher nicht allzu weit voneinander entfernt ist) nichts anderes getan, als einige über Facebook ohnehin veröffentlichte Posts zu dokumentieren. Facebook ist ja kein privater Raum. Wer dort seine Kommentare unter voller Namensnennung abgibt, will ja, dass sie gelesen werden. Und das passiert jetzt eben auch.

          Herzliche Grüße
          Andrej Priboschek

          Herausgeber news4teachers

      • @Redaktion (Priboschek)
        Heute lese ich zur neusten Allensbacher Umfrage: „43 Prozent der Befragten sind überzeugt, man dürfe seine Meinung bezüglich der Asylpolitik in Deutschland nicht frei äußern und müsse vorsichtig sein, was man wem sagen könne.“

        Wie verträgt sich das mit Ihrer Aussage „es tut mir leid, aber ich kann die von Ihnen beschriebene „Einschränkung der Meinungsfreiheit durch willkürliche Hass-Unterstellungen je nach Fantasie und Geschmack der Meinungsgegner“ nirgends feststellen.“

        Spinnen diese 43 Prozent, sehen sie Gespenster? Diese Leute fühlen sich in ihrer Meinungsfreiheit doch offensichtlich eingeschränkt durch hässliche (rassistische und fremdenfeindliche) Deutung ihrer Worte.

        • Sehr geehrter m. n.,

          nur weil 43 Prozent das laut Allensbach meinen, muss das nicht stimmen. Mal ernsthaft: Welche Konsequenzen drohen denn jemandem, der eine kritische Haltung zur Asylpolitik kundtut, und dabei die demokratischen Spielregeln einhält (also keine Volksverhetzung betreibt und niemanden beleidigt)? Ein Herr Höcke von der AfD kann zur besten Sendezeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (Jauch) seine Parolen schwingen, ohne dass ihm irgendetwas droht.

          Vielleicht ist vielen Menschen in Deutschland ja tatsächlich nicht klar, was Meinungsfreiheit bedeutet – nämlich keineswegs das Recht, ohne Rücksicht auf Mitmenschen öffentlich äußern zu können, was einem gerade durch den Kopf geht. Andererseits bedeutet Meinungsfreiheit aber eben auch, dass andere (im Rahmen des geltenden Rechts natürlich) sich ebenfalls äußern dürfen. Eine Gegenrede muss man dann schon aushalten können.

          Ein Grund mehr für eine Bildungsoffensive, in der solche Grundlagen thematisiert würden.

          Herzliche Grüße
          Andrej Priboschek

          Herausgeber news4teachers

  15. Sehr geehrte/r realo,

    natürlich gibt es auch in anderen Zusammenhängen als der Flüchlingsdebatte eine Verrohung der Kommunikation – habe ich in meinem Kommentar ja geschrieben.

    Aber aktuell reden wir über eine ausländerfeindliche Hetze, deren Ausmaß in Deutschland beispiellos ist. Und wir reden auch darüber, dass hier die Schwächsten – nämlich Menschen, die alles außer ihr nacktes Leben verloren haben – zur Zielscheibe werden. Ich verstehe Ihren Verweis auf angeblich andere, die doch auch schlimm seien, nicht. Unrecht wird nicht besser, nur weil andere auch (vermeintlich oder tatsächlich) Unrecht begehen.

    Herzliche Grüße
    Andrej Priboschek

    Herausgeber news4teachers

    • Milch der frommen Denkungsart

      Sehr geehrter Herr Priboschek,

      mit einer Anleihe bei dem großen SPD-Vorsitzenden Otto Wels darf ich Ihnen entgegnen, daß man sich natürlich gegen maßlose Ausschreitungen der Polemik schützen mag, wenn dies nur nach allen Seiten gleichmäßig geschieht.
      Solange freilich Menschen, die etwa prinzipiell der Aufnahme von Flüchtlingen nicht per se ablehnend
      gegenüberstehen, einer emotionalen Euphorie allerdings dennoch mit nachdenklicher Skepsis begegnen,
      noch bis vor kurzem auch von einschlägigen medialen Tugendwächtern, sich nun zu Gralshütern der Humanität aufschwingen, als „Ja,aber-Nazis“ abgekanzelt und diffamiert werden, ist solch Dysbalance in
      der Tat schwer erträglich.

  16. Ich finde nicht, dass es eine Verrohung der Kommunikation gibt. Ich kann mich nicht an genaue, konkrete Beispiele erinnern, bis auf eines, das gleich kommt, aber die öffentliche Herabwürdigung anderer Menschen habe ich schon immer angeprangert. Das ist nichts Neues. Wie oft wurden schon bei Demostrationen politische Anführer in Puppenform gehängt, verbrannt oder Sonstiges ?!? Fast möchte ich sagen, das habe nur ich schlecht gefunden. Auch 1989 war ich bei einer Demonstration, als Leute bzgl. der Wachsoldaten vor einem Gebäude riefen: „Hängt sie auf!“. Aber das hat ja die Medien damals nicht gestört. Es richtete sich ja gegen die, die man auch nicht mochte. Und das ist die DOPPELMORAL, die man immer wieder beobachten muss. Menschenrechte gelten immer nur für die, auf deren Seite man ist. Für die anderen sind sie „verzichtbar“. (???)

  17. Ich kann noch eine Geschichte aus der damaligen Zeit erzählen. Eine Mitstudentin war mit einer Hand voll anderen Leuten bei einer Gegendemonstration 1989, also Tausende gegen die SED und drei Dutzend oder so dafür. Sie war hinterher total geschockt, wie aggressiv man ihnen entgegengetreten war, was für üble Beschimpfungen sie sich hatten anhören müssen bis hin zu Handgreiflichkeiten (Gerangel) und zur Androhung von Schlägen und Schlimmerem. Das werden sicher die meisten, die hier so fleißig gegen oder für die Pegida-Demonstranten schreiben, gar nicht schlimm finden, mindestens aber hätten sie es wortlos hingenommen. Es betraf halt die anderen, die „Gegner“! Menschenrechte aber sind UNTEILBAR, sie müssen für alle gleich gelten! Die Ehrlichkeit eurer Empörung könnt ihr daran messen, wie sehr ihr euch für einen fairen Umgang mit euren Gegnern einsetzt und nicht, wie sehr ihr die Menschenwürde eurer Freunde verteidigt !!!

  18. @Priboschek
    Zitat: „Welche Konsequenzen drohen denn jemandem, der eine kritische Haltung zur Asylpolitik kundtut, und dabei die demokratischen Spielregeln einhält (also keine Volksverhetzung betreibt und niemanden beleidigt)?“
    Meine Antwort: „Volksverhetzung“ und „Beleidigung“ sind weitgehend Auffassungs- und Auslegungssache.
    Um ein Beispiel zu nennen: Nicolaus Fest, ehemaliger Vize-Chefredakteur von „Bild am Sonntag“ schrieb Ende Juli einen Kommentar, der ihn den Job kostete. Ich fand seine Aussagen deutlich, aber weder volksverhetzend noch beleidigend. Hier ist der Kommentar:
    http://www.bild.de/news/standards/religionen/islam-als-integrationshindernis-36990528.bild.html

    Nicolaus Fest ist, wenn ich nicht irre, gelernter Jurist. Dennoch ahnte er offensichtlich nicht, dass ihm Hetze vorgeworfen werden könnte. Dieses Beispiel zeigt die Interpretierbarkeit und Missbrauchsanfälligkeit vieler Begriffe, zu denen ich auch „Homophobie“ zähle. Ich bleibe dabei: Die Meinungsfreiheit steht auf tönernen Füßen und ist von lauter Fußangeln umgeben. Viele überlegen daher doppelt und dreifach, bevor sie etwas zu Ausländern oder sexuellen Minderheiten sagen, auch wenn sie nicht xenophob oder homophob sind.

    • Herr Priboschek,

      danke für ihre ruhige und sachliche Argumentation in dieser ganzen Angelegenheit.

      Und zu m.n.: Volkshverhetzung und Beleidigung sind juristisch klar umgrenzte Begriffe. In der aktuellen Debatte geht es um Gewalt- und Mordaufrufe, um kollektive Zuschreibungen, um menschenverachtende Verallgemeinerungen.

      Sorry, aber dieser Rechtsstaat wurde auf den Erfahrungen des Dritten Reiches begründet.
      Das die Äußerungen, um die es hier geht, justiziabel sind, ist also richtig und wichtig.

      • Juristisch sind die Begriffe klar umgrenzt, das stimmt. Aber für die soziale Ächtung und Diffamierung als Nazi, als Rechtsextremer, als Brandstifter, Hetzer usw. dient alles, was an Meinungsäußerung nicht gefällt und als politisch unkorrekt gilt.
        Es braucht keine juristische Relevanz, um Menschen an den sozialen Pranger zu stellen und existenziell zu gefährden. Dafür genügen willkürliche Verdächtigungen.

        • Sehr geehrte/r m. n.,

          wer sagt denn, dass Herr Fest wegen dieses Beitrags aus der Chefredaktion der „Bild-am-Sonntag“ hinauskomplimentiert wurde? Der Verlag dementiert das. Er selbst sagt, er sei „auf eigenen Wunsch“ hin gegangen. Eine erfolgreiche Führungskraft wird doch nicht ernsthaft wegen nur eines umstrittenen Beitrags abgesägt. Allerdings kann es schon sein, dass sich politische Differenzen zwischen Fest und der Verlagsleitung auftaten – ja und? Ein stellvertretender Chefredakteur muss nunmal die Redaktionslinie vertreten, und wenn er es nicht kann – dann muss er (woanders hin) gehen. Das ist in jeder Führungsposition so.

          Der Beitrag ist bis heute, wie Ihr Link belegt, auf der „Bild“-Homepage zu lesen. Kann also so schlimm nicht sein. So viel zum Thema „Meinungsfreiheit auf tönernen Füßen“.

          Herzliche Grüße
          Andrej Priboschek

          Herausgeber news4teachers

  19. @ m.n., da muss ich zustimmen, man weiß auch heute, was man besser nicht laut und/oder öffentlich sagen sollte – auch wenn nicht unbedingt Inhaftierung oder Schlimmeres droht, so muss man doch soziale Ausgrenzung bis hin zu beruflichen Konsequenzen rechnen / fürchten. Aber wir Ossis, wir können das, denn wir haben das ja gelernt. 😉

    Wobei ich damit keine rassistischen und gewaltverherrlichenden Meinungsäußerungen verteidigen will. Ja, die sollen nicht erlaubt sein !

    Andererseits erinnert mich das auch ein bisschen zumindest an die DDR. Die freie Meinungsäußerung oder sagen wir besser so „Anti-SED-Meinungen“ waren „verboten“ und dann hat man mittels Stasi versucht, die „verbotenen“ Meinungsäußerungen aber doch herauszufinden, um zu erfahren, wie die Bevölkerung wirklich denkt.

    Die Menschen denken ja nicht automatisch anders, nur weil sie nicht mehr sagen, was sie denken. Hm, weeß ooch nich ……….. Gut, dass ich das nicht zu entscheiden habe.

    • Sie wollen hier nicht ernsthaft die DDR und ihr Repressionssystem mit der Situation im heutigen Deutschland vergleichen? Kritik ist in Deutschland doch nicht verboten.

      Mit der Meinungsfreiheit im Großen ist es halt wie im Kleinen: Wenn ich in meinem Dorf üble Gerüchte über Nachbarn verbreite, dann darf ich mich nicht wundern, dass die mich dafür zur Rede stellen.

      Meinungsfreiheit gilt – wie alle Freiheiten in einer Demokratie – eben nicht unbegrenzt. Freiheit ist immer mit Verantwortung verbunden. Sei endet da, wo die Freiheit des anderen beginnt. Wenn beispielsweise unter dem Kürzel Pegida Menschen als „Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes“ auftreten, dann betrifft das beispielsweise die Religionsfreiheit in diesem Land. Hier darf jeder glauben, was er will, und wenn Leuten das nicht passt und sie dagegen aufmaschieren – nun, dann müssen sie sich halt ihrerseits Kritik gefallen lassen.

      Und wenn die politische Haltung mit meinem Beruf nicht zusammenpasst, dann kann das auch mal berufliche Konsequenzen haben: Als Lehrer beispielsweise bin ich Repräsentant dieses Staates – da kann ich nicht hingehen und diesen Staat öffentlich als „Meinungsdiktatur“ oder Schlimmeres verunglimpfen.

      Kurz: Demokratie ist nicht nur mit Rechten, sondern auch mit Pflichten verbunden. Das ist offenbar nicht in allen Köpfen angekommen – und deshalb wäre die von Herrn Priboschek geforderte Bildungsoffensive wirklich mal sinnvoll.

  20. @Georg
    Sie sagen: „Das die Äußerungen, um die es hier geht, justiziabel sind, ist also richtig und wichtig.“
    Es ist davon auszugehen, dass Sie die Äußerungen von Nicolaus Fest meinen. Wo haben Sie gelesen, dass die Justiz eingeschritten wäre? Davon ist nichts bekannt. Also waren Herrn Fests Äußerungen nicht „justiziabel“. Es gab „nur“ den typischen Sturm der Entrüstung und eine Rüge des Presserats, aber nichts Staatsanwaltliches.
    Herrn Fests Äußerungen waren und sind Auffassungssache und kein Verstoß gegen das Grundgesetz. Aber das genügt schon seit Jahren, um das Ansehen und den Ruf gesetzestreuer, Staatsbürger zu ruinieren, was nicht selten böse Folgen hat für die berufliche Existenz.
    Mir fällt zu diesen Vorgängen immer wieder das Wort „Paralleljustiz“ ein, die wir bei Muslimen zu Recht verdammen, weil sie außerhalb des Grundgesetzes stattfindet. Für die eigene Paralleljustiz herrscht jedoch weitgehende Blindheit. Sie wird sogar gefordert und mit dem Adelsprädikat „Aufstand der Anständigen“ zugekleistert.

    @Bernd
    Ich stimme „sofawolf“ uneingeschränkt zu und finde auch, dass es Parallelen zwischen dem Repressionssystem der DDR und dem heutigen Deutschland gibt.
    Sie sagen „Kritik ist in Deutschland doch nicht verboten“. Per Grundgesetz ist sie das nicht, per Aburteilung durch selbsternannte Anständige und öffentliche „Hinrichtung“ von Meinungsgegnern aber durchaus. Was nützt eine gesetzlich garantierte Meinungsfreiheit, wenn sie durch Prangermethoden unterlaufen und auch noch gelobt wird.

  21. Dann leben Sie in einem anderen Deutschland als ich.

    Oh je, Prangermethoden. Diese Weinerlichkeit ist fast unerträglich. Die Hetzer, die die „Bild“-Zeitung dokumentiert hat, haben sich doch mit ihren Posts und Fotos selber an die Öffentlichkeit begeben – und damit selber an den Pranger gestellt.

    „Hinrichtung“ – Sie haben offenbar keine Ahnung, wovon Sie reden, oder Sie verbreiten hier bewusst Unwahrheiten (= Hetze). Wenn hier jemand in letzter Zeit „hingerichtet“ werden sollte, dann war es die Kölner OB-Kandidatin, die einem selbsternannten Retter des Abendlandes zum Opfer fiel. Und keiner von dem braunen Mob, der derzeit durch viele Städte tobt.

    Die Wahrheit ist doch genau umgekehrt: In manchen (ostdeutschen) Städten, werden Menschen, die sich für Toleranz und Mitmenschlichkeit einsetzen, terrorisiert und mit dem Tod bedroht. Täglcih erreichen unsere demokratisch gewählten Poltiker (die man nicht mögen muss, aber respektieren sollte) Tausende von Hetzzuschriften, in denen sie beleidigt und bedroht werden. Täglich brennen Asylbewerber-Unterkünftige. Und so manche Biedermänner und -frauen wie Sie betätigen sich als Brandstifter und heizen das Ganze mit Vokabeln wie „Aburteilung“ und „Hinrichtung“ noch an. Schämen Sie sich!

    • „so manche Biedermänner und -frauen wie Sie betätigen sich als Brandstifter“
      vielleicht sind solche Aussagen gemeint. Ist Ihnen klar, dass dies eine Nazi-Zuschreibung ist? (Ich gehe davon aus, dass Sie das Stück von Max Frisch kennen.)

  22. @m.n. Mit „justizibalen Äußerungen“ meine ich nicht die von Herrn Fest, sondern Aussagen, die tatsächlich strafbewehrt sind. Die von Herrn Fest kenne ich gar nicht.

    Wie es Herr Priboschek und Bernd so schön beschrieben haben: Wer als Redaktionsmitglied nicht die Meinung der Redaktion teilt, hat die Freiheit zu gehen bzw. wird dazu aufgefordert. Und wer seine Meinung kund tun will, kann das gerne machen, darf sich aber nicht über Gegenmeinungen wundern, denn das gehört zum Prinzip der Meinungsfreiheit dazu. Das haben viele „Ich sage die Wahrheit“-Fanatiker bei PEGIDA und dem selbsternannten „Volk“ einfach nicht verstanden.

    Und wer sich rassistisch, demokratiefeindlich oder nazistisch äußert, der bekommt erst recht Gegendruck – und das ist auch gut so! Diese Begriffe sind alle wunderbar wissenschaftlich unterfüttert und durchdeklinierbar. Das sie manchmal im Eifer des Gefechts überschnell eingesetzt werden (Was ich ebenso kritisiere!), ändert nichts an denen ihnen zugrunde liegenden klaren Kriterien.

    Und @Bernd: Genau so!

  23. „m. n.“ gibt mit seinem/ihrem völlig überzogenen Vokabular ein gutes Beispiel für die grassierende „Hass-Kultur“. Das scheint mir ein psychologisches Problem zu sein, das derzeit so manchen in Deutschland betrifft: andere (Flüchtlinge, Politiker, Muslime, Medienvertreter) bedenkenlos herunterzumachen, Kritik an sich selber aber als „Hinrichtung“ zu begreifen.

  24. Milch der frommen Denkungsart

    @Anna und Bernd:

    Sie beide müssen schon einem tiefsitzenden Autismus verfallen sein, wenn Ihnen diese eigenen verbalen Amokläufe, geschwängert von einem wiederlich-moralinsauren Scharfrichtertum, nicht selbst peinlich sind.

  25. Zum Thema Sprache von PEGIDA und den „Volk“-Brüllern hier ein sehr guter Artikel, der so auch in den Dresdner Neuesten Nachrichten erschien. Ber Verweis auf Klemperer ist angebracht und mir wird kalt im Nacken, wenn ich mir die Stil und Niveau der Äußerungen ankucken.

    Aus Sprache wird Handlung, wie wir in Köln, in sozialen Netzwerken und auf dem Cover der Bild-Zeitung gesehen haben.

    http://www.sehnsuchtsort.de/herbst-in-dresden-pegida-im-spiegel-ihrer-sprache/

  26. Geht’s auch argumentativ? Oder sind wir jetzt auf der Ebene der Beleidigungen angekommen? Ist ja ein mittlerweile ein gängiges Muster: Wenn mir nichts Gehaltvolles mehr einfällt, beschimpfe ich Andersdenkende als „Autisten“ (also geistig Behinderte), „verbale Amokläufer“ und „Scharfrichter“. Quod erat demonstrandum, Herr Altphilologe.

    • Milch der frommen Denkungsart

      „Du hast es gelesen, aber nicht verstanden; denn wenn du es verstanden hättest,
      so hättest Du es nicht verdammt.“

      (Kaiser Julian)

  27. Ach und ich fände es wichtig, wenn hier alle Beteiligten verbal abrüsten.

    Was sich gerade zusammenbraut ist m. E. viel zu gefährlich, als das eine Debatte über diese erstarkende völkisch-nationale Protestbewegung in einer Pöbelei-Diskussion untergehen dürfte.

  28. Danke für den Link, Georg, guter = erschreckender Text.

    Vielerorts (auch in diesem Forum) herrscht ja noch die Ansicht, dass es lediglich um legitime Kritik an der Asylpolitik geht. Dabei geht es längst um mehr. Wenn demokratisch gewählte Politiker als „Volksverräter“ gelten, wird die parlamentarische Demokratie infrage gestellt. Was aber Mut macht: Die Radikalen sind deutlich in der Minderheit, und zwar auch in Dresden. Selbst dort stimmen laut einer aktuellen Umfrage nur 12 Prozent der Bürger den Pegida-Positionen zu, davon 2,3 Prozent vollständig. Mehr als 60 Prozent lehnten die Inhalte ausdrücklich ab. http://www.welt.de/politik/deutschland/article147895623/Mehrheit-der-Dresdner-ist-nicht-fremdenfeindlich.html

    Was zeigt: Die auf Pegida-Kundgebungen gerne geschwungene Parole „Wir sind das Volk“ ist Hochstapelei. Trotzdem wäre eine Aufklärungskampagne in Schulen zum Thema Demokratie (um mal zum Ausgang dieser Diskussion zu kommen) dringend notwendig, um diesen Sumpf trockenzulegen.

    • Bei aller verständlichen Kritik an der fürchterlichen Hetze auf der letzten Pegida – Kundgebung sollten auch Sie nicht den Fehler begehen, alle Demonstranten „über einen Kamm zu scheren“.
      Diesen Fehler gab es von offizieller politischer Seite (Mischpoke) leider gleich am Anfang, und er wird nun leider wiederholt.
      Das sage nicht ich, sondern zu dieser Erkenntnis ist z.B. eine Diskussionsrunde auf Phönix am Dienstag gekommen.
      Den Link versuche ich gleich nachzureichen.

    • @Bernd
      „Wenn demokratisch gewählte Politiker als „Volksverräter“ gelten, wird die parlamentarische Demokratie infrage gestellt.“
      Soso, gilt das auch, wenn CSU-Politiker als Brandstifter und Volksverhetzer bezeichnet werden, oder sind die nicht demokratisch gewählt?
      Wachen Sie, Anna und Georg doch endlich auf und verurteilen Sie Beschimpfungen, Hetze und Krawall auf beiden Seiten. Ist das so schwer?
      Ansonsten kann ich „Milch..“ nur zustimmen beim „tiefsitzenden Autismus“.

      • Wer hat wann einen CSU-Politiker als „Brandstifter und Volksverhetzer“ bezeichnet? Ist mir nicht bekannt – wäre aber natürlich genauso verurteilenswert.

        Nur: Ich sehe nirgends in Deutschland Demonstrationen, die sich gegen Asylkritiker richten. Ich habe in diesem Zusammenhang auch noch von keinem Attentat eines Linksradikalen auf einen Politiker gehört. Oder von Brandanschlägen auf Unterkünfte, die von Linksradikalen verübt worden wären. Die Behörden berichten aktuell auch nichts über eine massive Steigerung von linksextremistischen Straftaten.

        Wenn’s das alles gäbe, wäre es schlimm. Genauso schlimm wie die Tatsache, dass es diese Probleme aktuell eben mit Rechtsradikalen gibt.

        • wenn Sie die Berichte über Demos genau anhören, können Sie die Aktivitäten der „Linksradikalen“ erfahren, die sich – da haben Sie recht – nicht gegen Unterkünfte von Flüchtlingen richten, sondern i.d.R. gegen die Polizei oder ihre politischen Gegner, zuletzt rund um diesen dämlichen Hogesa-Aufmarsch, zuvor nach der „Demo für alle“ in Stuttgart usw. Ebenfalls richtig: gesehen haben Sie das noch nie, das filmt ein braver Fernsehjournalist nämlich nicht.

        • Vom gestrigen Brandanschlag (vermutlicher) Linksradikaler auf Politiker können Sie bei der Facebook-Seite von Beatrix von Storch lesen:
          https://www.facebook.com/BeatrixVonStorch
          Die Kommentare zu der Brandstiftung an ihrem Auto sind lesenswert, und es würde mich sehr interessieren, wie Sie diese bewerten.

  29. @mehrnachdenken

    Sorry, aber Äußerungen wie Palmers wurden m. E. noch nie als „rechtes Gedankengut“ gebrandmarkt.

    Genau das ist ja der Punkt: solche Bedenken und der Hinweis auf Probleme sind vollkommen legitim und notwendig, weil sie Probleme verdeutlichen und gleichzeitig menschenwürdige und logistisch machbare Lösungen einfordern.

