Startseite ::: Praxis ::: “Merkt eigentlich niemand, dass Heterogenität in einer Klasse kein Sparmodell, sondern eine ziemlich teure Angelegenheit ist?”

“Merkt eigentlich niemand, dass Heterogenität in einer Klasse kein Sparmodell, sondern eine ziemlich teure Angelegenheit ist?”

Ein Gastkommentar von RAINER DOLLASE.

BIELEFELD. Stochern im Nebel  – Weder die IQB-Bildungstrends noch PISA können eindeutige Ursachen für schlechte Ergebnisse liefern.

Die Grundschule ist seit dem Absturz im IQB-Viertklässlertest unter Druck geraten. Foto: Shutterstock

Die Grundschule ist seit dem Absturz im IQB-Viertklässlertest unter Druck geraten. Foto: Shutterstock

Nach jeder Vergleichsstudie – ob IGLU, PISA oder IQB Ländervergleiche – immer dasselbe Theater: mit dem Brustton der Überzeugung werden die Schuldigen für das schwache Abschneiden von Nordrhein-Westfalen, Bremen, Berlin und Hamburg lautstark verkündet. So als ob in den Hitparaden der Leistung Menüs aufpoppen: hier liegt es an fehlenden Gesamtschulen, dort an zu wenigen Lehrern, hier an den Eltern, den Flüchtlingen und dort selbstverständlich an der Digitalisierung. Keine dieser Deutungen muss richtig sein. Keine der Vergleichsuntersuchungen ist kausal belastbar, kann also Auskunft geben über die wahren Ursachen.

Aber wenn immer dieselben Länder hinten liegen, aus denen übrigens die lautesten Stimmen reformfreudiger Erziehungswissenschaft tönen, sollte auch all das, was landauf landab als Krönung pädagogischer Kunst gepriesen wird – wie gemeinsames Lernen, mehr Heterogenität, selbständiges und eigenverantwortliches lernen, Gruppenarbeit, innere Differenzierung, jahrgangsübergreifendes Lernen (JÜL) etc pp  –  auf den Prüfstand gestellt werden. Seit der ersten PISA Studie (2000) haben diese Länder Zeit gehabt, was zum Positiven zu ändern – sie haben sich zum Nachteil unserer Kinder und Jugendlichen krampfhaft an den pädagogischen Ideologien der Vergangenheit festgebissen. War das Lust am Untergang?

Die Grundschullehrer sollen schuld sein? Das IQB-Desaster spiegelt vor allem eins: die völlig vermurkste Inklusion!

Nichts war wirklich erfolgreich: weder der Pflicht-Ganztag noch die Gesamtschule bezogen auf Bildungsgerechtigkeit, weder G8 noch Einschulung mit 5 Jahren bezogen auf Leistung, weder selbständiges Lernen noch JÜL, weder Klippert noch Norman Green  – die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Bestenfalls ließen sich keine Unterschiede zu herkömmlichen Maßnahmen feststellen  – gesucht aber werden Möglichkeiten der eindeutigen Verbesserung zur Erreichung pädagogischer Ziele.

Was also sollen wir tun? Alles gehört auf den Prüfstand – nicht nur die üblichen Verdächtigen. Die Bildungspolitik kann den grassierenden Kausal-Unsinn diverser Interessengruppen nicht einfach so stehen lassen  – die Eröffnung eines vorurteilsfreien Diskurses  über Ursachen, Fakten und Fakes, alternative Fakten und populistische Vereinfachungen (auch durch Zahlen) ist ihre vorrangige Aufgabe.

Beispiele gefällig? Die können  nur die Form von Fragen haben: Die Vergleichsstudien liefern nur Mittelwerte – an den einzelnen Schulen herrschen manchmal Verhältnisse, die im lauwarmen Durchschnittsgesäusel völlig untergehen. Kann man zum Beispiel einer Grundschule mit rund 250 SchülerInnen, davon 53 Inklusionskindern, 175 „Bildung und Teilhabe“ Berechtigten, 68 bekannten Fällen von Gewalt und Missbrauch in der Familie, 12 schwer traumatisierten Kindern (natürlich ist der Migrationsanteil ungefähr bei 85%) dieselben Unterrichtsmethoden wie der Grundschule in einem Villenviertel empfehlen (mit 1 Migrationskind)? Wohl kaum.

Grundschullehrer wehren sich: Wir sind nicht schuld am Leistungsabsturz! Dank uns ist die Lage nicht noch schlimmer!

Darf man überhaupt von einer deutschen Grundschule erwarten, dass sie dasselbe leistet wie eine finnische, der beim Sprachunterricht in jedem Unterricht immer ein/e Logopäd/in und fast immer eine Assistenzlehrkraft zur Seite steht?

Merkt eigentlich niemand, dass Heterogenität in einer Klasse kein Sparmodell, sondern eine ziemlich teure Angelegenheit ist, weil für die zu bewältigenden Aufgaben  mehr Personal benötigt wird? Dass Heterogenität Lehrkräften und Schülern eine Menge an Anstrengung, Stress und Frust abverlangt?

Denkverbote darf es jetzt nicht mehr geben. Der im Gefolge zu großer Heterogenität  entstehende „Arbeitsblattunterricht“ vermindert übrigens massiv den sprachlichen Input der Lehrpersonen, der gerade bei Heterogenität und dem hohen Migrationsanteil für die Sprachentwicklung bitter notwendig wäre. Stattdessen lesen die Kinder auf den Arbeitsblättern rudimentäre Imperative wie „Denke nach!“ und  „Kreuze an!“. Der durch Arbeitsblätter gesteuerte Unterricht in zu heterogenen Klassen ist eine Notlösung der praktisch undurchdachten Idee des „gemeinsamen Lernens“. Und die sprachlich begabten deutschen Kinder, die als Hilfslehrkräfte für den korrekten sprachlichen Austausch zumindest in Uni Seminaren als Patentlösungen herhalten müssen  –  die gibt es in NRW, Bremen, Hamburg und Berlin nur selten. Defizitäre Sprachentwicklung wird durch Mangel an sprachlicher Interaktion mit einem erwachsenen Sprachvorbild erzeugt  –  und fehlende Motivation und Interesse am Schulstoff ebenso.

Die Schönfärberei und Erfolgsheuchelei in den Schulen und der Bildungsadministration der IQB-Schlusslichter muss aufhören – alle Konzepte der Vergangenheit müssen auf den Prüfstand.

 

Zur Person
Der Psychologie-Professor Rainer Dollase gehört zu den renommiertesten Bildungswissenschaftlern in Deutschland. Foto: privat

Der Psychologie-Professor Rainer Dollase gehört zu den renommiertesten Bildungswissenschaftlern in Deutschland. Foto: privat

Dr. Rainer Dollase war bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2008 Professor in der Abteilung Psychologie und am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Die Vorschulerziehung stellte dabei einen seiner Arbeits- und Veröffentlichungsschwerpunkte dar. Später hat er sich einen Namen in der G8/G9-Debatte gemacht – als wortgewaltiger Gegner des Turbo-Abiturs. Dollase war Mitglied des Teams “Schule und Kultur” der nordrhein-westfälischen CDU im Vorfeld der Landtagswahl im Mai.

GEW und VBE zum Absturz bei der IQB-Studie: Die Länder haben die Grundschulen vernachlässigt – und das ist jetzt die Quittung!

