Warum die Leistungen der Schüler schlechter werden: Die Mütter fallen als Hilfstruppe aus

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DÜSSELDORF. Die Leistungen der Grundschüler sind in den vergangenen Jahren gesunken. Um die Ursachen tobt ein heftiger Streit. Sind es falsche Lehrmethoden, wie manche Politiker meinen? Oder zeigt sich darin die unbestreitbar gestiegene Belastung der Lehrkräfte, wie Lehrerverbände einwenden? Beide Seiten, so die Analyse von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek, übersehen einen wesentlichen Punkt. Dem Bildungssystem ist nämlich im vergangenen Jahrzehnt ein Millionenheer von unbezahlten Hilfskräften abhandengekommen: die Mütter.

Immer mehr Mütter in Deutschland sind berufstätig - die Schulen bekommen das zu spüren. Foto: Shutterstock
Immer mehr Mütter in Deutschland sind berufstätig – die Schulen bekommen das zu spüren. Foto: Shutterstock

Für Anna Paulsen (Name geändert) hat sich das Leben verändert. Die Mutter von drei Kindern, das jüngste ist acht Jahre alt, kann heute wieder arbeiten gehen – früher, als ihr heute 21-jähriger Sohn in die Schule kam, war das praktisch unmöglich. Damals, vor etwa 15 Jahren also, endete der Unterricht mal früher, mal später. Eine Betreuung am Nachmittag gab es nicht. So stand ihr Sohn mitunter schon gegen halb zwölf wieder vor der Haustür. Hausaufgaben wurden am Küchentisch erledigt – unter mütterlicher Aufsicht, die Schludereien und Fehler natürlich nicht durchgehen ließ. Das konnte dann auch schon mal eine oder anderthalb Stunden dauern.

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Und heute? Paulsens jüngste Tochter besucht eine Grundschule mit offenem Ganztag, wo sie bis 16.30 Uhr betreut wird. Die Hausaufgaben erledigt sie dort. Ob die Achtjährige diese vollständig erledigt, kontrolliert niemand. Fehler werden nicht verbessert. Wie auch? In der Gruppe sind 25 Kinder; betreut werden sie von zwei Erzieherinnen. Und die haben mit der Schule eigentlich nichts zu tun. Der Ganztag wird von einem privaten Verein getragen, unterliegt also nicht den Weisungen der Schulleitungen. Das ist so üblich in Deutschland – aus Kostengründen: Weil ein grundgesetzliches Schulgeldverbot herrscht, aber Elternbeiträge zur Finanzierung herangezogen werden, darf die vermeintliche Ganztagsschule gar keine echte Ganztagsschule sein, sondern lediglich eine „offene“. Das ist eben nur eine Halbtagsschule mit optionalem Betreuungsangebot am Nachmittag. Eine Mogelpackung.

„Beim Ganztag, wie wir ihn in der Regel haben, handelt es sich um eine Nachmittagsbetreuung. Damit ist gewährleistet, dass die Kinder gut aufgehoben sind, während die Eltern arbeiten. Mehr aber meist auch nicht. Dabei geht es natürlich ums Geld. Betreuen ist die billiger als schulisches Fördern“, erklärt der Bildungsforscher Prof. Wilfried Bos vom Institut für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund. „Der Bund hat zwischen 2003 und 2009 vier Milliarden Euro für den Ausbau des Ganztags in Deutschland aufgewendet. Die Länder hingegen wollten möglichst wenig ausgeben. Zusätzliche Lehrerstellen hätten sie nach der bestehenden Aufgabenverteilung finanzieren müssen. Also kam man auf die Lösung: Betreuung, denn fürs Betreuungspersonal sind die Schulträger, also die Städte und Gemeinden, zuständig. Und die können für Betreuungsangebote von den Eltern Gebühren nehmen, was für ein schulisches Angebot gesetzlich nicht ginge.“

40 Prozent der Kinder im Ganztag

Und diese Betreuung bekommen immer mehr Kinder in Deutschland geboten. Mittlerweile (Stand: Schuljahr 2015/2016) besuchen rund 2,8 Millionen Kinder, das sind etwa 40 Prozent der Schüler in Deutschland, eine Ganztagsschule – die meisten davon eine „offene Ganztagsgrundschule“. Im Schuljahr 2002/2003 waren es lediglich rund zehn Prozent der Schüler gewesen.

Parallel zum Anstieg der Betreuungsquote wuchs die Beschäftigungsquote in Deutschland – und zwar vor allem die der Frauen. Sie stieg von 65 Prozent 2006 auf mittlerweile knapp 75 Prozent. „2016 gingen hierzulande 18,3 Millionen Frauen im Alter von 20 bis 64 Jahren einer Arbeit nach“, so meldete Statista, das Statistische Bundesamt. Das bedeutet: Offensichtlich ist dem deutschen Bildungswesen im vergangenen Jahrzehnt ein Millionenheer an unentgeltlich arbeitenden Förderkräften abhandengekommen – und einen echten Ausgleich dafür gab es nicht. Das ließe sich auch monetär ausdrücken: Setzt man eine qualifizierte Förderstunde im Einzelunterricht, wie auf dem Nachhilfemarkt üblich, mit 45 Euro an, ist für die Gruppenbetreuung lediglich ein Fünftel pro Kind fällig. Hochgerechnet ergibt das in etwa eine Summe von gut und gerne 15 Milliarden Euro im Jahr, die dem Bildungssystem verloren gegangen sind. Von dieser Summe ließen sich grob überschlagen 150.000 Lehrer bezahlen.

Die Auswirkungen sind messbar – die Leistungen insbesondere der Grundschüler, das belegt gleich eine ganze Serie von großen Bildungsstudien wie VERA und IGLU, gehen an breiter Front zurück. Der IQB-Vergleich im Auftrag der KMK ergab unlängst, dass die Viertklässler in Mathematik, beim Zuhören und in Rechtschreibung binnen fünf Jahren in Deutschland im Schnitt schlechter geworden sind. Besonders deutlich übrigens in Baden-Württemberg. Die dortige Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) nahm das desaströse Ergebnis zum Anlass, die Kompetenz vieler Grundschullehrer in ihrem Land zu bezweifeln. Sie führt seitdem einen erbitterten Krieg gegen die Methode „Schreiben wie Hören“. Schlechte Personalausstattung, wie die Lehrerverbände monieren? Kann es aus Sicht der Ministerin nicht sein. „Bayern hat deutlich mehr Schüler, deutlich weniger Lehrer, aber deutlich bessere Ergebnisse“, sagt Eisenmann.

Bayern hat allerdings auch die niedrigste Ganztagsquote in Deutschland. Baden-Württemberg hat dagegen das Angebot in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut – wie andere Bundesländer auch. Anna Paulsen hat davon profitiert. Die Mutter freut sich darüber, dass ihr Kind betreut wird, während sie arbeitet. Sie weiß das zu schätzen. Allerdings sieht die Mutter schon, dass die schulische Förderung dabei mitunter zu kurz kommt. Versuche, die Hausaufgaben abends nochmal gemeinsam durchzugehen, scheitern regelmäßig: Dann ist die Achtjährige schlicht zu müde. Agentur für Bildungsjournalismus

Die Grundschule – „das Stiefkind der Politik“! Warum es an der Zeit ist, Grundschullehrer endlich finanziell gleichzustellen

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156 KOMMENTARE

  1. ZITAT: “Beide Seiten, so die Analyse von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek, übersehen einen wesentlichen Punkt. Dem Bildungssystem ist nämlich im vergangenen Jahrzehnt ein Millionenheer von unbezahlten Hilfskräften abhandengekommen: die Mütter.”

    Das halte ich für eine eklatante Fehleinschätzung und eine mal wieder – nicht böse gemeint – typisch westdeutsche Sichtweise. Ein Blick in den Osten hätte gezeigt, dass das nicht wahr sein kann. In der ehem. DDR waren 90% der Frauen (Mütter) berufstätig. Trotzdem waren die Ergebnisse in den Grundschulen (Unterstufe) besser als heute und trotzdem sind sie ja auch im Osten schlechter geworden, obwohl sich hinsichtlich der Berufstätigkeit der Mütter nichts geändert hat.

    (Eher sind im Osten wieder mehr Mütter zu Hause – infolge Arbeitslosigkeit.)

    • Es hat wohl doch mehr mit den heutigen Unterrichtsformen / -methoden zu tun und mit dem Lärm und Chaos, das vielerorts herrscht und gegen das Lehrkräfte nicht angehen können oder wollen.

      Grundschule ist heutzutage viel Spielkram und wenig Lernen – und jede Menge LÄRM !

      • Was verstehen Sie denn unter viel “Spielkram” in der Grundschule?
        Meinen Sie vielleicht das Lernen mit allen Sinnen? Nennen Sie einmal ein paar konkrete Beispiele, damit klar ist, auf was sie sich beziehen.

        • Konkrete Beispiele aus einer staatlichen Hamburg Grundschule:

          1. Hundestreichelnregelen Pflichtkurs.
          2. Grundschrift statt Druckschrift und Schreibschrift.
          3. Süssigkeiten backen Klasse, 3. Klasse, gab dafür Zeit, auch wenn die Klasse Rechnen das Jahr davor durchgefallen ist.
          4. Bilder zu Geschichte malen statt Fragen beantzuworten, 3 Klasse 2.Halbjahr 5 Wochen, also Rechtschreibung Niveau konnte nicht beurteilt werden, da nicht geschrieben wurde.
          6. 22 plus 4 und kleine Ein mal Eins ist jetzt 3. Klasse 1. Halbjahr Stoff.

          • Ganz ehrlich?
            Anhand Ihrer obigen Aufzählung (unvollständig in der Nummerierung, Neologismen, gedankliche Klarheit im Satzaufbau), sehe ich nicht nur bei den Schülern Handlungsbedarf!

            Zu dem Beitrag ganz oben: “Warum die Leistungen der Schüler schlechter werden: Die Mütter fallen als Hilfstruppe aus”

            Klare Empfehlung: Mütter wieder zurück zu den drei K’s (Kinder, Küche und Kirche). Und dann klappt auch wieder das mit der Schule.

            Von wegen, das Schule da ein mango hätte!!!

            Aus meiner Sicht: ziemlich rückwärtsgewandt, diese Lösungsansätze!

            Liebe Grüße in den Norden von –
            MR

      • Ich frage mich zunehmend, in welchen Grundschulen Sie zu Gast sind.
        Wo herrscht denn “Lärm und Chaos”, wo ist “Grundschule … heutzutage viel Spielkram und wenig Lernen”?

        Grundschüler sind lauter und quirliger in den Pausen, stimmt. Darüber äußern sich die SekI/II-LuL immer wieder.
        Auch gehen über die Sommerferien des Schulwechsels wichtige Regeln verloren. Das hat aber mit dem Systemwechsel an sich zu tun und damit, was man als neue Lehrkraft an der weiterführenden Schule erwartet und einfordert.
        Generell davon auszugehen, dass im Unterricht der Grundschule alles durcheinander ginge, kann ich nicht gutheißen und nicht bestätigen.

        • Die Aussage “Lärm und Chaos und wenig lernen” könnte vielleicht in einer Stammtischrunde gefallen sein. 😉
          Ich kenne keine Grundschule, auf die diese Aussage zutrifft. Außerdem fordern die Lehrpläne etwas ganz anderes ein.
          So gut wie jede Grundschullehrkraft ist GrundschullehrerIn aus Überzeugung und hat wenig Interesse, dass ihre Schüler wenig lernen und will in Lärm und Chaos unterrichten.
          Wir arbeiten die ganzen Grundschuljahre mit den Schülern an ihrer Selbstdiziplin und ich bin überzeugt, dass es in der Sekundarstufe auch nicht anders ist. Selbst in unsere Schulberichten beschreiben wir ausführlich das beobachtete Arbeits- und Sozialverhalten. Alles laufen zu lassen wäre da äußerst kontraproduktiv.

          • Ich frage mich, warum hier einige immer die Probleme, die es offenkundig an unseren Schulen gibt, leugnen und kleinreden. Warum fühlen Sie sich immer selbst beleidigt, wenn das bei Ihnen zum Glück nicht so ist. Mit Ihrem ständigen Leugnen helfen Sie jenen nicht, die diese Probleme aber eben doch haben, sondern fallen ihnen noch in den Rücken.

            Schauen Sie mal über Ihren Tellerrand hinaus. Ein Beispiel folgt:

            “Gewalt und Gefühlskälte in der Grundschule
            An einer Dorfschule in Sachsen-Anhalt verzweifeln die Lehrer, sie berichten den Eltern von Störungen und Schlägereien. Die sehen das Problem aber auch bei den Pädagogen. ”

            http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2018-02/sachsen-anhalt-gewalt-schulen-lehrer-brief-eltern

          • 2. Beispiel:

            “Schlagen, spucken, mobben – Gewalt gegen Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern ist vermutlich größer als bislang angenommen. Eine Umfrage des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) unter Pädagogen des Landes kommt zu alarmierenden Ergebnissen: Zwei Drittel der Teilnehmer gaben bei der Umfrage an, in den letzten Jahren persönlich mindestens einmal mit körperlicher oder psychischer Gewalt konfrontiert worden zu sein. „Berichtet wurde in den Antworten unter anderem über beleidigende Schmierereien an Wänden, aber auch über Tritte gegen schwangere Lehrkräfte, Angriffe mit spitzen Gegenständen und Morddrohungen“, sagte VBE-Landesvorsitzender Michael Blanck gegenüber unserer Redaktion. Etwas mehr als die Hälfte der Betroffenen seien körperlich angegriffenen worden, der Rest verbal. Berichtet wurde über Gewaltausübung von Schülern und von Eltern. […] – Quelle: https://www.svz.de/18965006 ©2018″

          • 3. Beispiel (aus Bayern übrigens):

            “In einem Artikel auf FOCUS Online hat eine bayerische Grundschullehrerin offen aus ihrem Alltag erzählt. Das hat eine Flut an Reaktionen ausgelöst. Der Tenor: Die Politik investiert beschämend wenig in die Bildung – und legt ein zu großes Augenmerk auf „Gleichmacherei“ und „Kuschelpädagogik“.”

            https://www.focus.de/familie/schule/missstaende-im-bildungssystem-reaktionen-auf-bericht-von-grundschullehrerin-und-wer-denkt-an-die-normalen-kinder_id_6759575.html

          • Den bayerischen Bericht habe ich schwerpunktmäßig gelesen. Im Prinzip hat die Lehrerin in vielem Recht. Allerdings hat sie wirklich eine der denkbarsten schlechtesten Situationen erwischt. Ich vermute hier München oder eine andere bayerische Großstadt wie Nürnberg, wovon ich schon ähnliche Schilderungen kenne.
            Die Tendenz der Aussage stimmt.
            Was aber nicht stimmt, ist, dass wir in Bayern aufgerufen sind die sg. “Kuschelpädagogik” zu verwirklichen. Das ist eine Interpretation der Redakteure. Wir werden wie in anderen Bundesländern ebenso mit viel zu wenig zusätzlichen Förderungen für Problemfälle allein gelassen und das, was wir an Unterstützung bekommen, reicht lange nicht aus. Das Niveau ist bisher nicht eklatant gesunken, die Schwerpunkte der Anforderungen haben sich allerdings an manchen Stellen verändert und sind für mehr Schüler machbar.

