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Philologen begrüßen geplante Oberstufenreform – guter Kompromiss zwischen vertiefter und breiter Bildung

STUTTGART. Die geplante Reform der gymnasialen Oberstufe in Baden-Württemberg ist nach Ansicht des Philologenverbandes (PhV) ein guter Kompromiss zwischen vertiefter und breiter Bildung. «Dieses auszubalancieren, ist eine Kunst», sagte der PhV-Landeschef Bernd Saur. Das sei aber dem Ressort von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) gelungen. Nach dem neuen Konzept soll es drei fünfstündige Kurse statt fünf vierstündige Kurse in den Jahrgangsstufen elf und zwölf geben.

Beim Fach Mathematik etwa seien Probleme deutlich geworden, weil in den vierstündigen Kursen sehr gute und schlechte Schüler gemeinsam die Schulbank drückten, sagte Saur. «Da kommen beide nicht auf ihre Kosten.» Die stärkere Fokusierung der Schüler könne dazu beitragen, die Studienabbrecherquoten zu verringern. Der Verband begrüße auch, dass im Abitur die Präsentationsprüfung abgeschafft und durch die klassische mündliche Prüfung ersetzt werde.

Eisenmanns Pläne zur Oberstufenreform im Südwesten offenbar kurz vor der Abstimmung

Das Kabinett soll die Pläne von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am kommenden Dienstag beschließen . «Wir stehen voll hinter dieser Neuregelung», betonte Saur. Die Änderungen müssen für die Schüler, die 2019 in die Kursstufe eintreten, umgesetzt werden.

Nach Auskunft der Landtags-Grünen haben sie sich in den Verhandlungen mit der Ministerin beim Thema Null-Punkte-Regelung für die Abi-Prüfung durchgesetzt. Demnach fällt, wer einmal schriftlich nicht mehr als null Punkte erreicht, nicht automatisch durch. Vielmehr kann eine schriftliche Null-Punkte-Klausur durch eine mündliche Prüfung, in der mindestens drei Punkte erreicht werden, ausgeglichen werden, wie die grüne Bildungsexpertin Sandra Boser erläuterte. dpa

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