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„Busch-Zulage“ nach Vorbild Sachsen – Brandenburg prüft Stipendien für Lehrer auf dem Land

Nach dem Vorbild von Sachsen könnten junge Lehrer demnächst mit Stipendien in die Außenregionen von Brandenburg gelockt werden. Die Landesregierung solle aber zunächst die Erfahrungen mit dem «Sachsen-Stipendium» und Werbemaßnahmen in anderen Bundesländern auswerten, beschloss der Landtag am Donnerstag. Beantragt hatten das Stipendium die Oppositionsfraktionen von CDU und Grünen: Lehramtsstudenten sollen demnach im Hauptstudium mit 300 Euro monatlich unterstützt werden, wenn sie sich verpflichten, anschließend solange etwa in der Uckermark oder in der Prignitz zu arbeiten, wie sie das Stipendium bezogen haben.

Der CDU-Bildungsexperte Gordon Hoffmann verwies zur Begründung des Antrags darauf, dass Brandenburg bislang noch nicht alle 1400 Lehrer gefunden habe, die zum kommenden Schuljahr neu eingestellt werden sollen. Die von Bildungsminister Günter Baaske (SPD) ausgelobte «Buschprämie» in Höhe von 300 Euro monatlich, die für eine Verpflichtung auf dem Land drei Jahre lang gezahlt wird, sei jedenfalls noch gar nicht zum Einsatz gekommen. «Mit dem Stipendium fangen wir früher an, wenn Studenten das Geld wirklich brauchen», sagte Hoffmann. «Für einen ausgebildeten Lehrer ist die „Busch-Zulage“ nicht so entscheidend.»

Baaske entgegnete, zunächst müssten die Erfahrungen mit dem Stipendium in Sachsen ausgewertet werden. Dort waren im vergangenen Jahr die ersten 50 Stipendien vergeben worden. «Wir müssen sehen, ob es da etwa Mitnahme-Effekte von Studenten gibt, die nach dem Studium sowieso wieder zurück in ihre Heimatregion wollten», sagte Baaske. dpa

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