78 Kommentare

  1. Milch der frommen Denkungsart

    Reaktionär, doch rundherum richtig !

    • Humanistisch,und weise und deshalb richtig.

    • Ich möchte sagen: Überfällige Rückbesinnung auf Bewährtes.
      Prof. Dollases Worte tun richtig gut. Sie stehen in erfrischendem Gegensatz zu den hochstapelnden Glaubenssätzen der letzten Jahrzehnte.
      Zu große Heterogenität ist nicht nur in Schulklassen eine Belastung mit hohem Preis.
      Die immer orthodoxer werdende Gesinnungsslehre der letzten Jahrzehnte beharrt jedoch darauf, dass Heterogenität in der Regel eine Bereicherung sei. Auf Gegenargumente reagieren ihre Anhänger oft unwirsch und elitär, so als sei es unappetitlich oder gar schändlich, anders zu denken als sie.

  2. Danke Herr Prof.Dollase. Dies ist der mit Abstand beste Kommentar zu den Ergebnissen der Vergleichsstudien. sie sprechen mir und vielen betroffenen anderen Eltern aus der Seele.
    Diese gesamte gescheiterte , ideologisierte 68er Pädagogik der unterlassenen Hilfeleistung mit dem Schüler gesteuerten Unterricht in der Grundschule muss auf den Prüfstand.
    Kausalzusammenhänge zwischen Schulversagen der Schüler und den Lernmethoden müssen offensiv aufgezeigt werden. Es gibt eine Menge zu tun. Aber vor allem müssen diese gesteuerten Gängelungen der Lehrer durch Kontrolleure der Schulbehörden enden.

  3. Werter Axel von Lintig, ich teile Ihre Auffassung: “Danke Herr Prof.Dollase. Dies ist der mit Abstand beste Kommentar zu den Ergebnissen der Vergleichsstudien. Sie sprechen mir und vielen betroffenen anderen Eltern aus der Seele.” Gut, dass Prof. Dollase hier Klartext geredet hat!

  4. Ich stimme Ihnen ohne Einschränkung zu.
    Wenn man aber als ‘normaler’ Lehrer diese Einschätzung gegenüber Seminarleitern, Fachleitern und QA-Menschen äußert, wird man in die Kategorie ‘inkompetent, ewiggestrig, fortschrittsfeidnlich’ eingeordnet.

    • So reagieren eben Leute, die mit Argumenten nicht überzeugen können, weil die Wirklichkeit gegen sie spricht. Da wird Überlegenheit durch Aufplustern und schlaue Sprüche einfach nur noch vorgegaukelt.
      Es ist traurig, dass solche Fünktionäre mit ihren Mätzchen dermaßen einschüchtern und andere noch immer mit nichts als heißer Luft klein machen und schlecht aussehen lassen können.

      • Die Fachleitergutachten entscheiden halt über die gesamte berufliche Zukunft. Ein querdenkender Referendar hat da deutlich schlechtere Karten als ein Mitläufer.

  5. Lernerfolg hängt zum einen von den Lehrerinnen und Lehrern ab – daran gibt’s keinen Zweifel. Ebenso stark korreliert in meinen Augen aber auch die häusliche Erziehung mit dem Schulerfolg.
    – und ja auch hier gibt es sicherlich Einzelfälle, die dagegen sprechen.

    Liebes IQB untersucht doch das mal. Kostet vielleicht auch weniger.

    • Kostet vielleicht weniger, das Ergebnis dürfte aber den Grünen, Teilen der SPD, mindestens Teilen des IQB selbst und generell ganz vielen potenziellen Wählern nicht gefallen. Da ist es einfacher, den zahlenmäßig vernachlässigbaren Lehrern den schwarzen Peter zuzuschieben.

  6. „Merkt eigentlich niemand, dass Heterogenität in einer Klasse kein Sparmodell, sondern eine ziemlich teure Angelegenheit ist?“

    Genau so richtig ist aber auch:
    “Homogenität in erner Klasse gibt es nur bei der Schülerzahl 1!”

    Mögliche Konsequenzen aus dieser Binsenweisheit:
    – kleinere Klassen
    – Lehrer-Teams
    – Innere Differenzierung.
    Und: “Think, pair, share” funktioniert meist nicht, weil das davor beim Schüler unbedingt notwendige “listen” sehr häufig nicht strattfindet

    • “…weil das davor beim Schüler unbedingt notwendige „listen“ sehr häufig nicht strattfindet”

      Wie wahr.
      Unter der Bedingung funktioniert alles andere übrigens auch nicht.

    • Dirk Borgmann

      So gesehen gab es noch nie homogene Klassen. In den 1970 er Jahren waren es Türken, Jugoslawen, Griechen, Spanier und Italiener, sowie die Kinder aus einfachsten Verhältnissen, welche die Heterogenität der Schülerschaft bedingten. Damals unterrichteten die Grundschullehrer aber noch bis zu 35 Schüler.
      Und am Ende der Grundschulzeit beherrschte der größte Teil der angehenden Gymnasial- und Realschüler die Grundlagen der deutschen Orthographie und vieles mehr sicher. Und mit Angst wurde bei uns auch nicht gelernt.
      Sie können es drehen und wenden , wie Sie wollen.
      Jede Zeit hat ihre Methoden, aber alle Methoden , welche man heute in den Grundschulen derzeitig anwendet, waren vorher schon einmal da.
      Und so bin ich mir sicher, wenn der Einfluss dieser ideologisch verdrehten Querköpfe auf die Kultusministerien enden wird, auch die von diesen Leuten propagierten Methoden wieder dort hin verschwinden werden, wo diese bereits einen angestammten Platz gefunden hatten.

    • “Mögliche Konsequenzen aus dieser Binsenweisheit”:

      Äußere statt innere Differenzierung und sich nicht von gutmenschlicher Ideologie beirren lassen! Diese Lösung ist erheblich einfacher und nachweislich effektiver für Lehrer und Schüler.

      Ein hohes Maß an Homogenität ist bereits gewährleistet, wenn die Lern- und Leistungsfähigkeit einer Schülergruppe nicht zu weit auseinanderklaffen. Auch das ist eine hilfreiche Binsenweisheit.
      Die Schülerzahl 1 als billiges Totschlagsargument gegen eine äußere Differenzierung sticht nicht.

      • Die Grundschule meiner Tochter in HH hat über 400 Kinder, mehr als genug Kinder die in Sept bereit für Mathe Klassenstufe 4 gemeinsam zu lehren, statt Kinder Mathe Lernstand Vorschule bis 5.Klasse mit Arbeitsblätter Babbysitting statt echten Unterricht ihre Zeit gemeinsam vernachlässigt vor Blätter in einem Zimmer ihrer Zeit und Leben zu verschwenden.

        Massive Steuergeld Verschwendung und Massive Verstoss gegen Rechte Kinder haben auf Grundbildung.

        Viel diese Heterogenität innerhalb einem Klassenzimmer ist in der Ideologie geplagten Schulen hausgemacht und ist eine Ausrede um jeden neuen cool Trend die in Zeitschriften für Schulen auftauchen auf den Rücken den Kindern zu experimentieren.

        Nichts gegen Palin, die sicher bessere Arbeitsbedingungen in Klassenzimmer haben sollte.
        Entschuldigen mein schlechtes deutsch, bin hier nur weil tochter leidet sehr unter selbstgesteuertes kmpetenzorientiertes individualisiertes inklusion Verlernen und Frust.

