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GEW fordert mehr Grundfinanzierung statt Exzellenz an Unis

Die Bildungsgewerkschaft GEW hat an die schwarz-rote Bundesregierung appelliert, die Hochschulfinanzierung längerfristig sicherzustellen. Dies müsse neben der von Bund und Ländern geplanten neuen Exzellenzinitiative möglich sein. «Die Grundfinanzierung stagniert, und die Länder werden zunehmend Probleme kriegen, sie sicherzustellen», sagte der stellvertretende GEW-Chef und Hochschulexperte Andreas Keller  in Berlin. 2020 greife die Schuldenbremse, spätestens dann müssten Bund und Länder ein entsprechendes Konzept für die deutschen Unis haben.

Der Bund könne helfen, «weil das Bund-Länder-Kooperationsverbot im Hochschulbereich gelockert worden ist», sagte Keller. Dies sei aus Sicht seiner Gewerkschaft auch «wichtiger, als sich jetzt etwas Neues für die Exzellenzinitiative auszudenken». Ohnehin sei ein Förderprogramm, das auf nur wenige «Leuchttürme» setze und dabei immer mehr befristete Stellen an den Hochschulen zur Folge habe, «der falsche Ansatz».

Eine vom Schweizer Wissenschaftsmanager Dieter Imboden geleitete Expertenkommission stellt an diesem Freitag ihre Bewertung der vor zehn Jahren gestarteten Exzellenzinitiative von Bund und Ländern vor. Die große Koalition will für eine dritte Runde mindestens vier Milliarden Euro von 2018 bis 2028 sowie eine Milliarde Euro für bessere Karrierewege junger Wissenschaftler bereitstellen.

Zuletzt hatte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) deutlich gemacht, dass sie ein gesundes Elite-Denken gegenüber einer zu breiten Streuung der Fördermittel bevorzugt. Sie sagte: «Ich bin für Leuchttürme in der Spitzenforschung. Es hat sich seit Beginn der Exzellenzinitiative bewährt, wirklich Exzellenz zu fördern.» dpa

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