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“Nicht autoritär sein, sondern Autorität zeigen”: Wie Lehrer mit schwierigen Schülern umgehen sollten

BERLIN. Zwölf Jahre arbeitete Klaus Seifried als Lehrer und Beratungslehrer, bevor er Schulpsychologe wurde. Im Laufe seiner 25-jährigen Tätigkeit  kümmerte er sich um rund 3.000 Schülerinnen und Schüler mit Lern- oder Verhaltensproblemen. Vor Kurzem ging er in Pension. Im Gespräch berichtet Seifried von seinen Erfahrungen. Das Interview erschien zunächst in der Zeitschrift „Grundschule“.

Immer mehr "verhaltensoriginelle" Schüler - versagen die Eltern?. Foto: Greg Westfall / flickr (CC BY 2.0)

Immer mehr “verhaltensoriginelle” Schüler – versagen die Eltern?. Foto: Greg Westfall / flickr (CC BY 2.0)

Als Schulpsychologe haben Sie jahrelang mit auffälligen Schülern gearbeitet. Ab wann gilt ein Schüler denn als schwierig?

Klaus Seifried: Kinder und Jugendliche zu erziehen, ist für Eltern und Lehrkräfte eine schwierige Aufgabe. Oft stößt man an seine persönlichen Grenzen. Welchen Schüler und welches Verhalten eine Lehrerin als schwierig empfindet ist sehr unterschiedlich. Es hängt von der Lehrkraft und den Bedingungen der Schule ab. Welche persönliche Beziehung besteht zwischen Lehrer und Schüler? Welche Unterstützung bekommt die Lehrkraft durch Erzieherinnen, Sonderpädagogen, Schulsozialarbeiter oder Schulpsychologen? Gibt es temporäre Lerngruppen oder eine Schulstation an der Schule? Aber es ist auch wichtig, dass Lehrerinnen und Lehrer ihre eigenen Stärken und Schwächen kennen und ihre sozialen Kompetenzen im Umgang mit Aggressionen, Provokationen und Konflikten entwickeln. Dazu gehört Teamarbeit, Beratung, Coaching und Supervision.

Und welche Rolle spielen Schulpsychologen?

Seifried: Schulpsychologen unterstützen Lehrer, Erzieher, Schulsozialarbeiter und Schulleiter durch Beratung, Coaching oder Supervision. Wir arbeiten ebenso mit den Eltern und dem Kind, machen Diagnostik und beraten. Wir suchen nach der Ursache des Verhaltens von Schülern. Liegt es an der  Lehrer-Schüler-Beziehung oder Konflikten mit Mitschülern? Bestehen Lernschwierigkeiten? Oder liegt die Ursache in der Familie? Das müssen wir herausfinden und darauf aufbauend geben wir eine Empfehlung, wie weiter vorgegangen werden sollte.

Mit welchen Problemen hatten Sie am häufigsten als Schulpsychologe zu tun?  

 

Zeitschrift 'Grundschule': Was macht Kinder zum Tyrannen?

Das Interview mit Klaus Seifried ist der Ausgabe 10/2016 der “Grundschule” entnommen – Titel: “Immer Ärger mit den ‘Tyrannenkindern'” .

Hier können Sie die Beiträge des Heftes herunterladen (kostenpflichtig).

 

Tyrannenkinder – das böse Wort ist nicht erst seit Erscheinen des gleichnamigen Buchs der Wiener Psychotherapeutin Prof. Martina Leibovici-Mühlberger in der Welt. Und doch: Die Diskussion kocht hoch. “So viele Kinder wie noch nie zuvor verfügen mit dem Eintritt in die sogenannte Schulreife noch nicht einmal über ausreichend Selbstmanagement, um überhaupt einem Unterricht folgen zu können, sind also schwer beschulbar”, sagt Leibovici-Mühlberger – und macht als Ursache ein Erziehungsversagen vieler Eltern aus. Die “Grundschule” geht den Fragen nach, was Schüler eigentlich “schwierig” macht, welche Faktoren das verhalten negativ beeinflussen – und was Lehrkräfte dagegen tun können.