        Ich bin noch beim Gericht um zu versuchen sie ins einen frontalunterrichtende Schule zu wechseln lassen, nach einer glücklichen Probewoche in denen sie vernünftig gelehrt war. Mehrere Schulen in HH haben kein Problem einfach weiter zu lehren. Wie? Die ignorieren den Behörden und stattdessen lehren weiter.

    • Und warum halb deutsch, halb englisch? Was wird klarer dadurch? Ich kann nur teilweise folgen. 🙁 Aber ich könnte was auf Französisch einstreuen.

      • Bezog sich auf:

        “Und: „Think, pair, share“ funktioniert meist nicht, weil das davor beim Schüler unbedingt notwendige „listen“ sehr häufig nicht strattfindet”

        Je vous remercie pour tous vos efforts.

  7. Vielleicht ist schon viel gewonnen, wenn ich als Lehrer wieder lehren darf ….. und nicht nur begleiten.

  8. @realo: Äußere statt innere Differenzierung erzeugt nicht per se Homogenität. Diese ist wirklich erst bei der Schülerzahl 1 vorhanden – Das ist schlicht Logik, nicht “billliges Totschlagargument” -.

    (Nicht nur) Ich habe in den 25 Jahren meines Berufslebens vor meinem Lehrerdasein – im Vertrieb – erfahren müssen: Nimmt man aus einer Vertriebsmannschaft – 20% sehr gute, 60% durchschnittlich erfolgreiche und 20% eher schwache Vertriebler – die besten 20% heraus, ergibt sich nach einiger Zeit dasselbe Leistungsbild-
    Das ist scheinbar ein Naturgesetz.
    Was aus meiner Sicht gegen äußere Differenzierung spricht, ist das ständige Auseinanderreißen von Gruppen, meist gerade in der Pubertät, in der gerade diese Gruppen so wichtig sind.
    Innere Differenzierung ist für Lehrer sicher aufwändiger, hilft aber, richtig gemacht, nach meiner Erfahrung sowohl dem schwachen wie dem starken Schüler.

    • ZITAT: “Nimmt man aus einer Vertriebsmannschaft – 20% sehr gute, 60% durchschnittlich erfolgreiche und 20% eher schwache Vertriebler – die besten 20% heraus, ergibt sich nach einiger Zeit dasselbe Leistungsbild-
      Das ist scheinbar ein Naturgesetz.”

      Klingt interessant.

      Nur warum hat das an den früheren Haupt- und Realschulen nicht so funktioniert? Da waren doch nach Klasse 4 die Spitzen herausgenommen worden. Klar, es gab wieder neue “Spitzen” – aber auch nur auf Realschulniveau bzw. Hauptschulniveau und nicht auf Gymnasialniveau.

  9. Vielleicht sind die Bayern ja gerade deshalb im IQB-Ranking vorne, weil sie im Ganztags-Ranking ganz hinten sind?

  10. Rainer Dollase, Prof.Dr.

    Hi folks,
    gestattet mir als 74 jährigem Autor (so alt wie Mick Jagger) der kommentierten Glosse oben diese Anrede aus meiner Jugendzeit, die andeuten soll: alles gut – ich danke für die Kommentare und werde über einige Punkte echt nachdenken.
    Klitzekleine Anmerkung: die wirksamste Lernsituation ist in der Tat auch empirisch nachgewiesen die N=1 Situation. Leistungstrainer im Sport oder auch Lehrer, die einem Kind ein Instrumentspielen beibringen müssen, wissen das. Das kann natürlich kein Land der Welt für das allgemeinbildende Schulsystem finanzieren. Die Einsersituation durch unterschiedliche Arbeitsblätter und tablets mit Lernprogrammen zu simulieren (beides eine Form der inneren Differenzierung) funktioniert nicht so gut, weil beim Lernen immer noch das (erwachsene) menschliche Vorbild und der ständige kompetente Interaktionspartner entscheidend ist. Also muss – die Länder mit Gesamtschulen haben das längst – zumindest mehr parallel tätiges Personal in die heterogenen Klassen geschickt werden. Das haben wir z.B. im Vergleich zu Finnland nicht.
    Heterogenität ist nicht gleich Heterogenität. Heterogenität ist kein ja- nein Merkmal (also nicht dichotom, sondern kontinuierlich). Wenn ich mal – Gedankenspiel – in der Uni Vorschulkinder aufnehme und vielleicht noch die Seniorenfortbildung für 74jährige mit Hauptschulabschluß- dann ist die Heterogenität in der Uni “groß” oder “größer”. Wenn ich an der Uni nur Abiturienten aufnehme- gibt es immer noch Heterogenität – aber sie ist kleiner als im Gedankenspiel. Deswegen geht der Hinweis auf die Unausweichlichkeit von Heterogenität an der Lösung des Problems vorbei. Man muss offenbar darauf achten, dass die Heterogenität nicht zu groß wird bzw. dass im Fall zu großer Heterogenität schnell mehr Personal in die Klasse geschickt werden kann. Heterogenitätserhöhung steigert den Personalbedarf für eine sinnvolle innere Differenzierung.
    Ein schönes Wochenende wünscht
    Ihr Rainer Dollase

    • Sie verstehen Heterogenität rein kognitiv. gemeint werden damit aber vielmehr soziale, kulturelle und pädagogische Konflikte der Schüler mit dem System Schule und umgekehrt. Das laut iqb-studie schwache abschneiden im Bereich zuhören spricht Bände.

    • Natürlich gab es eine Heterogenität an Schulen schon inmer, besonders bei den einklassigen Volksschulen. Neu ist, dass das als große pädagogische Errungenschaft, Chance und Tugend gepriesen wird. Da ist die Frage, ob man nicht nur aus einer Not eine Tugend machen will, damit der Finanzminister seine Ruhe hat. Man erklärt einfach, die Lehrer müssten die große Heterogenität geradezu begrüßen. Nur im Sport hört man wenig vom längeren gemeinsamen Trainieren und von dem Segen, wenn starke mit schwachen Sportlern zusammen trainieren.

      • Oder schwache Sportler. deren Eltern den Trainern per Anwaltsschreiben mitteilen, dass ihre Kinder doch sehr gute Sportler sind, oder Sportler — egal ob stark oder schwach — die meinen, ohne Training in die Weltspitze zu gelangen. Wenn das doch wieder Erwarten schief geht, ist der Trainer schuld.

      • Werner Schneider

        Beim Sport wird aber nicht schon Neunjährigen gesagt, dass sie nichts mehr leisten könnten und deshalb nicht mehr ins Training gehen dürfen.

        • Gerade im Sport wird aber nach Leistungsklassen sehr wohl sortiert, auch schon bei Kindern. Wir haben in Deutschland etliche Sport-Eliteschulen. Da kann man sich nicht mit dem Elternwillen anmelden, sondern muss eine Aufnahmeprüfung bestehen. Hintergrund sind die Interessen der Sportfunktionäre, die bereits jetzt die Zahl der Olympiamedaillen für 2028 und 2032 festlegen wollen. Wenn man die Verfechter der “einen Schule für alle” danach fragt, dann schwurbeln sie nur herum.