        • Es hängt unter anderem vom Durchsetzungsvermögen der Lehrkräften ab, ob es in den Klassen laut zugeht. Außerdem von den Schülern selbst, wie ADHS, Autismus, fehlende Sozialisation im Umgang mit Gruppen, aber auch von einigen Methoden, bei denen es sehr laut zugehen kann. So zum Beispiel, wenn mit den Anlaut-Tabellen verschriftlicht wird, in Gruppen gearbeitet wird, oder eben Stationsarbeit ausgeführt wird.

        • Palim
          Ich könnte Ihnen mehrere Namen von Lehrern nennen, bei denen ein derart hoher Lärmpegel herrscht, dass man dort unmöglich konzentriert arbeiten kann. Andererseits geht es bei anderen sehr ruhig und diszipliniert zu. Es besteht immer eine Wechselbeziehung zwischen Lehrern, deren Unterrichtsstil und den Schülern. Die Heterogenität der Schulklassen trägt ihr übriges hinzu und diese aufzuheben sollte ein Grundziel aller Beteiligten sein, damit allen wieder gerecht werden kann, Förderschülern, wie auch begabten Schülern, normalen, wie auch sozial-emotional auffälligen Schülern.

          • Ignaz, ich könnte Ihnen viele Namen von Lehrkräften nennen, bei denen ein derartiger hoher Lärmpegel eine Ausnahmesituation bedeuten würde.
            Es geht konzentriert und diszipliniert zu bei unterschiedlichsten Methoden, bei Gruppenarbeiten, Stationen und auch im Erstunterricht, selbst mit großer Heterogenität in den Schulklassen.

            Die problematische Zusammensetzung von Schulklassen ist durch den Einsatz bisheriger Förderschulen nicht abzudecken, denn Kinder, die nicht entsprechend erzogen wurden und sich in einer Gruppe nicht anpassen können, gibt es unter allen Gruppen der Schülerschaft.
            Ist Ihre Aufzählung gleichzusetzen mit den unterschiedlichen Schulen, die es dann geben muss? Wie viele Kinder werden in den “normalen” Klassen sitzen, wenn andere Kinder in andere Klassen gehen sollen, Klassen für Begabte, Klassen für Förderschüler (Lernen nehme ich an), Klassen für sozial-emotional auffällige SuS,… Wo bleiben SuS mit Förderbedarf Hören, wo die mit ADHS oder AVWS oder Autismus oder Asthma? Benötigen die auch alle einzelne Klassen? Wer entscheidet zu welchem Zeitpunkt, welche Kinder in welche Klasse gehen sollen? Und was ist mit begabten SuS, die sozial auffällig sind? Sollen die dann wiederum spezielle Klassen bekommen oder wofür sollte man sich da entscheiden?

          • Gerade lese ich dies über die Zustände an Schulen. LÜgenpresse?

            AUSZUG:
            “Künftig werden alle Berliner Schulen dazu verpflichtet, eigene Krisenteams zu benennen. Diese Teams aus Pädagogen der Schule sollen in Notfällen sofort ansprechbar sein und zudem Strategien gegen Gewalt und Mobbing unter Schülern entwickeln. Bisher hätten 90 Prozent der Schulen solche Krisenteams, sagte Scheeres. – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/29821138 ©2018″

      • Mich würde einmal interessieren, ob der Lärmpegel, der in einer Dreifachturnhalle entsteht, noch in einer erträglichen Grenze ist. Den muss man zulassen.
        Den Kampf gegen den Lärm, den die kleinen Schüler naturbedingt (und Kindergartenkinder noch extremer) machen, den kämpfen wir täglich.

      • Leider muss ich Sofawolf ausnahmsweise Recht geben. Es wurde in den letzten 10-15 Jahren immer mehr der Kindergarten in die Grundschule hinein verlängert. Zum Teil aus gutem Grund, denn die Kinder bringen schon zu Schulbeginn grundlegende Kompetenzen (Stifthaltung, Schere schneiden, An- und Ausziehen etc. ) nicht mehr mit. Die Konzentrationsphase ist zum Teil nicht länger als 5 min. Auch wir diskutieren viel über die Schere die von 2 nach Klasse 3 deutlich spürbarer wird.
        Manchmal wurde zu viel auf die schwachen Schüler Rücksicht genommen und dadurch die Starken ausgebremst. Differenzierung findet oft nur nach Unten statt. Es haben sich eben auf allen Ebenen Veränderungen gezeigt. Pauschal eine Gruppe zu verurteilen finde ich verfehlt.
        Der Lärm lässt sich oft nach Schlechtwetterwochenenden kaum ertragen. Deshalb versuche ich möglichst wenig Arbeitsformwechsel an solchen Tagen vorzusehen. Häufig lege ich stille Übungsphasen an die Tage und den Kindern tut es gut.
        „Nicht angehen wollen“ lieber Sofawolf, dass kann ich mir kaum vorstellen.
        Aber mir ist aus vielen Kommentaren ihre scharfe Zunge bekannt. Es ist immer einfach über Dinge zu urteilen wenn man nur die Aussensicht kennt. Da ich annehme, dass sie kein Grundschullehrer sind, würde ich mich freuen, wenn sie die momentane Chance nutzen und eine Grundschule mit ihren überaus großartigen Kompetenzen zu verstärken.
        Bei mir herrscht werder Lärm noch Chaos, ich bin allerdings auch ein bisschen „Oldschool“.

        • @ Olle Schachtel,

          natürlich sind manche Formulierungen zugespitzt, das heißt auch, sie treffen nicht auf jeden Einzelnen zu. Das ist doch ganz klar. Das macht doch “die Gegenseite” genauso.

          Den Unterricht der hier anwesenden Lehrer-Diskutanten kenne ich nicht. Über deren Unterricht urteile ich nicht.

        • @ Olle Schachtel,

          zum “nicht angehen wollen” äußerte ich mich in anderen Kommentaren aber schon detaillierter (Stichwort Kuschelpädagogik).

          Ich habe nicht gesagt, dass das auf Sie auch zutrifft. Ich kenne Sie und Ihren Unterrichtsstil nicht.

      • @sofawolf: Seltsam, in 26 Dienstjahren ist mir das nie begegnet. Wir arbeiten alle hart und strengen uns an, die Inhalte des ehrplans zu erfüllen und alle Kinder möglichst weit zu bringen. Wo da gekuschelt und gespielt wird, ist mir schleierhaft. Wenn da an einer einzelnen Schule der Gaul durchgegangen ist, müsste man die Sachlage genauer betrachten und nicht die Verhältnisse auf die ganze Republik übertragen.
        Aber vllt. ist es ja an Ihrer Schule so? Dann bringen Sie sich doch da ein!

        • @ missis., lesen Sie mal die Beispiele oben: Sachsen-Anhalt, Bayern, MeVo (VBE-Umfrage unter Pädagogen !!!) … und Etliches mehr ließe sich zitieren.

          Ist das alles nicht wahr? Oder kommt da jetzt der Vorwurf “Lügenpresse” mal aus der anderen Richtung?

          • Wenn man Ihre Sätze in Zweifel zieht, wird man der Lüge bezichtigt. Das weiß ich jetzt.
            Die oben genannten Artikel verweisen auf ein Problem mit Gewalt an Schulen.
            Die Stellen, in denen es um “Kuschelpädagogk” geht, konnte ich nicht finden. ysnp hat schon geschrieben, dass GERADE in BY kein Aufruf zur “Kuschelpädagogik” erfolgt ist und dass es offenbar eine Interpretation der Redaktion ist. Im verlinkten Artikel sind zudem Einzelmeinung, offenbar aus Kommentaren, aufgeführt. Wer diese Menschen sind, ist nicht erkennbar.

            Dass Sie denen, die täglich anderes vor Augen haben, weil sie täglich in der Grundschule unterrichten, Lügen unterstellen, finde ich schrecklich, und es passt zum Bild, das Sie gerne und wiederholt über Grundschullehrkräfte verbreiten wollen.

          • Hm, an welcher Stelle warf ich Ihnen eine Lüge vor, Palim? (Ich erinnere mich momentan nur an Ihre wiederholten Verfälschungen meiner Aussagen.)

            Ich habe wiederholt eingeräumt, dass es bei Ihnen selbst anders zugehen mag. Vielleicht nur bei Ihnen im Unterricht, vielleicht an Ihrer Schule, in Ihrer Region. Ich sage nie, dass sich diese schlimmen Zustände in Palims Unterricht abspielen.

            Dass das wohl nicht so ganz von der Hand zu weisen ist, habe ich oben mit inzwischen 4 Erfahrungsberichten nachgewiesen. Darunter sogar eine Umfrage des VBE unter Pädagogen in MeVo. Das ignorieren Sie dann und schreiben wieder, dass das alles nicht stimme.

          • Damit Sie mich nicht missverstehen. Ich bestreite nicht, Ihnen zu sagen, dass Sie lügen, wenn Sie lügen. 🙂 Wo genau war das? Dann sage ich Ihnen, warum.

            Nur wegen eines Zweifels sicherlich nicht. Das wäre dann wieder eine Lüge übrigens.

    • Wen interessieren die paar Hanseln im Osten, die auch noch einschließlich Berlin auf insgesamt sechs Bundeskleckerländchen verteilt sind? Im Westen – und hiermit meine ich NRW – leben genauso viele Menschen wie in der mitteldeutschen Pampa.

      • @ dicke bank, naja, das ist ja auch so eine typisch westdeutsche Äußerung, wie wir sie kennen und lieben. (ha, ha) 🙂

        Wenn Herr Pribotschek das Sinken der Leistungen an Grundschulen mit der höheren Quote berufstätiger Mütter erklären will, dann muss er in diese seine Erklärung schon miteinbeziehen, dass die Leistungen an Grundschulen auch im Osten gesunken ist, wo die Quote berufstätiger Mütter nicht gestiegen, wahrscheinlich sogar gesunken ist.

        Das passt also was nicht. 😉

    • Allerdings sollte man wohl westdeutsche Ganztagsschulen mit 4-5 Std. Unterricht am Vormittag und anschließender Beaufsichtigung sowie Angeboten nicht mit Horten im Osten gleichsetzen.

      • Das sind keine Ganztagsschulen sondern Grundschulen mit offenen Ganztagsangeboten, da es in einigen Bundesländern keine Horte mehr gibt.

        Grundsätzlich ist der gebundene Ganztag kostenlos und sieht die ganztägie Unterrichtung an mindestens drei Wochentagen bis 16:00 Uhr vor.

        • An meiner Grundschule gibt es den gebundenen Ganztag an 4 Unterrichtstagen bis 16 Uhr. D.h., an bayerischen Grundschulen gibt es sowohl den gebundenen Ganztag als auch den offenen Ganztag.

          • @ysnp, es hat doch Gründe, warum seitens der Politk in Bezug auf den Ganztag so eine Sprachpanscherei betrieben wird.

            Ein echter Ganztag – gebundener Ganztag, der auch noch an 4 Schultagen bis 16:00 Uhr geht- ist teuer, da den Schulen wegen der Ausweitung der Unterrichtszeit auch entsprechend mehr Lehrerstunden respektive Lehrerstellen zugewiesen werden müssen. Darüber hinaus ist der gebundene Ganztag zwar bei einer Mehrheit der Eltern durchaus gewünscht, bei der Mehrheit der Wählerschaft aber sehr umstritten. Kostet und bringt nicht unbedingt Wählerstimmen; folglich kein Theama, das Politiker mit Nachdruck beackern.

            Ob Frauen wieder zurück an den Herd sollen, ist in Hinblick auf den gebundenen Ganztag auch nicht die Frage. Selbst die “Zahnarztgattin” ist angestellte ZMFA oder Bürokauffrau, die Installateursgattin Angestellte im eigenen Betrieb, die RA-Gattin arbeitet ehrenamtlich usw. usf. Über die Zahl der Frauen, die staatliche Transferleistungen erhalten und über unversteuerte Nebeneinkünfte vergügen, muss auch nicht diskutiert werden, alle diese Gruppen haben die Möglichkeit ihre Beschäftigungsverhältnisse eigenständig zu gestalten und an die Stundenpläne sowie Freizeitaktivitäten ihrer Kinder anzupassen.

            Schwierig ist dies nur für die Frauen, die entweder alleinerziehend oder vollerwerbstätig oder auf Abruf beschäftigt sind. Diese Gruppen brauchen eine verlässliche Ganztagsbetreuung. Selbst dann hat die berufstätige Mutter noch ein gewaltiges Problem, wenn der Arbeitgeber ein Teammeeting für 15:30 h ansetzt, von dem jeder von vornherein weiß, dass es länger dauert. Genauso ist es z.B. mit der Kassiererin, die auf Abruf an die Supermarktkasse muss, und selten mehr als eine Woche im voraus über ihre Arbeitszeoten Bescheid weiß. Die Arbeitsverhältnisse sind heute in der regel hoch flexibel. Dies geht zulasten eines geregelten “Familienbetriebes”. In der Lage zu sein, die eigenen Kinder nicht an einer Schule mit gebundenem Ganztag anmelden zu müssen, ist schlich und ergreifend ein Privileg und wird von vielen als Statussymbol verstanden.

