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Neuer Schulwettbewerb fair@school für diskriminierungsfreie Bildung

fair-at-school-logo-110Vielfalt im Klassenzimmer ist Realität: Viele Lehrkräfte und Schüler/innen begreifen das als Chance und engagieren sich für ein gutes Miteinander. Dennoch bleibt Diskriminierung, etwa aufgrund von Behinderung, Geschlecht, Herkunft, Religion oder sexueller Identität, eine große Herausforderung an Schulen. Mit dem Wettbewerb fair@school zeichnen der Cornelsen Verlag und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes nun vorbildhafte Projekte aus, die sich gegen Diskriminierung und für Chancengerechtigkeit im Schulalltag einsetzen. Der Wettbewerb möchte das Engagement an Schulen hervorheben und übertragbare Projekte bekannt machen. Das Recht auf einen fairen Schulalltag und auf diskriminierungsfreie Bildung soll weiter gestärkt werden.

Teilnehmen kann, wer sich an einer allgemein- oder berufsbildenden Schule in Deutschland mit Schul- oder Unterrichtsprojekten für Vielfalt stark macht, von Lehrkräften und Sozialpädagoginnen und -pädagogen über Schülerinnen und Schüler bis hin zur Schulleitung. Eingereicht werden können Projekte, die zu Antidiskriminierung, Interkulturalität, Inklusion, Religionsvielfalt oder Diversität an der Schule beitragen. Sie sollten die Unterrichts- und Lernkultur der Kinder und Jugendlichen verändern, nachhaltig angelegt sein und auch an anderen Schulen zum Einsatz kommen können.

Drei herausragende Projekte werden im Juni 2017 in Berlin ausgezeichnet. Als Gewinne winken Geldpreise in Höhe von 1.000 Euro bis 3.000 Euro. Einsendeschluss ist der 1. März 2017. Das Zentrum für Bildungsintegration (ZBI) der Stiftung Universität Hildesheim übernimmt die Begutachtung der eingereichten Projekte und nominiert bis zu zehn Preisträger/innen. Eine elfköpfige Fachjury aus renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Prominenten und Vertreterinnen und Vertretern der Antidiskriminierungsstelle sowie des Cornelsen Verlags entscheidet dann, welche drei Schulprojekte prämiert werden.

Teilnahmeformular und weitere Informationen unter fair-at-school.de

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist eine unabhängige Anlaufstelle für Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind. Sie wurde 2006 mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes eingerichtet. Sie betreibt Öffentlichkeitsarbeit und Forschung zum Thema Diskriminierung und bietet eine rechtliche Erstberatung für Menschen, die aufgrund der ethnischen Herkunft, Religion, Weltanschauung, sexuellen Identität, des Alters, einer Behinderung oder des Geschlechts benachteiligt worden sind. antidiskriminierungsstelle.de

Der Cornelsen Verlag zählt zu den führenden Anbietern für Bildungsmedien im deutschsprachigen Raum. Mit gedruckten und digitalen Medien sorgt er dafür, dass guter Unterricht gelingt und Lernende erfolgreich zum Ziel kommen. Das Bildungsunternehmen begleitet Menschen auf allen Etappen ihrer Bildungsbiografie. Dabei ist es sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und achtet darauf, mit seinen Bildungsangeboten gezielt Grundlagen für Offenheit, Respekt und Toleranz zu legen. cornelsen.de/zusammenleben

5 Kommentare

  1. ‚Vielfalt und Chancengerechtigkeit stärken und Diskriminierung verhindern – diese Werte im Unterricht zu fördern, ist Ziel des Wettbewerbs fair@school – Schulen gegen Diskriminierung. Mit dem Wettbewerb wollen der Cornelsen Verlag und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes vorbildhafte Schulprojekte auszeichnen, die sich gegen Diskriminierung und für Vielfalt im Schulalltag einsetzen‘.
    Interessantes Projekt der deutschen Volksschule, deren Spezialität seit Jahrzehnten darin besteht, Jugendliche nachhaltig erfahren zu lassen, was es heisst, aufgrund der sozialen Herkunft diskriminiert, selektioniert und stigmatisiert zu werden. Und das bereits nach 4 Jahren Volksschule.
    Wobei schon vor Schuleintritt die Erfolgschancen ungleich verteilt sind.

    Die von der Öffentlichkeit bezahlte Institution, – spezialisiert auf ungerechte Chancenzuweisungen und willkürliche Diskriminierung, unterstützt von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, kommt auf die Idee, Schulprojekte auszuzeichnen, die sich gegen Diskriminierung und für Vielfalt im Schulalltag einsetzen.

    Eine Analyse des Ist-Zustandes des Schulsystems bietet wenig Hoffnung auf eine Volksschule, welche das Thema Selektion/Diskriminierung in Richtung Chancengerechtigkeit weiter entwickelt. In Richtung einer Volksschule ohne Selektion, dafür mit innerer Differenzierung.

    • Ich hoffe, Sie gehören nicht zu den Fans von Georg & co, die den Unterschied zwischen „jeder“ und „alle“ nicht verstehen (wollen).

      Zu Ihrem Kommentar: Mir möchte nicht einleuchten, weshalb bei verschiedenen Bildungszweigen unter einem Dach, d.h. in verschiedenen Klassenräumen, nicht diskrimiert und / oder selektiert wird, während das bei unterschiedlichen Schulgeländen doch passiert.

    • Ach Bernie, Sie glauben gar nicht, wie satt ich dieses ständige Geschwätz von Diskriminierung, Selektion und Stigmatisierung habe.
      Allmählich frage ich mich, ob damit von anderen Schwachstellen abgelenkt werden soll oder ob sich von diesem immer intensiveren Einfordern „sozialer Gerechtigkeit“ ein stets wachsender Personenkreis mit entsprechenden Dienstleistungsangeboten ernährt. Möglicherweise kommt beides zusammen.
      Seit Jahrzehnten schon wird dieses Thema hochgehängt und alles Mögliche dafür getan. Doch je mehr Aufwand für die hehren Ziele betrieben wird, desto größer scheint der Abstand zu ihnen zu werden, wenn das moralische Gejammer Maßstab des Urteils ist.
      Gar so getrieben von Gerechtigkeitssinn, Selbstlosigkeit und Mitgefühl scheint das Streben nach einer angeblich sozial gerechteren Schule nicht zu sein.

      • Klicken Sie mal auf „Bernie“, dann sehen Sie sich bestätigt in Ihrer Vermutung, dass sich „ein stets wachsender Personenkreis von entsprechenden Dienstleistungsangeboten ernährt“.
        Bernie gehört anscheinend auch zu den Nutznießern des ewigen Klagelieds über Chancenungleichheit, Diskriminierung, Selektion und Stigmatisierung an unseren Schulen.

        • Zumindest weiß er, wovon er so schreibt.
          Positiver kann ich das nicht formulieren. „Bernie“ möge es mir nachsehen. Wenn nicht, dann soll er das mit „Georg“ & co ausdiskutieren.

          PS: Schreibt eigentlich noch jemand etwas in das Feld Website? Ich würde nicht im Traum daran denken.

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