Lehrerpult statt Ruhestand – Bremen will Beamtengesetz ändern

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Der Bremer Landtag will am Mittwoch das Landesbeamtengesetz ändern, um das freiwillige Weiterarbeiten von Lehrern auch nach der Pensionierung rechtlich zu regeln. Hintergrund ist der Lehrermangel. Derzeit könnten nicht alle offenen Stellen besetzt werden, heißt es zur Begründung der Gesetzesänderung, die jetzt beschlossen werden soll.

Vielleicht doch lieber arbeiten und nicht den Ruhestand genießen?                          Foto: Comrade King / flickr / CC BY-SA 2.0

Der Stadtstaat wirbt deshalb wie andere Länder um Pensionäre, um den Mangel kurzfristig zu überbrücken. Die Probleme bestünden aber bundesweit. Derzeit sind in Bremen rund 80 Pensionäre angestellt. Eine Mehrheit für die Gesetzesänderung gilt als sicher.

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Die GEW in Bremen hält die Änderung für überflüssig. «Die bestehenden Regelungen sind ausreichend», so GEW-Sprecher Christian Gloede. Wichtig sei es, dass bei Pensionären gewährleistet sei, dass sie im Falle eines Verbleibens im Schuldienst weiter im öffentlichen Dienst beschäftigt seien und nicht etwa über Leiharbeitsfirmen vermittelt würden. dpa

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2 KOMMENTARE

  1. Pensionäre zum Weiterarbeiten zu gewinnen, ist sicherlich die eine Möglichkeit, den Lehrermangel zu mindern. Eine andere wäre, berufstätige Lehrer so zu entlasten, dass sie sich nicht in eine Frühpensionierung bzw. Teilzeit retten / flüchten oder ausgebrannt ausscheiden, weil ihnen alles zu viel wird. Damit sollte man eigentlich anfangen, dann bräuchte man vielleicht auch keine Pensionäre, die weiterarbeiten (wobei ich das ok finde).

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