            Aus meiner Sicht auch einer der Gründe, warum das G8 so unbeliebt ist – abgesehen von dem schwarz-gelben Kardinalfehler in NRW das eine Jahr aus der SekI zu streichen und die dreijährige GOSt für alle beizubehalten sowie der Schließung der Schuhorte zugunsten der OGS.

    • Es ist ein wenig drollig und passiert wahrscheinlich nur Lehrern: Sie übersehen neben den “Stellschrauben” Mütter/ Berufstätigkeit die Stellschraube “Westdeutsches Schulsystem” und westdeutsches Wirtschaftssystem und seine Bedingungen, die eben noch nicht so lange in Ostdeutschland Einzug gehalten haben.
      Mit Verlaub, ich kann mitreden wie es im Osten war, und ich schätze es genauso ein, wie der news4teacher-Autor, auch bzw. gerade nicht aus “westdeutscher Sicht”.
      Die westdeutschen Mütter haben eben lange Zeit viel aufgefangen und mit ihrer Rente den Preis bezahlt. Daran hat man sich – auch Lehrer – gewöhnt und ausgerichtet, und damit ging es auch unter schlechten Bedingungen. Wobei ich nicht behaupten will, im Osten gab es das Schlaraffenland. Aber es gab generell einen sozialeren Zusammenhalt in der Gesellschaft, Kinder wurden nicht verhätschelt, sondern wurden früh selbständig, mussten für ihre Geschwister Verantwortung übernehmen. Ging ja auch gar nicht anders, wenn beide Eltern arbeiten. Die Arbeitszeiten waren nicht so lang und es gab trotzdem einen bodenständigen Familienrückhalt.
      Ostdeutsche Lehrer mussten alle eine pädagogische Ausbildung absovieren, nix mit “ich will nur unterrichten, erzogen sollen die fertig von zu Hause kommen”. Womit eine weitere Stellschraube benannt wäre: der soziale Kontext/ Sozialisierung, auf dem die Schulpflicht beruht. Dafür muss man ausgebildet sein, Kinder im Kontext von 26- 30 anderen Kindern zu erziehen bzw. überhaupt individuell im Blick zu haben, zu bestärken und zu motivieren und selbst nicht abzuwerten und auszugrenzen.

      Man kann es drehen, wie man will, das Schulsystem muss sich dringend ändern. Und es ist wirklich verwunderlich wie lange Politiker angesichts der wachsenden problematischen Folgen immer noch untätig bleiben können.

  2. Böse Zungen könnten Herrn Pribotschek nun aber auch eine äußert konservative Sicht unterstellen ( a la Eva Herrmann ). Sollen also die Frauen / Mütter wieder zu Hause bleiben und ihren Kindern beim Lernen helfen, damit die Leistungen an den Grundschulen nicht weiter sinken?

    Das könnte eine “logische Schlussfolgerung” (anderer) sein.

    • Verkürzt wird man nun sagen können:
      Die Berufstätigkeit der Mütter ist schuld an schlechten Schulleistungen.

      Das ist Wasser auf die Mühlen der Konservatisten aller Politiker.

      (Aber ich habe oben ja dargestellt, warum das eine eklatante Fehleinschätzung ist!)

      • Nein, es geht darum, dass schlechte Bildung in Schule mit dem Heer unbezahlter “Fördermütter” kompensiert wurde und schlechte Bildung mit ihrem Wegfall transparent wurde/ wird.
        D.h. nicht, die Mütter sollen wieder zu Hause bleiben (ich weiß, ein Lehrertraum) und brav von zu Hause aus steuern – sondern dass das Schulsystem verbessert gehört. Es ist mehr als peinlich, dass es nur mit Müttern ging. Was sagt das eigentlich über die Qualität von Schule aus?

        Eine Grundbildung muss unabhängig vom Elternhaus erlangt werden können, das muss der Anspruch sein, sonst hat die staatliche Schulpflicht überhaupt keine Grundlage mehr.

    • Der Wegfall der Mütter als Unterstützer in schulischen Angelegenheiten und im vorschulischen Bereich, hier die Vorschulzeit, ist schon ein starker Einflussfaktor auf den Sprach- und Schrifterwerb.
      Die Lehrkräfte beklagen doch auch die zunehmende Leistungsabnahme und die der kindlichen Fähigkeiten mit der Einschulung. Da sind enorme Entwicklungsunterschiede zu konstatieren.

  3. Ein Teil des Lernens läuft bei einer Halbtagesschule über die Hausaufgaben und das zusätzliche nachmittägliche Lernen. Viele Grundschüler sind noch unselbstständig, deswegen ist eine Unterstützung notwendig.

    Einige Erfahrungen, einige Situationen:
    1) Bei der OGTS kann nur geschaut werden, dass die SuS die Hausaufgaben machen. Außerdem können sie Fragen stellen, mehr geht nicht von der Betreuungssituation her.
    Zu einem zusätzlichen Lernen haben die SuS dort verständlicherweise auch keine Lust. Das bleibt dann auf der Strecke oder den Eltern unter Stress überlassen.
    2) Manche Kinder sind in der Hausaufgabenbetreuung (OGTS) mit ca. 25 Kindern und 1-2 Betreuungspersonen besser aufgehoben, weil sie, obwohl ihre Mütter zuhause sind, dort konsequenter in der Hinsicht beaufsichtigt werden, dass sie überhaupt ihre Hausaufgaben machen.
    3) Bei den Ganztages-Klassen muss dennoch zuhause gelernt werden, da sind ebenfalls die Eltern gefragt.
    4) Szenario: Kinder machen ihre Hausaufgaben zuhause. Die Mütter sind zuhause, beaufsichtigen aber die Hausaufgaben so gut wie nicht. Mit mehr Einsatz der Mütter wäre der Übungseffekt um einiges größer.
    5) Dort, wo sich Eltern in Ruhe Zeit nehmen können, die schulischen Aufgaben regelmäßig zu beaufsichtigen und wo es keinen großen Stress deswegen zwischen Eltern und Kindern gibt, ist der Übungserfolg (Lernzuwachs durch Übung) am größten.
    6) Dort, wo es zuhause nur Reibungspunkte gibt und die Schüler dazu noch zu den schlechter Kapierenden zählen, gibt es zuhause unerträgliche Situationen, die sich belastend auf die Gesamtsituation zuhause auswirken.
    ———
    Da es im Vergleich zu früheren Zeiten (im Westen) weniger Eltern gibt, die sich stressfrei um das schulische Lernen kümmern können, sind nachweislich die Hausaufgaben oberflächlicher gemacht und somit der Lernerfolg, den man mit Hausaufgaben erreichen will, geringer. (Ausnahme: gute bzw. sehr gute, gewissenhafte Schüler)
    Die Bereitschaft zum Lernen nimmt – und das muss man leider sagen – dann zu, wenn es mehr Druck gibt. In Übertrittszeiten (By) machen die Schüler zwar die Hausaufgaben immer noch nicht besser, aber sie lernen mehr (mit Hilfe der Eltern) auf die Leistungsnachweise, vor allem diejenigen, die einen gewissen Notenschnitt für eine gewünschte Schulart erreichen wollen. Die Kehrseite der Medaille: psychischer Stress.

    • Also die Frauen (Mütter) zurück an den Herd: K K K – Kinder, Küche, Kirche.

      Dann klappt’s auch wieder mit der Schule!

      (???)

      • War es nicht früher in Bayern so? Eine Frau durfte nur als Lehrerin arbeiten, solange sie keine eigenen Kinder hatte. Wenn sie eigene Kinder hatte, durfte sie nicht mehr als Lehrerin arbeiten, weil sie sich ja nicht mehr richtig um deren Erziehung kümmern könne.

        Dahin wollen Sie zurück?

        (Und warum waren die Leistungen der “Grundschüler” im Osten besser als heute und im Westen, obwohl fast alle Mütter arbeiteten? Darum schängeln Sie sich auch herum mit ihrer obigen “Argumentation”. Es geht doch wohl nur darum, einen anderen Schuldigen zu suchen. Nun sind es die Mütter, die arbeiten gehen.)

        • Die Aussage, dass in Bayern nur derjenige als Lehrerin arbeiten konnte, der keine Kinder hatte, ist mir neu.
          Das muss schon gefühlte 100 Jahre her sein.

        • Wo steht geschrieben, dass die Leistungen der ostdeutschen Grundschüler im geteilten Deutschland besser waren?
          Wenn ja: Kann man das von den damaligen Schulsystemen her überhaupt vergleichen? Gab’s vergleichbare Anforderungen? Herrschte nicht von vorneherein in der DDR mehr Drill? (Weiß ich nicht, vermute ich mal.)

          • Mehr Drill in der Hinsicht, dass in der Grundschule x-mal der gleiche Buchstabe, Satz usw. wiederholt aufgeschrieben wurde. Wer Fehler machte, bekam ein paar Wiederholungen mehr als Nachschlag.

            Verstehen sie das unter Drill? Ich frage mich, aus Neugierde und als Nichtgrundschullehrer, wie heute das Schreiben erlernt wird.

          • Und bevor die Frage kommt: in Mathematik war das ähnlich. Ich erinnere mich heute noch daran wie ich an einem Wochenende von 1*1 bis 10*10 komplett auswendig lernen musste “bis ich es im Schlaf aufsagen konnte”.

      • Ich habe nur von Beobachtungen geschrieben. Außerdem haben wir gleichberechtigte Elternteile, Väter können sich genauso einbringen.
        Wie man das Ganze verbessern kann, darüber muss man sich ausführliche Gedanken machen.
        Da aber heute oft beide Elternteile arbeiten müssen und in die Schulen nicht mehr Geld gesteckt wird, geschweige denn der Run auf den Beruf besonders groß ist, müssen wir halt so weiterwurschteln wie bisher.

  4. Ich glaube, mittlerweile ist es vollkommen egal, ob die Eltern / Mütter berufstätig sind oder nicht, weil die Eltern / Mütter den Kindern nur dann helfen können, so lange ihr eigener Wissenstand signifikant höher geblieben ist als der der Kinder. So ziemlich alle Mütter mit schulpflichtigen Grundschulkindern wurden nach der Wende eingeschult, d.h. ob alte oder neue Bundesländer, sie wurden nach dem miesen westdeutschen Standard unterrichtet. Bei der kommenden Schülergeneration schwant mir böses, weil die Eltern nur noch kompetent, aber nicht mehr gebildet sind.

    • Teilweise ja. Nur denke ich, dass Eltern zuhause keine Ersatzlehrer sein sollten, sondern nur – um das einmal modern auszudrücken – Übungscoaches. Warum soll der westdeutsche Standard mies sein? Ich denke da an Bayern, Sachsen und früher Baden – Württemberg und als Negativbeispiel Berlin. Das kann man nicht nach ost- und westdeutsch trennen.

      • Ich habe mich da auf sofawolf bezogen, nach dem die (durchschnittlichen) Schüler aus der DDR kurz nach der Wende weitaus besser waren als die (durchschnittlichen) Schüler aus der BRD. Bayern und Baden Württemberg haben das Ergebnis höchstens etwas weniger katastrophal aussehen lassen.

        • Es ist die Frage, woher diese Aussagen kommen. Die ersten grundschulgezogenen Vergleichsstudien zwischen den Bundesländern (und international) gab es erst viel später, ab 2001 IGLU, ab 2004 VerA und ab 2007 TIMSS.

    • XXX
      Dem kann man nur zustimmen. Und so wird sich die Spirale weiter nach unten bewegen.
      Es gibt aber genügend Eltern, die die Position von Ersatzlehrern eingenommen haben.
      Da zähle ich mich auch dazu und wir fangen eine Menge ab.

      • Schlechte Lehrer sind aber nicht der Hauptgrund dafür. Die Rahmenbedingungen und die Lehrplanvorgaben machen aus meiner Sicht viel mehr kaputt als sie schönreden sollen.

        • Die stringenten Kernlehrpläne, die kaum Raum lassen etwas zu vertiefen oder zu wiederholen, die Heterogenität der Schülerschaft, die geänderten Lebensbedingungen der Familien (Erwerbstätigkeit der Elternteile, der hohe Anteil Alleinerziehender und scheiternder Ehen bzw. Beziehungen), die Überbehütung der Kinder uf der einen und die Verwahrlosung auf der anderen Seite, der hohe Anteil psychisch erkrankter Kinder etc. – all das macht die Rahmenbedingungen aus. Und die sind anders als die meisten Hattie verstehen nicht allein durch die Lehrerpersönlichkeit zu heilen.

          Die Kernlehrpläne und strikten Vorgaben für zentrale Prüfungen wie VERA, LSE 8, ZP10 und Zentralabi sind die Geißeln mittels derer die Schweinehüter (Lehrkräfte) die Säue (SuS) durch das Dorf (Wissenskanon) treiben müssen. Und jährlich werden dann die Leistungen dieser Schweinerennen in Form internationaler Vergleichsstudien (Äpfel-und-Birnen-Vergleiche) von selbsternannten Schweineprüferbegutachtern und Leistungsmessern “gerankt” Wer hat seine Schweine mit dem geringsten Ressourcensatz ohne größere Gewichtsverluste in kürzester Zeit zum Schlachthof getrieben, wo das Schwein wirtschaftlich verwurstet werden kann.

          (Achtung: Dieser beitrag enthält Spuren von Ironie. – Wer welche findet, darf sie aber gerne behalten.)

        • Das habe ich auch nicht geschrieben. Je mehr sich Eltern aus ihrer Verantwortung zurückziehen, um so mehr Arbeit bleibt in Fragen der Schule, des Erlernens im sozialen Umgang und der nachhaltigen Vermittlung von Wissen an den Lehrern hängen.

