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Großangelegte Jako-o-Studie: Eltern beurteilen Schule immer besser – selbst G8 und die Inklusion kommen recht gut weg

BERLIN. Das Bildungssystem wird aus Elternsicht zunehmend gerechter – und Lehrkräfte werden von Eltern, immerhin, im Schnitt mit einer Note von 2,5 benotet, Schulen mit einer 2,4. Die Bildungspolitik kommt mit einer „Drei minus“ (3,3) schlechter weg. Allerdings fällt das Urteil der Väter und Mütter dazu von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich aus: Während in Bayern offenbar mehr oder weniger Zufriedenheit herrscht (2,9), schneidet Berlin im Bundesvergleich am schlechtesten ab: 3,9, also eine „Vier“. Das sind Ergebnisse der großangelegten Jako-o-Bildungsstudie, die die Stimmung unter Eltern bei allen relevanten Bildungsfragen erfasst. Erstaunlich: G8 kommt dabei besser weg, als es die Rückkehr vieler Bundesländer zu G9 vermuten ließe. Auch in Sachen Inklusion berichten die Eltern von durchaus positiven Erfahrungen.

Kinderparadies Deutschland? Die Schulen kommen bei der Elternumfrage jedenfalls gut weg. Foto: M Cheng / flickr

Kinderparadies Deutschland? Die Schulen kommen bei der Elternumfrage jedenfalls gut weg. Foto: M Cheng / flickr

Zwei Drittel der Mütter und Väter sehen die Bildungschancen in Deutschland mittlerweile „sehr“ oder „eher gerecht“ verteilt. Zudem entwickelt sich Deutschland aus Sicht der Eltern zu einem kinderfreundlicheren Land. 62 % der Befragten sehen das so. 2010 waren nur 48 % dieser Meinung. „Überraschend ist, dass die Meinungen der Eltern in vielen Bereichen deutlich positiver ausfallen, als man das angesichts häufig vorgetragener Klagen hätte erwarten können“, sagte der renommierte Bildungsforscher Prof. Klaus-Jürgen Tillmann von der Universität Bielefeld bei der Präsentation der Studienergebnisse in Berlin. Dennoch offenbare die Studie, dass es im Bildungssystem nach wie vor eine Vielzahl offener Baustellen gibt. Für die repräsentative Untersuchung wurden im Januar und Februar 2017 bundesweit 2.000 Eltern mit schulpflichtigen Kindern im Alter bis zu 16 Jahren von den Meinungsforschungsinstituten Mentefactum und Kantar Emnid befragt.

„Diese positive Einschätzung beobachten wir regional sehr deutlich, aber leider auch sehr unterschiedlich“, sagt Martina Richter, Stellvertretende Vorsitzende des Bundeselternrates. Die Studiendaten bestätigen dies: Am gerechtesten geht es aus Elternsicht in Bayern zu (72 %), am ungerechtesten in Berlin (52 %). Auch Alleinerziehende nehmen das Schulsystem deutlich weniger gerecht war, hier liegt die Quote bei 52 % (2010: 46 %).

Mit 72 % wünschen sich fast drei Viertel der Eltern eine Ganztagsschule für ihr Kind (2014: 70 %). Tatsächlich einen Ganztagsschulplatz haben derzeit jedoch nur 47 % (2014: 39 %). „Hier zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen Elternwunsch und Realität“, sagt Tillmann. „Gleichzeitig sehen die Eltern bei den gegenwärtigen Ganztagsschulen teilweise erhebliche Qualitätsdefizite.“ 37 % sehen Verbesserungsbedarf bei der „individuellen Förderung“. Jeweils 25 % sind unzufrieden mit der Hausaufgabenbetreuung, den Gesprächen zwischen Eltern und Pädagogen oder der Verknüpfung von Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten. Allerdings haben sich die Bewertungen in diesen Bereichen seit der letzten Jako-o-Befragung 2014 leicht verbessert. Trotzdem mache das Ergebnis deutlich, so Tillmann weiter, dass es nicht nur darum gehe, das Angebot an Ganztagsschulen weiter kräftig auszubauen, sondern auch ihre pädagogische Qualität zu verbessern.