    Genau in dieser Form nehme ich aber Kritik der PEGIDAs, der „Asylkritiker“ und AfDler nicht war. Da geht es um das zutiefst deutsch-völkische „Umvolkung“, „Wirtschaftsflüchtlinge“, „Grenzen dicht“ (ohne auch nur ein Wort über den weiteren Umgang mit den Flüchtlingen, die noch unterwegs sind), um Hass auf Muslime, der Verallgmeinerung von Einzelfällen und das ständige Gebrüll, das sie ihre Meinung nicht sagen dürfen.

    Ach und zum „alle über einen Kamm scheren“: Verzeihung, aber wer aber trotz aller Radikalisierung und der fehlenden Abgrenzung von Neonazis mittlerweile immer noch bei diesen Demonstrationen dabei ist, den kann ich nur noch über einen Kamm scheren. Die Menschen gehen dort trotz aller Verkürzung und Hassgesänge ganz bewusst hin – an mangelnder Information zum Thema kann es nun wirklich nicht liegen.

    • Warum schreiben Sie Ihren Text nicht an die Redaktion von „Unter den Linden“ (Phönix)? Darauf verwies ich ja gerade.

    • Von wegen „Äußerungen wie Palmers wurden m. E. noch nie als ‚rechtes Gedankengut‘ gebrandmarkt“.
      Dazu hat Fr. Prasuhn doch einen Artikel empfohlen und sowohl ein Zitat von Palmer selbst als Antwort auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe gebracht als auch die Rechts-Zuordnung von Palmers Äußerungen durch seinen Partei“freund“ Volker Beck.
      Hier noch einmal der Link:
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-boris-palmer-will-fluechtlingszahlen-begrenzen-a-1058657.html

      • Gestern bestätigte der Magdeburger SPD – Oberbürgermeister (wegen der Flüchtlingspolitik der SPD in Sachsen – Anhalt aus der SPD ausgetreten) bei M. Illner
        (ZDF -Talk), dass es schwierig sei, Kritik an der offiziellen Flüchtlingspolitik zu äußern, ohne gleich in die rechte Ecke gestellt zu werden.
        Das sind doch nun mal die reflexartigen Reaktionen in Teilen der SPD, aber vor allem bei den Grünen und den Linken.

      • Gut, geschenkt, Punkt für Sie. Ist letztlich aber auch nicht wirklich wichtig.

        Die Frage und der Kern der Diskussion ist, denke ich, was die einzelnen Teilnehmer mit „Rechts“ meinen. Meines Erachtens geht hier viel durcheinander.

        Für manche ist mit „rechts“ nazisitisch gemeint, also die richtigen Nazi. Andere meinen die CDU oder die AfD, wieder andere beziehen sich auf bestimmte Einstellungen oder Positionen die – wie im Fall von von Palmer – sonst mit anderer Unterfütterung von ganz anderen geäußert werden.

        Ich fand auch Gabriel mit seine heutigen Kommentar zur AfD als offen rechtsextremer Partei mehr als daneben und kontraproduktiv. Er unterscheidet nicht zwischen nationalkonservativen, neurechten (von Neue Rechte) und nazistischen Positionen (siehe den Text unten von Toralf Staudt). Da gibt es Differenzen und die zu verwischen, schadet der Debatte.

        Und gerade weil hier zuviel durcheinander geht und nicht trennscharf unterschieden wird, kriegen manche falsche Label draufgedrückt. Was sie, wie im Fall von Björn Höcke, nicht weniger gefährlich macht.

        http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-10/afd-bjoern-hoecke-kein-nazi-jauch

        Aber die Diskussion hier war auch schon viel weiter…

  30. Sie haben recht, mehrnachdenken. Von den Teilnehmern an den Montagsaufmärschen in Dresden sind sicher die wenigsten Neonazis. Mich wundert aber schon, wie jemand – der angeblich dem Rechtsradikalimus fern steht – es erträgt, mit offenkundig Rechtsradikalen Seite an Seite zu demonstrieren. Oder wie jemand dort einen Galgen für Merkel und Gabriel herumtragen kann, ohne dass irgendwer sich daran zu stören scheint. Merkt denn keiner der Bürger dort, wem er auf den Leim geht? Oder ist die Nähe zu den echten Rechtsradikalen dann doch nicht so unangenehm?

      • Äh – hier kritisiert eine gewählte Politikerin zwei gewählte Politiker auf zugegeben recht derbe Art. Aber was hat das mit unserem Thema zu tun? Wollen Sie diesen Pfurz im Wind ernsthaft gleichsetzen mit der Welle an Hass-Propaganda, die die sozialen Medien derzeit überflutet? Oder mit dem Anstieg der Zahl rechtsradikal motivierter Straftaten, von denen die Polizei berichtet?

        • Mal so ganz allgemein:
          Ich habe nie verstehen können, warum Bürger auch nur ansatzweise Sympathie für eine menschenverachtende Ideologie oder deren „Ableger“ aufbringen können bzw. daraus Handlungsanweisungen ableiten, die immerhin für 6 Millionen umgebrachte Juden, weltweit über 60 Millionen Kriegstote sowie massenhaftes Leid und Elend verantwortlich ist.
          Jede kleinste Anlehnung in Form von Symbolen, Sprüchen oder Worten sollte sich von selbst verbieten.

          Leider ist dieses für mich unerklärliche Phänomen nicht nur bei uns verbreitet, sondern in noch brutalerer Form gerade in dem Land, das im 2. Weltkrieg unter Hitler – Deutschland am meisten litt, der ehemaligen UdSSR bzw. dem heutigen Russland.
          Selbst während der Nazi – Diktatur wurde in gewissen Kreisen in den USA dem Unmenschen Hitler gehuldigt.

          Was ist also für nicht wenige Menschen offensichtlich so „attraktiv“ an dem „Schlächter“ Hitler und seinen teuflischen Gedanken?

  31. Ich finde eine Feststellung wichtig: ein Problem sind in jedem Fall die richtigen, beinharten Neonazis.

    Zu einem geschlossenen rechtsextremen Weltbild gehören gehören qua Definition Ausländerfeindlichkeit/Rassimsu, Antisemitismus, Sozialdarwinismus, Chauvinismus, die Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur und die Verharmlosung des Nationalsozialismus

    Das viel größere Problem sind aber diejenigen, die bestimmte Einstellungsmuster der Nazis teilen und sich dadurch Anknüpfungspunkte für Argumentationen der Nazis ergeben. Das heisst: Sie müssen selbst nicht alle Einstellungsmerkmale teilen (also eine Diktatur befürworten oder den NS irgendwie doch gutfinden – die berühmten Autobahnen), aber durch die Schnittmenge mit Nazis werden sie für deren Positionen zugänglich (z. B. Ausländerfeindlichkeit, Chauvinismus und/oder und die Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur – ich sage nur „Orban!Orban!“ bzw. das sich breitmachenden Putin-Fantum)

    Wir müssen also nicht darüber streiten, ob bei PEGIDA alle Nazis sind (das sind sie eben nicht), sondern welches sonstigen Anknüpfungspunkte für Nazis es dort gibt. Genau darauf muss hingewiesen werden. und wenn die Leute Nazis und Nicht-Nazis nur pauschalilisieren und nicht im Detail definieren, können wir in der Kritik nicht scharf und zielführend sein.

    Ich kann allen nur die „Mitte“-Studien der Uni Leipzig empfehlen, die rechtsextreme Einstellungen in der Bevölkerung – und gerade auch in der politischen und sozioökonomischen „Mitte“ – misst und dabei jedes Mal aufs Neue erschreckende Zustimmungswerte findet. Die Studie wird seit 2002 durchgeführt und ist für die Messung rechtsextremer Einstellungen in Deutschland die Referenz schlechthin.

    Und: die Umfrage wurde 2013 gemacht, die Broschüre erschien 2014. Wir werden eine Explosion der Zustimmungswerte in der nächsten Studie finden.

    http://www.fes-gegen-rechtsextremismus.de/pdf_14/FragileMitte-FeindseligeZustaende.pdf

    Wie diese Studie es mehr als deutlich zeigt, haben wir ein Problem mit der Mitte der Gesellschaft, an die Nazis und neurechte Nationalkonservative wie die (bald noch rechtere) Höcke-Gauland-Storch AfD wunderbar anknüpfen könen.

  32. @Bernd, Anna, Georg
    Es ist wahrscheinlich vergebliche Liebesmühe, Sie davon zu überzeugen, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland eingeschränkt ist – allerdings nicht durch das Grundgesetz, sondern durch aggressiven, ideologischen „Autismus“. Das Bild „Autismus“, das „Milch der frommen Denkungsart“ ins Spiel gebracht hat, finde ich sehr passend.
    Dennoch ein weiterer Überzeugungsversuch:
    Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, auf den hier bereits verwiesen wurde, dürfte als überzeugter, waschechter Grüner über jeden Verdacht von Rechtspopulismus oder Pflege rechten Gedankenguts erhaben sein. Trotzdem wurde er angegriffen, weil er sich aus Realitätsbewusstsein durch sein verantwortungsvolles Amt in einer Weise äußerte, die unter Verdacht auf „böse Gesinnung“ steht. Er bekam hautnah zu spüren, wie es um die Meinungsfreiheit in Deutschland wirklich bestellt ist, nämlich schlecht. Also sagte er:
    „Ich wünsche mir eine ehrliche Debatte in der Flüchtlingskrise. Man muss die wirklichen Probleme benennen dürfen, ohne dass man in eine Reihe mit rechten Idioten gestellt wird“.
    Und dies wurde er – sogar von Volker Beck, seinem Parteigenossen. Dieser meinte zu Palmers Äußerungen bei facebook: „Wer nur danach ruft, die Zahl (der Flüchtlinge) zu begrenzen, spielt auf der rechten Klaviatur“.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-boris-palmer-will-fluechtlingszahlen-begrenzen-a-1058657.html

    • Das Wort „Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann“ ist nicht so neu, wie es bei Ihnen klingt. Es war schon in der Französischen Revolution, schon im Altertum, anstrengend und gefährlich, eine abweichende Meinung laut zu sagen, und auch heute ist die eigene Meinung in Deutschland weniger gefährlich als in den meisten anderen Ländern.
      Ich meine auch, die „öffentliche Meinung“ hat ziemliche Schlagseite, aber so schlimm, wie Sie es darstellen, ist es noch lange nicht.

      • „noch lange nicht“, da bin ich mir nicht sicher, zumal mir der Vergleich mit anderen Ländern fehlt. Mich bedrückt allerdings schon, dass viele Menschen bei Themen wie Inklusion, Integration, Bildungspläne zur sexuellen Vielfalt oder Flüchtlings- bzw. Migrantenzustrom glauben, aus ihrem Herzen eine Mördergrube machen zu müssen, weil sie sonst unschöner Dinge verdächtigt werden.
        Ein Beispiel: Mein Mann und ich sind mit einer Familie aus Baden-Wüttemberg befreundet, in der Freund und Freundin große Bedenken gegen den Bildungsplan haben. Sie wohnen sogar unweit von Stuttgart, weigern sich jedoch trotz guten Zuredens an den Demos für alle teilzunehmen. Ihre Befürchtung: Sie könnten ja von irgendeiner Kamera erfasst werden und bei Veröffentlichung der Bilder in ihrem Umfeld als angebliche Feinde sexueller Minderheiten dastehen.
        Vorauseilender Gehorsam wegen „ziemlicher Schlagseite“ in der veröffentlichten Meinung scheint mir neben der gefühlten Androhung von moralischer Verurteilung beim Abweichen vom Mainstream ein dickes Problem unserer Demokratie. Mich tröstet auch nicht der Gedanke an andere Länder, die noch schlimmer dastehen.
        Meinen Sie bei Ihrem Vergleich mit anderen Ländern eigentlich nur solche mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung?

  33. Ach liebe Frau Prasuhn,

    was soll ich sagen. Wenn Sie wissen wollen, wie sich eingeschränkte Meinungs- und Pressefreiheit anfühlt und gesetzlich umgesetzt wird, schauen Sie doch bitte nach Ungarn, nach Russland, nach Eritrea und gern auch zurück in die DDR.

    Ich bin gespannt auf die Ähnlichkeiten, die Sie mir dann sicher werden aufzählen können.

    Ich habe mal kurz recherchiert und bin bei Wikipedia zur Medien in Russland auf folgende Zusammenfassung gestossen.

    „Es gibt zwar in Russland eine große Anzahl an elektronischen Medien und Printmedien, der grösste Teil davon befindet sich allerdings unter staatlicher Kontrolle[15]. Diese Kontrolle kann verschiedener Art sein:

    Direkte staatliche Kontrolle. Der Staat kontrolliert direkt, wie beispielsweise die Rossijskaja gaseta oder die Nachrichtenagentur ITAR-TASS;

    Via staatliche Unternehmen. Die Medien sind in der Hand mehrheitlich vom Staat kontrollierter Firmen befindlich, wie beispielsweise die Tageszeitung Iswestija (über Gazprom-Media Teil des mehrheitlich vom Staat kontrollierten Konzerns Gazprom) oder die Nachrichtenagentur RIA Novosti, die zum staatlichen Medienkonzern WGTRK gehört;

    Via staatstreue Unternehmer. Unternehmer, die mit staatsnahen Firmen auf das engste verbunden sind, kaufen auf dem Medienmarkt eigene Medienimperien ein: Im Jahr 2007 beispielsweise erwarb Alischer Usmanow die Tageszeitung Kommersant, nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen bis dahin „eine der letzten Bastionen der unabhängigen Medien“.[16]

    Verstaatlichung von Druckereien.[13]

    Repressalien und Einschüchterungsmaßnahmen. Haben in vielen Redaktionen zu Selbstzensur geführt.[13]

    Zulassung von Journalisten. „Wenn der Präsident oder ein anderer Vertreter des Kremls eine Pressekonferenz gibt, werden nur Journalisten zugelassen, die regierungsfreundlich berichten. Darüber hinaus dürfen nur Fragen gestellt werden, die vorher mit dem Pressestab des Präsidenten abgesprochen wurden.“ (Grigori Pasko in einem Interview.)[17]

    Und zu Brois Palmer und all den Anderen, die Begrenzung und Zaunbau fordern: Das passiert doch schon die ganze Zeit. Wo sehen Sie denn eine Einschränkung der Meinungsfreiheit? Selbst die Bundeskanzlerin muss sich aus der CSU und den eigenen Reihen ständig Kritik gefallen lassen. Selbst sie, als mächtigste Frau dieses Landes.

    Bitte, verwechseln Sie nicht manchmal hitzige demokratische Debatte mit eingeschränkter Meinungsfreiheit.

    Ich wäre wirklich besorgt, wenn es da schon zu Wahrnehmungsschwierigkeiten kommen sollte.

    • Ach und eins noch,

      miich stimmt sehr bedenklich, dass sie andere Meinungen als die Ihre mit dem Label „ideologischer Autismus“ versehen. Das entwertet Bernd, Anna und mich (und alle anderen, die nicht mit ihnen auf Linie sind), weil „ideologisch“ mit unbelehrbar, fanatisch, nicht überzeugbar, irrational konnotiert ist. Was bei „Autismus“ mitschwingt, muss ich Ihnen sicher nicht aufzählen.

      Was mich daran besorgt ist der abwertende Unterton, der das Gegenüber nicht mehr ernst nimmt und damit als Diskussionsparter verwirft und der damit vom politischen Gegner in letzter Konsequenz zum politischen „Feind“ (Schmitt) wird.

      Und was ich daran lustig finde ist, dass dieser Vorwurf von Ihrer Seite sooo sehr den PEGIDA-Brüllern gleicht, die schreien können, soviel sie wollen, aber nicht mit dem demokratischen Widerspruch klarkommen, der sie auf ihre nur allzu problematischen Punkte und ihr Nähe zu Rassismus und mangelnde Abgrenzung zu Neonazis hinweist.

      Aber sie haben ja alle Mut zur „Wahrheit“ bzw. haben sie ganz sicher gefunden, während der Rest verblendet und unbelehrbar ist und ihnen die Meinungsfreiheit einschränkt.

      Hier eordieren demokratische Standards und das ist das Gefährliche.

  34. @Georg. Offenbar haben es sich etliche der Pegida-Sympathisanten in ihrer Opferrolle gemütlich gemacht. Wer sich selbst einredet, er sei existenziell bedroht, muss ja auch nicht darüber reflektieren, ob seine Form des Widerspruchs angemessen ist. Dann ist jedes Mittel recht.

    Wir beide werden in diesem Forum wohl keinen mehr überzeugen. Ich denke aber, dass diese Debatte Wirkung zeigt – sie ist ja öffentlich zugänglich und wird sicher auch gelesen. Die hier getauschten Argumente sprechen ja für sich.

    Jetzt ist aber auch gut, zumindest von meiner Seite. Ich verabschiede mich aus dieser Runde. Vielen Dank für Ihre konstruktiven und sachlichen Beiträge. Würde mich freuen, an anderer Stelle auf news4teachers von Ihnen zu lesen.

    • AUSZUG: „Laut Allensbach/FAZ haben 43 Prozent der „gesamten erwachsenen Bevölkerung den Eindruck, dass man in Deutschland seine Meinung zu der Flüchtlingssituation nicht frei äußern darf und sehr vorsichtig sein muss, was man sagt“. Dazu kommt der Vorwurf, dass die Berichterstattung der Medien über die Flüchtlingssituation von 47 Prozent als „einseitig“ eingeschätzt wird, unter den „stark Besorgten“ sind 55 % dieser Auffassung.“

      Der ganze Text: http://www.heise.de/tp/artikel/46/46332/1.html

      • Gerade wurde es bei Günther Jauch (Talk-Show) gesagt, Deutschland hilft mit 2,- Euro pro Kopf für die ca. 60 Millionen Flüchtlinge. Also 120 Millionen? Wie gesagt habe, man wollte (die letzten Jahre) nur Millionen geben. Nun muss man im eigenen Land Milliarden zahlen! Das war das Problem.

        Das betrifft natürlich alle Länder der Welt !
        Aber Milliarden hat man übrig, um nachzuschauen, ob es auf dem Mars Leben gibt ?!?

        Ist das nicht absurd ?!?

  35. Eine Bildungsoffensive gegen die Hass-Kultur halte ich für ebenso falsch wie den viel zitierten „Aufstand der Anständigen“. Wer legt fest, was Hass ist und wer der Anständige ist? Da kommt einem ja das Gruseln.

    Zitat:
    Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist zu kostbar, um unter dem Vorwand von Hate Speech eingeschränkt zu werden. Meinungsfreiheit ist ein unveräußerliches und universales Gut, so der Schriftsteller Salman Rushdie in einer Rede auf der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt am Main. „Ohne Meinungsfreiheit gibt es keine anderen Rechte“, hebt er hervor. Über alles andere könne man gerne diskutieren, über die Meinungsfreiheit nicht.
    http://www.freiewelt.net/blog/das-gespenst-der-hate-speech-10064093/

  36. Liebe Rita,

    haben Sie sich mal die Facebook Posts angeschaut, die die Bild auszugsweise auf ihrer Frontseite hatte oder die man in den Kommentare unter Lokalzeitungsartikeln findet und in denen rassistische Beschimpfungen artikuliert und zu Gewalt, Mord und Gaskammertod aufgerufen wird?

    Sind das für sie „freie Meinungsäußerungen“, die zu kostbar sind, um dagegen mit „Bildung“ vorzugehen? Und hinter denen man den „Hass“ ja nur „vermuten“ kann, da man ja nicht in die „Seele“ der Menschen blicken kann, wie es der Herr Ulfig so verharmlosend beschreibt?

    Würden Sie in der Schule bei Schülern solche Äußerungen zulassen, weil es „Meinungsfreiheit“? Wäre es in Ordnung, solche Sachen in Demonstrationen zuzulassen?

    Die Zensurdiskussion ist noch eine andere, aber hier geht es um Bildung.

    • Eine „Kleinigkeit“ noch: Finden Sie es nicht eigenartig, sich ausgerechnet auf einer Seite, die sich explizit an Lehrerinnen und Lehrer richtig, gegen Bildung auszusprechen? Und als Krönung dann noch gegen Bildung, die sich gegen Hass auf andere Menschen bzw. ganze Menschengruppen richtig?

      Und wer festlegt, was Hass und Anstand ist? Eine demokratische Gesellschaft, die ihre Werte und unverhandelbaren Grundlagen auf Basis geschichtlicher Erfahrung definiert und in Gesetzen festschreibt.

    • @Rita
      Ihre Meinung ist auch meine!

      @Georg
      Ihre Meinung teile ich nicht. Ein demokratischer Staat muss einiges an Meinung aushalten können, wenn er seine Grundrechte schützen statt aufweichen will. Äußerungen von unserem Justizminister Maas, von Herrn Stegner oder sogar unserem Bundespräsidenteten, der von Hell- und Dunkeldeutschland spricht, sind für mich ebenso fragwürdig und gefährlich wie Diffamierungen von der anderen Seite des politischen Spektrums.
      „Mischpoke“, „Pack“ , „Rassisten“ , „Hetzer“ , „Islam-Hasser“ usw. empfinde ich nicht als rhetorische Begriffe zum Kampf für den Rechtsstaat, sondern als Begriffe zur Aufwiegelung der Bürger gegeneinander. Insofern ist der immer wieder geforderte „Aufstand der Anständigen“ mit seinem vorprogrammierten Aggressionspotential durch das Faktum GEGEN eine zweischneidige und höchst gefährliche Sache im Sinne von „Öl ins Feuer gießen“.
      „Gewalt beginnt mit Worten“ heißt es immer so schön im Schielen auf andere. Diesem Satz sollte ein Spruch von Mahatma Gandhi folgen: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt!“

      • Liebe Frau Prasuhn

        mich hätte es auch wirklich schwer gewundert, wenn Sie mir zugestimmt hätten.

        Auch bei Ihnen frage ich mich jetzt natürlich: Was haben Sie gegen Bildung, die bei Kindern oder Jugendlichen (die ja die Hauptzielgruppe für Bildungsangebote sind) den Hass auf Menschengruppen -die meist ja Minderheiten sind- nicht entstehen lassen will?

        Oder finden auch Sie, dass z. B. rassistische Äußerungen oder Gewalt und Mordaufrufe von der Meinungsfreiheit gedeckt sein sollten?

        Spannend ist natürlich in diesem Zusammenhang, das Sie mir gleich wieder Äußerungen von Politikern vorhalten, mit denen Sie mich politisch zu identifizieren scheinen. Ich fände es dagegen schön, mich mal nicht einzusortieren und dann all das Bekannte auf mich loszulassen, sondern konkret an Fragen und Problemen zu diskutieren, die meines Erachtens grundlegend für unsere demokratische Gesellschaft sind.

        Vielleicht habe ich ja diesmal Glück.

      • Ich hatte mich eigentlich aus diesem Forum verabschiedet – jetzt melde ich mich aber doch nochmal zu Wort, um diesem dumm-dreisten Schwachsinn etwas entgegenzusetzen. Als ließe sich nicht zwischen Meinung, deren freie Äußerung vom Grundgesetz gedeckt ist, und Hetze unterscheiden.

        Halten Sie die Leser in diesem Forum für blöde? Wie geschichtsvergessen sind Sie eigentlich, Frau Prasuhn oder Rita? Die Weimarer Republik ist an ihrer Toleranz gegenüber Demokratiefeinden zugrundegegangen – eine Demokratie, die sich selbst wichtig ist, lässt es eben nicht zu, dass diejenigen, die sie abschaffen wollen, unter dem scheinheiligen Bekenntnis zur Meingsfreiheit hetzen dürfen, wie sie wollen. Sie wollen keine Bildung, Rita und Frau Prasuhn? Das spricht ja wohl für sich.

        Sie berufen sich auf Ghandi, relativieren aber mit jeder Zeile, die sie schreiben, die rechtsradikale Gewaltwelle, die derzeit durchs Land tobt. Wir haben mit der NSU die größte terroristische Bewegung der letzten Jahrzehnte in Deutschland erlebt, wir hatten vorvergangenes Wochenende einen Mordanschlag eines Rechtsradikalen auf eine demokratische Politikerin, wir erleben eine vervielfachung rechtsradikaler Straftaten – und Sie schwafeln davon, dass der Bundespräsident, wenn er in diesem Zusammenhang von Dunkeldeutschland spricht, sich „fragwürdig und gefährlich“ äußert. Tut mir leid, Frau Prasuhn: Für mich sind Sie eine Radikale, die hier unter dem Deckmäntelchen der Gutbürgerlichkeit versucht, Stimmung zu machen.

