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NRW will aktuelle Ereignisse in der Türkei in Ditib-Prüfung einbeziehen

DÜSSELDORF. Dis Diskussion um die Staatsnähe der Türkisch Islamischen Union Ditib ist keinesfalls neu. Seit längerem prüft etwa Nordrhein-Westfalens Landesregierung den Antrag der Ditib auf Anerkennung als Religionsgemeinschaft. Die könnte dem Verband nocheinmal größeren Einfluss auf den islamischen Religionsunterricht verschaffen.

Nordrhein-Westfalen will den größten Islam-Dachverband in Deutschland – Ditib – und weitere islamische Organisationen auf «Staatsnähe» zur Türkei überprüfen lassen. Das berichtete die Staatskanzlei in Düsseldorf, die einen Gutachter seit längerem untersuchen lässt, ob die Türkisch Islamischen Union Ditib und drei andere Antragssteller als Religionsgemeinschaft in NRW anerkannt werden sollen.

 Wer steuert die Ditib? Seit dem gescheiterten Putsch in der Türkei ist die Frage aktueller denn je. (Ditib-Moschee im Duisburger Stadtteil Marxloh). Foto: Metropolico.org / flickr (CC BY-SA 2.0)

Wer steuert die Ditib? Seit dem gescheiterten Putsch in der Türkei ist die Frage aktueller denn je. (Ditib-Moschee im Duisburger Stadtteil Marxloh). Foto: Metropolico.org / flickr (CC BY-SA 2.0)

Kritiker werfen der Ditib zunehmend vor, sie werde aus Ankara gesteuert und sei verlängerter Arm des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der seit dem gescheiterten Putschversuch vom Juli massiv gegen mutmaßliche Verschwörer vorgehen lässt. Im laufenden Prüfprozess «sollen die aktuellen Entwicklungen in der Türkei mit berücksichtigt werden», betonte nun die Staatskanzlei. (dpa)

zum Bericht: NRW-Ministerpräsidentin Kraft will am Islamunterricht festhalten

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