Inklusion: Ja, aber …

Der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen wird in allen Bundesländern vorangetrieben. Die Studfie zeigt, dass die Inklusion auch bei den Eltern mehrheitlich auf Zustimmung stößt – entscheidend ist dabei allerdings die Art der Behinderung. Gemeinsames Lernen mit körperlich beeinträchtigten Kindern befürworten neun von zehn Eltern (89 %, 2010: 89 %). Bei Kindern mit Lernschwierigkeiten sind 71 % der Eltern für inklusives Lernen (2010: 72 %), bei verhaltensauffälligen Kindern 49 % (2010: 46 %), bei geistig behinderten Kindern 41 % (2010: 46 %). „Schulbehörden und Schulen sind aufgefordert, im Dialog mit den Eltern Widerstände und Ängste zu thematisieren und weitere Überzeugungsarbeit zu leisten“, sagte Prof. Dagmar Killus von der Universität Hamburg.

Nach Angaben der Eltern wird Inklusion mittlerweile an 38 % der deutschen Schulen gelebt. Den überwiegenden Teil der Inklusionsarbeit leisten dabei Gesamtschulen mit 58 %. Realschulen kommen beim gemeinsamen Unterricht für behinderte und nicht-behinderte Kinder lediglich auf 29 %. Für alle Schulformen liegen die Prozentwerte deutlich höher als noch 2014.

21 % der befragten Eltern berichten, dass ihr eigenes Kind eine Inklusionsklasse besucht. Die Erfahrungen dieser Eltern sind überwiegend positiv: Jeweils 64 % von ihnen berichten von zusätzlichem pädagogischem Personal in den Klassen und fühlen sich über die pädagogischen Konzepte hinreichend informiert. 60 % sind der Ansicht, dass der gemeinsame Unterricht den verschiedenen Lernvoraussetzungen der Schüler Rechnung trägt. Killus: „Diese Ergebnisse sind positiver als erwartet, lassen gleichzeig aber auch weiteren Entwicklungsbedarf erkennen.“

Flüchtlingskinder: Eltern sind für schnellstmöglichen Schulbesuch

Die Zahl der in Deutschland schutz- und asylsuchenden Menschen stellt auch die Bildungspolitik und die Schulen vor große Herausforderungen. Bildung gilt als Schlüssel zur Integration von Flüchtlingen. Das wird nicht nur von Politikern und Wissenschaftlern so gesehen, sondern auch von Eltern: 95 % befürworten es, dass Flüchtlingskinder so schnell wie möglich die Schule besuchen. 81 % begrüßen es, dass die Landesregierungen dafür zusätzliche Lehrer eingestellt haben. Gleichzeitig merkt eine knappe Minderheit der Eltern (39 %) kritisch an, dass der Staat „viel zu wenig“ unternehme, um Flüchtlingskindern eine gute Schulbildung zu ermöglichen.

42 % der Befragten sehen das nicht so. Dass Flüchtlingskinder zunächst in gesonderten Klassen unterrichtet werden sollten, um Deutsch zu lernen, meinen 73 % der Eltern.

An den meisten deutschen Schulen werden inzwischen Flüchtlinge unterrichtet: 63 % der Eltern sagen, dass das an der Schule ihres Kindes so ist. Grundschulen weisen hier mit 70 % den höchsten Wert auf, Gymnasien mit 51 % den niedrigsten. Besondere Aktivitäten zur Unterstützung der neuen Mitschüler gab es in 38 % der Schulen, die Flüchtlingskinder aufgenommen haben. Von Einschränkungen des Schulbetriebs durch Flüchtlinge – etwa durch Belegung der Sporthallen – berichteten lediglich 14 % der Eltern. Die große Mehrheit (83 %) hat keinerlei Einschränkungen wahrgenommen. „Die Ergebnisse zeigen eine hohe Solidarität der Eltern gegenüber den in unser Land geflüchteten Kinder“, sagt Martina Richter.

