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SLV befragt seine Mitglieder zum „Lehrerpaket“ – und demonstriert vor dem Landtag in Dresden

DRESDEN. Das Maßnahmenpaket zur künftigen Lehrerversorgung, das die Staatsregierung ohne die Gewerkschaften und deren Zustimmung beschlossen hat, erfüllt die Erwartungen der Mitglieder des Sächsischen Lehrerverbandes mehrheitlich nicht. Die meisten Lehrerinnen und Lehrer sehen in den angedachten Maßnahmen keine generelle Aufwertung des Lehrerberufs in Sachsen. Konkrete Entlastungen und Höhergruppierungsmöglichkeiten fehlen im Paket, werden aber von einer Mehrzahl der Lehrkräfte ausdrücklich gefordert – dies sind Ergebnisse einer Mitgliederbefragung des Sächsischen Lehrerverbandes (SLV). Fazit: „Die Mehrheit der Teilnehmer an der Mitgliederbefragung kann sich nicht vorstellen, dass die Maßnahmen der Staatsregierung in ihrer Gesamtheit die künftige Lehrerversorgung im Freistaat sichern.“ Jetzt soll eine Demonstration vor dem sächsischen Landtag den Druck erhöhen.

Der Sächsische Lehrerverband habe mit Blick auf langjährig Beschäftigte stets gefordert, dass ein neues Maßnahmenpaket auch Entlastungen und Höhergruppierungsmöglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer enthalten muss, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands. „Wir fordern erneut wertschätzende Maßnahmen für die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen, die das sächsische Schulsystem auf Spitzenplätze geführt haben und künftig mit der Ausbildung des Lehrernachwuchses sowie der Qualifizierung von Seiteneinsteigern Mammutaufgaben bewältigen müssen“, fordert SLV-Vorsitzender Jens Weichelt.

In einer Pressemitteilung des Verbands heißt es: „Wertschätzende Maßnahmen müssen alle Schularten und Altersgruppen betreffen. Höhergruppierungsmöglichkeiten für langjährige Beschäftigte in Form der Studienratslaufbahn oder Beförderungsämtern, die der Sächsische Lehrerverband erwartet hatte, kommen im Paket der Staatsregierung nicht vor, obwohl es dazu bereits in den Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Staatsregierung Angebote gab. Das Maßnahmenpaket enthält keine generelle Verbesserung für alle Lehrkräfte, die den Standortnachteil der Nichtverbeamtung ausgleichen könnte. Spezifische Maßnahmen für Gymnasien und Berufliche Schulen fehlen, obwohl die Lehrerversorgung für die Beruflichen Schulen und auch für bestimmte Fachkombinationen an den Gymnasien bereits jetzt große Probleme bereitet. Mit einer Protestaktion vor dem Sächsischen Landtag wird der Sächsische Lehrerverband gemeinsam mit anderen Lehrergewerkschaften den berechtigten Forderungen nach Erhöhung der Attraktivität des Lehrerberufs und zusätzlichen Entlastungen Nachdruck verleihen. Zeit: Mittwoch, 9. November 2016, 16.00 Uhr. Ort: Sächsischer Landtag, Bernhard-von-Lindenau-Platz, Dresden. Der Sächsische Lehrerverband stellt Busse bereit, die aus allen Teilen Sachsens nach Dresden fahren.“

 

Ein Kommentar

  1. Entlastungen sind wichtiger als pauschale Gehaltserhöhungen (außer für Anfänger), die den Spielraum für Entlastungen auffressen !!!

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