          • Eltern können – auch wenn sie es noch so ambitioniert angehen – ein Kind nicht für den Klassenkontext erziehen, für den Umgang mit 27-30 Kindern. Dafür ist die Schule da und dafür gibt es die Schulpflicht.

            Wenn das Schule nicht leisten kann, dann bitte alle mal schnell auf die Straße oder Petition ins Internet.

          • Doch können sie, indem sie Kindern beibringen, dass sich die Welt nicht nur um sie dreht, den Kindern nicht stante pede jeden noch so kostspieligen Wunsch erfüllen, Respekt für andere erwachsene Menschen antrainieren usw.

      • @ Axel von Lintig: Manche Dinge erfordern viel Übung und da ist die elterliche Begleitung der Kinder gefragt. Das war aber zu meiner Schulzeit schon so. Lesen sollte auch zu Hause geübt werden. Genauso das Einmaleins. Auch Diktate, dürfen wir aber nicht mehr. Lernwörter schon. Ich sage das den Eltern auch ganz deutlich, dass sie ihre Kinder in der Grundschulzeit begleiten sollen. Ein Blick auf die Hausaufgaben genügt meist, gegebenenfalls Hilfe dabei und Rückmeldung an mich. Lesen und Einmaleins sollte täglich geübt werden. Ein paar Minuten reichen schon aus. Unsere Eltern sind eigentlich froh, wenn ich ihnen sage, wie sie ihre Kinder unterstützen können.

        • Übung ist in Deutschland verpönt. Das Verbot von Diktaten ist ja ein Zeichen dafür. Die armen Kinder könnten ja überlastet sein oder irgendeinem Lernstress ausgesetzt werden.

        • Mississippi
          Genau,Eltern gehören mit ins Boot um ein nachhaltiges Lernen zu ermöglichen.
          Allerdings geraten Kinder aus einer Sprach armen Umgebung und mit einer anderen Muttersprache schnell ins Hintertreffen. Denen muss im Ganztagsunterricht geholfen werden. Ohne wiederholendes Einüben sind nachhaltige Lernerfolge nicht zu erzielen. und da muss man die Schüler heranführen, dies eigenständig auszuführen. Am Anfang erfordert es aber meiner Erfahrung nach einer sehr intensiven Instruktion im Anfangsunterricht mit sehr viel Steuerung durch die Lehrerin.Nach und nach werden die Schüler dann ab der dritten Klasse in eine größere Eigenständigkeit überführt, mit eigenen Texten, Geschichten, Bilder gestützten Beschreibungen , an Mindmaps aufgehängten Erzählungen, kurzen eigenen Reimen durch die linguistisch gestützte Sprachförderung.

  5. “Offensichtlich ist dem deutschen Bildungswesen im vergangenen Jahrzehnt ein Millionenheer an unentgeltlich arbeitenden Förderkräften abhandengekommen – und einen echten Ausgleich dafür gab es nicht.”

    Also wirklich, Herr Priboschek, ich finde ihren patriachalen Backslash echt ganz schlimm. Wir sind doch nicht mehr in den 50ern wo für die Frauen nur Kinder und Haushalt galt… also damit können sie direkt bei der AfD anheuern 😛 .

    • Ich verstehe den Artikel anders. Er macht eine Bestandsaufnahme zuerst einmal ohne Wertung. Das hat auch sofawolf falsch verstanden. Es war eben im Westen so, dass die notwendige Übung von dem Elternteil, das zuhause war – und das waren eben die Mütter – aufgefangen wurde. Im Osten war es anders, weil hier von vorneherein beide Elternteile arbeiteten.
      Mit den Jahren stiegen im Westen Mütter immer früher in die Berufe ein und heute haben wir seit einigen wenigen Jahren die Situation, dass junge Mütter (oder Väter) nur noch kurz aus dem Beruf herausbleiben.
      Das Schulsystem hinkt dieser Entwicklung hinterher, vor allem was die unselbstständigen Grundschüler betrifft. Für diese müssen Betreuungs- oder Ganztagsangebote geschaffen werden. Nur sind diese ungenügend ausgebaut und viel zu spärlich besetzt, dass die betreuenden Personen das bisher nicht auffangen konnten, was früher die Mütter im Westen getan haben. Dass die Zustände so einmal waren und die Kinder davon profitiert haben, wie sie dies im Osten wahrscheinlich von einem ausgeklügeltem Hortsystem mit einem gewissen Drill (und vermutlich einer Strenge), wie Sie, Maulheld ja selbst geschildert haben (1×1 ganz innerhalb eines Wochenendes auswendig lernen – ist bei uns übrigens wesentlich mehr gestreckt) getan haben, muss man wohl auch schildern dürfen ohne in eine Parteinähe gerückt zu werden.

      • Mein Kommentar an Herr P. war natürlich nicht ganz ernst gemeint.

        Ich kann ihnen nicht ganz genau sagen wie lange Kindergarten und der Hort in der DDR ging. Es ging aber definitiv weit nach 16Uhr, da meine Mutter in Vollzeit arbeitete und zusätzlich mit dem Zug in den Nachbarort fahren mußte und es meist schon dunkel war als ich abgeholt wurde.
        Was ich aber noch gut weiß ist, dass es den Hort den ganzen Tag lang auch in den Ferien gab.

        Hier kann man einmal die Frage stellen, ob dieses Szenario für die Kinder wirklich (wieder) erstrebenswert ist.

        • “definitiv nach 16 UHr” halte ich für ein Gerücht. 🙂

          Kindergarten sicherlich; aber Schulhort eher nicht. Genau erinnere ich mich nicht, also ich weiß definitiv, dass ich nie bis 18.00 im Kindergarten oder im Hort war, aber vielleicht andere, deren Eltern so lange arbeiteten. Das ist ja heute auch so.

          Auf alle Fälle gab es keine Schließzeiten, die die Eltern vor das Problem stellten, “wohin mit den Kleinen”. Schließzeiten gehören mal endlich abgeschafft.

          • Naja, wichtig ist nur, dass bei unseren “Freunden aus dem Westen” nicht der Eindruck entsteht, wir mussten alle bis 18.00 Uhr in Kindergarten oder Schulhort bleiben (und wurden dort gedrillt und politisch agitiert). 🙂

            Man wurde abgeholt, wenn die Eltern es wollten bzw. durfte nach Hause gehen, wie es die Eltern erlaubten. Ich war in Klasse 4 eins von 3 Kindern meiner Klasse, die noch in den Hort gingen. Ab Klasse 5 gab es keinen Hort mehr.

          • Habe ich etwas anderes gesagt? Schließlich hatte ich die Berufstätigkeit meiner Mutter doch betont.

  6. ZITAT (ysnp): “Das hat auch sofawolf falsch verstanden. Es war eben im Westen so, dass die notwendige Übung von dem Elternteil, das zuhause war – und das waren eben die Mütter – aufgefangen wurde. Im Osten war es anders, weil hier von vorneherein beide Elternteile arbeiteten.”

    Danke für die Ehrenrettung, sofern es überhaupt eine sein sollte. Herr Pribotschek hat als These aufgestellt, dass es nicht (nur) an falschen Lehrmethoden und nicht (nur) an der Überlastung der Lehrkräfte läge, dass die Schüler immer weniger lernen, sondern dass es auch an der Berufstätigkeit der Mütter läge, die als “Nachhilfelehrer daheim” ausfallen, weil sie ja arbeiten gehen.

    ZITAT (Pribotschek): “Sind es falsche Lehrmethoden, wie manche Politiker meinen? Oder zeigt sich darin die unbestreitbar gestiegene Belastung der Lehrkräfte, wie Lehrerverbände einwenden? Beide Seiten, so die Analyse von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek, übersehen einen wesentlichen Punkt. Dem Bildungssystem ist nämlich im vergangenen Jahrzehnt ein Millionenheer von unbezahlten Hilfskräften abhandengekommen: die Mütter.”

    Das habe ich als Fehleinschätzung bezeichnet, weil es nur die Entwicklung im Westen im Auge hat, wo das scheinbar zutreffend ist, also zumindest, dass in der Zeit, in der die Leistungen in den Schulen abnahmen, die Zahl berufstätiger Mütter stieg und umgekehrt die Leistungen besser waren, als die Zahl berufstätiger Mütter niedriger war. Aber eben das stimmt nur für den Westen Deutschlands.

    Im Osten waren die Leistungen der Schüler besser in der Zeit, als die meisten Mütter arbeiten gingen. Es kann also nicht damit zusammenhängen. Und im Osten sind wie überall in Deutschland in den letzten Jahrzehnten (seit der Wende 1989/90) die Leistungen schlechter und schlechter geworden. Da ist im Osten die Zahl berufstätiger Mütter sogar gesunken (Arbeitslosigkeit).

    Es liegt also wohl doch eher an den Entwicklungen innerhalb des Bildungswesens der letzten Jahrzehnte.

    • Der Verweis auf die mögliche Interpretation in Richtung, dass Frauen (Mütter) besser wieder nicht mehr arbeiten gehen, war von mir auf alle Fälle polemisch.

      Manch anderer wird Herrn Pribotscheks These aber sicher gerne dafür nutzen.

  7. Liebe Diskutierende,

    vorab: Ich freue mich sehr über die engagierte und konstruktive Debatte zu meinem Beitrag. Der enthält – um es klarzustellen – erst mal nur die Beschreibung eines Phänomens, eine Hypothese, keine Meinung. Gleichwohl bin ich hier mehrfach angesprochen worden, welche Schlussfolgerung ich daraus denn nun ziehe.

    Um auch das hier klarzustellen: Ich bin nicht der Meinung, dass die Lösung unserer Bildungsprobleme darin besteht, Frauen zurück an den Herd zu treiben. Die Uhr lässt sich nicht zurückdrehen – und das ist auch gut so. Meine Töchter sollen sich später einmal frei entscheiden können, wie sie leben möchten und nicht in Rollen gedrängt werden, die sie nicht einnehmen wollen. Nebenbei, auch volkswirtschaftlich wäre es grober Unfug, Mädchen exzellent für hochqualifizierte Berufe auszubilden, um sie anschließend Hausarbeit erledigen zu lassen.

    Die Konsequenz aus meiner Analyse oben liegt deshalb auf der Hand: Ich bin der Meinung, der Ganztag muss besser werden. Es kann nicht sein, dass die Politik lediglich den Ausbau im Blick hat, die Qualität aber in der Diskussion bislang überhaupt keine Rolle spielt. Der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz in der Grundschule ist im Gespräch, ich würde ihn erweitern wollen: auf einen Rechtsanspruch auf einen guten Ganztagsplatz. Und der würde eine schulische Förderung beinhalten, die ihren Namen auch verdient.

    Herzliche Grüße
    Andrej Priboschek

    Herausgeber News4teachers

      • Wo ein Wille, da ein Weg.
        Es kommt immer auf die Prioritäten an. Außerdem kann der Bund unterstützen, wenn er nur wollte. Statt in Kindergärten und Grundschulen die Digitalisierung unnötig voranzutreiben (gemäßigt in den Grundschulen ja, aber nicht übertrieben, sodass wir wie im Augenblick ein Medienkonzept erstellen müssen), sollten die Gelder lieber in Personal gesteckt werden.

      • Nein, die Ganztagsbetreuung im Rahmen der OGS zahlen die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten ebenso wie die Kita-Betreuung. Im gebundenen Ganztag zahlen die Eltern lediglich die Kosten für das Mittagessen.

        Bei der Ganztagsbetreuung ist es wie mit allen anderen schulischen Veranstaltungen (Klassenfahrten etc) auch. 15% der Elternschaft zahlen das aus der “Portokasse”, 35% haben Anspruch auf Kostenübernahme gem. Bildungs- und Teilhabepaket. Die verbleibenden 50% mit Einkommen oberhalb der Aufstockergrenze, mit mittlerem Einkommen und mehr als einem Kind, mit ausreichendem Einkommen (obere Mittelschicht) aber BAFöG-Schulden oder Darlehensschulden wg. Hausbau oder dergl. mehr sind die Gekniffenen, da die Grundlage für die Gebührenerhebung in Kita oder OGS sich nach der Summe der Einkünfte ohne Berücksichtigung “negativer Einkommen” richtet.

    • Danke für Ihre KLarstellung, dass Sie Frauen nicht zurück an Herd und Kinderzimmer binden wollen, Herr Pribotschek. Das hätte ich von Ihnen nun auch wirklich nicht erwartet. Wie schon gesagt werden das eher andere daraus schlussfolgern. Doch das Argument haben Sie geliefert. 🙂

      Deshalb möchte ich noch mal auf die Grundannahme zurückkommen. Ist es Zufall, dass gleichzeitig mit der höheren Berufstätigkeit der Mütter die Leistungen in den Grundschulen schlechter wurden? Ähnlich zufällig wäre ja die Behauptung, dass der Klimawandel zu schlechten Leistungen in den Grundschulen geführt hat, denn das passierte ebenfalls im gleichen Zeitraum. Dass ich keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen beiden Erscheinungen sehen mag, habe ich bereits begründet.

      In Ostdeutschland (ehem. DDR) war die Berufstätigkeit der Mütter schon früher hoch und die Leistungen der Grundschüler (angeblich) besser als im Westen. Schaute man nur auf Ostdeutschland könnte man die These aufstellen, dass eine höhere Berufstätigkeitsquote der Mütter zu besseren Schülerleistungen führe, denn die waren ja früher besser, wie man überall hört und liest.

      Was sagen Sie dazu?

      • Warum führt im Westen eine gestiegene (!) Berufstätigkeit der Mütter zu schlechteren Leistungen?

        Warum führt aber im Osten eine gesunkene (!) Berufstätigkeit der Mütter zu schlechteren Leistungen? (infolge Arbeitslosigkeit ggüb. DDR-Zeiten)

        Das leuchtet mir nicht ein.

