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Sachverständigenrat: Bund muss der Ghettoisierung entgegenwirken – und helfen, zugewanderte Kinder besser auf Schulen verteilen

BERLIN. Die nächste Bundesregierung muss eine Ghettobildung in Schulen und Wohnquartieren nach Ansicht von Integrationsexperten aktiv verhindern. «Das Bewahren heterogener Wohnquartiere ist hier ein wichtiger Baustein», heißt es in einem Forderungskatalog, den der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) nun veröffentlichte. Statt neuzugewanderte Kinder den Schulen allein nach der Verfügbarkeit von Plätzen zuzuweisen, sollten Schulen und Behörden «verstärkt die soziale, sprachliche und kulturelle Zusammensetzung der Lerngruppen vor Ort berücksichtigen».

Für den Sachverständigenrat steht fest, dass Zuwanderung schon aus demografischen Gründen im Interesse Deutschlands liegt. Die Experten betonten, nicht nur die Zuwanderer müssten sich anstrengen, um ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Vielmehr müssten alle Menschen in Deutschland bereit sein, «mit ihnen möglicherweise bislang unbekannten Formen der Vielfalt umzugehen».

Der SVR warnte Politiker davor, die Bedeutung der Religion für den Integrationsprozess zu überschätzen. Der zentrale Faktor für Erfolg und Misserfolg im Bildungssystem sei nicht die Religionszugehörigkeit, sondern der soziale Hintergrund. Die Experten rieten den künftigen Entscheidungsträgern außerdem, die Qualität der Integrationskurse untersuchen. Und sie betonten: Allgemeine Regeln für Teilhabe und gegen Diskriminierung seien meist wirksamer als Förderprogramme, die nur Menschen mit Migrationsgeschichte in den Blick zu nehmen. dpa

 

Ein Kommentar

  1. ghettos haben wir jetzt schon u. a. wegen der maximalmieten für Hartz IV Empfänger.

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