Städtetagsreferent fordert mehr Geld für Schulsozialarbeit vom Sozialministerium

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Der Städtetag fordert mehr Mittel für die Sozialarbeiter an Schulen. «Mit ihrer besonderen Vertrauensstellung als Helfer und Unterstützer in der Not können sie Gewalt sowohl in der Schülerschaft als auch gegen Lehrer verhindern und Streit schlichten», sagte Städtetagsreferent Norbert Brugger. Schulsozialarbeiter hätten in dem auf Lernen und Leistung ausgerichteten Schulbetrieb das Ohr für die menschlichen Anliegen der Schüler. Die bisherige Finanzierung durch das Land reiche aber nicht aus.

Ein Gespräch kann manchmal Wunder bewirken.                                       Foto: Heinrich-Böll-Stiftung / flickr / CC BY-SA 2.0

Das Land sei 2012 mit zunächst 15 Millionen Euro wieder in die Landesförderung für Schulsozialarbeit eingestiegen und habe seinen Jahresetat dafür bereits 2014 auf rund 25 Millionen Euro im Jahr erhöht. Für jede Vollzeitstelle zahlt das Land 16.700 Euro. Dieser Betrag soll ein Drittel der Kosten decken, sei aber nie angepasst worden. Die weiteren mittlerweile mehr als zwei Drittel tragen die Kommunen.

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Die Zahl der Vollzeitstellen verdoppelte sich laut Brugger in den vergangenen fünf Jahren landesweit nahezu von 829 auf 1.508. Hochgerechnet geht der Verband für 2018 von einem Bedarf von rund 1.640 und von 1.800 Stellen 2019 aus. Die 25 Millionen Euro dürften daher spätestens 2019 nicht mehr reichen. Das Sozialministerium betont, seine Förderung sei eine freiwillige Leistung. Schulsozialarbeit sei Sache der Kommunen. dpa

GEW fordert mehr Schulsozialarbeit – auch an Gymnasien steigt der Bedarf

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