Baubeginn: in Berlin entsteht ein großes jüdisches Bildungszentrum

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Erstmals seit dem Holocaust soll in Berlin wieder ein großes jüdisches Bildungszentrum entstehen. Die orthodoxe Chabad Gemeinde feiert am 10. Juni den ersten Spatenstich für ihren neuen Campus im Berliner Stadtteil Wilmersdorf. «Damit wollen wir ein Zeichen setzen, damit wollen wir sagen: Wer baut, der zeigt Vertrauen», sagte Rabbiner Yehuda Teichtal bei der Vorstellung des Projekts. «Wir haben Vertrauen in die positive Entwicklung des jüdischen Lebens in Deutschlands.»

Chabad – eine Glaubensgemeinde aus New York.                                                    Foto: Chabad Lubavitch / flickr / CC BY 2.0

Das geplante siebenstöckige Gebäude soll nicht nur eine Schule und einen Kindergarten für insgesamt 500 Kinder haben. Auch Räume für Sport und Musik, Familien- und Gemeindeveranstaltungen sind vorgesehen. Das Projekt wird von der Bundesregierung, dem Land Berlin und mehreren Stiftungen unterstützt. Zwei Drittel der Kosten von rund 18 Millionen Euro seien bereits gedeckt, sagte Teichtal. «In Deutschland wird viel über Antisemitismusbekämpfung gesprochen. Das hier ist Tacheles, das hier ist konkret.»

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Chabad, eine aus New York stammende chassidische Gruppierung innerhalb des orthodoxen Judentums, hat schon jetzt mehrere Bildungseinrichtungen in Berlin. Sie sind über das Stadtgebiet verteilt und sollen in dem neuen Zentrum gebündelt werden. dpa

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