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Hessens Städte wollen landesweites Schülerticket nicht bezahlen

FULDA. Für 365 Euro ein Jahr mit Bus und Bahn durchdas ganze Land. Das geplante landesweite Schülerticket in Hessen umfasst zweifellos ein attraktives Angebot. Hinsichtlich der Frage, wer die entstehenden Mehrkosten tragen soll herrscht zwischen Land und Kommunen weitgehend Einigkeit. Der Städtetag fürchtet allerdings zusätzliche Kosten.  Die Finanzierung sei gesichert, erklärte dagegen das Verkehrsministerium.

Der hessische Städtetag begrüßt das geplante landesweite Schülerticket, befürchtet aber zusätzliche Kosten für die Kommunen. Diese müsste dann das Land Hessen tragen, forderte der Städtetag nach einer Sitzung in Fulda. Kosten für das Schülerticket, die über die derzeitigen Schülerbeförderungskosten hinausgingen, könnten und wollten die Städte und Gemeinden in Hessen nicht übernehmen, sagte der Städtetagspräsident und Rüsselsheimer Oberbürgermeister Patrick Burghard (CDU).

Das geplante Schülerticket soll Fahrten in ganz Hessen. erlauben. Foto. Ivanowitsch / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Das geplante Schülerticket soll Fahrten in ganz Hessen. erlauben. Foto. Ivanowitsch / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Ein Sprecher des Verkehrsministeriums erklärte, das Land stelle 20 Millionen Euro für das Ticket bereit. «Damit ist die Finanzierung gesichert.» Sollte die Summe dennoch nicht reichen, sei den Kommunen bereits zugesichert worden, dass ihnen keine Mehrbelastung entstünde.

Das geplante Schülerticket für Fahrten in ganz Hessen hatte am Mittwoch eine weitere Hürde genommen. Der Aufsichtsrat des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) in Frankfurt stimmte für die Einführung der landesweit gültigen Fahrkarte. Mit ihr können Schüler und Auszubildende ab dem Schuljahr 2017/2018 landesweit Busse und Bahnen nutzen. Die Kosten sollen bei 365 Euro im Jahr – oder einen Euro pro Tag – liegen.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums wird das geplante Ticket für die allermeisten «deutlich günstiger» sein als bisherige Angebote. Das Schülerticket soll Jahreskarten ersetzen. Die bisherigen Wochen- und Monatskarten werden laut Ministerium auch weiterhin angeboten. (dpa)

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