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Verbreitung über WhatsApp? Schulpsychologen warnen vor angeblichem Selbstmord-Spiel

SPEYER. Ein angebliches Selbstmord-Spiel, das sich an Jugendliche richten und über WhatsApp verbreiten soll, sorgt für Aufregung – obwohl noch gar nicht so recht klar ist, was dabei tatsächlich im Internet kursiert.

Aus Rheinland-Pfalz verlautete am Freitag, dass sich zwar bisher noch kein Schüler wegen eines angeblichen Selbstmord-Spiels mit dem Namen «Blue Whale» an einen Schulpsychologen gewandt habe. Bislang sei kein praktischer Fall bekannt, erklärte das Pädagogische Landesinstitut am Freitag. Dem Bildungsministerium und den Psychologen sei nicht einmal klar, ob das Spiel tatsächlich existiere. Über das angeblich in sozialen Medien kursierende Spiel haben aber bereits mehrere Medien berichtet. Demnach übermittelt dabei ein Chatpartner 50 Aufgaben an 50 Tagen, darunter das Aufritzen eines Armes und am Ende der Selbstmord. Verbreitet werde es über eine Warnung.

Eine besorgte Mutter wandte sich an die Polizei im westpfälzischen Zweibrücken, weil ihre Tochter eine Sprachnachricht mit einer Warnung vor dem Spiel über WhatsApp bekommen hatte. Daraufhin seien die Schulen in Zweibrücken gebeten worden, die Schüler zu sensibilisieren, sagte ein Polizeisprecher. Mindestens eine Schule habe die Eltern in einem Schreiben informiert.

Tückisch ist es, wenn das gefährliche Spiel über einen Messenger-Dienst zu den Kindern kommt. Foto: MIKI Yoshihito / flickr (CC BY 2.0)

Auch die Schulpsychologen hätten Anweisungen bekommen, erklärte Oliver Klauk, landesweiter Koordinator für Krisenberatung des Pädagogischen Landesinstituts. «Es ist theoretisch möglich, dass – selbst wenn es „Blue Whale“ nicht geben sollte – es Nachahmer beziehungsweise Trittbrettfahrer gibt.» Das Wichtigste sei es, die Kinder ernst zu nehmen, wenn sie von dem Spiel berichteten. Das Umfeld müsse schnell reagieren und professionelle Hilfe suchen. dpa

3 Kommentare

  1. „Sozialarbeiter liegen wach und machen sich Sorgen.“ (Extrabreit)

  2. Nun mal langsam…
    Erstmal recherchieren, oder sich bei mimikama schlau machen
    Es ist ein Fake!

    http://www.mimikama.at/allgemein/blue-whale-challenge-ist-ein-fake/

    • Zunächst einmal: Die Verunsicherung von Eltern ist real, die Behörden sind alarmiert. Grund genug also für N4t, über den Fall zu berichten.

      Die Geschichte war anfangs offenbar tatsächlich eine aus Russland stammende Falschmeldung, die sich allerdings verselbstständigt hat – und zu einem realen Phänomen geworden ist: „Auch wenn es ursprünglich ein Fake, eine Creepy Pasta gewesen ist, nun wird es langsam zu einem realen Problem. Trittbrettfahrer verteilen entsprechende Meldungen, setzen Kettenbriefe in die Welt, geben sich als Spielleiter aus“, berichtet der Verein gegen Internetmissbrauch, Mimikama.

      Die Redaktion

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