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Forscher John Hattie ist Ehrendoktor an Augsburger Universität

AUGSBURG. Spätestens seit seinem 2009 erschienen und mittlerweile in zehn Sprachen übersetzten Buch „Visible Learning“ gilt der seit 2011 an der University of Melbourne (Australien) lehrende Neuseeländer Prof. Dr. John Hattie als einer der weltweit bekanntesten und einflussreichsten Erziehungswissenschaftler. Jetzt zeichnete die Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Augsburg Hattie mit ihrer Ehrendoktorwürde aus.

Sein zweites Buch erscheint in Kürze auf Deutsch: der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie. Foto: Schneider Verlag

Der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie ist jetzt auch Ehrendoktor. Foto: Schneider Verlag

„Aus fachlicher Sicht hat John Hattie Leistungen erbracht, die ihresgleichen suchen und ihn aus der scientific community herausragen lassen. Er ist ein herausragender Forscher, überzeugt aber nicht minder als akademischer Lehrer und erfahrener Wissenschaftsmanager. Er spricht nicht nur die Sprache der Wissenschaft, er spricht auch die Sprache der Studierenden, die Sprache der Lehrpersonen, die Sprache der Eltern und die Sprache der Bildungspolitik. Er argumentiert vor einem psychologischen, pädagogischen und schulpädagogischen, didaktischen und fachdidaktischen Hintergrund und deckt damit eine Breite und Universalität ab, die heute selten geworden sind.“

So fasst Hatties Augsburger Fachkollege Prof. Dr. Klaus Zierer, Inhaber des Lehrstuhls für Schulpädagogik, die Gründe zusammen, die seine Fakultät dazu bewogen haben, den Autor des mittlerweile in zehn Sprachen übersetzten Werks „Visible Learning“ ihre Ehrendoktorwürde zu verleihen.

Zierer, der selbst maßgeblich an der 2013 unter dem Titel „Lernen sichtbar machen“ erschienen deutschen Übersetzung des bekanntesten Werks Hatties mitgewirkt hat, möchte dessen Verdienste allerdings nicht auf den mittlerweile weltweit über eine halbe Million Mal verkauften Bestseller verkürzt wissen: „John Hattie fasst hier zwar beeindruckend eineinhalb Jahrzehnte seiner Arbeit zusammen, die darauf ausgerichtet war und nach wie vor darauf ausgerichtet ist, die Bedingungen des Gelingens von Schule und Unterricht herauszufinden und zu definieren. Aber schon längst bevor er diesen ‚Meilenstein der empirischen Bildungsforschung‘ setzte, sorgten seine zahlreichen Publikationen – heute sind es rund 600 – und die etwa 200 von ihm betreuten Doktorarbeiten für seine Bekanntheit und seine Anerkennung in der internationalen Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung“, betont Zierer. Auch die 55 Millionen Euro an Drittmittel, die Hattie bislang für seine Forschungen eingeworben habe, und seine Begehrtheit als Berater zahlreicher Regierungen in Bildungsfragen sprächen für sich.

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