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Die Rückkehr der Mini-Monster! Die Milbe, die die Krätze auslöst, ist in Deutschland auf dem Vormarsch – erste Schulen betroffen

BERLIN. Echt eklig, aber nicht gefährlich: In den vergangenen Tagen häufen sich Medienberichte aus ganz Deutschland, wonach die Krätze wieder auf dem Vormarsch ist. Auch die ersten Schulen sind betroffen.

Klein und gemein: Die Sarcoptesmilbe. Foto: Kalumet / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Klein und gemein: Die Sarcoptesmilbe. Foto: Kalumet / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

„Krätze ist in diesem Jahr in Frankfurt so oft gemeldet worden, wie lange nicht mehr“, so berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. „Die Krätze ist zurück“, schreibt die Berliner Zeitung. „Viele Jahre war es still geworden um die Krätze. Doch jetzt kehrt sie zurück, vor allem in Nordrhein-Westfalen“, so schreibt die Welt. Schon der Name des Befunds lässt ahnen, dass es sich um nichts Angenehmes handeln kann. Die gute Nachricht: um etwas wirklich Gefährliches auch nicht.

Denn bei der Krätze handelt es sich um einen Befall mit der Krätzmilbe, die sich in der menschlichen Haut eingräbt und dort ihre Eier ablegt. Das Ergebnis ähnelt einem Hautekzem. Schön anschaulich ist die Darstellung aus der „Welt“: „Das Jucken kann sich bis zur nervtötenden Unerträglichkeit hochschaukeln, der man mit blutigem Kratzen begegnet. Und am schlimmsten wird das alles ausgerechnet noch nachts, weil die Tiere in der Wärme unter der Bettdecke besonders aktiv werden.“

Insbesondere in großen Städten schießen die dokumentierten Fallzahlen aktuell nach oben; die Dunkelziffer ist hoch – gerade weil die Krätze gerne mit Neurodermitis oder einer anderen Hautkrankheit verwechselt wird. Das passiert häufig auch deshalb, weil die Milbe offenbar gelernt hat, sich anzupassen und unauffällig zu verhalten. „Das klinische Erscheinungsbild der Erkrankung hat sich verändert“, so zitiert die „Welt“ einen Dermatologen. Es ähnele nun tatsächlich sehr einem Ekzem.

Natürliche Schwankung nach oben?

Warum aber steigt aktuell die Zahl der Betroffenen? Der Verdacht, die Ausbreitung der Krätze könnte durch Flüchtlinge befördert werden, wird von Infektiologen zwar nicht ausgeschlossen. Prekäre Verhältnisse begünstigen eine Infektion. Allerdings wurden unter Flüchtlingen nicht so viele Betroffene ausgemacht, dass sich damit der aktuelle Boom erklären ließe. Wahrscheinlicher ist deshalb einfach eine natürliche Schwankung nach oben. Beim Berufsverband der deutschen Dermatologen heißt es deshalb auch laut Zeitungsbericht: „Es ist keinesfalls so, dass da plötzlich so etwas wie eine Seuche über uns hinwegrollt.“ Vielmehr sei die Milbe niemals ganz verschwunden gewesen. Und jetzt eben mal wieder präsenter.

Mal eben so steckt man sich auch nicht mit Krätze an. Der Erreger benötigt zum Wirtswechsel den mehrminütigen Hautkontakt von Menschen – weshalb Liebespaare gefährdet sind, aber auch Erzieherinnen. Bei Lehrern ist die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken, schon deutlich geringer. Allerdings auch nicht ausgeschlossen, wie aktuelle Meldungen nahelegen. Aus Brandenburg zum Beispiel werden erste Befundhäufungen auch an Schulen gemeldet. Kinder-Gemeinschaftseinrichtungen sind verpflichtet, Krätze-Erkrankungen den Gesundheitsbehörden anzuzeigen.

Und was ist, wenn ich mich angesteckt habe? Halb so schlimm: Krätze gilt zwar als lästig, aber auch gut mit Salben und Medikamenten behandelbar. Gesundheitliche Risiken gibt es laut FAZ nur, wenn sich Erkrankte nicht behandeln lassen und die befallene Haut aufkratzen. Dann könnten Bakterien eindringen. Agentur für Bildungsjournalismus

Hier gibt es umfassende Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Krätze.

 

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