        Aber seien Sie sicher: Bis auf ein paar Idioten gehen die Menschen Leuten wie Ihnen nicht auf den Leim.

  37. Milch der frommen Denkungsart

    Daß unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung von Rechtsextremen wie Neonazis bedroht ist, bedarf keiner weitschweifigen Diskussion; daß sie freilich momentan von ebenjener blinden, hirnlosen Willkommens- besoffenheit gerade diesen Rattenfängern ausgeliefert zu werden im Begriff ist, ist aber für jeden, dessen Augen nicht von prinzipiell lobenswertem Idealismus verkleistert sind, gleichermaßen evident.
    Die Kassandrarufer, die im Mythos – nota bene – letztlich immer recht behalten haben (!), jedoch quasi als latente, bildungsresistente Anhänger diktatorischer Strukturen zu diffamieren, ist wider die guten Sitten und charakterlich dekuvrierend.

    • Interessant. „Milch der frommen Denkungsart“ tritt hier bei news4teachers stets als Altphilologe und Bewahrer antiker Bildungstradition auf. Wie steht es denn bei Ihnen mit der christlichen Wertetradition, in der unsere Kultur ebenso wurzelt? Ist es „Willkommensbesoffenheit“, wenn Menschen Notleidende zunächst mal freundlich willkommen heißen, oder schlicht christliche Nächstenliebe, die sich aus der Bibel ableitet? Und was ist denn bedeutender für das Leben im Hier und Jetzt – die Bibel oder „De bello Gallico“?

      • Milch der frommen Denkungsart

        @Politicus:

        Sankt Martin hat seinen Mantel mit einem Bettler zwar geteilt, ihn aber aus wohlerwogenen Gründen nicht in Gänze verschenkt, sondern dabei seinen
        gesunden Menschenverstand walten lassen.

        Im Übrigen muß ich mich schon über all jene Zeitgenossen wundern, die sich auf
        einmal so glaubensfest präsentieren und im Flüchtling per se geradezu eine Apotheose
        erkennen zu sollen glauben.

        • Mich verwundern diejenigen, die mit dem Kreuz vorneweg marschieren und das Abendland retten wollen, aber mit Kirche und den christlichen Werten sonst gar nichts zu tun haben. Mich verwundern auch diejenigen, die meinen, mit ein bisschen Hilfe würde man gleich „alles“ herschenken – tut hier keiner.

  38. Dann verbünden Sie sich mit den Rattenfängern, um ihnen nsere freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht auszuliefern? Verquere Logik!

  39. Auch diese Versuche von Nationalkonservativen gab es ja schon in der Weimarer Republik – sind bekanntlich dramatisch gescheitert. Sie, Milch, meinen: Es bedarf keiner „weitschweifigen“ Diskussion, dass „unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung von Rechtsextremen wie Neonazis bedroht ist“. Heißt das: Wir sind uns über diese Tatsache einig? Nach meinem Eindruck eben nicht. Aber fragen wir doch mal diejenigen, die es angeht: Wie steht es denn Rita und Frau Prasuhn – wird nach Ihrer Meinung unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung derzeit von Rechtsextremen wie Neonazis bedroht?

  40. Alberner Einwurf. Eine Frau, die den obersten Repräsentanten unserer Demokratie für „gefährlich“ hält, wird ja wohl eine Meinung dazu haben, ob sie die Rechtsextremisten in Deutschland für gefährlich hält.

    • War das wirklich eine Frage? Ich habe das als fragegetarnte Fortsetzung der Anwürfe gegen U. Prasuhn empfunden. Bernd sagte: „Für mich sind Sie eine Radikale, die hier unter dem Deckmäntelchen der Gutbürgerlichkeit versucht, Stimmung zu machen.“
      Da sorgt seine Pseudo-Frage nach den „Rechtsextremisten“ doch nur noch für die Präzisierung der Diffamierung.
      Anna, auch wenn Sie und Co. die Moral, Nächstenliebe und Anständigkeit mit Löffeln gefressen haben, Verstand zum Verstehen sollten Sie anderen dennoch zutrauen.

      Übrigens habe ich Kritik am „obersten Repräsentanten unserer Demokratie“ bezüglich seiner Einteilung der Bürger in ein helles und ein dunkles Deutschland zuhauf gelesen und gehört. Was soll also Ihre substanzlose Andeutung?

  41. @Bernd
    Sie fragen: „Wie steht es denn Rita und Frau Prasuhn – wird nach Ihrer Meinung unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung derzeit von Rechtsextremen wie Neonazis bedroht?“
    Meine (überflüssige) Antwort: Extremisten – egal, welcher Seite – sind immer eine Bedrohung, natürlich auch die Rechtsextremen. Diese Bedrohung nimmt jedoch zu, wenn sich eine wachsende Anzahl von Bürgern in wichtigen Sachfragen wie der des Flüchtlingszustroms von der politischen Führung und den Medien unzureichend gehört und sogar beschimpft fühlt. Dann spielt sich der Diskurs, der öffentlich stattfinden sollte, immer mehr unter der Hand ab und es kommt zu Polarisierung und Radikalisierung mit der für sie typischen Pflege von Feindbildern.
    Und hier ist der Punkt meiner wiederholten Kritik: Mir fehlt eine öffentliche Diskussion, in der jeder gleichermaßen seine Meinung zum Ausdruck bringen kann – ohne Angst vor Diffamierung. Offen ausgetragener, sachlicher Meinungskampf ist der beste Schutz vor Radikalisierung und Gefährdung unserer Demokratie.
    Ihn sehe ich im Argen liegen durch einen Mainstream, der Freund- und Feindbilder liebt und dadurch viele Menschen vor den Kopf stößt, sodass sie aus Frust anfangen, mit echten Rechtsradikalen zu sympathisieren. Zu Unrecht Beschuldigte neigen nun mal dazu, sich genau in die Richtung zu bewegen, in die sie durch Unterstellung gedrängt werden.
    Mich bezeichnen Sie als „Radikale, die hier unter dem Deckmäntelchen der Gutbürgerlichkeit“ versucht Stimmung zu machen.
    Ihnen sollte klar sein, was passiert, wenn solche Attacken an der Tagesordnung sind und gesetzestreue Bürger ins Abseits drängen, weil ihre Meinung nicht gefällt.
    Gesellschaftlicher Frieden und Demokratie können nicht existieren in einer Atmosphäre von Unterstellung, Diskriminierung und Denunziation. Also beweisen Sie, dass Sie ein guter Demokrat sind, indem sie andere Meinungen zulassen und ihnen nicht verleumderische Etiketten aufkleben.
    Vor allem machen Sie sich klar, wie sehr Sie mit dieser Art Meinungskampf jeden Extremismus fördern – nicht zuletzt den von Neonazis.

    Kleine Leseempfehlung am Rande:
    „Über Sachfragen wird in der Flüchtlingskrise nicht mehr diskutiert. Wie die gestrige Illner-Sendung zeigte, wird sie vielmehr zur Jagd auf den politischen Gegner genutzt. (…) Der politische Diskurs wird so von einer Sachfrage namens Flüchtlingskrise zu einer Suche nach politischen Feinden. Wer dieses Signal nicht versteht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.“
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-maybrit-illner-die-jagd-auf-den-politischen-feind-hat-begonnen-13871701.html?printPagedArticle=true#

    • Frau Prasuhn,

      ich würde mich immer noch über eine Antwort auf meine oben gestellte Frage freuen.

      Was haben Sie gegen Bildung, die mit Kindern oder Jugendlichen (die ja die Hauptzielgruppe für Bildungsangebote sind) präventiv arbeitet, um den den Hass auf Menschengruppen -die meist ja Minderheiten sind- nicht entstehen zu lassen?

      Oder finden auch Sie, dass z. B. rassistische Äußerungen oder Gewalt und Mordaufrufe von der Meinungsfreiheit gedeckt sein sollten?

      Wir haben doch hier die von Ihnen geforderte offene Diskussion. Und zu offenen Diskussionen gehört doch auch Position zu beziehen und aufeinander einzugehen, also miteinander zu reden

      Die gleiche Frage richte ich auch nochmals an Rita.

      Besten Dank!

  42. Mit dieser Klarstellung, Frau Prasuhn, haben wir doch schon mal eine – sachliche! – Gesprächsebene, über die sich gut streiten lässt. Natürlich können wir uns darüber auseinandersetzen, ob die Medien oder die Politik in Deutschland das tatsächlich vorhandene Meinungssprektrum abdecken oder nicht. Und, falls nicht, was sich dagegen mit demokratischen Mitteln unternehmen lässt. Nämlich eine Menge in unserer freien Gesellschaft. Wenn Sie schreiben, „offen ausgetragener, sachlicher Meinungskampf ist der beste Schutz vor Radikalisierung und Gefährdung unserer Demokratie“, dann gebe ich Ihnen vollständig Recht. Auch, wenn Sie einen „Mainstream“ kritisieren, „der Freund- und Feindbilder liebt und dadurch viele Menschen vor den Kopf stößt“.

    Allerdings haben Sie Ihrerseits in Ihren früheren Posts mit Begriffen wie „Meinungsdiktatur“, „ideologischer Autismus“ oder „willkürliche Hass-Unterstellungen“ genau diesen Mainstream gefüttert, den sie hier kritisieren – Polarisierung gibt es eben von beiden Seiten.

    • Ich bleibe dabei: Es wird gar zu oft Meinung diktiert, durch „Unterstellung, Diskriminierung und Denunziation“, falls jemand nicht dem sog „politisch korrekten Mainstream“ folgt, und ungewohnte bzw. unerwünschte Töne anschlägt.
      Sie und Ihr Versuch, meine Person zu verunglimpfen, sind doch bestes Beispiel dafür.
      Eine sachliche Gesprächsebene mit einem Gegenüber, das mal verbal böse zuschlägt und dann wieder Kreide gefressen zu haben scheint, kann ich mir nicht vorstellen und verspüre auch keine Lust dazu.
      Ich wiederhole gern den von mir geschätzten Klaus von Dohnanyi (SPD) mit seiner Feststellung: „Keiner widerspricht dem Mainstream – daraus aber entsteht ein ernsthaftes Problem für die Demokratie.“
      Warum sollte ich mich mit Ihnen „darüber auseinandersetzen, ob die Medien oder die Politik in Deutschland das tatsächlich vorhandene Meinungssprektrum abdecken oder nicht“? Ich ziehe Gesprächspartner vor, bei denen ich nicht plötzliche böse Attacken auf meine Person befürchten muss.
      Das bedeutet nicht, dass ich mich künftig aus allem rauszuhalten gedenke, was ich von Ihnen lese.

  43. Dann bleiben Sie halt bei Ihrer Hetze – und bekommen von mir dafür Gegenfeuer. MfG Bernd

    • Milch der frommen Denkungsart

      Konnten Sie sich wirklich nicht entblöden, Ihr verbales Unkraut auf jenem faschistoiden Boden
      zu ziehen, den Sie andere zu bereiten verdächtigen ?

  44. Ganz generell würde ich die Diskussion hier noch einmal auf den Punkt richten wollen, wie Bildung funktionieren kann und wie sie umgesetzt werden sollte, die die im Artikel aufgeworfenen Probleme bearbeitet.

    Und das diese nicht einfach wahllos herbeigeredet sind – zumindest darüber dürfte doch hier Konsens herrschen, oder?

  45. Wenn etwas dran ist an der Behauptung eines Artikels, dass Politik und Medien mit der Hass-Kultur ganz gut leben können und sich an ihr beteiligen, ist doch eine schulische Offensive gegen die Hass-Kultur ein wohlfeiler, aber unausgegorener Gedanke. Gute Vorbilder machen gute Sitten und nicht Schulunterricht.
    Lieber Politiker und Medien höflich, aber nachdrücklich, kritisieren durch Mails oder Briefe (nicht durch Bloßstellung im Internet oder in Zeitungen!), wenn sie durch ungebührliches Verhalten auffallen. Sie haben neben den Eltern große Vorbildfunktion. Solche Kritik käme dem allgemeinen Klima zugute und damit auch den Kindern.
    Auf Elternabenden könnte viielleicht auch einiges erreicht werden durch die Besprechung des Themas mit den Eltern.
    Aber bitte kein moralinsaurer Unterricht! Er bringt nichts wie so vieles, was nett und gut klingt, und darum der Schule zur Aufgabe gemacht wird. Im Endeffekt bringt das aber nichts außer vertaner Zeit und Mühe.
    Wohlklingende Offensiven zu fordern ist immer leicht, die Luft ist voll davon. Und doch kann die Kluft zwischen fromm Reden und fromm Handeln kaum größer sein als heute. Für mich grenzt das an Luftverschmutzung durch fromme Sprüche und Begriffe.

    http://meedia.de/2015/08/13/von-wutbuergern-und-gutmenschen-warum-politik-und-medien-mit-der-hass-kultur-ganz-gut-leben-koennen/

    • Liebe/r Popcorn,

      wir haben Beispiele gesammelt, wie Schulen Demokratie ohne „moralinsauren Unterricht“ vermitteln können – und dies in der Praxis auch schon vielfach tun. Tolle Initiativen. Lesen Sie doch mal rein:

      http://www.news4teachers.de/2015/10/noetiger-denn-je-wie-lehrern-ihren-schuelern-demokratie-vermitteln-beispiele-aus-der-praxis/

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Danke, Redaktion, für den Hinweis und den Artikel, mit dem ich viel mehr anfangen kann als mit der nebulösen Offensive gegen die Hass-Kultur. Die Parlamentssitzungen sind konkret und üben tatsächlich demokratisches Verhalten und demokratische Kultur ein.

      • Es sind lobenswerte Schuliniativen, die aber so neu nun auch wieder nicht sind. So oder in ähnlicher Weise gibt es doch landauf, landab genug Beispiele für das Einüben demokratischen Verhaltens.
        Sollte DAS aber nicht in jeder einzelnen Schulstunde selbstverständlich sein?
        Da lernen die Sch z.B. auch, was demokratische Diskussionskultur heißt. Wenn sie jedoch diverse politische Gesprächsrunden im Fernsehen verfolgen, sehen sie, dass es in der politischen Praxis manchmal recht ruppig zugehen kann.

        Vom Kindergarten an werden die heutigen Sch sensibilisiert, unsere Umwelt zu schonen. Uneingeschränkt begrüße ich entsprechende Projekte.
        Wie sieht es aber mit der Nachhaltigkeit aus? Bei einigen wird es vielleicht ein lebenslanges Problembewusstsein bewirken. Leider zeigt mir aber die gesellschaftliche Praxis, dass es offensichtlich viel zu wenige sind. Hier einige Stichwörter:

        – auch die Privathaushalte verschwenden unglaublich viele Lebensmittel,
        – inflationär hoher Verbrauch von einmal benutzten Plastiktüten,
        – Straßenränder bzw. Autobahnaufffahrten und -abfahrten werden zu Müllhalden,
        – nicht nur Fastfoodverpackungen werden achtlos aus dem Autofenster „entsorgt“,
        – Verzehr von Billigfleisch aus der Massentierhaltung, die unsere Umwelt stark belastet,
        – ….

        Was passiert eigentlich in den Familien, wenn entsprechend unterwiesene Kinder im Kindergarten oder der Schule erkennen, dass sich Zuhause darüber evtl. keiner Gedanken macht? Da geraten sie doch unweigerlich in einen Konflikt.

        • Das denke ich auch: Wenn Elternhaus und Umwelt eine andere Sprache sprechen als Schulbemühungen, ist alles für die Katz. Wegen dieses Effekts finde ich ja auch, dass an die Schule nicht dauernd Aufgaben herangetragen werden sollten, die sie nur pro forma leisten kann ohne jede Nachhaltigkeit. Dafür sind investierte Zeit und Mühe viel zu kostbar.
          Auch hier sind wir einig: Die Parlamentssitzungen am Ende des Schulvormittags sind handfest und lobenswert. Ein bisschen bringen sie vielleicht doch fürs Leben und sei es nur das, was Sie benennen: „Bei einigen wird es vielleicht ein lebenslanges Problembewusstsein bewirken.“

        • @ Popcorn und mehrnachdenken:
          Nein, das ist nicht für die Katz. Schüler können durchaus auch positive Ansätze in die Elternhäuser tragen. Gerade für diese Kinder ist es doch wichtig, überhaupt irgendwo sensibilisiert zu werden.

  46. Lieber Georg,

    das Ausbleiben von Antworten auf Ihre sachlichen und berechtigten Fragen zeigt einmal mehr, dass es manchen Herrschaften hier nicht um einen konstruktiven Dialog geht, der zu irgendwie gearteten Lösungen beiträgt. Es geht ihnen augenscheinlich lediglich darum, Stimmung zu machen – und zwar eine üble, weil ihnen die ganze Richtung nicht passt. Das ganze Geschwafel von „Meinungsdiktatur“ und „ideologischem Autismus“ soll offenbar nur verbergen, dass es ihnen gar nicht darum geht, Meinung zu äußern, sondern nur darum, Menschen – ob Flüchtlinge, Politiker, Andersdenkende und/oder vermeintlich Linke – herabzuwürdigen. Welche Meinung sollte man auch in Deutschland nicht äußern dürfen, wenn selbst ein Peter Maffay mit Kritik an der Flüchtlingspolitik unterwegs ist? Kein Mensch kommt auf die Idee, ihn deshalb einen Rechtsradikalen zu nennen.

    Ich hoffe allerdings, dass keiner der Misantropen, die sich hier zu Wort gemeldet haben, aktiver Lehrer ist – falls doch, tun mir deren Schüler aufrichtig leid.

    Freundliche Grüße
    Bernd

  47. Ja, ich frage mich auch, was es so schwer für Rita und Frau Prasuhn macht, eine eindeutige Aussage zu einer Frage nach demokratieorientierender Bildung bzw. sozialem Lernen zu treffen.

    Und obwohl ich mir langsam blöd vorkomme, hier eine letzte Runde, für die ich einfach meinen Wortlaut von oben übernehme

    Frau Prasuhn,

    ich würde mich immer noch über eine Antwort auf meine oben gestellte Frage freuen.

    Was haben Sie gegen Bildung, die mit Kindern oder Jugendlichen (die ja die Hauptzielgruppe für Bildungsangebote sind) präventiv arbeitet, um den den Hass auf Menschengruppen -die meist ja Minderheiten sind- nicht entstehen zu lassen?

    Oder finden auch Sie (wie anscheinend Rita, die nicht auf meine Nachfrage zur Klärung reagiert hat), dass z. B. rassistische Äußerungen oder Gewalt und Mordaufrufe von der Meinungsfreiheit gedeckt sein sollten?

    Wir haben doch hier die von Ihnen geforderte offene Diskussion. Und zu offenen Diskussionen gehört doch auch Position zu beziehen und aufeinander einzugehen, also miteinander zu reden

    Die gleiche Frage richte ich auch nochmals an Rita.

    Besten Dank!

  48. Ich finde es spannend, das der Blick immer nur in eine Richtung geht. Die Migranten, die Muslime, die Anderen müssen sich anpassen. Keine Rede ist von der verweigerten Integration durch die Bundesrepublik, die in den vergangenen Dekaden ein Ankommen in diesem Land für so viele so schwierig gemacht hat.

    Wenn vom Vermeiden von Fehlern der 60er Jahre die Rede ist, sollte Deutschland mal einen Blick z. B. nach Canada werden, wo in Bezug auf Migration sowohl in Gesellschaft als auch Schule ganz andere Wege gegangen werden. Und das funktioniert sehr gut.

    http://www.bpb.de/apuz/31674/einwanderungsland-kanada-ein-vorbild-fuer-deutschland?p=all

    Aber anstatt von erfolgreichen Modellen zu lernen und auf die wissenschaftliche Expertise der Migrations- und Integrationsforschung zu vertrauen, die sich genau damit beschäftigen, habe ich die Sorge, dass sich der deutsche Diskurs wie schon in früheren Dekaden auf Anpassung, Anpassung, bedingungslose Anpassung der Migranten verengt, anstatt auch die Strukturen in Deutschland der migrantischen Realität anzupassen.

    Und nein, mit Anpassung der Strukturen meine ich nicht die Akzeptanz von Zwangsheirat, Scharia und Salafismus, die meines Erachtens die Diskussion und das Bild der Migration in D dominieren, obwohl sie eher ein marginales Phänomen darstellen.

    http://mediendienst-integration.de/fileadmin/Dateien/Sarrazins_Thesen_Dossier.pdf

    • uuups, das hab ich unter dem falschen artikeln gepostet…

    • Egal, unter welchem Artikel Sie posten, die subtilen Angriffe auf bestimmte Personen durch scheinheilige Fragen oder vorgegebenes Unverständnis und angeblich besseres eigenes Wissen sind immer gleich. Dass Rita und Frau Prasuhn nicht antworten, ist klug und das beste was sie machen können.
      Ich an Frau Prasuhns Stelle hätte mich Bernd, ihrem kleinen Bruder, gegenüber bereits geweigert, ein Gesinnungszeugnis abzulegen. Aber was tut der Mensch heutzutage nicht alles, wenn er öffentlich als Rechtsradikaler unter gutbürgerlichem Mantel bezeichnet wird!? Bernd hätte sich besser entschuldigt für diese Sauerei, statt sich noch in die Brust zu werfen ob seines Erfolgs.
      Ihr Lob auf die Einwanderungsregelung Kanadas teile ich. Allerdings habe ich nicht den Eindruck, dass Sie die überhaupt kennen, denn sie widerspricht auf ganzer Linie Ihrem sonstigen Gerede.
      Kanada hat knallharte Einwanderungsregeln nach dem Motto „Rein darf nur, wer unserem Land nutzt und auf unsere Integrations-Bedingungen eingeht. Not und eigene Bedürfnisse spielen so gut wie keine Rolle. Unser Land ist wichtig und nicht das, was sich die Zuwanderer von ihm erhoffen.“

      • Danke „stillmann“.
        Viel anders hätte ich in Bezug auf Kanada auch nicht geantwortet.
        Im Forum las ich auch einen aufschlussreichen Artikel über Kanada als Einwanderungsland. Ich finde ihn leider nicht mehr. Vielleicht kann jemand helfen.

        Nur noch eine kleine Ergänzung:
        Kanada zögert nicht, Einwanderer kompromisslos wieder nach Hause zu schicken, wenn sie sich nicht an die Bedingungen des Gastlandes halten oder wenn sie gegen geltende Gesetze verstoßen.
        Ja, in diesem Punkt kann Deutschland viel von Kanada lernen.

        • Ein kleiner Tipp, mehrnachdenken:

          Es geht hier gerade um Bildung gegen eine Hass-Kultur unter Deutschen und nicht um strafrechtliche Aspekte im Asylrecht.

          Bitte bleiben Sie doch beim Thema, sonst bekommt das Ganze so ein Geschmäckle.

          • Stimmt, in meinem Kommentar habe ich nur das Asylrecht genannt, da war ich nicht breit genug.

            Danke für den Hinweis und die Ergänzung, dickebank.

            Also zurück zu Thema, bevor wir wieder zu weit abschweifen.

        • Sie können aber schon noch zwischen Einwanderungs-, Asyl- humanitären Regelungen zum Schutz von Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlingen unterscheiden.

          • Das müssten Sie Georg sagen, der Kanada ins Spiel und damit einiges durcheinander gebracht hat.

          • Im Prinzip meinte ich alle Forenteilnehmer. Mir geht es bei der derzeitigen Diskussion gegen den Strich, dass die verschiedenen Rechtsgebiete in einen Topf gehauen werden. Die einen sprechen von Flüchtlingen, die anderen von „Asylanten“ und Dritte von Migranten und wiederum andere von Zuwanderern.

            Wer sich auf den Asylartikel des GG beruft, muss nachweisen, dass er persönlich verfolgt wird.