 

Seifried: Mit Lernproblemen, wie Lese-Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche oder Förderbedarf Lernen, mit Verhaltensproblemen, wie ADHS mit eingeschränkter Konzentration, Impulskontrolle und Aggressionen, mit Gewaltvorfällen, Mobbing, Schuldistanz und psychisch erkrankten Schülern, auch mit vielen Formen von Leistungs- und Prüfungsängsten, sozialem Rückzug bis hin zu manifesten Sozialphobien. Kinder, die in der Familie keine Grenzen erfahren, können in der Schule große Probleme entwickeln, ebenso Kinder, die von ihren Eltern nicht in die Selbständigkeit entlassen und überbehütet werden. Auch übermäßige Leistungserwartungen von Eltern können Kinder und Jugendliche sehr unter Druck setzen

Die Wiener Psychotherapeutin Martina Leibovici-Mühlberger hat mit ihrem Buch eine neue Diskussion rund um das Thema „Tyrannen-Kinder“ entfacht, bei der der Eindruck entsteht, dass die Zahl der auffälligen Kinder zugenommen hat. Können Sie das bestätigen?

Seifried: Es gibt eine große Studie des Robert Koch-Instituts, KiGGS (Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland; Anm. d. Red.) genannt, von 2007, die gerade aktualisiert wird. Damals lag der Anteil psychisch auffälliger Schülerinnen und Schüler bei 18 Prozent, jetzt liegt er bei 20 Prozent. Das ist keine dramatische Steigerung, aber ich beobachte, dass Kindern und Jugendlichen zunehmend sozialer Halt fehlt. Die Hälfte der Ehen in Großstädten wird geschieden. Jedes Jahr sind über 100.000 Kinder davon betroffen, die unter der Trennung und den familiären Konflikten leiden.

Ein weiterer Aspekt ist die Anonymität in Großstädten. Die Schule kann die fehlende Erziehung der Kinder nur teilweise kompensieren. Sie ist aber zum Beispiel in sozialen Brennpunkten oft eine der wichtigsten Stützen und Orientierungspunkte für die Schüler. Der zumeist unregulierte Medienkonsum, Computerspiele, soziale Netzwerke, Filme haben einen zunehmenden Einfluss auf das Verhalten von Kindern und Jugendlichen. Viele Eltern stehen dem hilflos gegenüber und wissen oft nicht, was ihr Kind am Computer macht.

Zudem steigen die Leistungsanforderungen: In Großstädten wie Hamburg oder Berlin geht die Hälfte der Schüler auf ein Gymnasium, die Abiturquote hat sich vervielfacht. Der Leistungsdruck am Arbeitsplatz steigt und das vermitteln Eltern auch ihren Kindern. Manche Schüler halten dem Druck nicht stand. Einigen ist das egal. Wir haben in Deutschland acht Prozent Schulversager, die regelrecht aussteigen, die Schule schwänzen und keinen Abschluss machen, weil sie merken, dass sie es nicht können und auch zu Hause nicht unterstützt werden.

Welche Möglichkeiten haben Lehrer, mit schwierigen Schülern umzugehen?

Seifried: Lehrerinnen und Lehrer sollten darauf achten, dass sie ihren Unterricht klar strukturieren und dass eindeutige Regeln gelten, die im Kollegium abgestimmt sind, damit sich das Lehrerteam, das die Klasse unterrichtet, möglichst einheitlich verhält. Es geht nicht darum, autoritär zu sein, sondern Autorität zu zeigen – das ist ein großer Unterschied. Autorität gibt den Kindern Halt und Orientierung. Zu wenig Struktur, Regeln und Autorität kann dazu führen, dass „ganz normale“ Schüler auffällig werden. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Lehrer eine persönliche und vertrauensvolle Beziehung zu ihren Schülern aufbauen. Dies sind die wichtigsten Voraussetzungen, um Unterrichtsstörungen und auffälliges Verhalten zu verhindern. Es gibt aber sehr schwierige Schülerinnen und Schüler, die auch erfahrenen Lehrern große Probleme bereiten und Unterstützung durch Schulhelfer, Psychotherapie oder Unterricht in Kleingruppen benötigen. Die inklusive Schule der Zukunft braucht ein deutlich verbessertes Beratungs- und Unterstützungssystem.

