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Ministerium: Bislang kein Ansturm auf die Gymnasien

DRESDEN. Erstmals haben in Sachsen zum kommenden Schuljahr die Eltern das letzte Wort bei der Wahl der weiterführenden Schule für Ihre Sprösslinge. Der von Einigen befürchtete Ansturm aufs Gymnasium ist bislang ausgeblieben.

Die neue Bildungsempfehlung für Schüler in Sachsen führt bislang nicht zu einem Ansturm auf die Gymnasien. Wie das Kultusministerium am Freitag mitteilte, haben sich von den 12 800 Grundschülern mit einer Empfehlung für das Gymnasium bislang etwa 10 700 dort angemeldet (2016: 9839). Hinzu kommen nach derzeitigem Stand rund 840 Mädchen und Jungen, die keine entsprechende Empfehlung haben, auf Wunsch ihrer Eltern aber dennoch aufs Gymnasium sollen. Ihr Anteil hat sich von 1,3 Prozent im vergangenen Jahr auf jetzt drei Prozent mehr als verdoppelt. Das Ministerium sprach von vorläufigen Zahlen. Es fehlen noch Daten von etwa 1600 Schülern.

Durch welche Tür der Bildungsweg nach der Grundschule führt, darüber dürfen in Sachsen letztlich die Eltern entscheiden. Die scheinen vernünftiger, als von Einigen befürchtet. Foto: Axel Kirch / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Durch welche Tür der Bildungsweg nach der Grundschule führt, darüber dürfen in Sachsen letztlich die Eltern entscheiden. Die scheinen vernünftiger, als von Einigen befürchtet. Foto: Axel Kirch / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Der Landtag hatte am 1. Februar die neue Bildungsempfehlung auf den Weg gebracht. Sie gibt Eltern künftig mehr Mitspracherecht bei der Entscheidung über den weiteren Bildungsweg ihrer Kinder nach der Grundschule. Bisher war ein Notendurchschnitt von mindestens 2,0 in Deutsch, Mathematik und Sachkunde Voraussetzung für eine Gymnasialempfehlung. Außerdem durfte ein Gymnasialkandidat keine Vier auf dem Zeugnis stehen haben. Eltern hatten Klage eingereicht. Das Bautzener Oberverwaltungsgericht verlangte vom Gesetzgeber eine Neuregelung. Nun haben nun die Eltern das letzte Wort. Die Linken hatten einen wahren Ansturm auf das Gymnasium vorausgesagt. Das Ministerium widersprach den Befürchtungen und warnte vor Panikmache. (dpa)

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