            Flüchtlinge – und damit sind Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlinge – genießen den Schutz des Staates, der sie aufnimmt. Das ist in der UN-Flüchtlingsdklaration geregelt. In sofern genießen Flüchtlinge allenfalls ein Duldung. Das UNHCR geht davon aus, dass diese Gruppe nur vorübergehenden Schutz sucht und nach Beendigung der Kriegshandlungen in seine Heimat zurück kehren will.

            Der Begriff Migranten, der zunächst einmal wertneutral klingt, geht meilenweit am Thema vorbei. Jeder, der von Norddeutschland nach Bayern zieht ist Migrant, ebenso wie die, die aus dem Osten ind die „gebrauchten“ Bundesländer umsiedeln. Diese Gruppen sind Binnenmigranten, wer will kann selbst die Fernpendler zu dieer Gruppe zählen.

            Wer aus einem EU-Mitgliedsstaat nach Deutschland kommt ist ebenfalls Migrant, er kann sich hier frei niederlassen, da ihm die EU-Verträge dieses Recht (Freizügigkeit) zugestehen.

            Bleibt eine Gruppe von Zuwanderen, die über die zuvor erläuterten Rechtsbereiche hinaus beschrieben werden müssen, und die der Volksmund „Wirtschaftsflüchtlinge“ nennt. Im Bürokratendeutsch werden sie als Zuwanderer aus sicheren Drittstaaten bezeichnet. Sie haben weder Anspruch auf die Gewährung von Asyl, noch fallen sie unter die Gruppe, die durch die Flüchtlingskonvention der UN noch unter die Freizügigkeit innerhalb der EU fallen. Lediglich dies Personengruppe wäre von einem Einwanderungsgesetz betroffen. Das wiederum lohnt den Aufwand nicht, hier muss der Staat schneller für die Rückführung sorgen.

            Ebenso muss die Rückführung schneller möglich sein, wenn sich diejenigen, die Asyl beantragen, nicht in ausreichendem Maße am Anerkennungsverfahren beteiligen – also ihre Herkunft verschleiern oder unwahre Angaben machen. In jedem Antragsverfahren ergibt sich eine „Bringpflicht“ für die Antragsteller. Wer die geforderten Auskünfte nicht erbringt, muss schneller abgeschoben werden können.

          • Die Differenzierung ist wichtig. Wer differenziert denn noch von den Politikern und den Medien? Ich höre immer nur „Flüchtlinge“.
            Was tut es andererseits zur Sache? Bis vor kurzem hieß Deutschland ALLE herzlich willkommen, auch die so genannten Wirtschaftsflüchtlinge. In dieser Hinsicht haben die Grünen/Die Linke ihre Meinung auch noch nicht geändert.

          • Es sind in erster Linie die Medien, die nicht differenzieren, sowie die zu Populismus neigenden Politiker aller Couleur.

            Und willkommen wird noch lange nicht jeder geheißen. Die Entscheidung der BK‘ für die Syrer das Dublin III-Abkommen außer Kraft zu setzen, war eine poltische Notwendigkeit. Wer glaubt er könne an Stelle der Flüchtlinge festlegen, wohin diese wandern wollen, der glaubt auch, dass Wasser bergauf fließt.

            Was nutzt es, wenn Seehofer zwar populistische Forderungen aufstelt, es seine eigene Landesregierung aber nicht schafft beschlossene Gesetze umzusetzen. in 2015 hat NRW 3.000 abgelehnte Asylbewerber vor allem vom Balkan abgeschoben. Das markig auftretende Bayern hat es nur auf ein Drittel der Zahlen des landes NRW gebracht.

            Dabei dürfte die Zahl der in Bayern lebenden Bulgaren und Rumänen um ein Vielfaches kleiner sein als in Duisburg bzw. dem Ruhrgebiet.

            Wie verquer die situation bei der Unterbringung von Flüchtlingen auf der Grundlage des Königssteiner Schlüssels ist, sieht man im Vergleich der kreisfreien Stadt Köln mit dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. MV muss demnach weniger „Flüchtlinge“ aufnehmen als Köln. Bei den einen gäbe es Platz und ausreichend leerstehenden Wohnraum, bei den anderen improvisierte, nicht winterfeste Zeltquartiere und unbezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten mit prekären Einkommensverhältnissen. Wohnberechtigungsscheine bringen schon wegen des fehlenden Wohnraumes nichts.

      • Sie bringen mich wirklich zum Lachen, Stillman.

        Ich greife also an, wenn ich in ruhigem und sachlichem Ton in einem Forum für Lehrer Fragen nach demokratieorientierender Bildung an Schulen stelle und nochmal nachhake, wenn ich auf eine derart wichtige Frage 2x keine Antwort bekomme, obwohl die Gefragte offensichtlich mitliest?

        Muss ich erst pampig werden, um auf so eine Frage irgendeine Art von Replik zu bekommen?

        Verzeihung, aber Sie machen sich lächerlich. Und gleichzeitig ist es bezeichnend für Sie, dass Sie mich angreifen und sich in keinem Stück mit dem Inhalt meines Posts und dem Artikel, unter dem Sie diskutieren auseinandersetzen.

        Und zu ihrem arroganten Kommentar zu meinem“Gerede“: Sie haben in meinen Kommentar hineingelesen, was sie hineinlesen wollten und sich selbst kein Stück mit dem Artikel beschäftigt, sonst wäre ihnen diese, zu meinem Post so wunderbar passende Passage nicht entgangen:

        Ein anderes wichtiges Element des kanadischen Integrationsregimes ist der Multikulturalismus, der sich als staatliche Praxis des Schutzes kultureller Identität wie auch als Ethos der Pluralität und der zwanglosen Integration von Immigranten beschreiben lässt. Er ist von der Idee geprägt, dass ethnisch-kulturelle Vielfalt keine Gefährdung der sozialen und politischen Integrität des Gemeinwesens darstellt, sondern eine Bereicherung, die es staatlich anzuerkennen und zu fördern gilt. Zuletzt im Multiculturalism Act aus dem Jahr 1988 wurde die Anerkennung und Förderung von verschiedenen Kulturen rechtlich festgeschrieben und der Schutz sprachlicher und ethnisch-kultureller Minderheiten auf eine Stufe mit dem Schutz des Kanons individueller Freiheitsrechte gestellt.[3] Um die beiden wesentlichen Ziele dieser Politik zu erreichen, namentlich die Toleranz für ethnisch-kulturelle Differenz und das Gebot der Chancengleichheit, sind sie durch eine umfassende und auch für die Arbeitsmarktintegration bedeutsame Antidiskriminierungsgesetzgebung ergänzt worden. So ist ein breiter gesellschaftlicher und politischer Konsens in Kanada darüber entstanden, dass Immigration wünschenswert ist und die gelungene Integration von Einwanderern zu einer unverzichtbaren normativen Selbstverpflichtung der kanadischen Gesellschaft gehört.

        Und außerdem: Bitte werfen Sie doch noch einen Blick auf diesen Artikel, der sich mit dem kanadischen Schulsystem befasst. Auch da werden Sie all die Dinge finden, die dieses Land nicht hinbekommt und für die entstehenden sozialen Probleme allein die Migranten verantwortlich macht.

        http://www.zeit.de/2008/35/B-Toronto

  49. @Georg
    Sie schwenken von der Flüchtlingspolitik zur Einwanderungspolitik und loben dabei Kanada. Dazu folgendes Zitat:
    „Was gerade deutsche Politiker so reizvoll an Kanadas Ansatz empfinden, ist das klare Bekenntnis des Landes, die Einwanderung steuern zu wollen nach den wirtschaftlichen und sozialen Bedürfnissen des Landes. Daran hat sich auch mit der Reform nichts geändert. Das Prinzip bleibt. Es soll kommen, wer dem Land weiterhilft. Ein deutlich kleineres Kontingent ist darüber hinaus für Flüchtlinge reserviert und für Familienangehörige von Immigranten, die schon in Kanada arbeiten.“
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/kanadas-einwanderungs-punktesystem-wird-reformiert-13405077.html

    Kanada hat also mit Flüchtlingen nicht viel am Hut. Für sie gibt es nur ein „deutlich kleineres Kontingent“.
    Kommen soll, „WER DEM LAND WEITERHILFT“. Weil aber trotz Punktesystem auch Kanada in den vergangenen Jahren zunehmend Einwanderer verzeichnete, die dem Land nicht nützten, wurde das Einwanderungsgesetz mit seinem Punktesystem dieses Jahr geändert, d. h. nachjustiert.
    Der Grundsatz ist geblieben: Wir Kanadier gehen nach dem Nutzen für unser Land und nicht nach Hilfsbedürftigkeit. Für die Integration bieten wir zahlreiche verpflichtende Maßnahmen an. Es wird gefördert und GEFORDERT. Vom Fordern reden wir nicht nur, sondern praktizieren es strikt.
    Sie können doch nicht die gute schulische Unterstützung Kanadas für Einwandererkinder, die bis hin zum Einzelunterricht geht, von den kanadischen Gesamtbedingungen trennen. Das ist Rosinenpickerei.
    Wenn schon, dann müssen Sie das ganze Modell akzeptieren, was für Deutschland bedeuten würde: Von den Leuten, die zu uns kommen, nehmen wir bis auf wenige humanitäre Fälle nur diejenigen auf, die unserem Land nützen. Für alle anderen bleiben die Grenzen geschlossen.
    Denjenigen, die willkommen sind, helfen wir dann mit allen erdenklichen Mitteln, sich gut zu integrieren. Dazu zählen auch strikte Anforderungen, die bei Verweigerung zur Ausweisung führen.
    Also: Sollen wir Kanadas Einwanderungs-Gesamtpaket mit dem geringen Kontingent für Flüchtlinge übernehmen, zu dem lobenswerte schulische Bedingungen für Kinder von meist gut gebildeten, integrationswilligen Eltern gehören?

    Gegenüber „mehrnachdenken“ äußern Sie: „Bitte bleiben Sie doch beim Thema, sonst bekommt das Ganze so ein Geschmäckle.“ Dazu die Gegenbitte: Bleiben Sie doch selbst beim Thema und verzichten Sie auf durchsichtige Andeutungen, die diffamierend wirken!

    • Hallo Realo,

      soweit ich mich erinnere geht es in diesem Forum um „Eine Bildungs-Offensive gegen die Hass-Kultur!“.

      Mir geht es nicht darum, auf welche Art Menschen nach Kanada kommen und ob sie dort nach Nützlichkeit oder Bedürftigkeit Einlass finden und ob dieses Sortieren ein Vorbild für Deutschland sein sollte oder nicht.

      Mir geht es um die Art und Weise des Umgangs mit den Newcomern, um das Selbstverständnis als Einwanderungsland und darum, wie sich genau dieses Selbstverständnis in z. B. der Gestaltung von Gesellschaft und vor allem Schule (und damit Bildung) wiederfindet. Genau in dieser Art des Selbstverständnisses liegt m. E. das Problem in Deutschland.

      Aus welchen Gründen die Menschen kommen ist doch dabei relativ Wurst, deshalb zieht das Argument mit der Rosinenpickerei auch nicht: Wenn sie da sind, sind sie da und Schule musss einen Weg finden, damit umzugehen, ohne die Kinder zu benachteiligen und gleichzeitig für eine Gesellschaft zu sorgen, in der es nicht zu „Mord und Totschlag“ kommt, weil Front gegen Minderheiten gemacht wird.

      Nochmal: Thema ist nicht die Gestaltung einer Einwanderungspolitik, also aus welchen Gründen Menschen nach Deutschland kommen und hier leben dürfen – das ist eine andere Diskussion und das Thema will ich hier auch nicht aufmachen.Wichtig finde ich die Frage des „Wie“ der Einbindung und die Gestaltung des Gemeinsamen z. B. durch Bildung.

      Und damit wäre ich auch wieder bei Rita und Frau Prasuhn.

      • Das Problem ist der Egoismus der Bildungseliten, die alle, die nicht dem durchschnittlichen Lernverhalten entsprechen, als Lernhindernisse ihres eigenen Nachwuchses ansehen.

        Dabei ist es egal, ob das Einheimische mit Förderbedarf oder Auswärtige mit fehlenden Kenntnissen der Unterrichtssprache sind. Ziel von grundschulischer Bildung ist das Erreichen der Gymnasialempfehlung – aus Sicht dieser Bildungselite. Ginge es nach diesen Bildungsexperten würde die seggregation schon bereits in der Grundschule einsetzen. In den Kitas hat sie es ja de facto schon, da die Eltern sich die Kita für ihren Nachwuchs selbst aussuchen können. Es geht also lediglich um Besitzstandswahrung.

        • Bedingt wäre eine Trennung oder zumindest eine individuelle Forderung (mit „O“ nicht mit „Ö“) innerhalb der Grundschule schon ganz sinnvoll. Viele der Gymnasiasten lernen in der Grundschule völlig unverschuldet das Lernen nicht, weil ihnen alles zugeflogen kommt, während andere trotz Abschaffen der schriftlichen Division trotz Bärchen- statt Zweier-Reihe, trotz Schreiben nach Gehör trotz Sprachförderung usw. am Kämpfen sind. Am Gymnasium rächt sich das nicht sofort, weil das Niveau in der Erprobungsstufe noch nicht sonderlich hoch ist, sondern ab Klasse 7 oder 8 mit richtigem Einsetzen der Pubertät. Dann geht es vielleicht noch nicht um die Versetzung, aber ich halte eine „3“ auf dem Zeugnis durch Nichtstun und zufrieden damit für mindestens genauso schlimm, wenn aus intellektuellen Gründen im gleichen Fach eine „2“ schon eher peinlich wäre.

        • Dickebank, da ich bin ganz bei Ihnen!

  50. Im Austeilen sind manche Mit-„Diskutanten“ in diesem Forum gut. Ob „Autist“, „Ideologe“, „Verleumder“, das ganze Arsenal an Beleidigungen wird über Andersdenkende ausgekippt. Was das Einstecken angeht, sind dieselben Personen dann plötzlich seeeehr empfindlich. Was ist eigentlich so schwer daran, sich klar gegen jeden politischen Radikalismus zu wenden und auf dieser Basis sachlich zu diskutieren? Damit wäre doch jegliche Vermutung, die Betroffenen würden mit radikalen Positionen kokettieren, hinfällig. Frau Prasuhn hat – nachdem sie in früheren Foren schon mal kategorisch jede Gefahr von rechts verneint hat und stattdessen die „Meinungsdikatur“ des „Mainstreams“ beschworen hat – sich endlich doch mal dazu herabgelassen, eine Bedrohung (auch) durch Rechtsextreme einzuräumen. Immerhin.

    Achtung, bittere Ironie: In den vergangenen Wochen wurden ja auch erst mehrere Dutzend Asylbewerberheime angezündet, und es hat in dieser Zeit ja auch nur einen Mordversuch an einer Politikerin gegeben. Solingen? Mölln? Rostock? Hoyerswerda? NSU? War da was? Habe ich jetzt vergessen. Aber wenn Linke mit Kastanien herumwerfen, jaha, da schaut das Lügen-Fernsehen nicht hin. Dass man miiiiiir Radikalismus vorwirft, nur weil ich sehr viel Verständnis habe für die vielen, höchstens ein bisschen braunen Flüchtlingsgegner mit ihren hübschen völkischen Fahnen, das ist unerhört. Wie bitte, ich kriminalisiere Ausländer, nur weil ich widergebe und als seriöse Information verkaufe, was ich an überzeugenden Vermutungen in einem rechtspopulistischen Blog gelesen habe? Ein bisschen Hetze wird man doch wohl noch äußern dürfen in diesem Land. Gehört ja schließlich mir.

  51. @Georg
    Erst das Einwanderungs- und Bildungsmodell Kanada in den Diskussionsring werfen und immer wieder darauf zurückkommen, um dann bei unliebsamen Argumenten anderer schnell die Kurve zu kratzen und zu sagen, dass es Ihnen doch darum gar nicht geht, sondern allein um „Eine Bildungs-Offensive gegen die Hass-Kultur!“ in Deutschland. Wer soll Ihnen das noch abnehmen außer dem getreuen Bernd?
    Und wenn Sie glaubhaft machen wollen, dass dies der zentrale Punkt Ihres Interesses ist, dann sollten Sie alle zum Gespräch darüber auffordern und nicht nur ständig zwei Leutchen, die Sie offenbar dermaßen auf dem Kieker haben, dass Sie von ihnen gar nicht mehr ablassen können. Wörtlich: „Und damit wäre ich auch wieder bei Rita und Frau Prasuhn.“
    Sie könnten die Ihnen angeblich so wichtige Diskussion außerdem durch eigene Gedanken und Vorschläge inspirieren, anstatt sich penetrant an zwei Personen zu wenden, die Ihnen Rede und Antwort stehen sollen wie vor einem Richter, der angeblich nur an der Wahrheit interessiert ist, aber dumme Fangfragen stellt. Erwarten Sie da wirklich Antworten?
    Dazu noch Ihre Drohung: „Muss ich erst pampig werden, um auf so eine Frage irgendeine Art von Replik zu bekommen?“
    Wenn das Ihr „ruhiger und sachlicher Ton“ ist, dessen Sie sich selbst loben, dann scheint auch hier der Blick getrübt.

  52. Ach Realo, eben noch sachlich, jetzt unangenehm poltern.

    Ich erspare mir einen längeren Kommentar auf Ihren unsachlichen Anwurf. Schauen Sie doch einfach mal, wie das Kanada Beispiel und die „Bildungsoffensive“ miteinander zusammenhängen und lesen, was bisher hier geschrieben wurde.

    Vielleicht macht es dann klick und Sie verstehen, warum ich von Rita und Frau Prasuhn gerne eine klärende Antwort hätte.

    Bis dahin einen schönen Abend!

    • Eine sehr hilflose Reaktion, Georg, die sich mit Überlegenheit tarnt. Diesen Trick kann jeder beim Anfängerkurs für Rhetorik lernen. Was man selbst nicht erklären kann, mache man dem anderen zur Denkaufgabe.

      • Lieber Realo,

        was ich selber mach und tu, das trau ich auch den anderen zu.

        Bitte kommen Sie doch zurück zum Thema, diese persönlichen Geplänkel fangen an mich zu nerven. Außerdem führen sie zu nichts.

        Nehmen Sie doch zur Abwechslung einfach mal Bezug auf meine inhaltlichen Äußerungen. Was unterscheidet Gesellschaft und Schule in Kanada, das sich als Einwanderungsland definiert, und Deutschland, dass sich dem über Jahrzehnte verweigert hat und es institutionell immer noch tut.

        Und was bedeutet das für die institutionelle Verfahrensweise und Bildungsinhalte an Schulen.

        So, den Rest des Weges müssen Sie jetzt alleine gehen.

  53. @Bernd
    Was Sie hier abziehen, Bernd, ist außer Frechheit auch bodenlose Gemeinheit und hetzerische Verleumdung. Bitte belegen Sie durch einen Link, dass Frau Prasuhn „in früheren Foren schon mal kategorisch jede Gefahr von rechts verneint hat“.
    Und kommen Sie mir bloß nicht mit der Ausrede, Sie hätten vergessen zu speichern. Das haben Sie bestimmt nicht. Gäbe es eine solche kategorische Verneinung, hätten Sie sie garantiert doppelt und dreifach gespeichert und den Link dazu wie eine Kostbarkeit gehütet.
    Ich frage mich, was mit Ihnen los ist, dass Sie so auf einen Menschen losgehen, weil er die Meinungsfreiheit bedroht sieht, insbesondere durch Unterstellung von rechtem bzw. rechtsextremem Gedankengut.
    Die Nazikeule ist doch nun wirklich kein Geheimnis mehr.
    Schließlich frage ich mich auch noch, wie jemand gestrickt sein muss um nicht zu merken, dass er mit seinem Verhalten genau das beweist, was er abzustreiten versucht, nämlich die Bedrohung der Meinungsfreiheit durch einschüchternde Verdächtigungen.

  54. Wie gehabt, es geht bei manchen Leuten hier nicht ohne Beschimpfungen. Wen habe ich denn wann bedroht?

    O-Ton Prasuhn: „Ich kann in unserer Gesellschaft keine große Bedrohung von rechts erkenen. Dafür sehe ich eine umso größere Gefahr in dem politischen und medialen Bemühen, das Gespenst ‚Nazi-Deutschland‘ mit Leben zu erfüllen.“

    Quelle: http://www.news4teachers.de/2014/11/viele-schueler-halten-nazi-deutschland-fuer-eine-demokratie-trotzdem-wird-geschichtsunterricht-zusammengestrichen/

    Ich habe diesen Link nicht gehütet, bin aber nicht debil – und kann mich durchaus an Diskussionen erinnern, an denen ich beteiligt war.

    • Moment mal, „keine große Bedrohung“ ist doch wohl keine kategorische Ablehnung jeglicher Gefahr von rechts. Was behaupten Sie denn da?
      Ich sehe den sog. Kampf gegen rechts ebenfalls aufgebauscht im Vergleich zu dem, was an Widerstand gegen Aggressionen von links (Stichwort Antifa und Co.) stattfindet mit deren Zerstörung ganzer Straßenzüge, unzähligen Auto- und Hausbränden, Anschlägen auf Bundeswehreinrichtungen und körperlichen Verletzungen von Meinungsgegnern und zahlreichen Polizisten.
      Dass Sie blind sind oder sich blind stellen für Ihr eigenes Tun, beweist Ihre Äußerung „Wie gehabt, es geht bei manchen Leuten hier nicht ohne Beschimpfungen.“ In der Kunst der Beschimpfung, Verdrehung von Äußerungen und Verfälschung von Tatsachen sind Sie doch der traurige Sieger und zeigen außerdem keine Scham, sich über andere zu beschweren, die weit fairer argumentieren als Sie.
      Verfälschen Sie bitte neben Frau Prasuhns nicht auch noch meine Aussagen. Ich sprach nicht davon, dass Sie jemanden bedrohen, sondern dass Sie die „Meinungsfreiheit durch einschüchternde Verdächtigungen“ bedrohen. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
      Immer mehr merke ich, wie gefährlich so angeblich tolerante und menschenfreundliche Leute wie Sie sind, die einem das Wort im Munde herumdrehen, falsche Behauptungen aufstellen, sich bei jeder Widerrede beklagen über die Dünnhäutigkeit der anderen und ihren eigenen Beißreflex kaum zügeln können.
      Bernd, Sie sind mit Ihren Äußerungen wirklich eine lehrreiche Person, allerdings nicht in dem Sinne, den Sie sich wünschen. Darum messe ich in Ihren Beiträgen durchaus einen Wert zu, auch wenn sie mich aufregen.

      • Bernd hat sich nicht über Widerrede beklagt, habe ich hier nirgends gelesen. Er hat auch keine falschen Behauptungen aufgestellt – sondern, im Gegenteil, seine Haltung nachvollziehbar begründet. Von seinen Kontrahenten kommen dagegen nur Empörungsausdrücke und das ewige Gejammer darüber, dass sie mit ihren Meinungen (die sie hier ausdrücklich gar nicht äußern – worum geht’s eigentlich?) in die rechte Ecke gestellt werden. Verstehe ich, ehrlich gesagt, nicht. Es kann sich doch jeder klar ausdrücken und Farbe bekennen, dann gibt es solche Missverständnisse nicht. Oder sind es am Ende eben doch keine Missverständnisse?

    • Danke für den Link! Gefällt mir, was Kissler da sagt. So herum wird die Hetze viel zu selten gesehen und noch seltener thematisiert.

  55. Jetzt bin ich auch noch „gefährlich“. Was kommt als Nächstes? Dass ich ein Linksterrorist bin?

    Aufgebauscht? Nur mal vom letzten Wochenende (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

    Die AfD spricht davon, dass auf Flüchtlinge an der Grenze „notfalls“ auch geschossen werden müsse.

    Ein AfD-Funktionär verbreitet die Lüge, dass eine Zwölfjährige von einem Asylbewerber vergewaltigt worden sei,

    400 schwarz Vermummte mit Reichskriegsfahnen ziehen mit dem Hitlergruß durch Halberstadt und greifen Polizisten an.

    Magdeburg: Ein 30-köpfiger Mob verprügelst syrische Asylbewerber mit Baseball-Schlägern.

