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Arbeitsmarktforscher fordern flächendeckenden Informatikunterricht

NÜRNBERG. Die Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet weiter voran und hat nicht zuletzt unter dem Schlagwort Industrie 4.0 längst auch die Warenproduktion erreicht. Im internationalen Vergleich sieht IAB-Forschungsleiter Enzo Weber beim Informatikunterricht in Deutschland noch großen Nachholbedarf.

Arbeitsmarktforscher haben mit Blick auf den bevorstehenden Einzug von Computern und Internet in Fabrikhallen einen flächendeckenden Informatikunterricht an Schulen gefordert. Deutschland habe hier im Vergleich zu anderen Industrieländern in der EU einen erheblichen Nachholbedarf, sagte der Forschungsleiter beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Enzo Weber. Das IAB ist das Forschungszentrum der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Die Arbeitswelt der Zukunft ist digital. Foto: Sarah Stewart / flickr (CC BY 2.0)

Die Arbeitswelt der Zukunft ist digital. Foto: Sarah Stewart / flickr (CC BY 2.0)

Zwar begrüßte Weber den jüngst von der Bundesregierung beschlossenen Digitalpakt; dieser sieht fünf Milliarden Euro für die Beschaffung von Computern an Schulen vor. Das sei ein guter Ansatz. «Nun ist es aber wichtig, dass die Initiative von den Ländern und den Schulen vor Ort aufgegriffen und dort den jungen Menschen auch digitale Inhalte flächendeckend vermittelt werden», gab Weber zu bedenken. (dpa)

• zum Bericht: IT-Gipfel: Gabriel will digitale Bildung mit Volldampf in Schulen bringen – VBE warnt vor Schnellschüssen

2 Kommentare

  1. Lieber Enzo Weber, dann besorgen Sie doch mal zeitnah Informatiklehrer in einer ausreichend großen Anzahl, die sich als Ausgleich zu den im Branchenvergleich miesen Arbeitsbedingungen mit einem genauso miesen Einkommen abspeisen lassen. (Ja, Informatiker bekommen oft genug ein sechsstelliges Euro-Gehalt im Jahr.)

  2. Und wenn man dann mal Kurse in Informatik anbieten will, dann fehlen die Lehrerstunden dafür 🙂 Equipment und Lehrkraft vorhanden – allerdings keine Bezahlung dafür.

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