GEW: Nach Sachsen soll auch Mecklenburg-Vorpommern Grundschullehrer besser bezahlen

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Nach der Ankündigung Sachsens, seine Grundschullehrer ab 2019 so gut wie Lehrer an weiterführenden Schulen zu bezahlen, hat die GEW diesen Schritt auch für Mecklenburg-Vorpommern gefordert. «Für Mecklenburg-Vorpommern besteht ein dringender Handlungsbedarf, um dem schon jetzt spürbaren und sich zukünftig weiter verschärfenden Lehrermangel entgegenzuwirken», sagte GEW-Landeschefin Annett Lindner. Die Landesregierung müsse ihre zögerliche Haltung aufgeben und die Höhergruppierung der Grundschullehrkräfte in die Entgeltgruppe A13/E13 auf den Weg bringen.

In ganz Deutschland wird überlegt, wie der Lehrermangel bekämpft werden kann. Foto: Bildarchiv Universität Bielefeld / flickr / CC BY 2.0

«Nach Brandenburg und Berlin hat nun auch der Freistaat Sachsen im Wettbewerb auf dem Lehrerarbeitsmarkt ein Handlungsprogramm in Höhe von 1,7 Milliarden Euro aufgelegt, welches unter anderem die Eingruppierung der Grundschullehrkräfte in A13/E13 enthält», sagte Lindner. Das Maßnahmenpaket hatte die sächsische Landesregierung am vergangenen Freitag beschlossen.

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Laut Bildungsministerium müssen an den Grundschulen in Mecklenburg-Vorpommern bis 2025 rund 900 Lehrer eingestellt werden. Bundesweit gibt es einen harten Kampf um Lehrkräfte: Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung fehlen bis 2025 rund 35.000 Lehrer für die ersten Schuljahre. Nach Berechnungen der Stiftung müssten bis 2025 knapp 105.000 neue Lehrer eingestellt werden, die Universitäten könnten bis dahin aber nur 70.000 Absolventen ausbilden. In der Landespolitik wird bereits über eine bessere Bezahlung der Grundschullehrer nachgedacht. Bildungsexperten von SPD und CDU sprachen sich bereits dafür aus. dpa

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