    Brandanschlag auf ein – bewohntes! – Flüchtlingsheim im niedersächsischen Sehnde.

    Darf man solche Aktionen Ihrer Meinung nach rechtsradikal nennen? Oder ist das schon die „Nazi-Keule“, mit der die Versacher – sicherlich empfindsame Seelen – von bösen Menschen wie mir in die rechte Ecke gedrängt werden? Wie viele Tote müssen es denn sein, um von Rechtsradikalismus sprechen zu dürfen?

    Natürlich gibt es auch Linksextremisten. Was sich zum Teil bei den Anti-TTIP-Demonstrationen zusammenbraut, ist keinen Deut besser. Das macht aber den braunen Terror weder sympathischer noch menschenfreundlicher. Wer (wie Sie) angesicht der aktuellen Entwicklung, dass die terroristischen Aktionen von Rechtsradikalen Tag für Tag an Häufigkeit und Intensität zunehmen, immer noch versucht, solche Taten zu rechtfertigen oder zu verharmlosen, der ist entweder verblendet – oder, sorry, selbst radikal.

    In einem Punkt täuschen Sie sich in mir allerdings gewaltig: Ich bin nicht tolerant gegenüber Leuten, die mit dem Feuer spielen und an unserer Demokratie herumzündeln.

    • Ich meine, hier haben Sie für mich klar Position gegen jede Form von Gewalt – ob verbal oder physisch gezogen. Das ist für mich eine gute Basis für weitere – meinetwegen auch recht kontroverse Diskussionen, die aber unbedingt sachlich bleiben sollten.

      Was ich gestern im „Bericht aus Berlin“ an verbalen abscheulichen Verunglimpfungen zum Bsp. in Richtung der SPD – Generalsekretärin hörte, stößt mich gewaltig ab. Einige Leute sind auch noch so dreist und verfassen ihre Pamphlete mit voller Namensnennung. Eine mögliche strafrechtliche Verfolgung nehmen sie offenbar billigend in Kauf. Dieses Verhalten halte ich tatsächlich für sehr bedenklich.

  56. Guter Link, mehrnachdenken. Ob es Sinn macht, mit Pegida-Anhängern zu diskutieren, so wird die Dame gefragt. Antwort: „Man muss sich (..) einig sein, dass politische Aufgaben nicht mit Hass, sondern nur mit verantwortlichem Handeln zu lösen sind. Insofern ist es fraglich, ob es eine Gesprächsbasis mit der Mehrheit der Pegida-Anhänger geben kann.“ Das ist sehr richtig, gilt m. E. aber nur für das persönliche Gespräch – in der Öffentlichkeit (also auch in Foren wie diesen) macht es durchaus Sinn, dagegenzuhalten. Es lesen ja noch mehr mit.

  57. Ja, es lesen noch mehr mit. Und das sich gegenseitig in linke und rechte Ecken stellen nervt.

  58. ‚tschuldigung, aber um rechts oder links geht es nicht. Ausgangspunkt des Streits war die Behauptung, dass Deutschland eine „Meinungsdiktatur“ sei und dass es Parallelen zum Repressionssystem der DDR gebe. Das beleidigt alle Menschen, die sich für unsere Demokratie engagieren und zum Beispiel in demokratischen Parteien ehrenamtlich mitarbeiten – also auch mich -, als Handlanger einer Diktatur. Und es rechtfertigt die derzeit zu beobachtenden Ausschreitungen, weil einer „Didaktur“ ja Widerstand entgegengesetzt werden darf. Solche Aussagen grenzen für mich an Volksverhetzung, und dagegen setze ich mich zur Wehr.

    • Ist der Schwulen-Aktivist David Berger auch ein Volksverhetzer, wenn er erklärt:“Warum es unklug ist, wenn sich Schwule an der Zerstörung der Meinungsfreiheit beteiligen…“ Offensichtlich sieht auch er die Meinungsfreiheit auf dem absterbenden Ast.
      Dass dabei Meinungsvorschriften und Diktate entstehen, ist doch klar. Was soll also Ihre künstliche Aufregung, wenn jemand Tatsachen benennt?
      Wer in Parteien ehrenamtlich mitarbeitet, sollte sich wirklich manchmal fragen, ob er noch einer freiheitlichen Demokratie dient. Der Mitglieder- und Wählerschwund zeigt jedenfalls deutliches Misstrauen der Bürger.

      http://www.gaystream.info/#!Heute-ihr-morgen-wir/cjds/562f8f030cf2d5c7c8f58bc3

  59. Sorry, die erste Frage verstehe ich nicht. Wieso soll der Zitategeber ein Volksverhetzer sein?

    Und was die Mitwirkung in Parteien angeht – welche Alternative hätten Sie denn anzubieten?

  60. Ich weiß nun nicht, ob dieser Link hier passt. Ein Allgemeinmediziner schreibt bei Facebook über seine Arbeit in einem Erstaufnahmelager für Flüchtlinge. Der Beitrag steht bei web.de. und findet großes Zustimmung.

    Gibt es bei n4t auch Leser, die dazu eine kritischere Haltung einnehmen? Wer traut sich, diese zu äußern?

    • Hier meine kritische Meinung: „Durch ihr ‚wir schaffen das’ hatte ich zum ersten Mal so was wie Respekt und Anerkennung für die Kanzlerin übrig“, schreibt der junge Arzt und macht durch die bewegende Schilderung seiner Erfahrungen in einem Erstaufnahmelager klar, warum er so denkt.
      Seiner Aussage möchte ich ein Zitat von Herrn Collier gegenüberstellen, das in dem von dixo erwähnten „Welt“-Interview steht:
      „Deutschland hat trotz bester Absichten eher Tote auf dem Gewissen. Die Sache ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Viele Menschen haben Merkels Worte als Einladung verstanden und sich danach erst auf den gefährlichen Weg gemacht…“
      Da stehen sich zwei Ansichten gegenüber. Ich neige zu der von David Collier. Sie kommt mir realistischer und vernünftiger vor, gerade auch im Hinblick auf die Vermeidung dessen, was Herr Lindemann an Not und Elend in einem Erstaufnahmelager beschreibt.

      • Gibt es noch weitere Meinungen? Scheint ja fast nicht der Fall zu sein.

        @Knut
        Ich sehe es so ähnlich wie Sie, und ich frage mich tatsächlich, ob sich auch Frau Merkel von den beschriebenen Zuständen in dem Erstaufnahmelager in irgendeiner Weise angesprochen fühlt.
        Allerdings stellt der Arzt da offensichtlich keinen Zusammenhang her. Im Gegenteil: Für ihn ist die Bundeskanzlerin die wahre Heldin.

        • „Gibt es noch weitere Meinungen?“

          och nööh – hier nicht!

        • Genauso wie dieser Arzt stellen leider viele keinen Zusammenhang her.
          Seine P.S.-Anmerkung hat mich jedoch wieder mal aufgeregt. Die Nazi-Keule ist kaum mehr zu ertragen.
          Allerdings kenne ich die betreffende Diskussion nicht, weil ich ich noch nie bei facebook war und auch nicht vorhabe, mich dort aufzuhalten.

      • Wenn man Flüchtlinge fragt, wie lange sie für Ihr Flucht gebraucht haben, waren sie selten weniger als 3-4 Monate unterwegs.

        Das, was wir also die letzten Monate erlebt haben, hat also höchstens am Rande etwas mit Merkels „Einladung“ zu tun.

        Der Sommer und dir damit ruhige See, die lange Dauer des Bürgerkriegs in Syrien, die gekürzten Gelder für das UNHCR, die weggeschmolzenen Reserven vieler Syrer, der Vormarsch der Taliban und des IS, etc. sind wesentlich einleuchtendere Gründe als Merkels angebliches „Eilet herbei!“

        • Und die Zustände in den Lagern sind nicht vom Himmel gefallen sondern Folge einer Politik, die schlicht zu wenig Mittel für den menschenwürdigen Betrieb bereit stellt, die Überforderung von oft unterbesetztem Personal, schlichtem Rassismus von Angestellten und der Enge und mangelnden Abwechslung für die Flüchtlinge.

  61. Warum heißt es eigentlich immer „Flüchtlinge“? Wenn es um Straftaten von Zuwanderern geht, wird ruck zuck darauf verwiesen, dass das gar keine Flüchtlinge waren, sondern Kriminelle aus Nordafrika oder sonstwo her, die sich nur als „Flüchtlinge“ ausgaben, Pässe weggeschmissen hatten usw. Kaum hat sich die Empörung gelegt, heißt es wieder nur „Flüchtlinge“.
    Es herrscht auch viel Unmut in der Bevölkerung über den unehrlichen, volkserzieherischen Sprachgebrauch.

    @Georg
    Ihre „Wahrheiten“ sind mir zu schlicht. „zu wenig Mittel für den menschenwürdigen Betrieb“ zieht sich durch fast all Ihre Beiträge, ob es die Inklusion oder die „Flüchtlings“frage ist. Mit Geld scheinen Sie von jezt auf gleich Tausende von fehlenden Lehrern oder Ärzten einkaufen zu können.
    Es ist leicht, undifferenzierte Ansichten zu vertreten und sich mit dem Heiligenschein des Philantropen zu schmücken. Leute, die sich da mehr Gedanken machen und auch die Gefahren einer sturen Willkommens- und blauäugigen Hilfskutur sehen, haben es da viel schwerer. Sie erwirtschaften vielleicht sogar das hart erarbeitete Steuergeld, das Sie großzügig vom heimischen Ruhesessel aus verteilen wollen, und müssen sich u. U. noch beschimpfen lassen, wenn sie sich einen wohlüberlegten u. sorgfältigen Umgang damit wünschen.
    Leute wie Sie jagen mir regelmäßig Schauer über den Rücken. Sie verbessern nicht die Welt, sondern machen sie nur unsicherer und schlechter durch ihr undifferenziertes Draufloshelfen-Wollen ohne Sinn und Verstand.

    • Tja, wenn ich nicht aus der Erfahrung der hauptamtlichen Flüchtlingsarbeit sprechen würde, könnten Sie hier vielleicht glauben, einen Pürierstab kt zu landen. Man merkt aber schlicht, dass Sie Keine Ahnung haben. Wovon sie reden.

      Das über Nacht Leine Lehrer und Ärzte wie Pze aus dem Boden sprießen ist so banal, wie ihr Glaube, damit argumentieren zu können, von wenig Anspruch an eine „Argument“ zeigt.

      Es fehlt in den Unterkünften an einer Menge Sachen, die ganz simpel mit Geld beschafft werden könnten. Waschmaschinen, Trockner, Computer, Einrichtungen für Gemeinschaftsräume, Fernseher, Kickertische, Abtrennwände, Spinnte. Stattdessen überlässt man sie der Langeweile und dem elenden Warten…

      Und wenn Ihnen jemand wie ich Schauer über den Rücken jagt, dann frage ich mich, was CSU, AfD und PEGIDA bei Ihnen auslösen.

      Eine angenehme Behaglichkeit? Das Gefühl, das jemand mutig Klartext redet und endlich mal sagt, das wir sie einfach abknallen sollten?

      • Das stimmt doch alles überhaupt nicht. Die Flüchtlinge denken, sobald sie in Deutschland ankommen, haben sie es geschafft. Geschafft haben es hier Leute nach langer Schul – und Ausbildung, wenn sie fast 30 Jahre alt sind. Bei uns stehen auch nicht Waschmaschine und Trockner automatisch vor der Haustür. Wie soll denn das alles gehen? Mussten sie sich denn nie etwas erarbeiten?

        • Glauben Sie mir, das stimmt. Es geht um Waschmaschinen und Trockner in Massenunterkünften von 100-200 Menschen

          Gehen Sie mal in die Unterkünfte und schauen sich an, die die Menschen dort leben müssen. Das es gerade nicht genug Wohnraum gibt, ist klar. Das es in den Massenunterkünften aber am nötigsten fehlt, weil das Geld von Landkreisen und Land nicht ausreichend bereitgestellt wird und sich die Betreiber unliebsame Ehrenamtliche vom Hals zu halten versuchen, weil sie sich beobachtet und kritisiert fühlen und dann die Presse in die Spur schicken, erlebe ich hier jeden Tag.

          Und ich muss mir wie alle anderen auch mein Geld erarbeiten. Die Flüchtlinge haben das zuhause auch getan. Die Menschen hatten normale Leben und kommen nicht her und wollen alles geschenkt haben. Die Menschen wollen arbeiten, sich ihr Geld verdienen, etwas zu dieser Gesellschaft beitragen.Ich habe noch niemanden getroffen, der anderes gesagt hat.

          Ich frage mich, wo die Leute ihre Informationen herhaben, die das Lied von den anspruchsgierigen Flüchtlingen singen, die in die soziale Hängematte des Westens wollen und ja eigentlich genauso hätten zuhause bleiben können.

          Ich habe schon so eine Idee, aber das darf man ja hier nicht mehr sagen…

          • Und ja, sie denken, sie haben es geschafft – und wären in Sicherheit.

            Bis sie auf Nazis, PEGIDA- und AfD Fans, die deutsche Asylbürokratie und den Alltagsassismus bei vielen Angestellten in den Unterkünften treffen.

            Auch das erlebe ich jeden Tag.

          • Sie beklagen sich: „… aber das darf man ja hier nicht mehr sagen…“
            Au weia, widersprechen Sie sich da nicht selber? Ich meine an anderer Stelle von Ihnen empörten Widerspruch gelesen zu haben, als von Einschränkung oder Bedrohung der Meinungsfreiheit die Rede war durch Beschimpfung Andersdenkender als „fremdenfeinlich“, „rassistisch“, „homophob“, „rechts“, „Nazi“, usw. Das bezeichneten Sie als üble Falschaussage.
            Und jetzt jammern Sie: „… aber das darf man ja hier nicht mehr sagen…“!? Dabei sind Sie hier noch vergleichsweise milde angefasst worden. Bei denen, die auf Grund ihrer Meinung viel Schlimmeres zu hören kriegen, bestreiten Sie jedoch eine empfundene Einschränkung ihrer Meinungsfreiheit.

  62. Martin Schuster

    „Hass-Kultur“ ist ein viel missbrauchtes Wort, denn als Hetzer und Hasser werden immer wieder Menschen bezeichnet, die vor einer radikalen, unreflektierten Willkommenskultur warnen und deren dunkle Seiten nicht ausblenden, sondern verantwortungsvoll unter die Lupe nehmen.
    Eine schulische „Bildungs-Offensive gegen Hass-Kultur“ hört sich schön an, verursacht aber Bauchschmerzen. Ideologischer Missbrauch durch Verdammung jedweder Kritik am Verhalten von Zuwanderern und Flüchtlingen sowie einer blauäugigen Gesellschaftspolitik ist nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich.
    Nachdem ich die vielen Kommentare hier gelesen habe, möchte ich allen danken, die eine solche Offensive kritisch sehen und sich auch sonst sehr nachdenklich äußern. Und das bereits vor den Ereignissen von Köln, die vielen Spätzündern die Augen öffneten und sogar die Medien ins Schwitzen und Stolpern brachten!
    Einen Sozialarbeiter aus Berlin möchte ich an dieser Stelle noch zu Worte kommen lassen. Er sagt: „Was in Köln geschehen ist, passiert hier tagtäglich.“ Auf die Frage, warum man die Entwicklung nicht stoppen konnte, antwortet er:
    „Weil bei diesem Thema keiner den Mund aufgemacht hat. Wir wollten immer politisch korrekt sein, zuletzt, um diese „Wir schaffen es!“-Politik nicht zu gefährden. Deswegen haben wir nicht laut genug geschrieen. Ich nicht, die Polizei nicht, die Politik nicht. Keiner hat sich getraut zu sagen, was ist. Deswegen tragen wir auch alle Schuld an dem, was in Köln passiert ist und was hier tagtäglich passiert. Aber wissen Sie, was das Traurigste ist? Letztlich haben wir genau das Gegenteil von dem erreicht, was wir erreichen wollten. Unsere falsche Rücksicht hat die Willkommenskultur beschädigt.“
    http://www.focus.de/politik/deutschland/drogen-belaestigung-gewalt-sozialarbeiter-klagt-an-was-in-koeln-geschah-passiert-hier-in-berlin-taeglich_id_5229067.html

    • Danke für Ihren Kommentar und den Link.

      Die Schilderung des Sozialarbeiters lässt mich in gesellschaftliche Abgründe blicken. Wenn ich ihn richtig verstehe, hat der Staat in einigen Berliner Bezirken und auch woanders bereits vor der Ankunft der vielen Flüchtlinge vor den organisierten Familien – Clans aus dem arabischen Raum kapituliert. Nun wird die Situation wohl noch gefährlicher und auswegsloser.

      Ich verstehe nicht, wieso es unser Rechtsstaat nicht schafft, diese kriminellen Banden zu zerschlagen und die Täter für lange Zeit hinter Gitter zu bringen. An Ausweisung ist wohl überhaupt nicht zu denken.

    • Die Kinder müssen halt einfach sagen dürfen, das Flüchtlinge alle klauen, unsere Frauen vergewaltigen, Pferde schlachten, dumm sind, alles Islamisten und wir bald fremd sind im eigenen Land.

      Das darf man ihnen nicht mit ideologischen Umerziehungsprogrammen und Frühpolitisierung austreiben wollen.

  63. @Georg, Beobachter, Bernd, Anna
    Diesen Aufsatz möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

    2016: Ein klarer Blick ist ein klarer Blick von Susanne Baumstark
    „Weshalb heißen besorgte Bürger nicht einfach Mischpoke, Pack, Spinner, Rechtspopulisten oder Pöbel“, dachten die Leute im Scheinwerferlicht und lächelten stolz über ihren Einfall. Also sagten sie von da an zu den besorgten Bürgern wahlweise Mischpoke, Pack, Spinner, Rechtspopulisten oder Pöbel, machten ihre Hassbotschaften überall bekannt und hofften, dass die besorgten Bürger dann keine Sorgen mehr aussprechen. Und weil das recht gut funktionierte, benannten sie bald auch andere Wörter um.
    So beschloss man, unbequeme Sachinformationen künftig rassistische Hetze zu nennen. Zur Kulturpflege sagten sie Nationalismus und zur Empörung künftig Hass. Aufklärung nannten sie Verschwörungstheorie und aus dem Wort interessant wurde das Wort krude, während lustig nun anstelle von niveaulos stand. Die Vereinsvetter-Leswirtschaft hieß jetzt Kampf gegen Rechts. Aus konservativ wurde rechtsextrem, aus linksextrem wurde autonom, aus der Heuchelei der Anstand und aus der Autokratie die Demokratie. Zwangsmoral bezeichneten sie als Freiheit, das Diktat als Debatte, die Ausrede als Verantwortung und die Agitation als Journalismus. Wer etwas auf den Punkt brachte, der spaltete jetzt, wer tatsächlich spaltete, war mutig, während Mutige als verantwortungslos galten.
    Sie übten viele Tage sich die neuen Bezeichnungen einzuprägen und sie überall zu verbreiten. Ihre neue Sprache hegten und pflegten sie. Manch einer träumte gar schon in ihr. Jenen wurde sie wie eine zweite Haut, ohne die sie kaum noch atmen konnten.
    Die unbesorgten Bürger indessen wollten von den Leuten im Scheinwerferlicht alles annehmen, weil sie sich damit im Schein der Anständigen wähnten. Daher nahmen sie auch die neue Sprachregelung für die besorgten Bürger an und setzten sich eine rosafarbene Brille auf, damit ein klarer Blick die Harmonie nicht störe.
    Da trug es sich aber zu, dass die Realität gewaltig einschlug. Die rosafarbenen Brillen beschlugen sich dadurch hartnäckig. Manche ließen ihre Brille trotzdem weiterhin auf und waren fortan fast blind. Doch es gab auch welche, die sie absetzten und den klaren Blick riskierten. Jene werden erkennen und eines Tages vielleicht auch kämpfen, für eine möglichst gewaltfreie Welt…

    Falls Ihnen der Aufsatz gefallen hat, kann ich Ihnen von der Autorin einen weiteren empfehlen:
    http://ef-magazin.de/2013/01/21/3984-fortschritt-sozialingenieure-wissen-fragen-foerdert-freies-denken

  64. … dann kam die böse Hexe, erschoss alle Flüchlinge an der Grenze – und alles war wieder gut.

  65. „Preisfrage: Was ist das Gegenteil von rechtsextrem?“

    http://www.freiewelt.net/blog/preisfrage-was-ist-das-gegenteil-von-rechtsextrem-10065875/

    Traurig, was sich die Kämpfer gegen rechts alles so einfallen lassen.

    • … genau deswegen rege ich mich manchmal hier so dermaßen auf!

      http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_77348748/terror-in-bruessel-vera-lengsfeld-blamiert-sich-auf-facebook.html

      So etwas heute als Reaktion auf die Morde in Brüssel (sofort!) zu twittern – Dumm, herzlos, niederträchtig!

      Diese Personen werden hier in Diskussionen „aus dem Hut gezaubert“ und als „(mehr)nachdenkenswert“ bzw. ernsthaft dargestellt.
      Geht es noch!

      • mehrnachdenken

        Sie sollten mit Ihren Anspielungen in Richtung meiner Person vorsichtiger sein. Wenn ich mit manchen Positionen der AfD auch übereinstimme, bedeutet das keineswegs, auch ein Sympathisant oder gar ein Mitglied dieser Partei zu sein.

        Diese hier immer wieder vorkommenen unerträglichen Diffamierungen sind beschämend und entlarven Sie und Ihre „Kampfgenossen“ als unanständige Moralapostel!

        • Sehr geehrter mehrnachdenken,

          Sie haben sich diesen Namen gegeben, sicherlich nicht ohne Hintergedanken. Dadurch ist das Nachdenken – auch das „mehrnachdenken“ – hier aber nicht verboten (Sie besitzen nicht das Urheberrecht). Da Sie seit Monaten (so lange verfolge ich hier die Diskussionen) stetig und bestimmend mehr oder weniger (nachdenkend) den Ton in vielen Foren angeben, sollten Sie auf mein kleines Wortspiel nicht so aufgeregt reagieren. Sie müssen Ihren selbstgewählten Namen einfach akzeptieren. (Und vllt auch meine Hinweise auf Widersprüche)

          Ach! Fällt Ihnen auch etwas Inhaltliches ein zu meinem Post? Wäre in meinen Augen heute sehr passend!!

          PS Kampfgenosse! tss tss tss – Sie können aber schön austeilen. 🙂

          • mehrnachdenken

            Sorry, richtig ist, dass ich hier viel geschreiben habe. Richtig ist aber auch, dass ich mich seit geraumer Zeit ziemlich rar gemacht habe.

            Wem gefällt es schon, immer wieder mit Unterstellungen und Beleidigungen konfrontiert zu werden.
            Offensichtlich fällt es einigen Tn hier schwer, auch kontroverse Themen zwar hart in der Sache, aber fair und respektvoll im Stil zu debattieren, ohne über den Meinungsgegner gleich Kübel verbalen Schmutzes auszuschütten.
            Dafür verschwende ich nicht meine wertvolle Lebenszeit!!

          • @mehrnachdenken
            Machen Sie sich nichts draus, mehrnachdenken! Schlimmer wäre in meinen Augen, wenn Sie von „beobachter“ und Co. gelobt würden.

            Vielleicht haben die „Kampfgenossen“ Lust, sich ein bisschen auf mich einzuschießen:
            1. Warum ist „Kampfgenosse“ ein Austeil-Begriff? Sind Sie nicht gemeinsam stolze und leidenschaftliche Kämpfer gegen rechts und Kommentatoren hier, die Sie als rechts im Sinne von rechtsextrem vermuten?
            2. Ich habe Frau Lengsfelds Post gelesen und kann mich darüber nicht aufregen. Das überlasse ich dem Empörungsgeschrei von links. Die Frau spricht mit bitterer Ironie anlässlich der erschreckenden Brüsseler Terrorakte das Problem der unregistrierten, chaotischen Einwanderung im letzten halben Jahr an, für das Frau Merkel wesentlich Verantwortung trägt. Fachleute und europäische Nachbarn sagen es nüchterner: Menschen in großen Scharen aus dem islamischen, insbesondere arabischen Bereich ungeprüft durchzuwinken und einwandern zu lassen, ist ein offenes Scheunentor für Islamisten und eine Gefährdung der inneren Sicherheit Deutschlands und Europas.
            3. Im Unterschied zu „mehrnachdenken“ sympathisiere ich durchaus mit der AfD und habe sie sogar gewählt. Ich dachte, das wäre legal und legitim, wenn sie auf dem Wahlzettel steht.
            Ich habe mich mit noch nicht feststehenden, aber doch skizzierten Wahlprogramm der AfD beschäftigt. Viele Punkte finde ich gut und nur relativ wenige änderungsbedürftig.