Wodurch zeichnen sich diese sehr schwierigen Schüler aus?

Seifried: Das ist ein ganzes Spektrum. Einige leiden unter massiven Angstsymptomen, etwa durch Mobbingerfahrung. Sie trauen sich nicht, allein über den Schulhof zu gehen oder auch nur einen Satz im Unterricht zu sagen. Dann gibt es hoch aggressive Kinder, die andere in den Pausen schlagen und drangsalieren. Zum Teil mischt sich das: Ehemalige Opfer werden zu Mitläufern, die sich am Mobbing beteiligen. Viele haben erhebliche Lern- und Leistungsschwierigkeiten. Schulen haben weniger Probleme mit schwierigen Schülern, wenn sie Wert auf ein gutes Klassen- und Schulklima legen.

Natürlich sind die Lern- und Verhaltensprobleme von Kindern aus wohlbehüteten, bildungsnahen Familien und in sozialen Brennpunktschulen völlig verschieden. Im letzteren Fall fehlt oft der Kontakt zur Schule, die Hilfe bei den Hausaufgaben, das Frühstück am Morgen oder das Interesse der Eltern für schulische Probleme des Kindes. Zu Hause wird kein Deutsch gesprochen. Sie kommen nicht zu Elternabenden. Viele Kinder gehen zu spät ins Bett, sind im Unterricht unruhig und unkonzentriert.

Die Schule kann nur erfolgreich pädagogisch arbeiten, wenn mit den Eltern eine Erziehungspartnerschaft entwickelt und aufgebaut wird. Vielen Schulen gelingt es, Eltern für die Mitarbeit zu aktivieren. Die Kinder müssen spüren, dass für die Eltern Schule wichtig ist und sie die Erziehungsziele der Lehrkräfte unterstützen. Viele Eltern sind in Erziehungsfragen unsicher und brauchen Beratung, zum Beispiel auf einem Infoabend: Wie viel Zeit sollte mein Kind am Computer verbringen? Wann sollte mein Kind ins Bett gehen? Wie kann ich zu Hause Regeln und Grenzen durchsetzen?

Daneben brauchen die Schülerinnen und Schüler Erfolgserlebnisse. Erfolge erzeugen Motivation und stärken das Selbstwertgefühl. „Ich kann etwas, ich bin zu etwas nütze. Das gilt für das ganze Spektrum der Schülerinnen und Schüler, sowohl für hochbegabte Kinder als auch solche mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Daher ist die Individualisierung und Differenzierung im Unterricht so wichtig. Erfolge in der Schule können auch über den Ganztag geschaffen werden, wenn das Angebot Musik, Sport, Theater oder Werkstattarbeit umfasst. Ein rhythmisiertes Ganztagsangebot kann Schüler mit Lern- und Verhaltensproblemen besser auffangen und integrieren.

Und mit welchen Problemen sehen sich Schulen konfrontiert, deren Schüler hauptsächlich aus bildungsnahen Elternhäusern stammen?

Seifried: Mit dem Erwartungsdruck der Eltern, der Kinder oft überfordert. Manche Eltern kümmern sich zu viel und es fällt ihnen schwer, ihr Kind loszulassen. Aber Kinder müssen altersentsprechend lernen, selbst Verantwortung für sich zu übernehmen. Andere Kinder sind es gewohnt, immer im Mittelpunkt zu stehen. Jeder Wunsch wird ihnen erfüllt. Sie müssen lernen, auf andere Kinder Rücksicht zu nehmen.