  11. Werner Schneider

    Die Erfahrenen sind gerüstet für eine Welt, die es nicht mehr gibt, Eric Hofer. Herr Dollase trauert einer Welt der Selektion nach, die es international nicht mehr gibt und auch moralisch schon lange nicht mehr zu rechtfertigen ist.

    • Rainer Dollase, Prof.Dr.

      Na, Herr Schneider – das war wohl eine Bemerkung aus der populistischen Szene: da wo wir sind, ist der Fortschritt. Noch kurz vor dem Fall der DDR galten alle, die hofften, wünschten es gäbe eine Wiedervereinigung als Ewiggestrige und Menschen “..die für eine Welt gerüstet sind, die es nicht mehr gibt.” Der Spruch von Hofer ist auch falsch. Die Welt ist viel unsicherer, als all die Prophezeiungen wahrhaben wollen.
      Dass Sie wissen, dass ich für Selektion bin, erstaunt mich, davon habe ich aber auch gar nichts geschrieben. Das Wesen der Vorurteile ist ja gerade, dass man von wenigen Informationen auf alles schließt…moralisch fragwürdig.
      Ist der Unterschied in der Schülerzusammensetzung einer Einheitsschule in einem sozialen Brennpunkt (wie ich einen Realfall in meiner Glosse geschildert habe) moralisch gerechtfertigt im Vergleich zu einer Einheitsschule in einem Villenviertel? Ist es moralisch gerechtfertigt, dass ein Dachdecker weniger verdient als ein Anglist, der sich mit der “Gebärde des Weinens in der englischen Literatur” befasst? Ist es moralisch gerechtfertigt, dass ein ordentlicher Hauptschüler in der Klasse des gemeinsamen Lernen jeden Tag eingehämmert bekommt, dass er zu den schlechteren Schülern gehört?
      Ich habe gesagt: zu große Heterogenität erfordert ein Haufen Zusatzpersonal, den andere Länder längst haben. Wer das nicht sofort bezahlen will oder kann, muss sich andere Lösungswege überlegen. Sonst ist die Strategie – “wir machen das mal und wer mehr Personal will, den erschlagen wir mit moralischen Argumenten ” eine unmoralische Strategie.
      Einen schönen Sonntag wünscht
      Ihr Rainer Dollase

      • Sehr geehrter Herr Dollase,
        ich finde es super, dass Sie mitdiskutieren bzw. sich äußern. Das würde ich mir von anderen Personen, von denen hier etwas veröffentlicht wird, ebenfalls wünschen.

      • Ich finde es auch gut, dass Sie sich hier zu Wort melden, und gehe davon aus, dass Sie selbst den Nick nutzen.

        Auch habe ich schon den ersten Beitrag so verstanden, dass Sie nicht für die eine oder andere Richtung Partei ergreifen, auch wenn Sie Missstände in den Blick nehmen:
        “Ich habe gesagt: zu große Heterogenität erfordert ein Haufen Zusatzpersonal, den andere Länder längst haben. Wer das nicht sofort bezahlen will oder kann, muss sich andere Lösungswege überlegen. ”

        “Ist es moralisch gerechtfertigt, dass ein ordentlicher Hauptschüler in der Klasse des gemeinsamen Lernen jeden Tag eingehämmert bekommt, dass er zu den schlechteren Schülern gehört?”
        Dazu möchte ich anmerken, dass man den Schülern nicht täglich unter die Nase reiben muss, dass sie schlecht seien. Man kann auch einen anderen Umgang mit Schülern pflegen. Während man von einem Blinden nicht erwarten würde, dass er sehend wird, ist das bei SuS mit Lernbeeinträchtigung anders.
        Warum kann man sich nicht an dem erfreuen, was diese Kinder trotz ihrer Beeinträchtigung erreichen und dies in den Vordergrund stellen? Ebenso, wie ich mich bei einem herausragenden Schüler nicht mit dem Mittelmaß zufrieden geben muss, muss ich einen beeinträchtigten nicht mit Beschäftigungsmaterial in die Ecke setzen, sondern kann beide herausfordern, sich anzustrengen.
        Dies auch Eltern gegenüber und in der Gesellschaft darzustellen und zu erläutern, warum man nicht alle SuS über einen Kamm schert, warum man wie differenziert oder warum man eine Leistung, die dem allgemeinen Maß nach schwach ist, dennoch lobt, weil sie für den betreffenden Schüler eine Meisterleistung darstellt, ist eine Herausforderung.

        Aufgreifen möchte ich auch die 1:1-Situation. Instrumente lernt man gut mit einem Lehrer, die wenigsten schaffen es autodidaktisch, auch wenn es nicht ausgeschlossen ist, aber man kann Instrumente auch in Orchestern oder Chören erlernen. Dennoch braucht es Übung, die man meist allein durchführt. Genau diesen Wechsel versucht man zu erreichen, wenn SuS einerseits etwas erläutert bekommen, andererseits selbstständig üben. Das geht m.E. auch schon zu Schulbeginn in einem abgesteckten Rahmen, der allmählich erweitert wird.
        Der Vergleich hinkt – stimmt, mal wieder – in einem Orchester muss man Schritt halten, im Chor auch, dennoch gibt es Möglichkeiten einfachsten Zusammenspiels, wodurch man auch Menschen mit wenigen Kenntnissen einbinden kann.
        Besser wäre es sicherlich, wenn man im Unterricht mit mehr Personal auf die heterogene Gruppe eingehen könnte und mehr Differenzierung beim Erläutern sowie mehr Unterstützung für die, die allein nicht üben können, möglich wäre.

    • “Herr Dollase trauert einer Welt der Selektion nach, die es international nicht mehr gibt” (Werner Schneider)

      Das ist Quatsch. Herr Dollase redet nicht eine falschen Selektion das Wort, sondern warnt vor vermurksten Schulreformen.
      Dazu ein klassisches Wort von Hermann Giesecke:
      “Fast alles, was die moderne Pädagogik für fortschrittlich hält, benachteiligt Kinder aus bildungsfernem Milieu.”
      Inzwischen sickert ja durch, dass das “individualisierte Lernen” mit der maximalen Heterogenität für Kinder aus bildungsfernem Milieu am schlechtesten ist. Die Bildungsbürgerkinder können das besser verkraften.
      Und was so international üblich ist: In Deutschland ist der Übergang aufs Gymnasium in der Regel nicht mit einer Aufnahmeprüfung verbunden, in anderen Ländern gibt’s für die weiterführenden Schulen (nach einer längeren Grundschulzeit) sehr wohl Aufnahmeprüfungen. Da gibt’s dann sogar Eliteschulen mit sehr strengen Prüfungen, z.B. in Japan. Das ist der Preis für die “eine Schule für alle”. Sollen wir das einführen?
      Und welche der internationalen schulischen Gepflogenheiten empfehlen Sie denn? Den ostasiatischen Drill? Oder das französische System mit einer Einheitsschule? Hat das zu einer besseren Integration der Migranten geführt? Bitte nicht das Märchen von Schweden auftischen. Schweden ist bei PISA gigantisch abgestürzt und liegt jetzt deutlich hinter Deutschland.

  12. Ich denke, dass die Schule nicht leisten kann, worauf das Individualisieren in letzter Konsequenz hinausläuft, nämlich die 1:1-Lehrer-Schüler-Relation (jedem Kind sein eigener Lehrer).