            Ich sehe schon, wie Sie Ihre Suchmaschinen bemühen, um nach schlimmen Punkten der AfD zu suchen und mir als persönlichen Vorwurf unter die Nase zu reiben.
            Kleiner Tipp, den Sie wahrscheinlich gar nicht brauchen: linke Foren mit den entsprechenden Suchbegriffen anklicken, sich die schlagkräfigsten raussuchen und deren „seriöse“ Quellenangaben als persönliches Wissen oder „Beleg“ ausgeben.

            Und wenn Sie samt Kampfgenossen, Medien und dem Hetzgeschrei der anderen Parteien so weitermachen mit Ihrem Rumhacken auf allen hier, die nicht im linken Fahrwasser mitschwimmen wollen, werde ich mir ernsthaft überlegen müssen, ob ich nicht Mitglied der AfD werde. Und das will was heißen.
            Zum Schluss noch: Wenn ich auf Ihre voraussichtlichen Antworten nicht eingehe, sehen Sie es mir nach. Ich habe eine ziemlich genaue Vorstellung von Ihren stereotypen Reaktionen und es reizt wenig, mich auch noch provozieren oder diffamieren zu lassen.

  66. Schon wieder so’n Quatschblog, in dem nur behautet, aber nichts belegt wird:

    „Dabei fallen die meisten „Brandanschläge“ gar nicht unter diese Rubrik (also rechtsextrem), sondern wurden von Bewohnern aus Leichtsinn oder Unkenntnis, in Einzelfällen auch absichtlich, verursacht.“

    Brandanschläge aus Leichtsinn oder Unkenntnis? Alles klar.

    • Richtig lesen können oder wollen, fällt offenbar schwer.
      Im Artikel heißt es: „Dabei fallen die meisten ‚Brandanschläge‘ gar nicht unter diese Rubrik, sondern wurden von Bewohnern aus Leichtsinn oder Unkenntnis, in Einzelfällen auch absichtlich, verursacht.“
      Warum nur habe ich den Eindruck, dass Sie in Ihrer Frage die sinnentscheidenden Anführunsstriche („Brandanschläge“) absichtlich weggelassen haben?

      http://www.freiewelt.net/blog/preisfrage-was-ist-das-gegenteil-von-rechtsextrem-10065875/

      • @warner

        Was wollen Sie eigentlich mit Ihrem – nun wiederholtem – Beitrag sagen? Ich sehe Ihre Intention nicht, verstehe Sie nicht! Unterstützen Sie die Aussage von Frau Lengsfeld? So vollkommen? Oder nur ein wenig? In der Richtung jedenfalls? Oder was soll Ihr „Brandanschlag“ hier im Forum? Fragen über Fragen … …
        (Achtung! Brandanschlag mit Anführungsstrichen – vorne und hinten.)

        PS Wurde die freiewelt auch schon mit dem Stern für Völkerfreundschaft ausgezeichnet – wie damals zu DSF-Zeiten das Namenspendant? (lach, wie manche hier im Forum sagen)

  67. Habe ich gar nicht weggelassen – stehen doch drin. Und was soll das aussagen? Eben: Dass die Brandanschläge gar keine Brandanschläge sind, sondern nur so passieren. Kann ja mal …

  68. Gehört dieser Brief einer Schweizerin zum Aufstand einer Anständigen oder Unanständigen:

    http://www.ef-magazin.de/2016/03/15/8579-offener-brief-zu-einwanderung-auch-wir-in-der-schweiz-sollten-wachwerden

    • Gute Frage, auch wenn sie mir zunächst etwas doof vorkam, weil für mich sonnenklar war, dass die Kollegin aus der Schweiz sich mit ihrem Brief doch nicht als unanständig erwiesen hat.
      Dann aber kam ich gewaltig ins Grübeln und die Sache war gar nicht mehr so klar. Nicht aus meiner, aber aus der Sicht politischer Korrektheit ist die Schreiberin wahrscheinlich als xenophobe und islamophobe Hasspredigerin anzusehen.
      Wie gesagt: Gute Frage, denn sie macht enorm nachdenklich, auch gegenüber der Forderung eines Aufstands der Anständigen.
      Hoffentlich kriegt die Kollegin keinen Ärger wegen ihres Briefs. Das fände ich total falsch und es täte mir ungeheuer leid.

    • Danke, ketzer, für den tollen Brief! Eine Gegenfrage: Sind hier unanständige Journalisten am Werk, die das nicht hätten öffentlich machen dürfen? Das schürt doch nur Fremdenhass. Oder? Zumal sich jeder denken kann, dass durch diese Mehrfach-Identitäten auch mehrfach Sozialleistungen abkassiert werden.

      http://www.derwesten.de/politik/viele-nordafrikaner-in-nrw-sind-als-syrer-unterwegs-id11481817.html

      • Na, U.B., da ist er wieder, der Topos des kriminellen Ausländers, der kommt, um unsere Sozialsysteme zu plündern, was? Warum versteifen sich Leute wie Sie eigentlich immer auf die kleinen und quasi nie auf die großen Fische?

        Sind jetzt alle Ausländer ein Problem, weil es einige gibt, die glauben, so besser durchzukommen? Ihr Satz darüber suggeriert, dass die Wahrheit (die ja alle meint) nicht gesagt werden darf.

        Sie pauschalisieren implizit, das ist das Problem. Für Sie sind das nicht Individuen, sondern Ausländer, eine ganze Gruppe, die zu kritisieren, ja „Fremdenhass“ bedeuten würde. Kritisieren Sie doch gerne die Einzelfälle für ihr Fehlverhalten, aber doch bitte nicht mit so einem NPD-Sozialschmarotzer Unterton.

        Und wenn Sie sich jetzt angegriffen fühlen, weil ich da was mit NPD geschrieben habe, und bevor sie als Reaktion darauf gleich die Nazikeulenkeule herausholen, fragen Sie sich doch bitte mal, warum jemand eine Ähnlichkeit zum Jargon der NPD ausmachen könnte. Ich meine es nicht wirklich nicht böse, nein. Ich will Sie auch nicht niedermachen. Ich stelle nur eine Ähnlichkeit fest und frage mich, warum die Ihnen nicht auffällt.

      • mehrnachdenken

        Vielen Dank für den aufschlussreichen Link. Prima, dass die WAZ diese skandalösen Zustände offen anspricht. Ich kann nur sagen: komplettes Politikerversagen!!
        Lesenswert sind auch einige Kommentare.

  69. @Popcorn

    23. März 2016 um 00:13

    „Und wenn Sie samt Kampfgenossen, Medien und dem Hetzgeschrei der anderen Parteien so weitermachen mit Ihrem Rumhacken auf allen hier, die nicht im linken Fahrwasser mitschwimmen wollen, werde ich mir ernsthaft überlegen müssen, ob ich nicht Mitglied der AfD werde. Und das will was heißen.“

    Ist das jetzt eine Drohung – und wenn ja gegen wen? Oder wie? Oder ist es Ihr Weg? Fragen über Fragen, die nichts mit meinem Post zu tun haben. Aber gut, dass Sie einmal darüber gesprochen haben.

    Nun doch noch eine persönliche Anmerkung von mir, auch wenn Sie diesen nicht hören möchten. (Gestatten Sie mir diesen Gedankengang – aber Sie nehmen ja auf meinen Post auch keinen Bezug)
    Also los:
    Aber das will was heißen! Da stimme ich Ihnen zu. Apropos „heißen“: Es passt schon ganz gut – wenn man etwas wasserhaltige Stärke unter einer nicht zu stabilen Schale nimmt (hier könnte man eine Analogie zur AfD aufmachen, ist diskussionswürdig „lach“) diese dann erhitzt. Was passiert? Richtig! Es entsteht Popcorn – viel heiße Luft um Nichts. Ohne wirklichem gesunden Nährwert – aber mit gutem Mundgefühl. Im Kino (der ach so komplexen Welt!) macht dieses übrigens süchtig. Also aufpassen, dass der Verstand nicht leidet.

  70. Immer, wenn etwas gesellschaftlich schief läuft, vom Übergewicht bis hin zum rechten Hass, heißt es, wir brauchen ein Bildungsoffensive, d.h. die Schule soll’s richten. Immer schön die Verantwortung abdrücken, in so einer durchorganisierten Gesellschaft, wird schon jemand zuständig sein, aber bitte nicht ich.

    Nein, was wir brauchen, sind Eltern, Freunde, Vorbilder, die sich mit ihren Kindern auseinandersetzen, die sich mit Freunden und Bekannten austauschen und zwar nicht nur mit denen, die die gleiche Meinung haben. Erwachsene, die Vorbilder sind und die nicht immer nach einem anderen suchen, an den sie die Verantwortung „outsourcen“ können.

    • Wie Recht Sie doch haben, Elisabeth!
      Solche „Bildungsoffensiven“ sind außerdem nicht nachhaltig und damit ziemlich wertlos. Erlebte Vorbilder aber sind es, womit ich die nahestehenden Personen meine, von denen Sie sprechen. Sie haben prägende Wirkung.
      Moralin und Vorbilder aus frommen Geschichten, wie sie die Schule im Unterricht anbietet, haben einen Effekt, der gegen Null tendiert. Bei schulischen Projekten ist es auf mittel- und langfristige Zeit genauso.

      • Sie haben offenbar das Problem nicht verstanden. Es geht darum, dass vielerorts genau diese Vorbilder zu Hause fehlen – wenn 60 Prozent der Ostdeutschen etwa meinen, es gebe in Deutschland keine echte Demokratie, wenn Erwachsene ihren Kindern nicht erklären können, dass man auf Facebook nicht hetzt und pöbelt (weil sie’s vielleicht selber tun), dann muss die Schule ‚ran (und zwar nicht mit frommen Geschichten und zeitlich begrenzten Projekten, sondern mit gelebten und praktizierten Demokratie- und Mitwirkungsformen).

        Und das ist auch kein Ach-das-sollen-die-Schulen-jetzt-auch-noch-leisten-Thema wie Zähneputzen oder Versicherungsverträge abschließen – das ist der in allen Schulgesetzen Deutschlands formulierte Kernauftrag an die Schulen.

        In Paragraph eins des Schulgesetzes von Berlin heißt es beispielsweise:

        „Auftrag der Schule ist es, alle wertvollen Anlagen der Schülerinnen und Schüler zur vollen Entfaltung zu bringen und ihnen ein Höchstmaß an Urteilskraft, gründliches Wissen und Können zu vermitteln. Ziel muss die Heranbildung von Persönlichkeiten sein, welche fähig sind, der Ideologie des Nationalsozialismus und allen anderen zur Gewaltherrschaft strebenden politischen Lehren entschieden entgegenzutreten sowie das staatliche und gesellschaftliche Leben auf der Grundlage der Demokratie, des Friedens, der Freiheit, der Menschenwürde, der Gleichstellung der Geschlechter und im Einklang mit Natur und Umwelt zu gestalten.“

        Und nichts anderes wird im Beitrag oben gefordert.

        • Ursula Prasuhn

          Auftrag und Ziele der Schule mögen noch so eingängig und schön formuliert sein, sie gehören dennoch ins Land der Träume, wenn nicht erreicht werden kann, was erreicht werden soll.

          Der von Ihnen zitierte Paragraph 1 des Schulgesetzes von Berlin liest sich für mich wie der Entwurf eines bildungspolitischen Staatsgewandes aus der Schneiderei für „Des Kaisers neue Kleider“.

          Elisabeth und dixo haben das Problem hervorragend verstanden. Gesellschaftliche Fehlentwicklungen können nicht durch Aktionismus bekämpft werden – erst recht nicht an falscher Stelle.
          Kraft und Zeit zu verschwenden wäre kein Problem, wenn dies nicht auf Kosten anderer Lehr- und Lernbemühungen geschähe, die mehr Erfolg aufweisen und zu den Kernaufgaben der Schule gehören.

          • Sie haben in Sachen Demokratieerziehung, sehr geehrte Frau Prasuhn, offenbar von Tuten und Blasen keine Ahnung – aber, wie immer, eine stramm ideologiegeleitete Meinung: allet Quatsch, wa.

            Geben Sie doch mal bei Google das Stichworte „Demokratie in der Schule“ ein – Sie werden auf Hunderte, ja Tausende von Intitiativen angefangen von der KMK bis hinunter zu einzelnen Schulen gelangen, die Schülern auf unterschiedliche und altersgerechte und vor allem handlungsorientierte Art und Weise an demokratische Umgangsformen heranführen. Alles Quatsch, was die Kollegen hier leisten?

            Offenbar nicht: Wer die Shell-Jugendstudie liest, wird feststellen, dass demokratische Werte bei den (allermeisten) Jugendlichen in Deutschland fest verankert sind.

            Aber für Sie ist das ja „verschwendete Kraft und Zeit“.

          • Wer von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, lassen wir doch lieber mal dahingestellt, Bernd.
            Die „Hunderte, ja Tausende von Initiativen angefangen von der KMK bis hinunter zu einzelnen Schulen“ können auch ganz anders gedeutet werden als Sie das tun.
            Mich erinnern sie sofort an den „Aktionismus“, von dem Frau Prasuhn spricht.
            Alles Quatsch, was andere denken und nur Sie haben den wahren Durchblick?

  71. Na ja, da stehen dann Frau Prasuhn, Herr (oder Frau?) dixo und vermutlich ein paar Clowns von der AfD, die Deutschland für eine „Meinungsdiktatur“ und Demokratieerziehung für Staatspropaganda halten, gegen Tausende von Pädagogen in Deutschland, die sich mit viel Engagement um die politische Bildung ihrer Schüler kümmern.

    Belegen Sie doch mal etwas von dem, was Sie und Frau Prasuhn hier behaupten – wie kommen Sie darauf, dass Demokratieerziehung in Schulen keine Wirkung hat? Gibt es eine Studie, die diesen Befund nahelegt? Oder ist das – mal wieder – einfach nur in ein Forum hineingequatscht, ohne sich mit dem Thema überhaupt jemals näher beschäftigt zu haben?

  72. Und was hat das mit der Demokratieerziehung in den Schulen zu tun? Dabei geht es um eine Kampagne der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, die 2015 aufgelegt wurde und sich vor allem an Erwachsene richtet – nicht um Demokratieerzieung in Schulen, wie sie seit Jahrzehnten von Lehrkräften praktiziert wird.

    Ich sag‘ ja: von Tuten und Blasen keine Ahnung.

    (Nebenbei: Besonders geistreich ist der Beitrag auch nicht. Der einzige Beleg für das mögliche Scheitern der gerade erst im vergangenen Jahr angelaufenen Kampagne ist das Wahlergebnis der AfD – es ließe sich genauso gut behaupten: Ohne die Kampagne hätte die AfD in Sachsen-Anhalt 50 Prozent geholt.)

    • Gehört es eigentlich zu den Gepflogenheiten einer guten Demokratie, dass seitens der sog. etablierten Parteien, der Medien und Leuten wie Ihnen eine Riesenkampagne gegen eine neue, legale und zur Wahl zugelassene Partei durchgezogen wird?
      Noch nie war mir klarer als heute, wie schlecht es um unsere Demokratie, das gängige Demokratieverständnis und offenbar auch die Auffassung von Demokratieerziehung des Nachwuchses bestellt ist.
      „Wer nicht unsere linke Meinung teilt, ist rechts, rechtspopulistisch und rechtsextrem. also kein anständiger Mensch und Staatsbürger wie wir“, lautet die bedrohliche, undemokratische und von Eigenstolz erfüllte Botschaft.
      Die Verachtung, Feindschaft und Aggression gegenüber abweichendem politischen und gesellschaftlichen Denken macht nur noch zweifeln und Befürchtungen hegen vor dem, was hier „Demokratie“ genannt wird und vor denen, die sich „gute Demokraten“ nennen.

      • Es gibt klare Kriterien für „rechtspopulistisch und rechtsextrem“.
        Einfach mal googlen und ein wenig lesen, was da so aufploppt.

        Und wenn Sie Angst um die Demokratie bekommen, wenn die AfD kritisiert wird – selbst von ihren ehemaligen Mitbegründern Lucke und Henkel („Ich habe ein Monster erschaffen.“) – und nicht vor dem, was die AfD so rausplautzt und wofür sie steht, dann haben Sie sich meiner Einschätzung nach vorher noch nie Gedanken um das gemacht, was Demokratie ausmacht und jetzt auf dem Spiel steht.

        Oder sind Sie es, Frau Prasuhn? Inkognito als E.S.?

  73. Erst heute Morgen las ich von dem ganzen Ausmaß der massiven Angriffe von Linksextremen auf den Parteitag der AfD. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun, die AfD-Mitglieder zu schützen. Frau von Storch wird im Moment von 3 staatlichen Personenschützern bewacht, hieß es, weil ernstzunehmende Morddrohungen gegen sie erhoben wurden.
    Weiter war zu lesen, dass die Namen, Adressen und Telefonnummern der 2.100 AfD-Mitglieder, die beim Bundesparteitag anwesend waren, von einer linksextremen Webseite im Internet veröffentlicht wurden.
    Auf der linksradikalen Plattform „Indiymedia“ wurde dazu geschrieben: „Wenn wir diese 2000 Menschen beseitigt haben, dann können wir endlich in Frieden leben.“
    Wenn ich dann Ihre ständige Hetze und unverhohlene Wut auf die AfD und alle hier mitbekomme, die auch nur ansatzweise wagen, die AfD gegen Ihre wüsten Beschimpfungen in Schutz zu nehmen, Georg und Bernd, dann kommt mir nur noch die Galle hoch. Wir brauchen und wollen keine SA-Methoden, weder von rechts noch von links. Eine Seite ist so widerwärtig wie die andere.

    Wenn so der Aufstand der Anständigen aussieht, packt mich Entsetzen über die Vorstellungen von Anstand und Recht in diesem Lande. Sind das etwa „anständige“ Antifaschisten, mit denen man gemeinsame Sache machen sollte, oder nicht auch knallharte Faschisten mit Nazi-Methoden.
    Und kommen Sie mir ja nicht mehr mit der lahmen Bekundung, dass Sie natürlich auch jede Gewalt ablehnen und verurteilen. Solange Sie anschließend wieder nur Hetze, Gesetzesbrüche und Anschläge von rechts anprangern und sich auf dem linken Auge genauso blind stellen wie die Politiker von Rot und Grün, glaube ich Ihnen kein einziges Wort.

    • mehrnachdenken

      Volle Zustimmung!
      Aufschlussreich auch die harmlose und verniedlichende Berichterstatung in den Medien über die Krawalle linker Chaoten in HH, Berlin oder anderswo am 01. Mai. Gibt es Festnahmen?

      Wie würden sich doch unsere Mainstream – Medien geradezu hysterisch überschlagen, wenn rechte Krawallmacher z.B. den nächsten Parteitag der Grünen so massiv versuchten zu beeinflussen oder gar zu verhindern?

    • mehrnachdenken

      @dixo
      Ein interssanter Artikel bei „tichys Einblick“, der Ihren Kommentar ergänzt und vertieft:

      http://www.rolandtichy.de/meinungen/der-linke-ist-weder-moralisch-ueberlegen-noch-antifaschist/2/

    • „…glaube ich Ihnen kein einziges Wort.“

      Das tun Sie doch ohnehin nicht. Warum also die Aufregung und diese Statement?

      Deshalb wäre auch jede Abgrenzung von mir sinnlos und ich kann sie gleich lassen.

    • Aufgrund des Hinweises von dixo habe ich einmal auf Indiymedia geschaut. Da ist tatsächlich immer noch die Liste mit sensiblen persönlichen Daten online. Mich wundert, dass niemand etwas dagegen unternimmt, wo wir doch heute so sensibel mit Datenschutz umgehen.
      Egal, wie man politisch dazu stehen mag: Das geht nicht und ich behaupte, das ist kriminell, diese persönliche Daten ohne Einverständnis der betreffenen Personen im Internet zu veröffentlichen.

      • Unbefugte Datenveröffentlichung im Internet ist Straftat
        Amtsgericht Marburg
        Urteil v. 01.06.2006 – Az.: 2 Js 17479/04-51 Ls

        Die unbefugte Veröffentlichung von personenbezogenen Daten im Internet, die nicht allgemein zugänglich sind, in der Absicht, einen anderen zu schädigen, ist eine Straftat nach § § 44 Abs.1 i.V.m. § 43 Abs.2 Nr.1 und Nr.2 BDSG.

      • PseudoPolitiker

        Was unter der Flagge „Kampf gegen Rechts“ läuft, entwickelt sich immer mehr zum Kampf gegen das Recht.

    • Das heißt, „dixo“, ich darf die AfD nicht kritisieren, weil es Linksradikale und Linksterroristen gibt, die einen AfD-Parteitag behindern? Quatsch. Ich tue beides, ich kritisiere die AfD für ihre mitunter menschenverachtenden und unsere Gesellschaft verächtlich machenden Sprüche (wie am Wochenende: „links-rot-grün versifftes 68er-Deutschland“) – und ich sage klar, dass linksradikale Gewalttäter die volle Härte unseres Rechtsstaates treffen soll. Genauso wie rechtsradikale Gewalttäter.

      Wenn Ihnen, „dixo“, „nur noch die Galle hochkommt“, dann ist das genau die hysterische Grundbefindlichkeit, die derzeit die politische Atmosphäre in Deutschland vergiftet. Sie leben in Freiheit und (vermutlich) Wohlstand – freier und wohlhabender als 95 Prozent der Weltbevölkerung, und Ihnen kommt „nur noch die Galle hoch“? Mit dem Symptom würde ich mal zum Arzt gehen.

  74. „In unserem Lande geschehen Dinge, die zum Himmel stinken…“
    Das mit den Frauen, den Homos und den Muslimen?

    „Wer eine andere Meinung hat, wird auch hier kurzerhand unter Rechtsverdacht (rechtspopulistisch, rechtslastig, rechtsextrem, rechtsradigal usw.) gestellt…“
    Uff, Ihnen ist wirklich nicht mehr zu helfen. Sie haben keine Definition, unterstellen aber allen anderen Böswilligkeit und Pauschalisierung, wenn diese ebensolche anlegen und begründet urteilen. Wie simpel.

    „Wetten, dass gleich Georg oder Bernd aufschreien und von Verschwörungstheorie schwafeln?“
    Also ich hier fasse mir eher an den Kopf. Aber auch das glauben Sie mir sicher nicht.

  75. „Dixo“, wir haben Ihren Kommentar gelöscht. Wir möchten Sie bitten, bei Ihren Posts auf Beleidigungen zu verzichten.

    Die Redaktion

    • mehrnachdenken

      Vielleicht sollten wir mal klären, was hier unter Beleidigung verstanden wird!
      Persönliche Verunglimpfungen oder gar Diffamierungen gehen offensichtlich problemlos durch.

  76. Sehr geehrte/r mehrnachdenken,

    nein, persönliche Verunglimpfungen oder gar Diffamierungen gehen hier nicht durch. Sachlich begründete Kritik schon – dazu gehören Aussagen, die Mitdiskutierende zu Lügnern oder Verleumdern stempeln, aber nicht.

    Wir sind die im Sinne des Presserechts Verantwortlichen für diese Seite und werden für die Inhalte auch der Leserkommentare haftbar gemacht. Also entscheiden wir, was wir vertreten können – und was nicht.

    Herzliche Grüße
    Die Redaktion

    • mehrnachdenken

      Sorry, da habe ich eine andere Wahrnehmung. So nach dem Motto: „Alle sind gleich, manche sind gleicher.“

    • Ihre Richtschnur zur Löschung von Kommentaren ist absolut richtig und gut.
      Allerdings stelle auch ich fest, dass Sie sich nachlässig gegenüber bestimmten Kommentatoren verhalten und andere vergleichsweise streng behandeln.
      Die Presserechts-Verantwortung scheint sehr selektiv verstanden und ausgelegt zu werden, nicht nur in der Redaktion von news4techers.

