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„Rassistische Vorschläge“: Studenten gegen Studiengebühen für Ausländer

STUTTGART. Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (GRÜNE) erwägt die Einführung von Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer. Was Hochschulrektoren und Arbeitgeberverbänden gefällt, stößt bei Studentenvertretern auf harsche Kritik.

Die Interessenvertretung ausländischer Studierender hat den Vorstoß von Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) für Studiengebühren scharf kritisiert. Betroffen wären dem Vorschlag zufolge Studenten aus Nicht-EU-Ländern, die extra für ein Studium nach Deutschland kommen. Der Bundesverband Ausländischer Studierender (BAS) und das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) fordern eine sofortige Rücknahme der Pläne und kritisierten sie am Samstag als «rassistische Vorschläge».

Findet es verkehrt, im Wachstumsbereich Wissenschaft den Beitrag zur Haushaltskonsolidierung durch Kürzungen zu erbringen. Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Foto: Kabinett Kretschmann/Wikimedia CC BY-SA 2.0)

Findet es verkehrt, im Wachstumsbereich Wissenschaft den Beitrag zur Haushaltskonsolidierung durch Kürzungen zu erbringen. Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Foto: Kabinett Kretschmann/Wikimedia CC BY-SA 2.0)

Die Ministerin riskiere internationale Abschottung und soziale Ausgrenzung. «Mit Bauers Plänen werden nicht Kompetenzen, sondern schwarze Zahlen, nicht besonders kluge,sondern besonders reiche Köpfe gefördert», beklagte der Koordinator des Aktionsbündnisses, Kurt Stiegler.

Diskutiert werden in Baden-Württemberg im Durchschnitt rund 1500 Euro Studiengebühren pro Semester, von denen etwa 300 Euro direkt bei der Hochschule bleiben sollen. Außerdem schlägt Bauer vor, Gebühren für ein Zweitstudium zu erheben. Kritik kam am Freitag aus Bauers eigener Partei sowie von SPD und FDP. Hochschulrektoren und Arbeitgeberverbände befürworten dagegen die Pläne. (dpa)

zum Bericht: Bauer startet neue Debatte um Studiengebühren für Ausländer

Ein Kommentar

  1. „Rassismus“ ist in diesem Fall ein wahrlich unsinniger Vorwurf, er weckt die Vermutung, dass die Sprecher nicht wissen, dass „Rassismus“ von „Rasse“ abgeleitet ist und nicht von „Staatsangehörigkeit“. Die angedachte Studiengebühr fiele auch für blonde, blauäugige, deutschstämmige Kanadier, US-Bürger und Brasilianer an.
    Den „Studentenvertretern“ (wen vertreten die eigentlich?) scheint nicht klar zu sein, dass das Geld zum Betrieb der Hochschulen vom Staat stammt und von den deutschen Steuerzahlern (aller Rassen) aufgebracht wird.

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