    Ich denke, damit müssen wir uns “abfinden” und dann schauen, wie das Beste draus gemacht werden kann. Schulisches Lernen ist eben nicht natürliches Lernen, bei dem man das lernt, was einen interessiert und was man gerade braucht und was sich ständig wiederholt. Schulisches Lernen ist eine Art “ausgewähltes, organisiertes, komprimiertes Lernen” von Themen, die wir den Kindern in gesellschaftlicher Verantwortung vorgegeben haben.

    Wir wollen, dass jeder Bürger unseres Landes Lesen, Schreiben, Rechnen kann (Grundschule) und – ohne jetzt alles aufzuzählen, weil sich da die Geister zu scheiden beginnen – bestimmte und allerhand und immer wieder neu vorgeschlagene / geforderte Dinge kann und weiß, als eine Art Mindestausstattung für eine vernünftige Teilhabe an unserem Gemeinwesen ( = große Worte, gelassen ausgesprochen, ich weiß, aber sonst wird’s zu lang 🙂 ). Und das ist dann leider im Schulalltag nicht immer gerade für jedes Kind interessant und momentan notwendig. Und das ist ok !!!

  13. Zitat:
    “Herr Dollase trauert einer Welt der Selektion nach”

    Wie kann es sein, dass dieses als so ungerecht erachtete System so wenig Jugendarbeitslosigkeit hervorbringt?
    Wie kann es sein, dass ein als so gerecht empfundenes finnisches Schulsystem eine so hohe Jugendarbeitslosigkeit hervorbringt?
    Wie kann es sein, dass ein als so ungerecht erachtetes System wie das bayerische Schulsystem von den Eltern als eines der gerechtesten in Deutschland empfunden wird?

    • “Wie kann es sein, dass ein als so ungerecht erachtetes System … von den Eltern als eines der gerechtesten in Deutschland empfunden wird?”
      Tja, das Volk sieht das anders als die Professoren der Erziehungswissenschaft. Beim Volke sind die Einschätzungen grundsätzlich gemischt, in der Erziehungswissenschaft gibt es aber offenbar so eine Art von “Monokultur” eines “Mainstreams” in bestimmter Richtung (ganz grob: grüne Bildungspolitik mit einer Einheitsschule). Angesichts seiner Stellungnahmen würde Herr Dollase heute vermutlich keinen Lehrstuhl mehr bekommen, weil das am Veto irgendwelcher Interessenvertreter scheitern würde, vielleicht auch der Gender-Diversity-Gleichstellungsbeauftragten.

      • Verschwörungstheorie, ick hör dir trapsen.

        • PS. Was hat die Jugendarbeitslosigkeit mit der Frage der Bildungsgerechtigkeit zu tun? Erst mal sind fast alle untergekommen (gut so) – aber es ist ja nicht so, als böte jeder Job und jede Ausbildung eine gleichwertige Perspektive.

          • Zitat:
            “aber es ist ja nicht so, als böte jeder Job und jede Ausbildung eine gleichwertige Perspektive.”

            Wird das jemals so sein?

            Zitat:
            “Was hat die Jugendarbeitslosigkeit mit der Frage der Bildungsgerechtigkeit zu tun? ”

            Was ist an einem Bildungssystem gut, das eine Jugendarbeitslosigkeit von 25 % und mehr produziert?
            Für diese (arbeitslosen) jungen Menschen stellt sich die Frage einer gleichwertigen Perspektive gar nicht.

          • Ich hab noch vergessen:
            Was ist an einem (vermeintlich) gerechten Bildungssystem gut, das eine Jugendarbeitslosigkeit von 25 % und mehr produziert.

          • Was ist an einem Bildungssystem gut, das eine Jugendarbeitslosigkeit von 25 % und mehr produziert? Der Berufseinstieg ist es sicher nicht.

            Wird das jemals so sein? Nein – das muss es auch gar nicht. Die Frage ist allerdings, nach welchen Kriterien wer wohin kommt. Handelt es sich um echte Leistungskritierien? (Was gerecht wäre.) Oder um eine vorwiegend soziale Auswahl?

            Es gibt durchaus Anzeichen, dass es sich insbesondere bei den akademisch begründeten Karrieren in Deutschland vor allem um eine soziale Auswahl handelt. Noch immer ist der Anteil von Kindern aus sozial schwächeren Familien in Deutschland an den Hochschulen schwach – viel schwächer als in anderen Staaten.

            So berichtet die FAZ: “Man kann es auf die Formel bringen: Ein Kind aus einem Akademikerhaushalt studiert fast immer, ein Kind aus einem Arbeiterhaushalt selten. Sogar die Wahl des Studienfaches ist schichtspezifisch. So findet man unter Medizin- und Jurastudenten kaum Arbeiterkinder, aber relativ viele in den Ingenieurwissenschaften, Geisteswissenschaften und dem Bereich soziale Arbeit.” Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-aufstiegsangst-der-arbeiterkinder-trotz-bafoeg-sind-sie-an-unis-unterrepraesentiert-13192737.html

            Und jetzt raten Sie mal, wer die gut bezahlten Jobs bekommt.

          • Mit Intelligenz hat ein Jurastudium auf jeden Fall nichts zu tun, weil (frei nach Volker Pispers) jeder Jura studieren kann, dem BWL schon zu viel Mathematik beinhaltet. Noch freier nach Hadmut Danisch kann jeder Geisteswissenschaften und soziale Arbeit studieren.

            Warum die faz die Ingenieurswissenschaften zu den Arbeiterkinder zählt, finde ich etwas verwunderlich, weil das allgemein so gut wie niemand studiert. Braucht halt Grips im Kopf wegen Mathematik.

            Zur Sache: Die Genderseuche verbietet es der FAZ, mal nach genetischen Ursachen für die Chancen auf ein erfolgreiches Studium zu suchen. Wenn in der Verwandschaft niemand das Abitur hat, liegt das wohl auch an den Genen, weil nicht jeder in Deutschland lebende Mensch zur intelligenteren Hälfte gehören kann.

          • Mich würde mal interessieren, Bernd, was in Fragen der Gerechtigkeit den Sozialexperten zur genetischen Ungerechtigkeit einfällt. Gibt es hier Lösungsvorstellungen, wie das Übel aus der Welt geschafft werden kann?
            Wenn nicht, werden wir noch bis in alle Ewigkeit mit der Klage über mangelnde Gerechtigkeit zu tun haben und Sozialexperten eine goldene Nase verdienen lassen, weil sich das immer wieder beschworene Problem gar nicht lösen lässt, aber das So-tun-als-ob den damit Beschäftigten bis in alle Ewigkeit Arbeitsplätze schafft und sichert.

          • @realo Das ist vielleicht auch der Sinn der Sache — zumindest aus Sicht der Soziologen und Genderisten. Eine andere Möglichkeit, Drittmittel zu generieren, gibt es in den Sozialwissenschaften halt nicht.

          • Genetisch heißt dann wohl: Wer arm ist, ist doof. Und die Kinder dann eben auch.

