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„Wie ein Lokführer, der vor der Arbeit ein Zugticket lösen muss“: Lehrer fordern mehr Geld für Klassenfahrten

STUTTGART. Lehrer in Baden-Württemberg fordern mit Blick auf die anstehenden Klassenfahrten mehr Geld für Aktivitäten außerhalb des Unterrichts. «Kurz vor den Sommerferien ist in den Schulen Hochzeit für Klassenfahrten und Jahresausflüge», teilte der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg in Stuttgart mit. «Wenn eine Schule aktive Lehrer hat, dürfte jedoch bei den meisten der zur Verfügung stehende traditionell zu niedrige Etat bereits ausgeschöpft sein.» Lehrer müssten ihren Kostenanteil des Ausflugs dann aus eigener Tasche zahlen – oder die Fahrt ganz absagen.

«Das ist jedoch so, wie wenn ein Lokführer zunächst einmal selber eine Fahrkarte für den Zug lösen müsste, bevor er seine Fahrgäste von A nach B befördern darf», erklärte VBE-Chef Gerhard Brand. Den Schulen steht demnach – abhängig von Klassenzahl und -stufe – jährlich ein festes Budget für Aktivitäten wie Theaterfahrten, Ausflüge und Schullandheimaufenthalte zur Verfügung. Das Jahresbudget liegt dem VBE zufolge für eine Schule mit 20 Klassen deutlich unter 1000 Euro – also bei nicht einmal 50 Euro pro Klasse und Kalenderjahr. dpa

Zum Bericht: “Dann fahren wir eben überhaupt nicht mehr!” Thüringer Lehrer wütend über neue Hürden für Klassenfahrten

Ein Kommentar

  1. Wer die Kultusbürokratie gut aussehen lässt, indem er noch eigenes Geld zur Arbeit mitbringt, dem ist leider nicht mehr zu helfen.

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