        • Weil es im Westen keine Ganztagsbetreuung für Kinder ab dem ersten Lebensjahr gibt und auch keine Hortbetreuung, wie sie bis Klasse 6 im Osten vorhanden ist.
          Wenn die Kinderbetreuung das Erwerbseinkommen nach Steuern die Kosten der Kinderbetreuung unterschreitet, ist das Lebensmodell ohnehin hinfällig.

          Um das zu verstehen müüsen sie nur die durchschnittliche Betreuungsquote im U3-Bereich zwischen den FNBL einschließlich Gesamt-Berlin mit der Quote des Landes NRW vergleichen.

      • ZITAT: “Und das, obwohl die Erwerbstätigenquote der Frauen in Deutschland in den vergangenen 15 Jahren von 58,1 auf 69,5 Prozent gestiegen ist – nach Chile der zweitgrößte Anstieg im gesamten OECD-Raum. Damit hatte Deutschland im Jahr 2014 den höchsten Anteil erwerbstätiger Frauen außerhalb der nordischen Länder und der Schweiz.”

        http://www.spiegel.de/karriere/oecd-studie-frauen-in-deutschland-arbeiten-weniger-als-in-anderen-laendern-a-1135137.html

        Es ist außerdem gerade mal ein Anstieg um rund 10% innerhalb von 15 Jahren, siehe Quelle oben. Und das soll schuld sein an den schlechteren Schulleistungen?

        Und wie ist es in anderen Ländern mit niedrigerer oder höherer Berufstätigkeitsquote der Mütter. Sind dort auch die Leistungen entsprechend schlechter bzw. besser (geworden)?

        Das alles scheint mir unberücksichtigt und nicht bedacht worden zu sein.

      • Hier lese ich gerade konkrete Zahlen.

        Die Frauenerwerbsquote in Vollzeit (!) – die also keine Zeit für Nachhilfe zu Hause haben – sank im Osten von rund 60% (1991) auf rund 50 % (2002); im Westen sank sie auch, nämlich von rund 18% auf rund 15 % (Teilzeit verdoppelte sich aber).

        In ganz Deutschland war die Zahl nicht arbeitender Frauen 1991 rund 50%; im Jahre 2002 rund 45 %. Also eine Veränderung um 5%.

        Quelle (S. 18): https://www.gesis.org/fileadmin/upload/institut/wiss_arbeitsbereiche/gml/Veranstaltungen/5.NK_2007/Papers/01_Geisler_Kreyenfeld.pdf

        Das soll also nun Ursache für die schlechteren Schulleistungen sein? NEIN !

        • Wenige Mütter haben Vollzeit. Das sind meistens die Alleinerziehenden. Man muss sich einmal die Teilzeit anschauen. Bei vielen Berufen bedeutet Teilzeit einige Stunden Reduzierung. Wer Teilzeit arbeitet, hat nicht unbedingt Zeit und den Nerv, die schulischen Belange der Kinder zufriedenstellend zu betreuen.

          Die Quelle ist übrigens interessant. Sie zeigt den deutlichen (historischen) Unterschied zwischen Ost und West auf. Ich bin schon lange im Schuldienst und ich sehe generell die immer weiter reduzierte Betreuung der Kinder. Ich habe zu den Zeiten angefangen, als die meisten Mütter zuhause blieben oder höchstens nur einen kleinen “Minijob” hatten. (Ausnahme: Bauerhöfe) Die These des Artikels kann ich nur bestätigen.

      • Diese Korrelation “hohe Berufstätigkeit der Mütter = schlechtere Schulleistungen der Kinder” ist bestimmt zufällig, kann also festgestellt werden, aber hat keine ursächliche Begründung. Ähnlich wie die feststellbare Korrelation “viele Feuerwehrautos = viele Brände”, aber die Feuerwehrautos sind natürlich nicht verantwortlich für die Brände. Fakt ist, dass z. B. die Forschungs- und Schulleistungen im Bereich Orthographie und Rechtschreiberwerb auf einem äußerst hohen Niveau lagen. Hier wurde einfach sehr viel Wert darauf gelegt! 1994 wurden z. B. die Rechtschreibleistungen in einer Vergleichsstudie BRD-DDR erhoben. Die Leistungen waren in neuen Bundesländern deutlich besser.

        • Bei der ganzen Diskussion Ost- West habe ich den Eindruck, dass es auf den Erfahrungshintergrund ankommt. Menschen, die im Osten aufgewachsen sind, sagen nein, weil sie das selbst nicht so erlebt haben.
          Ich selbst kann für mich sprechen und für Kollegen, die dasselbe sagen: Ich habe es als sestlicher Lehrer erlebt, dass es deutliche Korrelationen gibt zwischen Schulleistungen und elterlicher oder auch – das ist jetzt eine Erweiterung – großütterlicher Betreuung. Wie anders hätte sonst das westliche Schulsystem funktionieren können? Eine Hortbetreuung gab es nicht, die Schüler wären sich selbst überlassen gewesen.

          Gemeinsam haben alle Argumente:
          Wichtig ist eine auf die individuellen Bedürfnisse eingegehende Betreuung der schulischen Arbeiten nach der Schule oder ein Ganztageskonzept, wo individuelle Betreuung so gewährleistet ist, dass sie von großem Nutzen ist.

        • Die Behauptung, dass die schulische Leistung von der Mitarbeit der Elternhäuser abhängt, ist im Westen keine Koinzidenz oder eine zufällige Korrelation, das ist eine nachweisbare Kausalität. Die Hausaufgabenbetreuung ist Sache der Eltern. Sind beide berufstätig und arbeiten in Vollzeit, dann wird es im Westen schwierig mit der nachmittäglichen Betreuung.
          Die Ausnahme bildeten Gesamtschulen, die laut Schulgesetz verbindlich im gebundenen Ganztag arbeiten müssen. D.h.: Entweder an 5 Tagen bis 15:00 Uhr – also 7 Unterrichtsstunden plus 60-minütiger Mittagspause – oder an mindestens 3 Tagen bis 18:00 Uhr – also 8 Unterrichtsstunden plus Mittagspause. An Schulen im gebundenen Ganztag dürfen deshalb (in NRW) auch keine Hausaufgaben aufgegeben werden. Entsprechende Übungs- bzw. Lernzeiten sind im Stundenplan verbindlich zu verankern.

          • @ dicke bank,

            Sie diskutieren hier etwas, was gar nicht infrage gestellt wurde. Natürlich hängen die Leistungen der Kinder auch von der Mitarbeit der Eltern ab.

            Hier wurde behauptet, dass es wegen der höheren Berufstätigkeit der Mütter zu einem Leistungsabfall gekommen ist. Das erschließt sich nur auf Schleichwegen. 🙂 Man müsste dann im gleichem Atemzuge behaupten, dass nicht arbeitende Mütter ihre Kinder immer voll unterstützen und arbeitende Mütter es nicht tun. (usw.)

            Unser aller Erlebniswelt ist doch wohl aber eine andere. Wir haben auch nicht arbeitende Mütter, die nicht unterstützen und arbeitende Mütter, die sich ein Bein aurreißen für ihre Kinder!

            Die These ist und bleibt eine eklatante Fehleinschätzung.

          • “Die Hausaufgabenbetreuung ist Sache der Eltern. Sind beide berufstätig und arbeiten in Vollzeit, dann wird es im Westen schwierig mit der nachmittäglichen Betreuung.”
            Es kann auch aus anderen Gründen schwierig sein. Gerade in den türkischen Familien hierzulande gibt es ja noch viele Hausfrauen. Aber viele können auch kaum Deutsch. Und dann passiert schon mal folgendes:
            “Erschreckend ist, dass 39 – 48% der Mädchen in dieser Stichprobe keinerlei Hilfe in schulischen Belangen bekamen.”
            Quelle (Seite 17): https://d-nb.info/1019101393/34
            Das bezieht sich offensichtlich auf den von mir genannten Personenkreis. Und heißt es nicht immer, dass Migrantenkinder in unserem Schulsystem benachteiligt werden?

          • @sofawolf – Sie verkennen die Situation. Die heutigen Problemfälle sind Frauen auf mittleren MAnagementpositionen, die eben auch ins Ausland oder zumehrtägigen Inlandsreisen führen. Ebenso sind es Frauen am unteren Ende der Einkommensskala, die “on demand arbeiten”. Auf jeden FAll sind diejenigen, die in Beschäftigungsverhältnissen abseits von 9-to-5 unterwgs sind, benachteiligt.

            Dass es daneben Frauen bzw. Familien gibt, die es trotz fehlenden Arbeitseinkommen aus dem ersten Arbeitsmarkt nicht schaffen ihre Kinder zu betreuen, ist ein anderes Thema.

            Aber die heutigen arbeitsverhältnisse mit denen einer VEB oder LPG vergangener Zeiten zu vergleichen, grenzt an Absurdität.
            Wer im Westen arbeitslos war, hatte mehr Stress als ein Vollzeitbeschäftigter Werktätiger der TäTäRä.

        • D. Orie,

          das sehe ich auch so. Die Korrelation ist zufällig. Man merkt es daran, dass sie für den Osten nicht zutrifft. Seltsam, wie das hier permanent versucht wird, “zurechtzuinterpretieren”. Das hat doch nichts mit Erfahrung zu tun.

          Im Osten war die Berufstätigkeit der Frauen hoch und die Leistungen besser als heute. Im Westen war die Berufstätigkeit niedrig und die Leistungen besser als heute.

          Die Veränderungen (im Westen Ansteigen – im Osten Absinken) sind nicht Ursache des allgemeinen Leistungsabfall.

          • Mit anderen Worten: Man glaubt unseren Beobachtungen nicht.

            Nachfrage an sofawolf:
            Wie hat sich denn die Nachmittagsbetreuung der Grundschüler im Osten nach der Wende entwickelt? Zuerst war ja anscheinend für Berufstätige alles flächendeckend staatlich organisiert.

          • @ ysnp,

            schön, dass Sie nicht gleich beleidigt sind. Beobachtungen sind subjektiv. Ich habe mich heute auch eines Besseren belehren lassen müssen. Es waren nicht 90% der Mütter in der DDR berufstätigt, sondern nur rund 70%.

            Meine Beobachtung, mein Erleben war ein anderes; aber das ist eben nur ein Teil des Ganzen. Sie werden doch sicher nicht den Anspruch erheben wollen, dass Ihre Beobachtungen allgemeingültig sind.

            Ich weiß es nicht im Detail, wie es sich nach der Wende entwickelt hat. Ich kann nur Streiflichter nennen: Der Betreuungsanteil ging zurück. Arbeitslose hatten zeitweilig keinen oder nur einen beschränkten Anspruch auf Kindergartenbetreuung ihrer Sprösslinge. Allerhand Krippen und Kindergärten und Schulen wurden geschlossen, weil ja zunächst die Geburtenrate dramatisch einbrach (Stichwort Arbeitslosigkeit). Sie war vor der Wende leicht höher als im Westen.

  8. Wenn ich das Zahlenmaterial grob zusammenfasse, dann beträgt der Unterschied zwischen früher und heute maximal 10-20%. Seien wir großzügig und nehmen wir 20% Veränderung an (mehr Berufstätigkeit), dann heißt das aber auch, dass sich für 80% der Kinder nichts verändert hat (Mütter arbeiten oder Mütter arbeiten nicht). Die bekommen ja genauso viel oder genauso wenig häusliche Unterstützung wie früher.

    Dass der allgemeine Leistungsabfall in der Schule daran liegen soll, dass es für bis zu 20% der Kinder eine Veränderung gab, während ja für 80% alles beim Alten geblieben ist, leuchtet genauso wenig ein. Es müssten ja 80% die gleichen Leistungen erbringen wie früher und nur bei 20 % eine Veränderung feststellbar sein.

    • Das Datenmaterial ist 16 Jahre alt. Es umfasst Daten zwischen 1991 und 2002. Inzwischen haben wir eine Situation, die mit 2002 nicht unbedingt zu vergleichen ist.
      In den Aufstellungen kann ich deutliche Unterschiede zwischen West und Ost erkennen, aber auch eine Annäherung innerhalb dieser 11 Jahre.

      • Eben, wobei sich die Schülerleistungen, wenn man sofawolf zugrunde legt, nicht irgendwo in der Mitte geeinigt haben, sondern sich dem Westniveau anglichen. Summa summarum nahmen die Leistungen der Ostschüler noch viel weiter ab als die der Westschüler, weil erstere von einem höheren Ausgangsniveau ausgingen.

        Die Abnahme der Leistungen ist aber kein deutsches, sondern ein “westliches” Problem. Ich behaupte mal, dass die Kopplung von guter Schulbildung und gutem Einkommen im späteren Leben nicht mehr in dem Maße gegeben ist wie in früheren Jahren.

  9. Ihre Daten, sofawolf, beziehen sich auf den einen Zeitraum von 1996 bis 2002.
    2002 gab es in meiner Region KEINE Ganztagesschulplätze an Grundschulen.

    Mit einem Investitionsprogramm förderte die Bundesregierung von 2003 – 2009 den Ausbau von GTS. (https://www.ganztagsschulen.org/de/868.php)
    Die Bertelsmänner veröffentlichen auch Studien dazu,
    z.B. 2016 https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/ausbau-von-ganztagsschulen/
    In diesem Dokument werden die unterschiedlichen Bedingungen deutlich und was in verschiedenen BL als “Ganztag” tituliert wird (von zusätzlich 2 Std. Betreuung bis 8 Std. Öffnungszeit).
    und
    https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/Projekte/27_In_Vielfalt_besser_lernen/Gute_Ganztagsschule_01.pdf
    Im letzten Dokument wird klar dargelegt, dass bis 2002 nur kanpp 10% der SuS eine GTS besuchten, in den Jahren danach (bis SJ15/16) eine Vervierfachung der Zahlen erfolgte (S. 13)
    und wie viel Prozent der SuS im besagten SJ in Ganztagesschulen waren (S. 31).

    Sehr schön sind die Unterschiede von 2002 bis 2016 auch im Bildungsbericht dargestellt (S. 82 unten), mit Aufschlüsselung nach Ganztagesformen:
    https://www.bildungsbericht.de/de/bildungsberichte-seit-2006/bildungsbericht-2016/pdf-bildungsbericht-2016/bildungsbericht-2016

    Kartenmaterial mit Darstellung regionaler Unterschiede gab es mal, die konnte ich nicht wiederfinden.