            Dass dem nicht so ist (sein muss), zeigen der Zeitvergleich sowie der internationale Vergleich: Die Soziale Mobiltät hat in Deutschland abgenommen (http://www.huffingtonpost.de/patrick-sachweh/chancengleichheit-sozialer-aufstieg-deutschland_b_15043032.html, auch: https://www.boeckler.de/14_67584.htm) – was ja nicht sein kann, wenn sie genetisch festgelegt wäre. Sie ist auch im internationalen Vergleich in Deutschland schwach: http://www.oecd.org/berlin/presse/bildung-2014-deutschland.htm

            “Insgesamt ist die Bildungsmobilität in Deutschland so gering wie in kaum einem anderen OECD-Land. (…) Wo soziale Mobilität durch Bildung wenig verbreitet ist, sind aber nicht nur die Chancen für ein erfülltes Leben des Einzelnen geringer. Der Bericht zeigt auch, dass Länder, in denen die Kompetenzen zwischen den Menschen gleichmäßig verteilt sind, wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile haben. In ihnen ist das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf höher und die Einkommensungleichheit niedriger als in Ländern, deren Bevölkerung im Mittel zwar ähnlich qualifiziert ist, in denen die Kompetenzen aber ungleicher verteilt sind.”

            Soviel zur Genetik.

          • PS. Als Lehrer, XXX, sollten Sie etwas zurückhaltender sein im Herabwürdigen wissenschaftlicher Disziplinen, die offenbar über Ihren Horizont gehen. Sie operieren verdammt nahe am Klischee vom Lehrer, der von nichts eine Ahnung hat – aber immer recht.

          • Ganz meine Meinung, xxx. Ich wollte es nur nicht so direkt sagen.
            Die Sozialwissenschaft hat sicher seriöse und nützliche Vertreter, sie ist aber auch aufgebläht wie ein Kropf und eine Jobmaschine für die Beschäftigung mit Problemen, die sie mehr kreiert als beseitigt.

          • Lieber Bernd, ich bin noch harmlos im Vergleich zu Hadmut Danisch. Sie werden bei der Lektüre seines Blogs sehr hohen Blutdruck bekommen. Ich würdige wissenschaftliche Disziplinen übrigens nicht herab. Zugegebenermaßen belächele ich die Schulbiologie als Naturwissenschaft-light (Zitat einer Kollegin Biologie) und Schulsozialwissenschaften als intellektuell anspruchslos (Zitat eines Kollegen Sozialwissenschaften).

            Allerdings habe ich eine andere Definition von Wissenschaft als Sie. Meine können Sie bei der wikipedia ganz gut nachlesen, wobei es mir sehr stark auf Nachprüfbarkeit und Kausalitäten ankommt. Den Soziologen und speziell den Genderisten reichen schon Meinungen, die zu Fakten aufgeblasen werden und jegliche Kritik daran als Extremismus abgeblockt wird anstatt sie mit seriöser Forschung zu widerlegen. Leider durchdringt diese Denkweise zunehmend die (linksgrüne) Politik und die (mehr oder weniger gleichgeschaltete) Presse.

            Fazit: Etwas, was aus meiner Sicht keine Wissenschaft ist, kann ich als Wissenschaft nicht ernst nehmen. Folge davon sind Kommentare, wie ich sie zu schreiben pflege.

          • Ehrlich gesagt ist mir dieser Herr Danisch egal – ich tummele mich nicht auf irgendwelchen Gaga-Blogs im Internet. Ich widerspreche nur dort, wo mir blühender Unsinn entgegenspringt – hier zum Beispiel.

            Was wissen Sie denn von der Soziologie, einer altehrwürdigen Disziplin, die von Max Weber maßgeblich begründet wurde – von dem Sie vermutlich nie etwas gehört haben, sonst würden Sie nicht so dummdreist daherschreiben. Die “kleine Schwester”, nämlich auf das Individuum (und nicht auf die Gesellschaft) bezogen, ist die Psychologie – ziehen Sie über Psychologen auch so gerne her? Oder über Wirtschaftswissenschaftler, den Vertretern also eines gleichfalls verwandten Faches?

            Soso, “Soziologen (…) reichen schon Meinungen, die zu Fakten aufgeblasen werden”. Sie haben in Ihrem Leben, wetten, noch keine soziologische Studie in Händen gehalten, halten sich aber für oberschlau, weil Sie dem großen weltberühmten Soziologiekritiker “Hadmut Danisch” (ist das Satire, oder heißt der Mann wirklich wie ein Sprachfehler?) nachplappern.

            Sie wollen Schülern Respekt vor der Wissenschaft vermitteln? Au weia. Ich hoffe mal sehr, dass Ihr Unterricht – was für ein Fach das auch sein mag – von mehr Sachverstand unterfüttert ist. Aber selbst wenn: Zu mehr als zu Inselwissen hat’s offenbar nicht gereicht – das beweist Ihr von keinerlei wissenschaftlicher Allgemeinbildung getrübter Post.

          • Wenn Sie gute und leistungsfähige Chirurgen, das heißt praktische Operateure haben wollen, dann brauchen Sie mehr Arbeiter- oder Handwerkerkinder, eher männlich , im Medizinstudium.Die sind belastbar, loyal und praktisch veranlagt und meistens sehr gewissenhaft.Das entspringt meinen persönlichen Erfahrungen.
            Leider gelangen diese Personengruppen meistens nicht an ein 1,0 Abitur.

          • Da haben Sie recht, Herr AvL. Frauen arbeiten darüber hinaus oft in Teilzeit.

            Es gibt aber noch einen wichtigen weiteren Aspekt. Chirurgen arbeiten meist im Krankenhaus. Wenn man dort kein Oberarzt oder Professor ist, sind die Verdienstaussichten und die Arbeitsbedingungen im Vergleich zu niedergelassenen Fachärzten miserabel.

          • @ Bernd: Der Name Max Weber war mir in der Tat unbekannt.

            Das ist aber auch nicht weiter überraschend, weil ich als Naturwissenschaftler möglichst quantitativ und deterministisch arbeite, um zweifelsfreie Kausalzusammenhänge experimentell oder durch logische Schlüsse herleite oder zuvor getroffene Hypothesen überprüfe.

            Das ist in der Soziologie zugegebenermaßen schwierig. Trotzdem kann man verlangen, dass in der soziologischen Forschung alle möglichen Ursachen durch Befragungen o.ä. so objektiv und quantitativ wie möglich überprüft werden. Wenn Soziologen also annehmen, dass die Gene bei der sozialen Migration keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen, müssen sie diese Annahme prüfen oder Biologen beauftragen, das für sie zu übernehmen. Allerdings müssen die Soziologen mit den Ergebnissen umgehen können, auch wenn sie der eigenen Überzeugung widersprechen.

            Besonders bei Forschungsgebieten, die stark von Gender Studies durchsetzt sind, passiert das leider viel zu selten. Ich werte das mal als Nachwirkung von Max Weber, der qualitative Forschung bevorzugte aka gesunder Menschenverstand des Forschers, der ebenfalls gesunden Menschenverständen [hier bitte den korrekten, laut Duden aber nicht existenten Plural von Verstand hindenken] anderer Forscher allerdings widersprechen kann. Auflösen kann man das nur durch quantitative Forschung, wenn man auf einen gemeinsamen grünen Zweig kommen möchte.

          • Sorry, nein. Wenn ich Ihnen als Nicht-Naturwissenschaftler erzählen würde, ich kenne Albert Einstein nicht, halte die Physik aber für eine totale Quatschnummer – für was würden Sie mich (zu recht) halten?