Grundschule: lieber länger gemeinsam und nicht zu früh

Auch wenn die vierjährige Grundschule wieder leicht an Sympathie gewonnen hat: Die Mehrheit der Eltern spricht sich wie in den vorangegangenen Jako-o-Bildungsstudien klar für ein längeres gemeinsames Lernen aller Kinder aus. 54 % sind dafür, dass die Kinder erst nach der 6. Klasse auf verschiedene Schulformen aufgeteilt werden (2010: 58 %). 13 % wollen den Übergang in die Sekundarstufe sogar erst nach der 9. Klasse (2010: 15 %). Für eine Trennung nach der 4. Klasse sind 31 % der Befragten (2010: 26 %).

„Die Wünsche der Eltern stehen damit im klaren Widerspruch zur derzeitigen Praxis in den meisten Bundesländern“, betont Klaus-Jürgen Tillmann. Mit wenigen Ausnahmen werden die Kinder bereits nach der 4. Klasse auf die weiterführenden Schulen aufgeteilt. „Dieser frühe Übergang von einer gemeinsamen Grundschule in ein gegliedertes Sekundarschulwesen ist in Deutschland bildungspolitisch hoch umstritten“, sagt Tillmann. Kritiker würden unter anderem vor den sozialen und psychischen Belastungen für die Kinder aufgrund der frühen und letztendlich immer unsicheren Aufteilung warnen.

Eine klare Abfuhr erteilen die befragten Eltern einer verstärkten Frühförderung. 79 % (2010: 82 %) sind der Ansicht, dass das Vorziehen schulischen Lernens in das Kindergartenalter überflüssig ist. Viel wichtiger seien Zeit und Gelegenheiten zum Spielen.

Die Qual der Wahl: die „richtige“ Schule finden

Trotz des Wunsches nach einem längeren gemeinsamen Lernen beginnt in vielen Familien die Suche nach der passenden weiterführenden Schule bereits lange vor dem Ende der Grundschulzeit. Die Entscheidung für die Schulform richtet sich nach der Empfehlung der Grundschule, die je nach Bundesland, mehr oder weniger bindend ist. Die Entscheidung für die Schule treffen in der Regel die Eltern. Wichtigstes Kriterium ist dabei mit 60 % das pädagogische Konzept der Schule. Für 57 % der Eltern spielt der Wunsch des Kindes eine wichtige Rolle. Dahinter folgen die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft (43 %), die Schulform (42 %) sowie der Schulweg und der Ruf der Schule (jeweils 39 %). Äußere Rahmenbedingungen wie das Gebäude oder Sportanlagen zählen nur für 24 % als wichtiges Kriterium, ebenso wie die Tatsache, dass bereits ein Geschwisterkind die Schule besucht (19 %).

„Überfürsorglichkeit – ein Desaster“: Ein Lehrer schreibt über Erfahrungen mit Helikopter-Eltern

Welche Kriterien ausschlaggebend sind, hängt maßgeblich davon ab, ob die Eltern einen hohen oder einen niedrigen Bildungsabschluss haben. So legen Eltern mit einem hohen Bildungsabschluss mehr Wert auf die Schulform als Eltern mit niedrigem Bildungsabschluss (49 % bzw. 40 %). Umgekehrt ist Eltern mit niedrigem Bildungsabschluss die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft wichtiger (52 % bzw. 30%). „Dies lässt sich eventuell damit erklären, dass weitaus mehr Kinder aus bildungsnahen Familien ein Gymnasium besuchen. Möglicherweise kalkulieren Eltern mit hohem Bildungsabschluss bereits durch die Wahl des Gymnasiums eine sozial privilegierte Schülerklientel ein. Umgekehrt könnten Eltern mit niedrigem Bildungsabschluss bewusst auf Abstand zu anderen benachteiligten Gruppen gehen wollen“, sagt Dagmar Killus.