      @dixo
      Schade, Ihren gelöschten Kommentar hätte ich gern gelesen. Sein Nachfolger ist bittere Ironie, die nicht jeder versteht.

      Hat hier jemand den Erstkommentar gespeichert und kann ihn an einer anderen (angegebenen) Stelle nachlesbar machen? Ich wäre für eine diesbezügliche Angabe sehr dankbar.

      • Sehr geehrter mestro,

        wir sind Menschen, keine Roboter – deshalb kann es durchaus sein, dass uns vereinzelt Kommentare, die nicht den Richtlinien entsprechen, durchgehen. Wenn Sie meinen, dass wir uns angeblich „nachlässig gegenüber bestimmten Kommentatoren verhalten und andere vergleichsweise streng behandeln“, dann hätte ich gerne Belege für Ihre Kritik. Dann kann ich mich konkret dazu äußern.

        Grundsätzlich gilt: Kritik, auch harte, ist ok, solange sie inhaltlich begründet wird – darauf lässt sich vom Angesprochenen ja antworten. Despektierliche Äußerungen, die nicht begründet werden und offensichtlich nur gepostet wurden, um das Gegenüber herabzuwürdigen, sind nicht in Ordnung und werden von uns gelöscht.

        Herzliche Grüße
        Andrej Priboschek

        Herausgeber News4teachers

  77. O. K. Ich wundere mich angesichts anderer Kommentare zwar auch, dass meine Zeilen gelöscht wurden, aber dann eben auf ein Neues.
    @ysnp
    Wäre dieser eklatante Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen von anderer als von linker Seite gekommen, wären sie vermutlich auf Drängen unseres Justizministers Heiko Maas und anderer schnellstens gelöscht worden. Aber von links sind solche Verstöße nicht so schlimm. Im Gegenteil, dort stehen nach allgemein anerkannter, politischer Ansicht gute Absichten hinter nur scheinbar bösen Taten. Darum ist es Pflicht jedes guten Demokraten, mit zweierlei Maß zu messen und zu reagieren. Politisch unaufgeklärte Leute und ewig Gestrige wie die Rechten sehen darin einen Verstoß gegen Recht und Gesetz und beklagen, dass zwischen guten und bösen Verstößen unterschieden werde, je nachdem von welcher Seite sie kommen. Böse Zungen behaupten sogar, wir hätten so etwas wie eine Gesinnungsjustiz, die unerwünschte Ansichten medial und justiziell unterdrückt und bestraft.
    Das ist typisch für eine rechte Gesinnung, sprich für Neonazis in gutbürgerlichem Gewand, denn jeder kennt unsere Verfassung, die der Meinungsfreiheit höchsten Stellenwert einräumt. Aber so sind sie, die Rechten, berufen sich auf Recht und Gesetz, obwohl sie doch die wahrhaft Kriminellen sind, nämlich die geistigen Brandstifter, die dauernd der politisch korrekten Meinung widersprechen.
    Und damit soll Schluss sein, musste mich lange genug quälen mit der Auflage, nicht beleidigend zu schreiben. Habe die belehrende Rüge hoffentlich erfolgreich in die Tat umgesetzt und bin nun gespannt, ob und wann mein Kommentar erscheint. Vielleicht so spät, dass so gut wie keiner ihn mehr wahrnimmt und sich n4t dennoch keine Blöße in der Meinungsfreiheit gibt.

    • Kompliment, mein erneuter Kommentar ist unbehindert durchgekommen.

      • Glückwunsch, Sie haben es geschafft und der allgegenwärtigen Zensur ein Schnippchen geschlagen.

        Aus Ihnen wird noch großes…

        • Umfrage des Bayerischen Rundfunks: Mehrheit der Deutschen hält Medien für gelenkt:

          http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/medien-umfrage-des-bayerischen-rundfunks-das-unbehagen-gegenueber-eliten-waechst-a-1090417.html

          Mehrheit und keine einsamen Spinner oder Verschwörungstheoretiker!!!

          • Ich weiß nicht, was Sie meinen?!
            Es ist doch bekannt, dass „die Mehrheit“ aus einsamen Spinnern und Verschwörungstheoretikern besteht.
            Eben das „gesunde Volksempfinden“. Aber dieses ist manchmal auch recht ungesund/krank.

          • mehrnachdenken

            Sie halten offensichtlich nicht besonders viel von der oft bemühten „Mündigkleit des Bürgers“.
            Verehrter „Beobachter“, ich erlebe immer wieder, dass Leute mit dem so genannten „gesunden Menschenverstand“ Dinge besser durchschauen als so mancher, der sich zur Elite dieses Landes zählt.

            Dann scheinen Sie kein großer Anhänger von mehr Mitbestimmung der Bürger in diesem Land zu sein. Ich denke dabei z.B. an die Schweiz.

            Hier ein etwas differenzierterer Blick auf die Umfrage:

            http://www.rolandtichy.de/feuilleton/medien/pressefreiheit-luegenpresse-und-zweifler/

          • Eine kleine Basisbanalität: Die Mehrheit fand auch den Adolf gut.

            Und über denjenigen, die den „gesunden Menschenverstand“ für einen Gradmesser halten, ohne zu definieren, was das eigentlich ist, kann ich nur schmunzeln.

            „Wir sind das Volk“ gegen „die Elite“ – mehrnachdenken wieder mal klassisch im Rausch der rechtspopulistischen deutsch-nationalen Erweckung.

            https://www.bpb.de/mediathek/182877/rechtspopulismus-was-ist-das-kurz-erklaert-auf-bpb-de

            http://www.politikberatung.or.at/uploads/media/Rechtspopulismus.pdf

          • Ursula Prasuhn

            Der stereotype Versuch, Meinungen als rechts im Sinne von Nazi darzustellen, die dem eigenen starren Denkmuster widersprechen, ist bevormundend und pluralismusfeindlich.
            Wer es nötig hat, Vernunft und gesunden Menschenverstand – die zur eigenen Meinungsbildung unerlässlich sind – als etwas Schlechtes darzustellen, ist selbst Gefangener einer Geisteswelt mit Führerprinzip und strenger Dogmatik, auch wenn er noch so laut “Antifaschismus“ und „Freiheit“ schreit.
            Jede Diffamierung des gesunden Menschenverstandes und persönlichen Denkens hat geistige Führerschaft zum Ziel – allerdings nicht mit dem Mittel der Überzeugung durch gute Sachgründe, sondern durch die Benutzung eines angeblich antifaschistischen Kodexes, der Meinungen und Begriffe in gut und böse einteilt statt in sachlich richtig oder falsch.
            Insofern erinnert mich vieles von dem, was sog. Antifaschisten gern als Kampf gegen Rechts deklarieren immer wieder an Nazimethoden zum Zwecke der Meinungsführerschaft.

          • Stereotyp – heißt in diesem Zusammenhang ja nur formelhaft – nicht aber sachlich falsch.

            siehe auch Dudeneintrag: stereotyp

            (bildungssprachlich) (meist von menschlichen Aussage-, Verhaltensweisen o. Ä.) immer wieder in der gleichen Form [auftretend], in derselben Weise ständig, formelhaft, klischeehaft wiederkehrend

          • Oooch Frau Prasuhn, Sie wiederholen immer wieder das Gleiche, ohne sich wirklich mit dem auseinanderzusetzen, was ich schreibe. Ist das eine Nebenfolge des Alters?

            Und der Vorwurf von „Nazimethoden“ zeigt, dass Sie entweder gerne verharmlosen (die Nazimethoden) oder keine Ahnung von ebendiesen haben.

            Das sieht doch jeder mit gesundem Menschenverstand.

  78. Wir brauchen keine Bildungsoffensive, wir brauchen mehr Empathie. Allerdings wird unsere Gesellschaft immer individueller, es gibt immer weniger Solidarität. Jeder schaut nur noch auf sich – die Großen machen es ja vor. VW-Boni für das schlechteste Ergebnis der Firmengeschichte. Die Comerzbank hinterzieht Steuern, obwohl diese mit Steuergeldern gerettet wurde.
    In den Schulen wird der Trend kritiklos aufgegriffen. Jeder Schüler will individuell umsorgt werden, individuell gefördert werden, am besten noch auf Kosten der anderen.

  79. Wenn es so etwas wie eine Bürgergesellschaft noch gibt, dann müssen auch integrierte und integrationsbereite Muslime hier stärker eingebunden werden. Gemeinsame Werte müssen stärker unterstrichen und nicht überwiegend Trennendes hervorgehoben werden. Denn so, wie jetzt aus den unterschiedlichen Gruppen der Deutschen Kritik gegenüber den eigenen Radikalen erfolgt, so wird auch dann von seiten der Muslime eine stärkere Ablehnung des ausgrenzenden und politiserten Islam und seiner radikalen Befürworter erfolgen.

  80. „…so wird auch dann von seiten der Muslime eine stärkere Ablehnung des ausgrenzenden und politiserten Islam und seiner radikalen Befürworter erfolgen.“
    Sind Sie sicher, dass das automatisch und von allein erfolgt?
    Ich würde sagen, dass es erfolgen MUSS und jedes Muss auch Forderung und Sanktionierung bei einer Verweigerungshaltung braucht. Ansonsten ist das, was Sie schreiben, nur frommer Wunsch und nicht realistische Zukunftsmusik.

  81. Ursula Prasuhn

    @mehrnachdenken
    Vielleicht haben Sie auch diesen Artikel gelesen:
    http://www.rolandtichy.de/gastbeitrag/ihr-meine-kinder-rettet-mein-deutschland/

    Er stammt von einem Einwanderer, der vor. ca. 40 Jahren als junger Mann nach Deutschland kam und sich an das erinnert, was damals war. Wenn er sich als Bürger mit ausländischen Wurzeln an eine “gute alte Zeit” erinnert, ist er hoffentlich vor Verunglimpfungen geschützt, denen Einheimische oft ausgesetzt sind, wenn sie sich positiv erinnern und einem falschen Bild der Vergangenheit entgegentreten, das einer Politik dient, die mit eigengestrickter Moral agiert und den Bürgern sagt, wie sie zu denken, sprechen und handeln haben, wenn sie als anständige Mitglieder der Gesellschaft gelten wollen.
    Im Vertrauen darauf, dass Widersprüchlichkeit nicht auffällt, wird obendrein feierlich erklärt, dies diene dem Schutz der freiheitlichen Grundrechte sowie der Förderung von Humanität,Toleranz etc..
    Mit anderen Worten: Folge unseren Anweisungen, dann bist du ein freier, toleranter und sozialer Mensch, der allseitige Anerkennung erfährt!

    • mehrnachdenken

      @U. Prasuhn
      Nach fast fünf Tagen, einsam mitten in der Lüneburger Heide ohne Handy und Internet (einfach nur herrlich!!), bin ich nun wieder „gelandet“. Prima, ich spüre keinerlei Entzugserscheinungen, lach.

      Ein kurzer Blick auf die Plattform web.de reicht mir schon. Nach einigen Tagen Abstand erkenne ich noch viel deutlicher, welchen geistigen Müll die so verbreiten.

      Danke für den Link, den ich aber schon las.

      „Imad Karim kam als Fremder nach Deutschland, das ihn mit all seiner Kraft aufnahm: ‚Heute kommt Deutschland fremd zu mir und ich weine Bluttränen, weil ich es nicht schützen kann.‘

      Immer häufiger lese ich gerne „tichys Einblick“, wei lich mich dort umfassend informiert fühle.

  82. mehrnachdenken

    @U. Prasuhn
    Ich verwies lediglich auf den Link bei „tichys Einblick“, in dem sich der Autor recht dezidiert mit der Umfrage beschäftigt. Dann ist mein Beitrag zuerst an „beobachter“ gerichtet, der sich leider nicht wieder meldete.

    Fast glaube ich, unser gemeinsamer „Genosse“ hat den überhaupt nicht gelesen, sondern sofort reflexartig los schwadroniert. Schon länger gehe ich auf seine „geistigen Ergüsse“ nicht mehr ein. M.E. ist es die reinste Zeitverschwednung.
    Hat er nicht vollmundig verkündet, unsere Posts ebenfalls nicht zu beachten? Offenbar fällt es ihm verdammt schwer, seine Finger still zu halten, grins.

  83. Milch der frommen Denkungsart

    @Georg:

    Sie, der Sie sich hier so gern als geistiger Statthalter des barmherzigen Samariters gerieren – aber in Wahrheit nur die Qualität der Billigkopie eines moralinsauer die Rute schwingenden Knecht Ruprecht erreichen – sollten
    demnächst einiges mehr Ihrer Energie in einen Benimmkursus stecken als in Ihren fast schon pathologischen Anti-Nazi-McCarthyismus, da Elternhaus wie Schule Ihnen augenfällig keinen Respekt gegenüber dem Alter bei- zubringen imstande waren; doch wahrscheinlich ist dies in Ihrer Weltsicht lediglich eine Sekundäreigenschaft, womit man auch trefflich ein Vernichtungslager betreiben könnte.

    • Frau Prasuhn echauffierte sich neulich so schön darüber, das Emoticons keinen Sinn machen, weil Humor ja als solcher schon verstanden werden müsste.

      Nun, hier haben wir den schönen Beweis, dass dem nicht so ist.

      Ansonsten höre ich von Ihnen in Bezug auf mich auch immer nur ein Echo. Schauen Sie, ob Sie dich Energie in Zukunft wirklich aufbringen wollen oder es einfach lassen.

      • Mit Verlaub, Ihre Replique auf „Milch der frommen Denkungsart“ kommt mir ziemlich hilflos vor.
        Natürlich spricht gelungener Humor für sich selbst und braucht keine „Emoticons“.
        Sie scheinen nicht gemerkt zu haben oder nicht zugeben zu wollen, dass es sich bei dem Ihnen unangenehmen Kommentar, der Ihre Unarten kritisiert, nicht um Humor, sondern völligen Ernst handelt.

        • Na dann Knut – auch Sie haben offenbar eine andere Art von Humor. Auch für Sie hätte in diesem Fall ein Emoticon Sinn gemacht.

          Auch Sie beziehen sich aber nicht auf den inhatlichen Teil meiner Rückmeldung, sondern arbeiten sich auf Nebenschauplätzen ab. Da hätte ich mir schon ein wenig mehr erhofft, wenn Sie Lust haben, sich einzumischen.

    • off-Topic:

      Wo waren eigentlich die älteren user hier, die gerne ein Loblied auf die alten Zeiten singen zu Zeiten der 68er, RAF, Hippies, Hausbesetzer, Feministinnen, Antiautoritären Erziehung, Schulabschaffer, Kinderläden, Ökos, sogar Lesen durch Schreiben gab es damals (hier fälschlicherweise schreiben nach Gehör genannt), Anti-dies und Anti-das? Alles verpasst? Nichts mitgemacht? Nichts hängengeblieben? Sie waren damals jung. Die jüngeren user hier haben das alles verpasst…(Sie auch?)

      • Was soll die provokante Frage? Was Sie beschreiben waren damals Randerscheinungen, die leider nur von wenigen ernst genommen und mitgemacht wurden. Zum politischen Durchbruch gelangte der ganze ideologische Kram erst Jahrzehnte später. Zur allmählichen Blüte kam er meiner Beobachtung nach im Verlauf der 90er Jahre und bildet seitdem in rasantem Tempo Ableger und neue Blüten aus. Das geht bis heute so.
        Auch die Methode Lesen durch Schreiben setzte sich erst sehr spät nach ihrer Geburt an den Schulen durch. Sie allerdings gilt inzwischen als fragwürdig, blüht und wächst darum nicht mehr.
        Alles andere ist heute allerdings weit lebendiger und realer als in den Jahren, auf die Sie anspielen. Ihre Vorstellung ist falsch, wenn Sie meinen, der 68er-Ideen hätten sofort überall Fuß gefasst und von heute auf morgen die Gesellschaft und Politik erobert.
        „Die älteren user hier, die gerne ein Loblied auf die alten Zeiten singen“ haben darum noch etliche Jahre ohne das ganze Zeug erlebt, das Sie erwähnen. Man hörte zwar von diesem und jenem, es griff jedoch noch nicht in den eigenen Lebensbereich ein und wurde deshalb in seiner Machtentfaltung unterschätzt.
        Auch heute wird vieles in seinen Anfängen belächelt und unterschätzt. Das scheint leider immer so zu sein. Die „älteren user hier“ können ein Lied davon singen, was sie ja auch tun. Sollten sie lieber die Klappe halten und nicht warnen z.B. vor dem Gender Mainstreaming, in dem sie offensichtlich eine weit größere Gefahr sehen als die Jüngeren?

  84. Alter schützt vor Torheit nicht. Ist es denn gesunder Menschenverstand, auf Flüchtlinge „im Notfall“ schießen lassen zu wollen, unser Land und unsere Demokratie bei jeder Gelegenheit als „Meinungsdiktatur“ zu diffamieren, ständig die aktuellen Auswüchse rechtsextremistischer Gewalt zu relativieren, immer wieder die heutige Jugend/Mütter, die arbeiten wollen/die liberale Gesellschaft schlechtzureden, die in vielen tausend Schulen praktizierte Demokratieerziehung wahlweise als sinnlos oder als Systempropaganda herunterzuputzen und dabei immer wieder auf Publikationen aus dem populistischen Spektrum zu verweisen – oder ist das nicht doch Ausdruck einer bestimmten politischen Haltung, die sich schlicht als „rechts“ kategorisieren lässt?

    Das wird man ja wohl noch fragen dürfen.

    • mehrnachdenken

      Für mich hebt sich der Blog „tichys Einblick“ in wunderbarer Weise von den Mainstream – Medien ab. Dort steht, was uns die führenden öffentlichen Medien oft vorenthalten.
      Kennen Sie die Vita von Roland Tichy? Wenn nicht, empfehle ich Ihnen dringend, die Lücke zu schließen. Seinen Blog auch nur in die Nähe von Populismus zu rücken, ist eines einigermaßen informierten Bürgers eigentlich unwürdig.

      Hier ein Beitrag darüber, wie in den führenden Medien über den Islam berichtet und was uns verschwiegen wird.

      http://www.rolandtichy.de/meinungen/welche-republik-unterwerfung-misstrauen-und-unbeantwortete-fragen/

      • mehrnachdenken

        Heutiges Thema bei S. Maischberger:

        http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/maischberger/sendung/mann-muslim-macho-was-hat-das-mit-dem-islam-zu-tun-100.html

        Interessant ist für mich der Gast Samuel Schirmbeck (ehem. ARD-Korrespondent in Nordafrika):

        „In Deutschland ist Islamkritik überfällig“, sagt der frühere ARD-Korrespondent in Algier, „nicht als generelle Kritik an Muslimen, sondern zum Schutz vor seinen menschenverachtenden Auswüchsen“. Aber wer den Islam hierzulande kritisiere, gelte sofort als islamophob oder rechtspopulistisch. Dabei arbeite der offizielle Islam in den arabischen Ländern Hand in Hand mit den Diktaturen gegen Demokratie, Menschenrechte und die Gleichstellung der Frau, erklärt der Journalist.

        • Und wieder das übliche Märchen: Wer den Islam kritisiere, gelte als Rechtspopulist. Es stimmt einfach nicht – landauf, landab wird der Islam kritisiert (auch von Muslimen selbst). Auch auf News4teachers gab es bereits kritische Beiträge zum Islam, etwa hier: http://www.news4teachers.de/2014/11/der-fall-nigeria-zeigt-die-islamische-welt-hat-ein-problem-mit-bildung/

          Und kein Mensch hat N4t je den Vorwurf gemacht, ein rechtspopulistisches Medium zu sein. Was soll die ewige Leier also?

          Allerdings: Es gibt natürlich auch Rechtspopulisten, die den Islam kritisieren. Aber die wird man ja wohl noch Rechtspopulisten nennen dürfen.

          • mehrnachdenken

            Ein weiterer Beitrag bei „tichy“, der mich in meiner Skepsis gegenüber vielen öffentlichen Medien nur bestärkt:

            http://www.rolandtichy.de/meinungen/erziehungsjournalismus-moralismusdiktatur/comment-page-3/#comments

          • mehrnachdenken

            Ach so, in dem Beitrag entdecke ich viel „Georg“ und „Bernd“.

          • Soeben habe ich den Artikel gelesen, mehrnachdenken. Danke für den Tipp!
            Stimmt, ich entdecke in ihm überdeutlich dasselbe oder dieselben wie Sie.
            Neuerdings bin ich auch manchmal bei „Tichys Einblick“, den ich vor Ihrer Empfehlung noch nicht kannte.

          • mehrnachdenken

            Danke für Ihre Rückmeldung.

          • Der Beitrag ist ein klassisches Beispiel für die Dünnbrettbohrerei, die rechtsgerichtete Internet-Medien so gern betreiben. Die Autorin, eine Politikstudentin, die als Model arbeitet, echauffiert sich über „Erziehungsjournalismus“ (wozu Sie den vor Empörungstiraden strotzenden Blog, auf dem sie veröffentlicht, offensichtlich nicht zählt – warum eigentlich nicht?) und über „moralisierende Politik“. Und wie sieht es mit Belegen aus? Da wird dann allen Ernstes ein Schlagertext seziert, der weder mit Journalismus noch mit Politikern zu tun hat, und den die Autorin gerade im Radio gehört hat. Auweia.

            Und mehrnachdenken und dixo klatschen Beifall, weil mit „links“ und „grün“ und „Meinungsdiktatur“ wieder die Pawlowschen Reflexe bedient werden. Lesen Sie, mehrnachdenken, eigentlich auch mal etwas aus gehaltvollen Quellen – oder muss es immer schön, billig, billig, aus Gratis-Blogs ohne nennenswerte Qualitätskontrolle kommen? So sehen dann auch die Resultate aus.

          • Ich finde es ein interessantes Phänomen, dass ausgerechnet diejenigen, die sich hier auf N4t immer wieder über ein angeblich sinkendes Bildungsniveau bei jungen Menschen aufregen, sich offenbar keinen Deut um das eigene Bildungsniveau kümmern – und bedenkenlos jeden Internet-Quatsch konsumieren, Hauptsache, er transportiert möglichst 1:1 das eigene Weltbild.

          • @Bernd
            Vielleicht geben Sie uns Ihre „gehaltvollen“ Quellen mal bekannt, damit wir die Chance haben, Ihren und Annas beeindruckenden Geisteshorizont annähernd zu erreichen und voller Einsicht zu allem Ja und Amen sagen, was Sie uns Dünnbrettbohrern mit tausend wasserdichten Belegen klarmachen.
            Es muss wirklich frustrierend für Sie sein, dauernd auf Leute einzugehen, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, den gesunden Menschenverstand wie vor tausend Jahren benutzen, sich primitives Zeug aus rechter Quelle reinziehen und hier auch noch das Maul aufreißen für ihre verqueren Ansichten.

          • mehrnachdenken

            Ich versuche noch einmal, Sie auf die Vita von Roland Tichy aufmerksam zu machen.
            Der Mann ist ein ausgewiesen guter Journalist, und ich kann mich nur immer wieder wundern, wie wenig Gespür Sie offensichtlich haben, das zu erkennen oder erkennen zu wollen. „Liberal – konservativ“ passt halt nicht in Ihr ideologisch linkes Weltbild.
            Aufschlussreich sind auch die Kommentare zu diesem Artikel, die Sie aber anscheinend nicht mehr gelesen haben. Auch diese Leute sind ja wohl in Ihren Augen alle „bekloppt“.

            Was wollen Sie uns eigentlich mit Ihrem Hinweis auf das Modeln der Autorin sagen? Meinen Sie viellleicht, diese Nebenbeschäftigung disqualifiziert sie von vornherein als Autorin im Blog von Roland Tichy zu schreiben? Falls Sie das damit ausdrücken wollen, bewegen Sie sich aber auf dem dünnen Eis des Sexismus – Vorwurfes.

