Die Zahl der Sonderpädagogik-Referendare weiter rückläufig – SPD ist beunruhigt

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In Baden-Württemberg ist die Zahl der Sonderpädagogik-Referendare weiter rückläufig – obwohl sie dringend für die Integration behinderter Schüler an Regelschulen gebraucht werden. Im vergangenen Jahr starteten laut dem Kultusministerium in Baden-Württemberg lediglich 310 Lehramtsanwärter in das Referendariat. Zum Vergleich: 2016 starteten 356 Referendare, 2015 waren es 463.

Eine Lese-Rechtschreibschwäche schon vor dem Beginn des Lesenlernens zu erkennen kann wichtige Vorteile bei der Förderung bringen. Foto. info-graz / flickr (CC BY 2.0)
Sonderpädagogen sollen Teil des Lehrer-Tandems sein.                            Foto. info-graz / flickr (CC BY 2.0)

«Dass ausgerechnet die Anzahl an Referendaren bei den Sonderpädagogen rückläufig ist, ist sehr beunruhigend», sagte SPD-Bildungsexperte Stefan Fulst-Blei. Der Lehrermangel bei Sonderpädagogen erschwere die Umsetzung der Inklusion. Eltern haben seit 2015 das Recht, ihr behindertes Kind auf eine allgemeine Schule zu schicken. Dafür ist Unterricht eines Lehrer-Tandems vorgesehen, zu dem auch ein Sonderpädagoge gehören soll.

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Nach Angaben einer Sprecherin im Kultusministerium wird die Zahl der Lehrkräfte im sonderpädagogischen Bereich wieder steigen. Die Zahl der Studienanfänger habe sich im Schuljahr 2016/2017 auf 531 erhöht (2015/2016: 491). Bis zum Schuljahr 2022/2023 gehe man von einem Mehrbedarf von 1353 Stellen aus. Die Sprecherin erklärte, Grün-Schwarz habe seit dem Schuljahr 2015/2016 bereits insgesamt 560 neue Stellen für Sonderpädagogen geschaffen. Da es aber zu wenige Bewerber gebe, gelinge es derzeit nicht, alle Stellen zu besetzen. dpa

So kann Inklusion funktionieren: Stets eine Lehrkraft, ein Sonderpädagoge und ein Helfer im Unterricht – aber wo gibt’s das?

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2 KOMMENTARE

  1. Naja, wenn die Förderschulen doch geschlossen werden – und das ist das, was in der Öffentlichkeit ankommt -, dann will auch keiner mehr Förderschullehrer werden.

    Übrigens sind sie doch die bestbezahlten Lehrer, oder? Am Gehalt liegt’s also in diesem Falle mal wieder nicht.

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