Alles halb so schlimm? Die Stressbelastung durch G8

Die anhaltende Kritik am „Turbo-Abitur“ hat dazu geführt, dass mehrere Bundesländer inzwischen partiell oder flächendeckend wieder zum neunjährigen Gymnasium zurückgekehrt sind. Trotzdem, der Streit um G8 und G9 hält an: Während einerseits vor einer „Rolle rückwärts“ gewarnt wird (z. B. Gefährdung des Schulfriedens), wird andererseits weiterhin die bedingungslose Rückkehr zu G9 gefordert. Begründet wird das oft damit, dass G8-Schüler gestresster seien als diejenigen in einem G9-Bildungsgang. „Hinweise darauf, dass sich G8 auf die Kinder und Jugendlichen tatsächlich ungünstig auswirkt, lassen sich den Daten der aktuellen Jako-o-Studie nicht entnehmen“, sagt Killus in Berlin. Die G8- und G9-Eltern würden sich in der Wahrnehmung der Stressbelastung ihrer Kinder nicht unterscheiden.

Der Anteil derer, die ihre Kinder aufgrund schulischer Anforderungen für überfordert halten, ist in beiden Elterngruppen vergleichsweise niedrig (G9: 8 %; G8: 11 %). Mit jeweils 80 % sieht die große Mehrheit der Eltern ihre Kinder als „gerade richtig gefordert“ an. Auch beim Thema Nachhilfe gibt es keine Unterschiede: In beiden Gruppen erhalten 14 % der Kinder regelmäßig Nachhilfeunterricht.

Weniger Hausaufgaben für Eltern

Die „Hilfslehrer“ der Nation zu sein – dieses Gefühl haben laut der aktuellen Jako-o-Bildungsstudie immer weniger Eltern. Klagten 2010 noch 66 % der Eltern darüber, dass sie vieles leisten müssen, was eigentlich Aufgabe der Schule wäre, sind es 2017 nur noch 53 %. Diese Entwicklung schreiben Bildungsforscher unter anderem dem Ausbau der Ganztagsschulen zu. Killus: „Wahrscheinlich hängt die gefühlte Entlastung bei den Eltern damit zusammen, dass die individuellen Übungs- und Lernzeiten der Kinder an Ganztagsschulen zunehmend in den Schultag integriert werden.“ Tatsächlich fallen die Antworten der Eltern unterschiedlich aus, je nachdem ob ihr Kind eine Ganztagsschule besucht oder nicht: 57 % der Eltern mit einem Kind an einer Halbtagsschule sagen, dass sie vieles von dem leisten müssen, was eigentlich Aufgabe der Schule ist. Bei den Ganztagsschul-Eltern sind es dagegen nur 47 %.

VBE-Umfrage: Heutzutage müssen sich Lehrer vor gewalttätigen Schülern fürchten – und manchmal auch vor Eltern

Experten sehen diese Entwicklung positiv. Denn wenn sich Eltern als „Hilfslehrer“ betätigen, habe das nicht zwangsläufig positive Lerneffekte und berge ein hohes Konfliktpotenzial zwischen Eltern und Kindern. Außerdem könnten nicht alle Kinder gleichermaßen von ihren Eltern profitieren – ungleiche familiäre Rahmenbedingungen könnten sich auf den Lernerfolg niederschlagen. „Mit Chancengleichheit hat das wenig zu tun“, sagt Killus.

Auch wenn die Eltern mit den von der Politik gesetzten Rahmenbedingungen oft nicht einverstanden sind, zeigen sie sich mit der konkreten Situation an den Schulen insgesamt sehr zufrieden. Besonders gilt dies für die Klassengemeinschaft, die 83 % der Eltern als gut empfinden. Bei den Klassengrößen gibt es aus Elternsicht sogar Verbesserungen: 78 % sehen diese mittlerweile als akzeptabel an – 2010 waren es noch 68 %.

Bei der Einschätzung der beruflichen Kompetenzen der Lehrer, äußerte sich die Mehrheit der Eltern wie schon in den Vorjahren positiv. 88 % halten sie für fachlich kompetent. 82 % finden, dass sie sich für gute Beziehungen zu ihren Schülern einsetzen und deren Interesse wecken können (78 %). Im Vergleich schlechter bewerten Eltern den Einsatz von neuen Unterrichtsmethoden (56 %), die Kompetenzen zur Förderung leistungsschwächerer Schüler (62 %), den Umgang mit unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen (63 %) sowie die Kommunikation und Absprachen unter den Lehrkräften (64 %). „Hier sehen Eltern zu Recht ein hohes Potenzial. Die Schwerpunkte der Aus- und Weiterbildung unserer gegenwärtigen und zukünftigen Lehrer müssen daher in diesen Bereichen liegen“, betont Martina Richter.

