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Zahl der Straftaten an Schulen in Sachsen steigt – Grüne: wegen Unterbesetzung der Kollegien

DRESDEN. Diebstähle und Sachbeschädigungen lassen sich in Schulen wahrscheinlich nur schwer gänzlich unterbinden. Doch an Sachsens Schulen ist auch die Zahl der Körperverletzungen im letzten Jahr gestiegen. Besonders bedenklich aus Sicht der Grünen: Die Zahl er auf dem Schulhof begangenen Delikt ist besonders hoch.

An Sachsens Schulen steigt die Zahl der Straftaten. Das geht aus einer Antwort von Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Abgeordneten Petra Zais hervor. Demnach wurden im Schuljahr 2015/2016 insgesamt 3010 Straftaten gezählt. Das sind gut 300 mehr als im Vorjahr. Die häufigsten Delikte seien Diebstähle, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen. Zunächst hatte die «Sächsische Zeitung» (Donnerstag) darüber berichtet.

Nur in den seltensten Fällen sind wohl dramatische Polizeieinsätze notwendig. Doch die Zahl der Straftaten an sächsischen Schulen nimmt zu. Foto: Andreas Trojak / flickr (CC BY 2.0)

Nur in den seltensten Fällen sind wohl dramatische Polizeieinsätze notwendig. Doch die Zahl der Straftaten an sächsischen Schulen nimmt zu. Foto: Andreas Trojak / flickr (CC BY 2.0)

Im vergangenen Schuljahr wurden den Regierungsangaben zufolge an Grundschulen 535, an Mittel- und Oberschulen 1081, an Gymnasien 429, an Berufsschulen 327 und an sonstigen Schulen 638 Straftaten verübt. Mit insgesamt 822 Delikten sei die Zahl der davon auf Schulhöfen begangenen Straftaten besonders hoch, meinte Zais. «Angesichts teilweise dramatischer Unterbesetzung im Vergleich zu weiter steigenden Schülerzahlen, können Schülerinnen und Schüler in den Pausen häufig nicht mehr angemessen beaufsichtigt werden.»

Zais verwies zudem auf die Dunkelziffer, da in der Regierungsantwort nur angezeigte Taten erfasst seien. «Die beste Gewaltprävention» sei die Schaffung eines «positiven Sozialklimas» in den Schulen, sagte sie. «Gegenseitige Wertschätzung, ganzheitliche Bildungsansätze und Schulsozialarbeit gehören für mich unbedingt dazu.» (dpa)

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