Können Kinder in der Schule soziales Verhalten lernen?

Seifried: Soziales Lernen ist ein zentrales Thema in jeder Schule. Die Schule hat grundsätzlich einen Bildungs- und Erziehungsauftrag, das gilt gerade für Grundschulen. In der ersten Klasse lernen die Kinder, die Hand der Mama loszulassen, Verantwortung für den Schulweg und die Hausaufgaben zu übernehmen, andere Kinder zu respektieren, mit ihnen zusammenzuarbeiten und sich an Gruppenregeln anzupassen. Entscheidend ist, dass die Schule das soziale Miteinander der Kinder bewusst steuert. Das kann ein „Tag der Höflichkeit“ an der Schule sein, der Klassenrat, in dem die Kinder erzählen können, was sie belastet oder auch ein Projekt zum Interaktionstraining und sozialen Lernen.

Welcher Fall eines auffälligen Schülers ist Ihnen aus Ihrer Zeit als Schulpsychologe besonders in Erinnerung geblieben?

Seifried: Ich erinnere mich an einen Jungen, der über ein Jahr nicht mehr zur Schule ging, der massive Ängste hatte und die Wohnung nicht ohne seinen Vater verließ. Mithilfe von Einzelunterricht,  Beratung und Psychotherapie  konnte er schrittweise wieder in die Schule integriert werden und hat seinen Schulabschluss gemacht. Wenn es gelingt – einen Schüler wieder zu stabilisieren –, ist das ein schönes Erfolgserlebnis. Es gibt aber auch immer Fälle, in denen wir scheitern, weil die Ressourcen in der Schule nicht ausreichen oder die Eltern die Kooperation mit der Schulpsychologie oder dem Jugendamt verweigern.

Wo sehen Sie in Deutschland im Bereich der Schulpsychologie Handlungsbedarf?

Seifried: Im europäischen Vergleich gibt es in Deutschland die schlechteste schulpsychologische Versorgung. In Kopenhagen ist ein Schulpsychologe für 800 Schüler zuständig, in Zürich für 1000, aber in Berlin für 5000. Das bedeutet, dass ein Schulpsychologe zehn bis zwölf Schulen betreuen muss. Im Durchschnitt kümmert sich in Deutschland ein Schulpsychologe sogar um 8900 Schüler. Der internationale Standard liegt bei 1.000 bis 2.000. Jede Schule braucht Schulpsychologen im Team mit Schulsozialarbeitern und Sonderpädagogen. Deutsche Schulen sind deutlich unterversorgt. Das bedeutet, dass Schüler, Lehrer und Eltern mit Lern- und Verhaltensproblemen zu oft allein gelassen werden.  Die Bildungsjournalistin Anna Hückelheim führte das Interview.

Hier können Sie die Beiträge der Ausgabe 10/2016 der “Grundschule” herunterladen (kostenpflichtig).

 

Zur Person

Klaus Seifried leitete bis zu seiner Pension 13 Jahre lang ein Beratungszentrum in Berlin. Zu seinen Aufgaben gehörten neben der Beratung von Schülerinnen und Schülern auch die von Schulleitungen sowie Vorträge und Fortbildungen. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Sektion Schulpsychologie im  Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen.

 

 

6 Kommentare

  1. Eine aufschlussreiche Zusammenstellung der Themen, um die sich Lehrkräfte heutzutage auch kümern müssen.

    “Im europäischen Vergleich gibt es in Deutschland die schlechteste schulpsychologische Versorgung” … bedeutet auch, dass an den meisten Schulen die Lehrkräfte auf sich gestellt sind, Beratung zusätzlich leisten müssen und den Unterricht entsprechend strukturieren und differenzieren.

    Die entsprechenden Quote für Schulsozialarbeiter, Sonderpädagogen sowie weitere therapeutisch oder pädagogisch arbeitende Kräfte in Schulen würde ich auch gerne mal sehen.