Bei der Förderung leistungsschwächerer Schüler sehen die Eltern große Unterschiede zwischen den Lehrern an Grundschulen und an Gymnasien. 75 % halten die Lehrer an Grundschulen hier für kompetent. Von den Gymnasiallehrern meinen das nur 47 % der Eltern. „Obwohl die Heterogenität der Schülerschaft auch am Gymnasium zunehmend größer wird, gelingt es den Lehrern in der Wahrnehmung der Eltern dort offenbar noch nicht hinreichend, darauf didaktisch angemessen zu reagieren“, sagt Dagmar Killus.

Zeitgemäße Bildungsinhalte: Was in der Schule zu kurz kommt

Was Eltern im aktuellen Bildungskanon eindeutig vermissen, sind vor allem lebenspraktische Inhalte: 59 % der befragten Eltern gaben an, dass der Bereich „wirtschaftliches Denken und Handeln“ in der Schule zu kurz kommt. 48 % sehen Nachholbedarf bei Ernährungs- und Gesundheitsthemen, 41 % bei der Vermittlung von Computer- und Internetkenntnissen, 31 % bei der Berufsorientierung. Relativ viele Eltern vermissen aber auch Inhalte, die ein fester Bestandteil des klassischen Bildungskanons sind, etwa literarische Bildung (40 %) und künstlerische Aktivitäten (29 %).

Für die repräsentative Studie befragten die Meinungsforschungsinstitute Mentefactum und Kantar Emnid im Januar und Februar 2017 im Auftrag von Jako-o bundesweit telefonisch 2.000 Eltern mit schulpflichtigen Kindern bis zu 16 Jahre. N4t

9 Kommentare

  1. ZITAT: „Am gerechtesten geht es aus Elternsicht in Bayern zu (72 %), am ungerechtesten in Berlin (52 %).“

    Interessant, dass das als konservativ geltende Bayern als am gerechtesten empfunden wird.

    • Zitat sofawolf:

      ´„Am gerechtesten geht es aus Elternsicht in Bayern zu (72 %), am ungerechtesten in Berlin (52 %).“

      Interessant, dass das als konservativ geltende Bayern als am gerechtesten empfunden wird.´

      Das ist gut nachvollziehbar. Gleichheitsstrategien wie in der Berlin-Kultur sind un einmal objektiv ungerecht.

  2. ZITAT: „Die „Hilfslehrer“ der Nation zu sein – dieses Gefühl haben laut der aktuellen Jako-o-Bildungsstudie immer weniger Eltern.“

    Interessant, weil Lehrer umgekehrt oft das Gefühl haben, sie müssten den Kindern beibringen, was eigentlich Aufgabe der Eltern ist.

    Lehrer im Umkehrschluss sozusagen als „Hilfseltern der Nation“?

  3. Zitat:
    „Die Mehrheit der Eltern spricht sich wie in den vorangegangenen Jako-o-Bildungsstudien klar für ein längeres gemeinsames Lernen aller Kinder aus.“

    Damit würden sich die Eltern ja gegen das Wohlbefinden ihrer Kinder entscheiden, wie einige Studien gezeigt haben.
    Eine Studie der Universität Dortmund hat gezeigt, dass sich 92 % der Grundschüler auf den Übertritt freuen. Auch nach dem Wechsel hält dieser Trend der Studie zufolge an. Bei Hauptschülern stieg der Studie zufolge die Schulfreude im Vergleich der Schulformen besonders stark an. Die TIMSS-Übergangsstudie 2010 hat diese Ergebnisse bestätigt.

  4. Zitat:
    „Im Vergleich schlechter bewerten Eltern den Einsatz von neuen Unterrichtsmethoden (56 %)“

    Was wird unter neuen Unterrichtsmethoden verstanden?
    Wenn es um die üblichen Verdächtigen geht, ist noch für keine nachgewiesen, dass sie besser ist als die „alten“.

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