Duden-Umfrage: Eltern halten Leistungsdruck für größten Stressfaktor in der Schule

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Hausaufgaben und das Lernen in den Stunden nach der Schule kosten Kinder viel Zeit. Bei der Frage nach dem richtigen Maß sind sich Eltern allerdings uneins: 45 Prozent sind der Meinung, dass ihr Kind dadurch zu stark belastet ist, 52 Prozent sehen keinen Grund zur Sorge. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov.

auf einer Wiese laufen 2 Kinder
Würden Hausaufgaben abgeschafft werden, hätten Kinder mehr Zeit fürs Spielen…           Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Nach den größten Stressfaktoren im Schulalltag ihrer Kinder gefragt, geben Eltern vor allem den Leistungsdruck (49 Prozent) an, gefolgt von Prüfungen und Klassenarbeiten (42 Prozent) sowie persönlichen Belastungen wie die Pubertät (36 Prozent). Fast ein Drittel der Befragten (30 Prozent) plädiert dafür, Hausaufgaben abzuschaffen, zwei Drittel (66 Prozent) sprechen sich für deren Beibehaltung aus.

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Im Auftrag des Lernanbieters Duden Learnattack waren im Februar 2018 1000 Eltern mit Schulkindern befragt worden. dpa

Schulpsychologe: Eltern machen den Leistungsdruck, nicht die Noten

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4 KOMMENTARE

  1. ZITAT: “Fast ein Drittel der Befragten (30 Prozent) plädiert dafür, Hausaufgaben abzuschaffen, zwei Drittel (66 Prozent) sprechen sich für deren Beibehaltung aus.”

    Hausaufgaben werden in der Regel von denen gemacht, die sie nicht nötig hätten. Die sie aber nötig hätten, machen sie oft nicht.

    Das Aufgeben, Erklären, Kontrollieren und Nachfordern von HA kostet so viel Zeit, da hätte der Lehrer auch einfach eine Übung für alle unter seiner Anleitung durchführen können.

    Deshalb wäre ich für die Abschaffung schriftlicher Hausaufgaben (ausgenommen aber das Beenden von Unterrichtsaufgaben, das Erstellen eines Referates u.Ä.).

    Lernen sollte immer HA sein und bleiben.

  2. “Dabei sei es egal, ob die Aufgaben zu Hause oder im Rahmen des Ganztagsunterrichts erledigt würden”.
    Nur soviel: Die Funktion der Hausaufgaben stellt ein ungelöstes Problem des selektiven Schulsystems dar. Ein Problem, das eng verbunden ist mit dem Thema “Nachhilfestunden”. Internet: 74000 Nennungen für Deutschland, 42000 für die Schweiz, 44000 für Österreich.
    Der Bertelsmann Bericht (2016) geht davon aus, dass Eltern in Deutschland jährlich 879 Millionen Euro für private Nachhilfe ausgeben. Eine Situation, die ganz klar nicht dem gesetzlichen Auftrag der Volksschule entspricht. Änderungen sind möglich, wenn die Fakten von der Öffentlichkeit als solche wahrgenommen werden.

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