    Wenn also 2002 10% SuS in Ganztagesschulen waren, so sind diese Kinder inzwischen mindestens 22 Jahre alt.
    Wenn heute weitaus mehr SuS in Ganztagesschulen sind, so hat diese Entwicklung seit 2002 womöglich durchaus Einfluss auf die Leistungen der Kinder von heute.

    • @ Palim, danke für die aktuelle(ren) Zahlen.

      Aber was ändert sich grundsätzlich dadurch daran, dass die These, schlechtere Leistungen an Grundschulen “infolge” höherer Berufstätigkeit der Mütter nur für Westdeutschland (scheinbar) zutrifft; für Ostdeutschland aber eben nicht, sodass die ganze These selbst doch sehr wohl infrage gestellt werden muss.

      Oder warum (zum x-ten Male nachgefragt) werden die Leistungen der Kinder in Westdeutschland an den Grundschulen schelchter, wenn mehr Mütter arbeiten gehen; während sie im Osten besser waren, als mehr Mütter arbeiteten und schlechter geworden sind, als weniger Mütter arbeiten gingen. (?)

      Das ist ja der Hauptpunkt, der nicht einleuchtet.

      • Herr Priboschek erläutert es weiter unten deutlich, warum “Ganztag” nicht gleich “Ganztag” ist.
        Neben den aktuellen Zahlen gibt es unter den Links auch Daten, die auf weitere Bedingungen verweisen, zu denen Ganztag in den verschiedenen Bundesländern angeboten wird.

  10. Ich verstehe nicht, warum sofawolf die Grundschullehrkräfte immer schlecht macht. Dabei bezieht sich nur auf Berichte, die er irgendwo liest und er scheint auch genug Zeit dafür zu haben. Zumindest ist er hier und in einem anderen Lehrerforum den ganzen Tag dabei, die unmöglichen Umstände in den Grundschulen anzuprangern. Dabei gibt er nie Preis, in welcher Schule er eigentlich arbeitet. Zumindest scheint er genug Zeit zu haben, hier und sonstwo ständig zu kommentieren und deshalb nehme ich an, dass er wenig Zeit in seine angebliche Berufung als Lehrer investiert und uns alle an der Nase herumführt (mich nicht).

    • Würden Sie bei anderen Vielschreibern, die Sie als meinungskonform empfinden, auch solche Mutmaßungen in den Raum stellen?

    • @ Popcorn, genau.

      Immerhin hat die missis. auch so wenig zu tun, dass sie ganz genau verfolgen kann, wann, wo und wie oft ich etwas kommentiere. Ich vermute, sie selbst ist gar keine Lehrerin, darf das aber nicht laut sagen, denn in dem anderen Forum würde sie sofort gesperrt werden.

      Ansonsten hatte wir das ja alles schon x-mal. Würde die missis. nicht nur wahrnehmen, was sie wahrnehmen will, dann würde sie z.B. in dieser Diskussion bemerken, dass von den 3 Links oben zu Zuständen an Grundschulen sich nur 1 explizit auf die Grundschule bezieht. Sie würde auch bemerken, dass es mir um Verbesserungen der Arbeitsbedingungen der Lehrer an allen Schularten geht und zu allen Schularten gehören auch die Grundschulen.

      Der missis. hingegen geht es immer nur um mehr Geld – für sich. Und nach ihr die Sintflut.

      • (Diese kleine Retourkutsche sei mir erlaubt, liebe missis., bei ihrem permanenten Hang dazu, missliebige Meinungen und Meinungsgegner zu diskreditieren.)

  11. Nein, weil sie offen und ohne Geheimnisse von sich selbst reden, eigene Erfahrungen berichten und nicht nur pauschale Schlagworte wie “Kuschelpädagogik” und “spielen” verwenden, ohne die belegen zu können, außer mit irgendwelchen Zeitungsartikeln, die man nicht pauschalisieren kann. Zum Glück wird er auf der anderen Seite viel mehr niedergebrüllt. Ich schreibe das nur, weil er hier die ganze Zeit unseren Berufsstand schlecht macht.

  12. @Mississippi
    “…weil sie offen und ohne Geheimnisse von sich selbst reden.” ??
    So mögen Sie das sehen. Mir kommt sofawolf ebenfalls authentisch vor.
    Was ist denn so schlimm am Begriff “Kuschelpädagogik”? Er steht für einen zu weichgespülten Umgang mit den Schülern, der durchaus existiert und zunehmend Kritik erfährt, nicht nur von sofawolf.

    Sie haben in einer Diskussion mal abfällig von einer “Pädagogik mit dem Rohrstock” geschrieben und damit auch auf Kollegen gezielt, die für einen konsequenteren (strengeren) Erziehungsstil eintraten, aber keineswegs zurück zur Prügelstrafe wollten.
    Warum also die Empörung über “Kuschelpädagogik” und der Drang, sofawolf hier zu einem zwielichtigen Subjekt zu machen? Von ihm kenne ich solch diffamierende Verdächtigungen nicht.
    Für mich übersteigen sie bei Weitem das, was Sie ihm als Schlechtmachen der Grundschullehrer zur Last legen (wollen).

    • @ F.H., danke.

      Ich glaube, die missis. kann sich einfach nicht vorstellen, dass man selber Lehrer ist und nicht nur nach mehr und mehr und mehr Gehalt schielt, von dem alleine unsere Arbeitsbedingungen kein Stück besser werden. Aber um diese Arbeitsbedingungen sind es, die verbessert werden müssen und das kommt nicht zuletzt den Schülern und ihren Lernerfolgen zugute. Und darum geht es doch, oder?

      Ich sehe den Lehrerberuf nicht in erster Linie als etwas, was mir ein finanziell sorgenfreies Leben und eine gute Pension verschafft – und im Beamtenfalle einen sicheren Job. Ich habe da irgendwie noch andere Ziele und Ideale und ich glaube, die allermeisten Kollegen auch.

  13. Lieber Sofawolf,

    Sie verkürzen die These des Beitrags, sodass der Sinn verloren geht. Meine Hypothese lautet, dass in Deutschland (und die Zahlen beziehen sich auf Gesamtdeutschland) durch die steigende Erwerbstätigenquote weniger Zeit für die Förderung der Kinder zu Hause zur Verfügung steht – und zwar ohne dass dafür ein adäquater Ersatz geschaffen worden wäre. Denn der offene Ganztag, der in Westdeutschland massiv ausgebaut wurde, leistet das nicht.

    Im Osten ist die Situation eine völlig andere – hier existiert von jeher ein qualitativ hochwertiger Ganztag. Aus dem Ganztagsschulbericht der KMK von 2015: “In Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern werden Ganztagsangebote an Grundschulen in enger Zusammenarbeit mit dem Hort gestaltet.”

    Was das konkret bedeutet, wird dann anhand der einzelnen Bundesländer beschrieben – hier mal das Beispiel Thüringen: “Auch nach der Wiedervereinigung wurde hier das bis zu diesem Zeitpunkt praktizierte System einer engen Kopplung von Unterricht und Betreuungsangeboten im Schulhort fortgeführt. Gemäß Schulgesetz sind Horte organisatorischer Bestandteil der Grundschulen, das hierzu notwendige Personal befindet sich (bis auf Ausnahmen im Rahmen von Modellversuchen) im Landesdienst.” Das alles ist im Westen nicht der Fall, wie ich im Beitrag oben beschreibe.

    Heißt: In Ostdeutschland ist durch gute Ganztagsangebote der Zusammenhang zwischen elterlicher Berufstätigkeit und schulischer Leistung entkoppelt worden – im Westen eben nicht. Aber weil im Westen Millionen von Schülern betroffen sind, schlägt das natürlich auf die Durchschnittswerte bei den großen Schulleistungsstudien für Gesamtdeutschland durch.

    Herzliche Grüße
    Andrej Priboschek

    Herausgeber News4teachers

    • Wenn die häusliche Unterstützung von der schulischen Leistung entkoppelt wurde und das Lehrpersonal entweder dasselbe geblieben oder aufgrund von Pensionierungen verjüngt wurde, wobei “jung” im Allgemeinen als innovationsfreudiger gehandelt wird, sorgten entweder die Lehrpläne oder die Mentalität der Schüler für die Verschlechterung der Leistungen. Ich behaupte mal sowohl als auch, wobei die Lehrpläne auch aufgrund der Mentalität immer weiter nach unten angepasst wurden.

    • “… schlägt das natürlich auf die Durchschnittswerte bei den großen Schulleistungsstudien für Gesamtdeutschland durch.”
      Und die krass unterschiedlichen Migrantenanteile schlagen nicht durch, man denke speziell in den drei Stadtstaaten? Inzwischen gibt’s ja auch im Westen mehr und mehr Ganztagsschulen, aber die Grundschultests fallen schlechter und schlechter aus. Warum denn? Insider machen mittlerweile die “Heterogenität” verantwortlich, die andererseits von Schulministerien immer als eine ganz großartige Chance gepriesen wird.

    • Wenn ich Sie falsch verstanden habe, will ich mich gerne korrigieren.

      Sie sagen also, im Westen gab es mehr Förderung zu Hause (als die Mütter weniger berufstätig waren) und im Osten gab es die Förderung in der Schule (als die Mütter vielfach berufstätig waren)? So?

      Dazu müsste man doch aber auch sagen, dass der Hort im Osten in der Regel nur bis Klasse 4 ging, soweit ich mich erinnere. Aber wir reden ja auch nur von den Grundschulen, richtig? Allerdings nahmen doch viele Kinder am Hort gar nicht teil? Ich kann Ihnen keine Zahlen nennen, aber ich weiß, dass ich eines der letzten Hortkinder in meiner Klasse war (Klasse 4). Ich wollte damals nicht mehr in den Hort, weil keiner meiner Freunde noch in den Hort ging. So war doch dann die schulische Förderung, auf die Sie verweisen, sehr “löchrig”. Einige Kinder wurden davon erreicht, andere nicht – von Klasse 1 bis Klasse 4 mit stark abnehmender Tendenz.

      Trotzdem war die Berufstätigkeit der Frauen im Osten hoch und trotzdem waren die Leistungen der Grundschüler mit den viel öfter berufstätigen Müttern – wie man hört und liest – besser als im Westen und sind nun nach der Wende auch schlechter geworden, obwohl doch die Berufstätigkeit der Mütter sogar abgenommen hat und der Hort doch bestehen bliebt (mit den genannten Einschränkungen).

      Verpflichtende Ganztagsschulen sind doch wohl auch erst nach der Wende im Osten eingeführt worden? Wenn ja, wo überhaupt? Wie viele eigentlich? Prozentual?

      • Ob der verpflichtende Ganztag erst nach der Wende iengeführt worden ist, ist nicht der springende Punkt. Schon vorher gab es ein flächendeckendes Angebot von Schulhorten, die eng verzahnt waren mit den Schulen, von denen die betreuten Hortkinder kamen.

        Im Westen fehlte dieses flächendeckende Angebot genauso wie die Kindertagesstätten. Bis in die 90er Jahre sah das Kindergarten-Angebot im Westen größtenteils folgendermaßen aus:

        Öffnungszeiten von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr und ggf. ein Nachmittag von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Die spärlich vorhandenen Schulhorte waren den Kindergärten angeschlossen. Eine Betreuung der Hortkinder einschließlich Mittagessen fand in der Zeit von 12:30 Uhr bis allenfalls 16:00/16:30 Uhr statt. In dieser Zeit wurden dann Hortkinder vom ersten bis zum sechsten Schuljahr, die auf verschiedene Schulen im Stadtgebiet gingen, gemeinsam betreut. Der Prozentsatz von Hortkindern war im Vergelich zu allen Kindern unter 14 Jahren, die schulpflichtig waren, marginal – also im einstelligen Prozentbereich (je nach westdeutscher Region zwischen 2% und 5%).

        • 0 % kommt auch vor.
          In meiner Region gab es flächendecken KEINE Horte, gibt es bis heute nicht, vermutlich ist selbst das Wort den meisten Menschen hier unbekannt.

          Ganztagesschulen gab es erst nach 2002, der Ausbau erfolgt nach und nach, aber er ist noch nicht einmal für die Hälfte der umliegenden Grundschulen erfolgt.

          • Die Ganztagesschulen im Westen laufen vielerorts OHNE geschultes Pesonal, zu denen ich z.B. Erzieher zählen würde.

            Die Erwebstätigenquote der Frauen lag unter 50% (Quelle bpb), wobei Voll- und Teilzeit nicht unterschieden ist.
            Die meisten Frauen konnten nicht arbeiten gehen, weil sie ihre Kinder betreut haben, was sich jetzt auf ihre Renten auswirkt.

          • Erzieher zählen Sie nicht zum geschulten Personal?

            In den Horten im Osten waren aber auch “nur” Erzieher beschäftigt. Es wurde doch argumentiert, die Horte im Osten hätten die Berufstätigkeit der Mütter aufgefangen?

            Aber irgendwie dreht sich ja eh mal wieder alles im Kreise. Es geht nur darum, sich jeweils gegenseitig zu widerlegen, um die These mit der Berufstätigkeit der Mütter als Grund für den Leistungsabfall aufrechtzuerhalten bzw. weiterhin ad absurdum zu führen. 🙂 🙂 🙂

            Wir können das jetzt auch lassen. Wir werden uns sowieso nie zustimmen. *zwinker*

          • In den Ganztagesangeboten im Westen arbeiten nicht generell Erzieher. Das ist ja gerade der Unterschied.
            Die Schulleiterin muss sehen, wie sie mit dem viel zu geringen Budget die Stunden am Nachmittag füllt. Da ist eine gute Qualifizierung manchmal einfach zu teuer und deshalb nicht möglich.