            Gesellschaftliche Prozesse sind eben komplexer als so mancher physikalische oder chemische Versuchsaufbau – und Menschenversuche sind eben auch schwierig durchzuführen (weil mit “Materialverbrauch” verbunden). Ansonsten gelten aber die gleichen Maßstäbe. Nur weil etwas komplex ist, ist es nicht unwissenschaftlich.

          • Ich verlange ja auch nicht mehr, als dass bei den “Menschenversuchen” dieselben Maßstäbe angelegt werden wie bei naturwissenschaftlichen Versuchen. Gemäß der hier auf n4t veröffentlichten Artikel wird an die soziologische Forschung viel zu selten ergebnisoffen herangegangen, es riecht leider sehr oft nach Gefälligkeitsgutachten für den Auftrag- oder Geldgeber.

            Mir ist übrigens gerade aufgefallen, dass wir beide die ausbleibende soziale Migration im sehr kleinen Maßstab bestätigen. Die Stichprobe ist natürlich viel zu klein, um daraus auch nur ansatzweise brauchbare Schlüsse ziehen zu können.

  14. Ach ja, zu Ihrem Kommentar “wer arm ist, ist doof”.

    Das ist natürlich Unsinn. Es gibt aber eine Korrelation zwischen genetischer Begabung, Berufsausbildung und Einkommen. Dabei gehe ich von der Annahme aus, dass die genetische Begabung eines Kindes mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwo zwischen den Begabungen der Eltern liegt, nur selten deutlich drüber.

    Soziale Mobilität, gemeint ist natürlich von unten nach oben: Frauen suchen sich tendenziell Partner, die sozial auf der gleichen Ebene oder höher als sie selbst stehen, Männer sind da etwas flexibler, weil es ihnen mehr als Frauen auf das Äußere ankommt. Ein Hilfsarbeiter auf dem Bau hat folglich bei einer promovierten Ärztin so gut wie keine Chance, eine hübsche Sprechstundenhilfe bei einem promovierten Arzt hingegen eher. Meist lernen sich Partner aber während der Schulzeit oder während der Ausbildung kennen. Auf Studentenparties gehen halt fast nur Studenten.

    Setzen Sie sich doch mal dafür ein, dass die Superreichen mal stark besteuert werden, alle Steuervergünstigungen abgeschafft werden, von denen die Reichen profitieren und dieses Geld gleichmäßig an alle Menschen verteilt wird. Davon würden alle profitieren, während die Reichen nach wie vor reich bleiben, sich der Reichtum nur nicht mehr ganz so schnell wie derzeit vermehrt.

    • Dafür, dass Sie Soziologen pauschal herabwürdigen, sind Sie allerdings in selbstgebastelten soziologischen Ansätzen umso kreativer – nochmal: die soziale Mobilität ist im Zeitvergleich sowie im internationalen Vergleich variabel. Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich das Paarungsverhalten in Deutschland im Zeitverlauf verändert hätte oder dass es in anderen Ländern ein anderes Paarungsverhalten gäbe – oder haben Sie solche Erkenntnisse durch Feldforschung gewinnen können?

      Ist also einfach nur mal dahergequatscht.

      Natürlich spielen auch die Gene eine Rolle – aber eben nicht die alleinige, und schon gar keine determinierende.

      Und dann kommt von Ihnen noch eine schlicht-ökonomische Weisheit aus dem Bastelbuch der Linkspartei hinterher – wenn Sie die Steuern für “Superreiche” anziehen (was immer das heißen soll), ziehen diese “Superreichen” halt in die Schweiz. Was ist damit gewonnen?

      Wie war das von Ihnen eben? “Den Soziologen (…) reichen schon Meinungen, die zu Fakten aufgeblasen werden.” Ah, ja

      • Gerade _weil_ sich das Paarungsverhalten nicht geändert hat, ist die soziale Mobilität geringer geworden. Die Gutverdiener sind über 30, bevor sie auch nur über Nachwuchs beginnen nachzudenken oder lassen es gleich bleiben. Die daher weniger Kinder aus dieser Schicht verpaaren sich wie Sie zutreffend geschrieben haben untereinander. Die Wenigverdiener haben daher weniger Auswahl unter den Gutverdienern und verpaaren sich daher untereinander. So etwas wie ein EEP gibt es zwar in Zoos, aber nicht beim Menschen. Im Gegensatz zu Elefanten & co sind Menschen aber auch keine bedrohte Tierart.

        Das alles mag dahergequatscht sein, es entspricht aber meinem sehr rationalen Menschenverstand und genauso rationalem Schubladendenken. Außerdem habe ich nie behauptet, dass die Gene die alleinige Rolle bei der Intelligenz spielen. Sie spielen aber meiner Meinung nach aber eine wichtige Rolle und eben nicht keine Rolle, auch wenn die Politik andauernd etwas anderes verkündet und unter anderem Sie gebetsmühlenartig nachplaudern.

        Wenn die Superreichen in die Schweiz ziehen, lassen Sie sie ziehen. Ein Einkommensmillionär aus Hamburg kann nicht so ohne Weiteres in die Schweiz ziehen und in Hamburg weiter arbeiten ohne in Deutschland auch nur einen Cent Steuern zu zahlen. Abgesehen davon müsste dieser dann sein gesamtes Privatleben in Hamburg aufgeben und in der Schweiz neu aufbauen.

        Ich verlange ja nichts Unmenschliches. Steuersätze wie zu Kohls Zeiten, eine lineare Steuerprogression ohne Mittelstandsbauch, eine Abschaffung des Ehegattensplittings, eine anständige Vermögenssteuer und eine noch viel anständigere Erbschaftssteuer reichen für den Anfang aus.

      • Bernd: “Ist also einfach nur mal dahergequatscht.”
        Ich habe eher das Gefühl, dass Sie hier viel “daherquatschen” ohne präzise Kenntnisse. Nehmen Sie mal als Beispiel Ihre Erläuterungen zum Islam bzw. die Moslems (auf einer anderen Seite) und die “Verschwörungstheorie” oben.
        Es ist leider heute so, dass oppositionell denkende Erziehungswissenschaftler und Didaktiker nichts mehr werden können gegen eine Seilschaft bzw. ein Kartell von Mainstream-Leuten, die alle Positionen besetzt haben, auch die Herausgeberschaften wiss. Zeitschriften. Da muss die Inklusion immer gelobt werden, die Kompetenzorientierung auch, und das wichtigste Ziel der Schule muss sein, dass die Migrantenkinder gefördert werden, auch wenn sie oder ihre Eltern “westliche Bildung” ablehnen. Das Wort “Intelligenz” zu benutzen ist fast so schlimm wie “arische Herrenrasse”. Unabhängig denkende Geister sind Mangelware geworden. Karrieristen und Jasager gibt es aber reichlich.
        Noch eins: die Leute, die immer meinen, unsere Hauptschulen seien voll mit hochtalentierten Arbeiterkindern, sollten sich überlegen, ob das überhaupt stimmt. Und wenn ein Arbeiterkind ein Studium abschließt, dann werden dessen Kinder ja die verhassten Akademikerkinder. Das endet erst, wenn alle Akademiker sind. Das wird die Konkurrenzsituation aber nicht bessern.

        • Ihr letzter Absatz ist genial. Noch viel besser als mein “Nicht jeder Mensch kann zur intelligenteren Hälfte gehören.” von weiter oben.