            Auf den „linken Einheitsbrei“, den Sie mir dagegen empfehlen, kann ich gerne verzichten.
            Apropos „linker Einheitsbrei“, ein gutes Beispiel dafür waren die Wortbeiträge der Bundesvorsitzenden der Grünen in der gestrigen Maischberger – Sendung.
            Schade nur für sie und gut für den Zuschauer, dass sie in S. Schirmbeck, dem langjährigen Korrespondeten der ARD in Nordafrika, einen kompetenten Widerpart fand, der ihr romantisch verklärtes Islam – Bild regelrecht auseinander nahm und sie dabei ziemlich „alt“ aussehen ließ.

            @Anna
            In dem Artikel steckt nicht nur viel „Georg“ und „Bernd“, sondern auch eine Menge „Anna“.

          • Da kann der Papst Herausgeber sein. Offenbar kennen Sie den Unterschied zwischen Meinung und Recherche nicht – ich kann behaupten, der liebe Gott trägt grüne Unterhosen. Und Sie werden es nicht widerlegen können. Weil ich es aber nur behaupte (und nicht belegen kann), ist es völlig belanglos – bis ich einen für andere Menschen nachprüfbaren Beleg anführen kann.

            Genauso verhält es sich mit politischen oder wissenschaftlichen Behauptungen. Ich kann erzählen, Deutschland sei eine „Meinungsdikatur“ – wenn ich diese Behauptung nicht mit Belegen stütze (und bislang habe ich hier noch keinen einzigen Beleg hier gelesen – immer nur die Meinungen von Herrn Tichy, Frau Meinhof oder Frau Schlotterbeck oder sonstwem), und beispielsweise aufzeige, dass Menschen staatliche Respressalien für von der Meinungsfreiheit gedeckte Aussagen zu erleiden hatten, solange ist das nur Herumgelaber.

            Deswegen ist auch das Ansinnen von m. n. Quatsch – es gibt keine per se gehaltvollen Quellen (außer vielleicht dem Brockhaus, Gott hab‘ ihn selig). Auch in der FAZ beispielsweise stehen Beiträge, die nicht mehr als Meinung darstellen. In der FAZ allerdings finden sich neben Kommentaren eben auch recherchierte Beiträge, die als Grundlage für gehaltvolle Diskussionen dienen können. In Herrn Tichys Blog habe ich da noch nichts gefunden (was aber nicht heißt, dass es solche Beiträge dort nicht gibt). Das von Ihnen hier dauernd angeführte Zeug allerdings, mehrnachdenken, gehört zweifellos nicht dazu.

        • Apropos „Meinungsdiktatur“: Immerhin sagt die Hälfte des Volkes laut Umfrage, dass sie sich nicht mehr traue, ehrlich zu sagen, was sie denke. Also muss es doch Einschüchterung geben. Ist das kein Beweis? Wie ich Sie kenne, werden Sie behaupten „alles nur Spinner“.
          Dabei machen Sie doch vor, wie es Querdenkern geht: Ihnen werden böse (rechte) Gedanken und Absichten unterstellt, sie werden lächerlich gemacht, als Verschwörungstheoretiker verunglimpft, der Dummheit, Unaufgeklärtheit und Schießwütigkeit auf Ausländer bezichtigt, der Kaltherzigkeit und Mitleidlosigkeit gegenüber Minderheiten und nicht zuletzt der Intoleranz.
          Alles das haben Sie doch Meinungsgegnern hier schon mehrfach vorgeworfen, diese allerdings nicht einschüchtern können, weil es sich hier offenbar um gestandene Persönlichkeiten handelt, die sich nicht so leicht ins Bockshorn jagen lassen durch Verunglimpfung ihrer Person.

          • Über richtig und falsch lässt sich doch nicht abstimmen. Drehte sich früher die Sonne um die Erde, weil eine Mehrheit der Menschen das glaubte?

            Und die Leute haben ja Recht: Ich kann nicht ehrlich sagen, was ich denke. Wenn ich meine, Herr XY ist ein Arschloch, darf ich das nicht sagen. Die Meinungsfreiheit endet eben bei der Würde des anderen – auch (und gerade) in der Demokratie.

            Ich verstehe das Problem nicht: Wenn ich andere öffentlich kritisiere, muss ich doch auch bereit sein, selbst Kritik hinzunehmen – aber viele derjenigen hier, die austeilen bis zum Gehtnichtmehr („da kommt mir nur noch die Galle hoch“), sind im Einstecken echte Jammerlappen. Meinungsfreiheit gilt eben nicht nur für einen selbst.

          • mehrnachdenken

            … („da kommt mir nur noch die Galle hoch“), … .
            Wie entlarvend!! Richtig, Ihre Beiträge triefen nur so vor Wut, und deshalb kann zumindest ich sie auch schon lange nicht mehr ernst nehmen.
            Einen weiteren Diskurs halte ich daher für vollkommene Zeitverschwendung!!
            Das gilt im Übrigen auch für „Anna“, Ihre „Schwester im Geiste“.

          • Das war ein Zitat (wie die Anführungsstriche deutlich signalisieren) von Ihrem Freund dixo – Eigentor.

          • … und wieder typisch. Draufhauen, wenn’s andere betrifft – und wenn Herr (oder Frau?) mehrnachdenken dann selber kritisiert wird, zieht er/sie sich beleidigt zurück. Das ist genau das Muster dieser „Meinungsdiktatur“-Debatte.

          • Um das Muster noch etwas zu präzisieren:

            Erst wird etwas behauptet („Deutschland ist eine Meinungsdiktatur“).
            Wenn dann Widerrede kommt, wird die gleiche Behauptung von jemand anderem als Beleg angeführt („Deutschland ist eine Meinungsdiktatur“).
            Wenn dann eingewendet wird, dass eine doppelte unbelegte Behauptung immer noch nur eine Behauptung ist, wird die Kommunikation gekündigt.

            Hauptsache, das eigene selbstgebastelte Weltbild kommt nicht ins Wanken.

          • mehrnachdenken

            @Bernd
            Nur noch zur Klarstellung. Ich habe mal gelernt, dass auch angegeben wird, von wem ein Zitat stammt. Im Beitrag von „dixo“, auf den Sie sich beziehen, steht es jedenfalls nicht.

            Ich gönne Ihnen den kleinen Triumph“. Ansonsten habe ich nichts zu korrigieren.

    • Der eigene Standpunkt ist immer entscheidend für die Standortbestimmung der anderen.
      Um es im Fußballjargon auszudrücken: Wenn ich auf einer Linkspositon spiele, sind für mich die meisten Mitspieler rechts, auch die im Mittelfeld. Was und wen Sie als „rechts“ kategorisieren, könnte also wegen der Perspektive zu den optischen Täuschungen gehören.
      Ich habe eine ganz andere Vorstellung von der Meinung und dem Standort der Leute, mit denen Sie hier ins Gericht gehen. Es gab ja genug Kommentare, um sich ein eigenes Bild aus eigener Perspektive zu machen.

  85. Milch der frommen Denkungsart

    @Bernd:

    Meinungen sind tatsächlich nicht sakrosankt, da bin ich ganz bei Ihnen; sie aber süffisant unter Verweis auf das Alter ihrer Vertreter abzuqualifizieren, steht freilich gerade denen schlecht zu Gesicht, die sich fortwährend als Vorkämpfer gegen eine „Hass-Kultur“ aufspielen, deren Deutungshoheit sie aber selbstverständlich exclusiv für sich beanspruchen.

  86. Milch der frommen Denkungsart

    @Bernd (Nachtrag):

    „Dass Herr Churchill das nicht glaubt, rechne ich seinem hohen Alter zugute.“

    (Aus einer Rede Adolf Hitlers am 8.11.1939)

  87. Huch, ist das jetzt nicht die schlimme Nazi-Keule?

  88. Milch der frommen Denkungsart

    @Bernd:

    Eben – betrachten Sie es als Spiegelinstrument zur Selbsterkenntnis.

  89. Dann müsste ich jetzt reflexartig in Krokodilstränen darüber ausbrechen, dass man in diesem Land offenbar nicht mal mehr gesunde Menschenverstandsfragen stellen darf, ohne mit einer Keule bedroht und an den Rand der körperlichen und seelischen Existenz wenn nicht darüber hinaus getrieben zu werden – lass‘ ich aber.

  90. Milch der frommen Denkungsart

    @Anna:

    Wenn zwei das Gleiche tun, so ist also in Ihrer Weltsicht allein Ihr Gegenpart ideologisch verbohrt, während Sie vom Quell reinster wie unverstellter Erkenntnis getrunken haben – ein eher schlichtes Modell, für den sich die Bezeichnung „Denkansatz“ von vornherein verbietet.

  91. Was tue ich denn „Gleiches“? Ich berufe mich bei meinen Posts jedenfalls nicht auf blühenden Blödsinn, wie er hier alle Nase lang von mehrnachdenken und Co. als besonders geistreiche Erbauung angeführt wird.

    Sorry, aber ich kenne den Unterschied zwischen ernstzunehmender wissenschaftlicher oder journalistischer Publikation, die ihre Thesen auch belegt, und publizierten Behauptungen, die millionen- und milliardenfach durchs Internet geistern und bei Bedarf auch die Landung von Marsmännchen als Tatsache anführen. Schon mal etwas von Medienkompetenz gehört? So mancher Schüler hat erkennbar mehr davon als so mancher derjenigen hier, die ewig hier über den Bildungsverfall der Jugend lamentieren. Bildung erschöpft sich nicht im Rezitieren von Zitaten aus dem 19. Jahrhundert oder in fehlerfreier Orthografie – echte Bildung schafft dann schon den Transfer, gute Quellen von schlechten zu unterscheiden. Thesen, die nur mit der Meinung irgendwelcher Leute belegt werden und auf unbelegten Behauptungen beruhen, sind halt nur dahingeplappertes Zeug.

  92. Milch der frommen Denkungsart

    @Anna:

    Wenn ich nur zwei Passagen aus Ihren hier veröffentlichten Beiträgen herauspflücken darf:

    „Und zweitens muß an der Grundschule viel mehr Zeit in die Unterrichtsvorbereitung investiert werden …
    (27. November 2015)“

    „Die im Deutschen übliche Trennung zwischen „Erziehung“ und „Bildung“ gibt es (…) in anderen Sprachen
    nicht … (ebd.)“

    Abgesehen davon, daß letzteres für das Russische etwa ausdrücklich nicht gilt: Fußen diese Ihre Erkennt- nisse nun auf jenen von Ihnen so vehement eingeforderten wissenschaftlichen Belegen oder geben sie nicht doch vielmehr Ihre persönliche Meinung wieder ?
    Und: Ist diese also eine „gute Quelle“ oder nicht doch eine „unbelegte Behauptung“ oder gar „nur dahin- geplappertes Zeug“ ?

    • Herr Oberlehrer, ich habe nicht geschrieben, dass es die Trennung zwischen „Erziehung“ und „Bildung“ in ALLEN anderen Sprachen nicht gibt – kann ich nicht behaupten, weil ich nicht alle Sprachen spreche.

      Und natürlich kommentiere ich hier auch, äußere also Meinung. Ich führe aber als Beleg für meine Meinung nicht die Meinung anderer Leute an und maße mir deshalb dann an, unumstößliche Wahrheiten zu verkünden. Und schon gar nicht ziehe ich über die Bildung anderer (jüngerer) Leute her, weil ich mir auf meine eigene Bildung so viel einbilde. Wenn sich die dann auch noch als überaus löchrig erweist, weil ich nicht mal in der Lage bin, eine allerschlichteste Textanalyse vorzunehmen (Kommentar? Verifizierte Information? – sollte schon ein Achtklässer unterscheiden können), dann ist das hier nur noch peinlich.

      • Milch der frommen Denkungsart

        @Anna:

        Ihr verbales Pfauenrad wird den Mangel an sprachlicher Präzision wie realer Argumentationsarmut nicht über-tünchen; damit dürften sie in der Tat nicht einmal Acht- klässler hinters Licht führen.

  93. mehrnachdenken

    Wir brauchen eine Bildungs – Offensive gegen die Hass- Kultur. Vollkommen einverstanden.
    Dazu gehört für mich aber auch eine Offensive gegen den linken Hass.

    Mehr dazu im Cicero:

    http://www.cicero.de/salon/gewalt-und-gesinnung-auch-linker-hass-ist-haesslich/60900

  94. Hier sind wir jetzt wirklich mal einer Meinung.

    • Sorry, Bernd, aber mehrnachdenken und Frau Prasuhn geht es beim Hinweis auf die Gewalt von Linken nicht um politische Gewalt im Allgemeinen.

      Ihnen geht es darum zu verdeutlichen, das „Rechts“ nicht so schlimm ist, weil sie selbst mit PEGIDA und AfD sympathisieren und nicht zugeben wollen oder erkennen können (Ich weiß nicht, was mir zu denken geben würde.), dass der massive Anstieg von rassistischen Straftaten und rechtem Terror genau auf diesem Boden gediehen ist. Nicht umsonst werden von den beiden keine Statistiken und Forschungsergebnisse zur Kenntniss genommen oder versucht, pauschal und ohne inhaltliche Argumentation madig zu machen.

      Das ist der Effekt, den ich selbst viele Jahre in der sächsischen Provinz in der Kommunalpolitik und bei den kleinstädtischen Eliten beobachten durfte, wo die NPD mal fast zweistellig im Landtag saß, PEGIDA „spaziert“ und die AfD jetzt präsent die Rolle der Nazis übernommen hat und sich doch nur in der offenen Verherrlichung des NS von ihnen unterscheidet.

      http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/41312/was-ist-rechtsextrem

      „Aber die Linken sind doch genauso schlimm.“ (Wider aller Statistiken und Art der Straftaten.) „Man sollte doch nicht übertreiben.“ „Nicht bei uns, weil alles kommt von außen.“ „Das sind doch nur Dumme-Jungen-Streiche.“ „Irgendwie kann ich sie auch verstehen – die sind halt verärgert.“

      So kann wachsen und gedeihen, was dieses Land mal in den Abgrund riss.

      http://www.zeit.de/2016/21/ostdeutschland-sachsen-pegida-hoyerswerda-aue

      http://neuenormalitaet.de/

      Und nein, dies ist keine Relativierung linker Gewalt. Wer das hier hineinließt, will oder kann nicht verstehen und macht sich mit beidem eher lächerlich.

  95. Ursula Prasuhn

    @Bernd um 08:42
    Ja, wer austeilt, muss auch einstecken können. Sie wissen aber genau, dass heutzutage nicht der Begriff „Arschloch“ einschüchtert und auch nicht Aussprüche wie „mir kommt die Galle hoch“, sondern das, was “dixo” gestern um 20:10 Uhr beschrieben hat.
    Mit dem, was er/sie aufführt, wird m.E. ein neuer „Untermensch“ kreiert und an den Pranger gestellt, der nicht auf Grund seiner Abstammung, sondern auf Grund seines Denkens und seiner Überzeugung als böse und schlecht (kurz: rechts) stigmatisiert und zur Ächtung freigegeben wird. Er gilt als “Dunkeldeutscher”, der es jedem zur Ehrensache macht, ihn zu beschimpfen, sein Ansehen zu beschädigen und damit u. U. seine soziale Existenz zu bedrohen.
    Das hat für mich nichts Anständiges mehr, sondern ist geförderte Unanständigkeit, deren Zweck von jeder Schuld freispricht und die eigene Person – die ansonsten vielleicht wenig unter den Füßen hat – auf billige Art aufwertet.
    Die jüdische Theologin Edna Brocke sagte vor knapp einem Jahrzehnt: „Es gibt nur einen identitätsstiftenden Mythos in der Bundesrepublik, egal ob in der Variante Ex-DDR oder in der Variante Ex-alte-Bundesrepublik. Dieser identitätsstiftende Mythos ist die Absetzung vom Nationalsozialismus. Und in dem Moment, wo man sich irgendwo identifizieren will, muss man jemanden in die Ecke der Nazis oder der Erben der Nazis stellen und sich von ihm distanzieren.“
    Der Dame gebe ich Recht in dem, was sie über die Identitätssuche sagt und den widerlichen Drang, andere als Nazis sehen und abzustempeln zu wollen, um dadurch Identität und gesellschaftliche Anerkennung zu finden.
    Übrigens lässt sich über richtig und falsch sehr wohl abstimmen. Wird das bei politischen Entscheidungen nicht ständig getan? Jedenfalls sollte es so sein, dass Abgeordnete darüber diskutieren, ob sie etwas für richtig oder falsch halten und dementsprechend abstimmen.

  96. Sehr geehrte Frau Prasuhn,

    nein, über Fakten wird nicht abgestimmt – wohl darüber, welche politischen Schlussfolgerungen aus Fakten zu ziehen sind. Von Ihnen bekomme ich aber keine Fakten geliefert für Ihre ständige Behauptung, Deutschland sei eine „Meinungsdiktatur“ (nennen Sie mir einen Menschen in Deutschland, der staatliche Respressionen erleiden musste, weil er etwas gesagt hat, was von der Meinungsfreiheit gedeckt ist – einen einzigen), stattdessen: nur Meinung. Und jetzt wieder.

    Das Problem, auf das mehrnachdenken oben so treffend hingewiesen hat, ist (auch) die entgrenzte und hemmunglose Diktion, die Sie und andere in der politischen Auseinandersetzung pflegen. Jemand, der kritisiert wird, wird dann gleich zum „Untermenschen“, also zum Opfer stilisiert (auch die AfD hat sich auch schon mit den verfolgten Juden im Dritten Reich verglichen), es gibt angeblich „Dunkeldeutsche“, die von jedermann beschimpft und stigmatisiert werden dürfen (der Bundespräsident hat von „Dunkeldeutschland“ gesprochen – das ist was anderes), sie schreiben von „Unanständigkeit“, von einem „widerlichen Drang, andere als Nazis sehen und abstempeln zu wollen“, und eben immer wieder von „Meinungsdiktatur“.

    Geht’s auch ein paar Nummern kleiner? Mit dieser hysterischen Sprache schädigen Sie und andere den politischen Diskurs in Deutschland – es geht um unterschiedliche Meinungen und Haltungen, nicht um Leben oder Tod oder die Existenz Deutschlands oder ihre eigene. Streit gehört zur Demokratie, Konstruktiver Streit setzt aber voraus, dass der politische Gegner nicht zum Feind erklärt wird. Das tun Sie und andere mit Ihren Ausdrucksformen aber ständig – und wundern sich dann über Gegenwind.

    Mal zur Erinnerung: Sie leben in einem der reichsten Länder der Erde, in einem der sichersten und in einem der freiesten.

    • Sie schrieben in Ihrem Kommentar um 8:42: „Über richtig und falsch lässt sich doch nicht abstimmen.“ Wo war denn von Abstimmung über Fakten die Rede? Bitte verfälschen Sie nicht vorherige Aussagen!
      Des Weiteren ist festzustellen, dass ständig Sie und Ihre Clique das Wort „Meinungsdiktatur“ ins Spiel bringen und dies von Frau Prasuhn behaupten. Sie können die Sache aber klarstellen, wenn Sie schwarz auf weiß die angeblichen „immer wieder“ Stellen (per Link) belegen. Mein Eindruck ist, dass Sie auch hier sehr die Tatsachen verdrehen.
      Soweit ich die Kommentare von U. P. kenne, und das sind wahrscheinlich die meisten, hat sie nie von staatlichen Repressalien gesprochen, sondern allein von der verbreiteten Unsitte, bestimmte Meinungen und Meinungsvertreter als rechts (Nazi) zu diffamieren, um so von weiteren Äußerungen abzuschrecken. Dass dies ständig geschieht und der Meinungsfreiheit schadet, dürfte außer Frage stehen.
      Da Sie bei unerwünschten Aussagen gern fehlende Belege kritisieren, bin ich zuversichtlich, dass Sie diese liefern können und sich nicht auf ein subjektives Verständnis herausreden, das Sie anderen als unseriös ankreiden.
      Schließlich sagen Sie noch: „Streit gehört zur Demokratie“. Richtig! „Konstruktiver Streit setzt aber voraus, dass der politische Gegner nicht zum Feind erklärt wird.“ Wieder richtig!!
      Ein Drittes ist noch vonnöten: „Alle schönen Lehrsätze und Verhaltensregeln müssen selbst eingehalten und nicht nur dem Meinungsgegner unter die Nase gerieben werden.“

  97. Also, ich lese schon länger gewisse Foren mit und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass einige Foren dazu benutzt werden, einen Machtkampf in Worten zu veranstalten.
    Auch ich frage mich, was bringen die Mitdiskutierenden letztendlich an konstruktiven Argumenten in die Diskussion ein, um das Thema weiter zu beleuchten?
    Ich lese stellenweise nur einen „Schreibkrieg“, wo einiges bewusst oder unbewusst in eine Richtung verstanden werden will.

    Mir wäre viel lieber, wenn man sich wirklich um das Thema argmentativ kümmert und nicht in stellungskriegsähnlichen Wortgefechten verharrt.

    Gegenvorschlag: Zeigen Sie doch einmal ein bisschen Empathie für Ihren „Meinungsgegner“ und suchen Sie nach Punkten, die die Diskussion konstruktiv weiterbringen. Dann wäre wirklich etwas bewirkt!

    • Martin Schuster

      Der Aufruf zu mehr Empathie für den Meinungsgegner ist begrüßenswert, ysnp, jedoch etwas unkonkret, weil jeder anders empfindet und anderen Handlungsbedarf sieht.
      Eine Regel könnte da vielleicht auf einen Nenner bringen:
      Persönliche Angriffe auf Meinungsgegner sind zu unterlassen. Sie dienen letztlich der Hass-Kultur, auch wenn diese formal verurteilt wird.

  98. An „dixo“, Frau Prasuhn, mehrnachdenken und alle anderen, die bei Warnungen vor der eskalierenden Gewalt von Rechtsextremen reflexartig nach links weisen – hier der aktuelle Bericht des Bundesinnenministers, der in einer sachlichen Darlegung der Fakten das jeweilige Bedrohungspotenzial erkennen lässt.

    „Straftaten aus der rechten und der linken Szene haben deutlich zugenommen und einen neuen Höchststand erreicht. Im vergangenen Jahr zählte die Polizei insgesamt fast 39.000 politisch motivierte Straftaten – ein Anstieg um 19,2 Prozent gegenüber 2014. Die Zahl der entsprechenden Fälle sei nahezu „explodiert“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) bei der Vorstellung der Kriminalstatistik in Berlin.

    Darunter waren 22.960 rechtsmotivierte Delikte (plus 34,9 Prozent) und 9605 linksmotivierte Delikte (plus 18,3 Prozent). Dies seien die höchsten Zahlen seit der Einrichtung eines gesonderten Meldedienstes für politisch motivierte Kriminalität im Jahr 2001. De Maizière sagte, der starke Anstieg zeige eine „bedrohliche gesellschaftliche Entwicklung“ auf.“

    Doppelte Fallzahlen, doppelte Steigerungsraten – ohne deshalb hier linke Gewalt beschönigen zu wollen – rechtfertigen ja wohl besondere Maßnahmen gegen rechtsextreme Gewalt.

    Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article155606479/Zahl-der-politisch-motivierten-Straftaten-explodiert.html

  99. Jürgen Eisenberg

    Die westliche Welt hat ihre eigenen Wurzeln abgegraben, ist dement geworden, d.h. weiß nicht mehr wie barbarisch es bis ins Mittelalter hinein auch bei uns in Europa zuging. Man weiss auch scheinbar nicht mehr wie es dazu kam, dass besonders nach der Reformation erstaunlich viele positive Dinge mit unfassbaren Mühen aufkamen … Ich will das jetzt nicht alles weiterführen, weil jemand das viel besser recherchiert und zusammengetragen hat als ich das könnte. Daher möchte ich gerade in dieser interessanten Diskussion hier das Buch „Das Buch der Mitte“ dringend empfehlen. Es wurde von dem Inder Vishal Mangalwadi geschrieben und hat den englischen Titel „The Book that made your World“. Man findet erstaunlich viele Kommentare zu diesem Buch bei Amazon.de und auch zu der englischen Originalversion bei Amazon.com. https://www.amazon.de/Das-Buch-Mitte-Herzst%C3%BCck-westlichen/dp/3038480045/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1475010439&sr=8-1&keywords=das+buch+der+mitte

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