        • Trotzdem fällt es mir schwer, Ihrer Argumentation zu folgen. Ich versuche mal zu sortieren:

          (1) Wir hatten im Westen früher einen hohen Anteil nicht-berufstätiger Mütter (wie hoch war der denn? 60%?), die – obwohl weder fachlich noch pädagogisch ausgebildet – für bessere Schulleistungen als heute sorgten.

          (2) Wir hatten im Osten früher einen hohen Anteil berufstätiger Mütter (auch nie alle, wenn ich mich richtig erinnere rund 70%, siehe oben), deren Kinder in Schulhorten bis KLasse 4, in die nie alle Kinder gingen und bis Klasse 4 sowieso immer weniger, die dort von pädagogisch geschultem Personal betreut wurden.

          Das ist der Grund, warum (Stichjahr) 1990 die Leistungen der Grundschüler Ost besser waren als die Leistungen der Grundschüler West?

          • Jetzt haben wir

            (1) mehr berufstätige Mütter im Westen und mehr Horte / Ganztagsangebote mit geschultem Personal.

            (2) weniger berufstätige Mütter im Osten und etwa gleich hoher Anteil von Horten und Ganztagsangeboten mit geschultem Personal.

            Und deshalb sind die Leistungen der Grundschüler in Ost und West gesunken?

            Das widerspricht der “Haushaltsmütterargumentation” doch genauso!?!

          • Ich sehe das nach wie vor anders, gerade weil ich den Umbruch 89/90 erlebt habe.

            Es sind die neuen Zustände an den (Grund-)Schulen, die zu schlechteren Leistungen geführt haben und führen und dazu gehört ganz viel, was alles schon genannt worden ist (Spaßschule, Kuschelpädagogik, heutige Unterrichtsmethoden …).

            Und das ist alles im Osten auch passiert, ohne dass man es auf einen hohen Migrantenanteil und ohne, dass man das auf die Inklusion schieben kann, die sicherlich dazu gehören, aber im Osten a) nicht signifikant zu Buche schlagen bzw. b) erst für die letzten Jahre gelten können. Den Leistungsabfall gab es aber bereits ab 89/90 !

          • Antwort:
            Da die Erwerbstätigkeit der Frauen bis in die 70er Jahre von der Zustimmung des Haushaltsvorstandes abhängig war (die Ehemänner mussten den Arbeitsvertrag ihrer Frauen gegenzeichnen), war die Zahl erwerbstätiger Ehefrauen – so sie nicht im eigenen Betrieb mithelfende Familienangehörige waren – gering. D.h. sie lag unter 10%. Bis in die 90er gab es entsprechend der Kinderzahl nicht einmal eine flächendeckende Versorgung mit Kindergartenplätzen. Diese waren in der Regel Halbtagsplätze – Öffnungszeiten von 8:00/8:30 bis 12:30/13:00 Uhr waren die Regel.

            Bis in die 80er/90er reichte im Allgemeinen der Erwerbsverdienst eines Haushaltsmitgliedes aus, um eine Familie mit zwei Kindern zu versorgen. Die seit den 80er ansteigende Massen-)Arbeitslosigkeit, die Änderungen bzgl des Versorgungsausgleiches im Scheidungsfall, die unter Blüm veränderten Bestimmungen zu Witwen- und Waisenrenten sowie Erwerbsminderungsrenten, erhöhten den Druck auf Frauen, eigene Ansprüche in den sozialen Systemen zu erwerben. Dieser wurde in den 90ern durch Umstellung der beitragsfinanzierten Arbeitslosenhilfe (AlHi) auf ein steuerfinanziertes Arbeitslosengeld II (ALGII aka Hartz IV) erhöht.

            Da die tariflichen Entgelte in Deutschland nicht ausreichen, Familien nur mit einem Einkommen ausreichend zu versorgen, steigt die Beschäftigungsquote bei den Frauen. Der steigenden Erwerbsquote bei den Frauen wurden aber keine flächendeckenden und angepassten, qualitativ hochwertigen Angebote einer ganztägigen Kinderbetreuung entgegengesetzt. Es gibt weder ein flächendeckendes Angebot im U3-Bereich noch eine verbindliche Ganztagsbetreuung an Grund- und weiterführenden Schulen. Hinzu kommt dass diese Angebote dermaßen teuer sind, dass sich viele Familien überlegen, ihre Kinder betreuuen zu lassen. Gut sind diejenigen jungen Familien dran, die beide Großelternteile in erreichbarer Nähe leben haben, die als Back-up für unvorhersehbare Zwischfälle im gewöhnlichen Alltag einspringen können und deren “Erwerbspersonen” im näheren Umfeld einen gutbezahlten Job gefunden haben.

            Für viele trifft dies aber nicht zu – und diese Familien brauchen ganz dringend staatliche Unterstützung in Form von GAnztagsangeboten, die “Arbeit und Familie” erlauben. Dass das Wegbrechen der “Hausfrauen” als Unterstützungskräfte der Halbtagsschulen Einfluss auf die schulischen Leistungen haben muss, ist nicht von der Hand zu weisen.

          • Sehe ich auch so.
            Sehr viele junge Familien, die ihren Lebensmittelpunkt eigentlich woanders aufgebaut hatten, ziehen mit kleinen Kindern in die Nähe der Großeltern, um regelmäßig und im Notfall auf deren Hife in der Kinderbetreuung zurückgreifen zu können, weil keine Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

          • …oder weil man trotz instititutioneller Betreuungsmöglichkeit die persönliche Zuwendung der Großeltern einer Massenabfertigung vorzog.
            Sie beschreiben nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen steht jedoch die zunehmende Frage nach der Betreuungsqualität.

          • Bei denen, die ich kenne, weiß ich, dass sie gerne woanders geblieben wären.
            Stattdessen pendelt ein Elternteil täglich mehrere Stunden zur Arbeit oder verbleibt mehrere Tage dort, wo früher der Wohnort war.
            In den Städten scheinen Plätze insgesamt rar, weil die Nachfrage höher ist, in ländlicheren Gebieten ist der Ausbau noch gar nicht weit genug gekommen.
            Gleiches gilt für den Ganztag.
            Dass die Betreuungsqualiät stimmen sollte, steht außer Frage.

  14. Bildungsnahe und intakte Elternhäuser sind die besten Voraussetzungen für den schulischen Erfolg von Schülerinnen und Schülern.

  15. sofawolf 10.3. 18:41
    Ich kann mir schon vorstellen, dass nach der Wende nicht mehr so ein Druck auf Schüler ausgeübt wurde (ist jetzt eine Hypothese von mir).
    Also der Druck auf Schüler im Westen ist immer ähnlich geblieben – in Bayern hat er sich sogar durch die Übertrittsgeschichte – nachdem man vor – ich glaube 17 Jahren den Übertritt auf alle 3 Schularten eingeführt hatte (vorher ging die Realschule ab dem 6. Schuljahr los, über die Hauptschule zu erreichen) erhöht.
    Durch die Vergleichsarbeiten und andere Überprüfungsmaßnahmen (Regelbeurteilungen usw.) wurde der Druck eher erhöht. Als ich als Grundschullehrer angefangen habe, war alles noch unbedarfter und weniger leistungsorientiert. Da wollte auch nicht jedermann auf Realschule und Gymnasium, da hatte die reine Hauptschule für einen bodenständigen Handwerkerberuf genügt. Durch die Betreuung der Mütter, die die Hausaufgaben überwachten, haben die meisten doch ihre Sachen ordentlich – je nach Leistungsvermögen – gemacht. Was heute bei wesentlich mehr Schülern fehlt, ist das solide Arbeiten, wenn es auch nur nach ihren persönlichen Fähigkeiten erfolgen kann. Das ist schon einmal die Grundvoraussetzungen für nicht überfliegende Schüler, doch etwas mehr aus sich herauszuholen.
    Leider haben immer mehr ebenso motorische Defizite und ein geringeres Konzentrationsvermögen, dass das solide Arbeiten einigen Schülern sehr, sehr schwer macht.

    • Naja, wie gesagt, das haben die Mütter im Osten trotz Berufstätigkeit geschafft.

      Wir diskutieren hier so, als wären im Osten 100% berufstätig und im Westen 100% nicht berufstätig gewesen. Auch etliche berufstätige Mütter kümmern sich und etliche nicht-berufstätige Mütter kümmern sich nicht. Das kennen wir doch alle aus unserer täglichen Praxis.

      Ansonsten, woran ich mich erinnere, wie absurd wir es fanden, dass man plötzlich – nach der Wende – Fächer “abwählen” konnte oder dass eine 5 in Fach XY mit einer 3 in Fach ZY “ausgeglichen” werden konnte (auch wenn ich mich an den genauen Zusammenhang nicht mehr erinnere). Naja, und sind in den Grundschulen in den vergangegen Jahrzehnten nicht auch Deutschstunden gestrichen worden, um “Platz zu schaffen” für Frühenglisch und anderes? Außerdem hörten wir damals fassungslos, dass Kinder in Grundschulen, wenn sie keinen Bock mehr auf Unterricht haben, in eine Spielecke im Klassenraum gehen und eine Auszeit nehmen durften. Ja und dann kam, dass man die ersten Jahre erstmal schreiben durfte, wie man wollte, ohne korrigiert zu werden. (usw.)

      • … und die Abschaffung von Noten

        … und die Abschaffung vom Sitzenbleiben

        … und die Massen an Arbeitsbögen statt Heften, in die zu schreiben ist

        … und Hausaufgaben, für deren Nicht-Erledigung keine 5 bzw. 6 mehr gegeben werden darf

        und und und …

      • Beide Kommentare beschreiben sehr gut einen Teil der Ursachen der negativen Entwicklung im Osten nach der Wiedervereinigung durch die Übernahme der damals in Westdeutschland dominierenden Lehr- und schulischen Erziehungsmethoden.
        Was speziell an den Lehr- und den schulischen Erziehungsmethoden geändert wurde und dessen Auswirkungen hätte und sollte ein interessantes Betätigungsfeld für Lernforscher sein können.

      • “Ja und dann kam, dass man die ersten Jahre erstmal schreiben durfte, wie man wollte, ohne korrigiert zu werden. (usw.)”

        Definitiv falsch.
        Was Sie meinen ist nicht Korrektur, was Sie meinen ist Bewertung.
        FAlsch geschriebene Wörter müssen korrigiert/verbessert werden, die Schreibfehler dürfen in Hinblick auf die Notengebung aber nicht gewertet werden.

        • Definitiv falsch finde ich nicht sofawolfs, sondern Ihre Aussagen.
          Sofawolf meint in seinem letzten Kommentarsatz offensichtlich die Methode “Lesen durch Schreiben”. Bei ihr sollten die beiden Kulturtechniken mit Hilfe der Anlauttabelle tatsächlich von den Kindern selbst entdeckt und ohne Behinderung durch eine Fehlerkorrektur angewendet werden!
          “Schreib wie du hörst!” galt für mindestens die ersten beiden Schuljahre, also die Dauer des Schreib- und Leselehrgangs.
          Sogar auf Elternabenden wurde ausdrücklich davor gewarnt, Kinder zu Hause auf Rechtschreibfehler aufmerksam zu machen. Das sei kontraproduktiv und störe nicht nur die Arbeitslust, sondern gefährde auch weitere Vorzüge dieser Mehode.
          Außerdem kenne ich (zumindest in den ersten beiden Schuljahren) keine Notengebung, was die Begründung Ihres Urteils “Definitiv falsch” ebenfalls ad absurdum führt.

          • Die Notengebung in Klasse 1+2 ist aber schon sehr lange ausgesetzt,
            was nicht bedeutet, dass nicht korrigiert oder nicht bewertet würde.

        • Er meint das, was viele unter “Lesen durch Schreiben” vermuten, ohne verschiedenen die Ansätze und Varianten zu kennen und die Realität sehen zu wollen.
          (Und nein, AvL, ich diskutiere das an dieser Stelle nicht erneut!)

          • Diese Varianten , der von Ihnen propagierten werden, haben alle eines gemeinsam.Sie stützen sich auf den unkritischen Umgang mit bebilderten Anlaut-Tabellen und dienen der rein am Laut orientierten der eigenständigen Verschriftlichung mit der Entwicklung eigener Schreibstrategien durch deren Anwender, die Schreibanfänger.
            Ob sie es jetzt als ” Lesen durch Schreiben”, “Spracherfahrungsansatz” nach Brügelmann des Grundschulverbandes e.V. bezeichnen, oder als “Rechtschreibwerkstatt” titulieren, alle Methoden benutzen freies Schreiben nach Scharrelmann/ Ganzberg und erbringen ähnlich desaströse Ergebnisse , wie bereits deren Methode in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts.
            Abbild dieser Unkultur des Erlernens einer Art des Schreibens nach Gehör, die sogar unkritisch auf die Risikogruppen, wie Kinder aus einer an Sprache armen Umgebung, Kinder mit geringen Deutschkenntnissen, Autisten, Kinder mit einer Lernschwäche ,Kinder mit auditiven Wahrnehmungsstörungen etc., im eigenständigen, selbst erforschender Lernmethode angewendet wird, sind die desaströsen Ergebnisse in den bundesweiten Vergleichsstudien.