        • Der gesamte Kommentar von Cavalieri ist für mich ein Highlight, auch wenn der letzte Absatz besonders beeindruckend ist.
          “Chapeau” kann ich da trotz Geizes mit Komplimenten nur sagen.

        • Bemerkenswert, Cavalieri, wie Sie es schaffen, Ihren Vulgär-Darwinismus noch mit einer Verschwörungstheorie von einem angeblichen (natürlich politischen) Kartell in den Wissenschaften und einem kulturrassistischen Schlenker gegen Muslime anzureichern – da ist alles drin, was das AfD-Weltbild ausmacht. Aus welcher Ecke der Beifall kommt, ist dann natürlich auch klar.

          “Das Wort „Intelligenz“ zu benutzen ist fast so schlimm wie „arische Herrenrasse“”, so schreiben Sie. Ich schätze mal, Sie beanspruchen beides für sich.

          • Zur Intelligenz: Erklären Sie doch mal, warum dieses Wort in keinem Bericht zu Tests wie PISA, IQB-Studien usw. vorkommt. Man vermeidet es tunlichst. Warum wohl?
            Ob nicht Unterschiede schulischer Leistungen auch davon abhängen und dadurch erklärbar sind? Kritiker behaupten, PISA wäre in Wahrheit ein verkappter Intelligenz-Test.

            Mit der AfD habe ich nichts am Hut. Ich finde die chaotisch und zu sehr mit Rivalitäten beschäftigt. Wenn das jetzt sogar Frau Petry zu weit rechts ist …

            Was Bernd bzw. ich zum Islam geschrieben haben, können Sie ja nachlesen. War ein paar Tage vor dem Verschwinden von Bernd aus der Diskussion. Ich habe jedenfalls eine Islam-Wissenschaftlerin zitiert und mich in demselben Sinne geäußert. Was haben Sie dagegen? Bernd war einfach etwas naiv. Mit Darwin hat das nichts zu tun.

            Und was die Kartelle in der Wissenschaft betrifft: fragen Sie andere. Jedenfalls haben die Erbsenzähler von PISA & Co inzwischen die Herausgeberschaft auch von pädagogischen Zeitschriften übernommen. Versuchen Sie, was Kritisches zu den PISA-Kompetenzen oder dem Mainstream der Kompetenzorientierung zu veröffentlichen. Es wird einfach als “nicht wissenschaftlich” gelten.

            Last not least: Andere in der Runde haben sich positiv über meinen Beitrag geäußert. Bernd allerdings war offenbar beleidigt und ist seitdem verschwunden (hat wohl jetzt einen anderen Namen, aber welchen?). Dabei war ich nicht annähernd so aggressiv wie andere hier an anderer Stelle. Ich habe niemanden persönlich beschimpft und werde das auch künftig nicht tun.

            Vielleicht können Sie, Anna, auch auf Unterstellungen verzichten. Einfach bei der Sache bleiben.

  15. Das geht an Bernd.

    • Bernd redet keinen Unsinn, xxx! Kann er gar nicht, denn laut Eigenauskunft arbeitet er selbst in der Wissenschaft und, wenn ich mich recht entsinne, obendrein noch freiwillig in der Flüchtlingshilfe. Wenn das keine Gewähr für seriöse Auskunft und Meinung ist, was dann sonst?
      Seine Kommentare mögen für einen Wissenschaftler zwar etwas ungewöhnlich sein, doch da sollten wir mal nicht so pingelig sein.

      • Noch so eine Blitzbirne, die mal eben mit den Sozialwissenschaften einen ganzen Wissenschaftszweig – Soziologie, Politikwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Anthropologie, Pädagogik, Statistik usw. – beurteilen kann.

      • @ realo

        Vielleicht sollten wir einen Stuhlkreis bilden und bei einem ungesüßten Matetee und Bio-Müsliriegeln einfach mal darüber reden. Am besten auch noch über die neuesten Forschungsergebnisse bei der Inklusion des Hundes, weil es bei der Inklusion von Menschen in der Grundschule so viel böse Gegenrede gibt.

        (Das mit dem Hund ist leider kein Scherz, siehe
        http://catalystjournal.org/ojs/index.php/catalyst/article/view/133/_10
        gefunden über Herrn Danisch)

        • Einmal mehr zeigt sich, dass Sie nicht mal in der Lage sind, auch nur den Gegenstand von Studien zu verstehen, über die Sie sich lustig machen.

          In dem Link geht es nicht um eine “Inklusion von Hunden” – wie Sie behaupten -, sondern um die Unterscheidung von (angeblich eher männlicher) Unterwerfungs- oder (angeblich eher von Frauen praktizierter) Belohnugsdressur. Man darf die Studie durchaus kritisieren. Wer sich aber über Inhalte kaputtlacht, die er nicht mal im Ansatz versteht, bewegt sich auf dem Niveau eines Achtklässlers, der sich im Physikunterricht vor Kichern nicht mehr halten kann. Und Sie sind Lehrer?

          • Man sieht ja, wie gut die Belohnungsdressur in den Grundschulen funktioniert, um wieder auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen.

            Übrigens finde ich es sehr schön, wenn im Physikunterricht mal gekichert wird. Dann war der Unterrichtseinstieg erfolgreich und man kann den Grund des Kicherns physikalisch untersuchen.

          • Belohnungsdressur !!! bei Menschen???
            Jeder Mensch freut sich über Erfolge und positive Rückmeldungen und wird dadurch motiviert: Kleinkinder, Grundschüler, ältere Schüler, Erwachsene und sogar Sie.

          • Wenn Sie mich meinen, haben Sie mich falsch verstanden. Ich habe mich auf den Absturz der Schülerleistungen bezogen, die in der Grundschule bekanntlich meist von Frauen unterrichtet werden und Belohnungen eher auf Spaß und Kuschelpädagogik abzielen als Unterwerfung.

          • Dann würden mich Ihre Beispiele für Belohnungen von Frauen in der “Spaß- und Kuschelpädagogik” einmal interessieren. Und dann stellen Sie einmal daneben, was Männer stattdessen machen würden.

          • Auch als Mann an weiterführenden Schulen wird fast nur noch gekuschelt, weil der Gesetzgeber aus Lehrern weitgehend zahnlose Tiger gemacht hat.

          • Da steckt schon wieder so viel Blödsinn drin, xxx, dass es wehtut – jetzt sind die Frauen schuld am Leistungseinbruch bei der IQB-Studie?

            Kann es sein, dass Sie ein Problem mit Ihrer Männlichkeit haben? Dass Sie sich hier immer wieder über die Genderforschung auslassen – ohne dass es dafür einen sinnhaften Zusammenhang gäbe -, legt den Verdacht nahe.

          • Nein, die Frauen sind nicht Schuld am Leistungseinbruch. Verantwortlich ist die Schulpolitik. Lehrer führen lediglich Befehle aus.

            Da es an Grundschulen fast nur Frauen gibt, ist es natürlich am Einfachsten, den Frauen die Schuld zu geben.

            Ach wenn es Ihnen nicht gefällt, halte ich die Genderforschung bzw. die von ihr durchsetzte Soziologie für Blödsinn, allerdings sehr gefährlichen Blödsinn. Cavalieri hat es am 23.10. um 21:40 Uhr sehr gut dargestellt. In diesem Sinne können Männer durchaus Probleme mit ihrer Männlichkeit haben bzw. Probleme, die die genderisierte Gesellschaft den Männern angedichtet hat.

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