  2. Susanne Glotzbach

    “Vielen Schulen gelingt es, Eltern für die Mitarbeit zu aktivieren”. An diesem Satz zeigt sich das ganze gesellschafliche Dilemma, das den Lehrern die Arbeit so erschwert. “Die Erziehung der Kinder obliegt zuvörderst den Eltern” heißt es im Grundgesetz. Wenn auf dieses Recht immer großräumiger verzichtet wird, wird diese Aufgabe an die Schule, die Lehrer weitergereicht.
    Eltern fällt es zunehmend schwer, ein oder zwei Kinder zu erziehen, Lehrern soll das dann mit 25 Kindern gelingen, wobei die Hauptaufgabe der Schule ja ursprünglich Wissensvermittlung ist. Nebenbei noch Verkehrserziehung, Zahnpflege, Sportmotivation, gesundes Frühstück, Aufmerksamkeit für sexuelle oder gewalttätige Übergriffe, Demokratieerziehung,…. Manchmal denke ich, wir haben einen Knall, was wir meinen, sonst noch alles richten zu sollten.

    • -zuvörderst- wird immer so interpretiert, dass das in erster Linie die Eltern tun müssen und niemand sonst.

      Ich interpretiere -zuvörderst- hier aber ein wenig anders, nämlich, dass es ihre wichtigste Aufgabe ist. Dazu passt dann nämlich auch besser, dass das Erziehungsrecht der Schule laut höchstrichterlichem Urteil dem Erziehungsrecht der Eltern nicht untergeordnet, sondern gleichgeordnet ist.

      Das erlaubt uns nämlich, die Schüler zu Dingen zu erziehen, die die Eltern vielleicht nicht wollen (Toleranz, Friedfertigkeit). Wer es wie in Satz 1 versteht, muss sich dann von Eltern sagen lassen, das gehe uns Lehrer nichts an, wozu die Eltern ihre Kinder erziehen.

  3. ZITAT: “Lehrerinnen und Lehrer sollten darauf achten, dass sie ihren Unterricht klar strukturieren und dass eindeutige Regeln gelten, die im Kollegium abgestimmt sind, damit sich das Lehrerteam, das die Klasse unterrichtet, möglichst einheitlich verhält. Es geht nicht darum, autoritär zu sein, sondern Autorität zu zeigen – das ist ein großer Unterschied. Autorität gibt den Kindern Halt und Orientierung. Zu wenig Struktur, Regeln und Autorität kann dazu führen, dass „ganz normale“ Schüler auffällig werden. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Lehrer eine persönliche und vertrauensvolle Beziehung zu ihren Schülern aufbauen. Dies sind die wichtigsten Voraussetzungen, um Unterrichtsstörungen und auffälliges Verhalten zu verhindern.”

    Das ist für mich eine wichtige Aussage. Ich stimme unumwunden zu.

    • Sie sagen: “Das erlaubt uns nämlich, die Schüler zu Dingen zu erziehen, die die Eltern vielleicht nicht wollen (Toleranz, Friedfertigkeit).”
      Was ist denn diese Erlaubnis wert, wenn der Erfolg mehr als bescheiden ist? Die Erfahrung lehrt nun mal, dass Schulen die elterliche Erziehung nicht annähernd ersetzen können. Politiker sollten auch nicht so tun, als könnten sie es. Das streut nur Sand in die Augen, erhöht den Druck auf die Lehrer und macht sie zu Sündenböcken.

      Das höchstrichterliche Urteil, auf das Sie verweisen, hört sich gut an, taugt aber nur zur Rechtsprechung in Auseinandersetzungen von Schulen mit Eltern, wobei auch hier die Lehrer oft noch um ihr Recht bangen müssen.

      • Einverstanden.

        Nur haben wir dieses Recht und das ist auch gut in Auseinandersetzungen mit Eltern zu wissen, die gerne sagen, das gehe uns nichts an, sie erzögen ihr Kind, wie sie wollen.

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