        • dickebank,Palim
          In den mir bekannten NRW-Grundschulen, und das sind viele, wird in den ersten beiden Schuljahren nicht korrigiert, falsche Schreibungen, wenn diese lautgetreu geschrieben sind, werden mit einem “smile” versehen und nicht verbessert. So werden falsche , eigene Schreibregeln bei den Schülern verfestigt und verstärkt. Und man erzählt denen noch, dass es eine Erwachsenenschrift gibt, ohne dass man diese strukturiert vermittelt.
          Ja und Palim wird wieder schreiben, dass diese Sichtweise meinem Mikrokosmus entsprungen ist. Das macht aber nichts, bildet es doch die Realität in den ersten beiden Schuljahren ab, wird so auch in den Fachdidaktischen Hinweisen der Kultusministeriums NRW auch so in einer PDF-Kartei hinterlegt und gilt als Anleitung für Grundschullehrer.
          Einseitig ist diese Sichtweise aber nicht, da man sich noch mit Eltern aus anderen Schulkreisen austauscht.
          Auf die Vermittlung orthographischer Regeln mit dem strukturierten Einüben wird in den ersten zwei Jahren bewusst verzichtet. Und so erklären sich auch die rein an der Lautierung der Anlaute des ABC orientierten Schreibweisen mit all den kryptischen Schreibweisen, die den Kindern nicht weiterhelfen, den schnellen Lernfortschritt behindern, das sichere selbstständige Verschriftlichen behindern und nur für Verwirrung bei den Schreibanfängern sorgen.
          Diese eigenständig und selbst erforschend vermittelten eigenen orthographischen Schreibregeln bekommt man aus den Köpfen der Kinder nicht mehr ohne sehr viel größeren Übungsaufwand heraus.
          Das ist verfestigt wie die Wege im Hochschnee zwischen verschiedenen Örtlichkeiten. So beschrieb es jedenfalls der Hirnforscher Prof. Dr. Manfred Spitzer. Man wählt bereits angelegte Wege und hütet sich neue, unbekannte und neue Wege im Hochschnee anzulegen, weil der Weg dorthin mühsam und schwerfällig ist.
          Und das neurologische Fenster der Verknüpfung von Sehrinde, motorischer Hirnrinde und Hör/Sprachhirnrinde ist dann schon bald wieder geschlossen, die Lerngeschwindigkeit nimmt schließlich bis zum 15 Lebensjahr kontinuierlich ab, so dass es immer schwerer fällt diese Defizite in den Grundlagenfächern auszugleichen.
          Und dann fehlt diesen Methoden noch der linguistische Ansatz mit all seinen Folgeerscheinungen. Einfachste Regeln, wie die Struktur deutscher Wortstämme wird nicht vermittelt( Haus A Hü te,B Hüf te, C Hütte), Endlauthärtungen p/b, g/k, d/t, z/ tz/s werden ausgeklammert, Dehnungs-H h nach Langvokal und nachfolgendem l,m,n,r ohne langen Anlaut ,wie sch,sp,st,kr,gr,qu.t….. , silbentrennendes H (ste hen, ge hen…), getrennt von offenen Silben malen versus mahlen etc.
          Und diese bunte Verquickung verschiedenster Methoden sorgt auch noch für eine zusätzliche Verunsicherung der Schreibanfänger, die eigentlich eine sehr strukturierte Vermittlung der Schriftsprache benötigen, um dann ab der dritten Klasse selbstständig schreiben zu können.
          Wenn diese dann etwas selber in der ersten und zweiten Klasse schreiben wollen, sind sie als Lehrer gefordert dieses zu vermitteln und helfend einzugreifen.

      • Zur Stundentafel ein Link:
        http://www.schulmuseum-dresden.de/ddr%20stundentafel.htm

        an dem man sehen kann, dass in der DDR sehr viele Deutschstunden erteilt wurden, die aber meines Wissens auch fächerübergreifend die Inhalte aufgriffen, die im Westen in den Bereich “Sachunterricht” fallen.
        Oder gab es im Grundschulbereich weder Inhalte der Biologie, noch Geschichte, Gesellschaftslehre, Ethik (Religion wohl nicht)?

        Im Vergleich dazu eine _aktuelle_ Stundentafel aus Nds.
        https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/schule/unsere_schulen/allgemein_bildende_schulen/grundschule/verlaessliche_grundschule/verlaessliche-grundschule-149807.html
        Da in anderen Bundesländern weit mehr Unterrichtsstunden erteilt werden, dürften die anderen Stundentafeln eine andere Verteiltung aufweisen.

        • Werken wird weitgehend dem Sachunterricht entsprochen haben, wenngleich mit deutlich weniger Stunden. Religon fiel in der DDR naturgemäß weg, Kunst / Musik / Mathematik waren vergleichbar. Die zusätzlichen Deutschstunden aus der DDR wurden ersetzt durch Freizeit (bzw. Ganztagsbetreuung), aufgrund der Konzeption leider lediglich Pseudo-Englisch und Sachunterricht. Durch die weniger Deutschstunden leidet die Lesekompetenz und damit auch die Lernfähigkeit in den späteren Klassen.

          • Werken ist der Umgang mit Holz, Papier, Pappe und anderen Werkstoffen.
            Sachunterricht ist quasi ein Fächerverbund aus Biologie, Geographie, Geschichte , Gesellschaftslehre und Technik mit Themen wie Frühblüher, Ver- und Entsorgung, Wahrnehmung von Zeit/ frühere Kulturen, Wetter u.a. bei gleichzeitiger Vermittlung von vielen Methoden (Tabellen, Zuordnungen, Beobachtungen dokumentieren, Versuche durchführen, Referate erstellen uvm.) Es gibt zwar auch hier neue Inhalte, die genannten sind aber (bis auf die Referate) alles klassische Themen dieses Faches, die es auch vor Jahrzehnten schon im Unterricht der Grundschule gab.
            Würden diese Inhalte in der DDR nicht berücksichtigt?
            Im Zeitungsbericht steht etwas von „Heimatkunde“, obwohl dies in der Stundentafel nicht auftaucht.

        • ZITAT: “Oder gab es im Grundschulbereich weder Inhalte der Biologie, noch Geschichte, Gesellschaftslehre, Ethik (Religion wohl nicht)?”

          Ich meine, das hatten wir weitestgehend in Heimatkunde. Das dürfte am ehesten dem heutigen Sachunterricht entsprochen haben.

          • ZITAT 2: “Werken ist der Umgang mit Holz, Papier, Pappe und anderen Werkstoffen.”

            Ja, da gingen wir in einen anderen Raum (Werkraum). Da wurde immer etwas “gemacht” (gebastelt, gebaut …), was Handwerkliches eben.

            Aber meine Erinnerungen dan Details sind wirklich schwach. Ich staune über jeden, der da noch Genaues weiß. Genaues setzt bei mir erst etwa ab der 5. Klasse ein.

          • Es geht sehr vielen Menschen so, dass sie sich nur wenig an ihre Grundschulzeit erinnern können. Um so schwieriger ist es häufig zu vermitteln, dass „Schule“ nicht so sein muss, wie das, was die Leute in der SEK I erlebt haben. Speziell Kinder zu Beginn der Schulzeit benötigen eine Heranführung an das, was „Schule“ bedeutet… und damit sind erst einmal alle Kinder gemeint.

          • Wenn Heimatkunde in der Stundentafel gar nicht aufgeführt ist, welche Stunden wurden dann dazu genutzt?

          • @Palim 17:20
            Dafür braucht es natürlich auch das Elternhaus. Bei Eltern mit der Einstellung “Erst Schule, dann Hausaufgaben, dann der Rest” dürfte es deutlich weniger Probleme geben als bei Eltern mit der Einstellung “egal, Hauptsache weg und / oder beaufsichtigt” oder mit der Einstellung “Vormittags Schule, Nachmittags Ballet, Fußball, Klavier, … und dann evtl. mal Hausaufgaben, aber wehe die gymnasiale Eignung ist in Gefahr”.

          • Ja, xxx, braucht es.
            Aber es braucht eben auch Information an die Eltern, dass “Schule” nicht gleichbedeutend mit “Sek I” ist.

            Daher kommen auch häufig die Annahmen, dass es in der Grundschule genau so abzulaufen hätte, wie man es sich aus der eigenen Schulzeit im Nachhinein immer noch vorstellt (was schon subjektiv ist) und wie es zu Beginn in der Grundschule vielleicht nie war.
            Selbst SuS der Grundschule, die in Klasse 4 sind und ausnahmsweise mit in die erste Klasse gehen oder nach dem Wechsel auf die weiterführende Schule zu Besuch kommen, wundern sich häufig und sagen: “Haben wir das auch gemacht?” Und für diese ist der Besuch der 1. Klasse gerade mal 3-5 Jahre her, trotzdem aber schon vergessen.

          • @ Palim, die Frage, welche Stunden für Heimatkunde genutzt wurden, wenn sie nicht in der Stundentafel auftauchen, kann ich Ihnen nicht beantworten. Vielleicht ist die Stundentafel falsch?

            Ich hatte jedenfalls in der Unterstufe ( = Grundschule) Heimatkunde. Ich mochte das. Es hatte Anteile von Geografie, Geschichte … und ? (vergessen).

    • Danke für den Link. In der DDR gab es offensichtlich auch eine Nivellierung auf niedrigem Niveau, wenngleich sicherlich nicht in dem heutigen Ausmaß und auch nicht auf einem derart niedrigen Niveau wie heute. Allerdings müsste man das mit dem Niveau der BRD aus demselben Zeitraum vergleichen.

    • Ja, das ist ganz interessant. Ich hoffe nicht, man meint, die Sicht einer Person ist gleichbedeutend mit “so war es wirklich”. Es gibt viele Sichtweisen, es gibt Unterschiede, es gibt sicherlich auch Erinnerungslücken auf der einen wie auf der anderen Seite.

      (1) “In meiner Klasse beginnt die politische Früherziehung mit Angela Davis und dem Hort, den DDR-weit 84 Prozent aller Schüler der 1. bis 4. Klassen nach dem Unterricht besuchen.” Da haben wir nun eine Zahl, allerdings sagt sie nicht aus, ob diese 84% von der 1. bis zur 4. Klasse gelten. Das kann ja kaum angenommen werden, dass es das 4 Jahre hindurch immer 84% waren. Wie gesagt war ich eines der letzten Hortkinder in Klasse 4; sonst ging da fast keiner mehr in den Hort.

      (2) “Zu Unterrichtsbeginn am Morgen wird gemeinsam ein Lied gesungen…” Daran kann ich mich nicht erinnern.

      (3) “wer eine Antwort zu geben hat, steht dazu auf. ” An sowas kann ich mich auch nicht erinnern. Klingt eher nach Sowjetunion bzw. den Klischees über die Schule dort.

      (4) “Deshalb wird einer der guten Schüler aus dem Gruppenrat beauftragt, künftig die Patenschaft für ihn zu übernehmen. Das heißt, nicht nur, mit Dieter am Nachmittag zu lernen. Das heißt auch, darauf zu achten, dass er pünktlich zum Unterricht kommt und in der Stunde nicht schwatzt. ” Kenne ich in Einzelfällen, aber war genauso wirkungslos wie heute.

      (5) Physik kam meiner Erinnerung nach in Klasse 6 hinzu. Sonnabends war meiner Meinung nach bis zur Wende Schulunterricht.

      (6) “In der Schule findet nun jeden Morgen vor der ersten Stunde die Politinformation statt.” Kenne ich nur von den EOS (ab Klasse 11) und nur einmal wöchentlich.

      (7) Die letzten Jahre ging man nach der 10. Klasse zur Abiturstufe (EOS).

      (8) “”Etwa 16 Prozent der Schüler der 8. beziehungsweise 10. Klassen wurden von den Polytechnischen Oberschulen an Erweiterte Oberschulen ‘delegiert’.” ” Da haben wir nun auch endlich mal eine Zahl. 🙂

      • (9) Wo – deshalb habe ich eigentlich nachgelesen -, xxx, lesen Sie denn die Nivellierung auf niedrigem Niveau heraus?

      • An Angela Davis, die schwarze US-Amerikanerin mit dem Wuschelkopf (Kommunistin?), die dort im Gefängnis saß, erinnere ich mich aber. 😉

      • ZITAT: “Lesen, Schreiben, Mathe, Musik, Zeichnen, Heimatkunde, Sport und Werken stehen auf dem Lehrplan. Das ist nicht besonders schwer. Die Zensuren, die es ab der ersten Klasse gibt, sind der Beleg dafür. ”

        Frage mich gerade, ob damit gemeint ist, dass Zensuren quasi verschenkt wurden? Ich erinnere mich, dass bei uns gleich in der 1. Klasse (also danach) jemand sitzenblieb.

        • @sofawolf: Auch heute und im Westen “bleiben Kinder in der ersten Klasse sitzen.” Will heißen, wenn wir feststellen, dass ein Kind permanent überfordert ist und das geht gewiss auch ohne eine einzige Note, hat es die Möglichkeit, die Inhalte der ersten beiden Grundschuljahre innerhalb von 3 Schuljahren zu meistern. Sitzenbleiben heißt es halt nicht mehr. Und es gilt auch nicht als sitzenbleiben. Es heißt Verweildauer.:)

        • Ja, das weiß ich wohl. 🙂 Mir ging es ja nur darum, dass der Eindruck “entstanden sein könnte”, im Osten wurden früher alle mit durchgeschleppt. Nein, soweit ich mich erinnere, blieb man mit einer 5 auf dem Zeugnis relativ konsequent sitzen (kann sein eine 5 Kann-Bestimmung, ab zwei 5-en Muss). Deshalb schütteln wir ja so mit unseren Köpfen, als man nach der Wende die 5 in einem Fach mit einer 2 in einem anderen “ausgleichen” konnte.

          (Bei uns gab es keine 6-en.)

          • Ich habe eher heute den Eindruck, dass alle “mitdurchgeschleppt” werden.

            Natürlich ist Sitzenbleiben für niemanden ein Ruhmesblatt; aber davon abgesehen fände ich es heutzutage doch oft sinnvoller.

      • ZITAT: “Allerdings wurden dabei in der DDR nicht selten auch die Grenzen zur Gängelei überschritten – und das mit Absicht. Ich war damals jedenfalls egoistisch und froh, dass ich keine Patenschaft übernehmen musste. ”

        Leider wird nicht beschrieben, was mit Gängelei gemeint sein solle. Ich habe erst kürzlich auch eine Patenschaft eingerichtet für ein Kind, dass eine bestimmte HA permanent vergisst. Eine ihrer Freundinnen hat sich bereiterklärt, die HA nun mit ihr zusammen zu machen.

        Ist sowas “drüben” 🙂 im Westen nicht üblich?

  16. ZITAT: “Andererseits leiden lernstarke Schüler darunter, dass sich der Unterricht oft an den Schwächeren orientiert.”

    Achso, das ist wohl die STelle, die xxx meint. Hmmm ………. keine Ahnung, ob das so war oder nicht. Worauf gründet sich diese Behauptung?

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