Studie: Studenten kommen überwiegend aus Akademiker-Familien

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HANNOVER. Immer mehr junge Leute in Deutschland studieren. Ob jemand die Uni besucht, hängt aber noch immer stark vom Elternhaus ab. Das zeigt eine aktuelle Studie: Sind Mama oder Papa auch Akademiker, sind es vermutlich auch die Kinder – ansonsten eher nicht.

Der überwiegende Teil von ihnen hat wahrscheinlich Eltern mit Uni-Abschluss.      Foto: Jan Kaláb / flickr / CC BY-SA 2.0

Von 100 Kindern aus Akademiker-Familien schaffen 79 den Sprung an eine Hochschule. Haben beide Eltern keinen Hochschul-Abschluss, sind es nur 27. Das geht aus aktuellen Zahlen des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) für 2016 hervor. Seit 2005 hat sich der Anteil von Studierenden, deren Eltern nicht schon an der Uni waren, damit kaum verändert – auch wenn die Gesamtzahl der Studierenden im gleichen Zeitraum deutlich gestiegen ist.

An deutschen Unis sind Akademiker in zweiter und dritter Generation damit klar überrepräsentiert: 53 Prozent der Studienanfänger haben mindestens ein Elternteil mit akademischem Abschluss, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung der 18- bis 25-Jährigen liegt aber nur bei 28 Prozent. Umgekehrt hat mehr als die Hälfte der jungen Leute in dieser Altersgruppe (53 Prozent) mindestens ein Elternteil mit beruflichem Abschluss, aber ohne Abi – an der Uni liegt ihr Anteil aber nur bei 30 Prozent.

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Diese Schieflage entsteht nach Angaben der Forscher aber nicht erst beim Wechsel von der Schule in die Ausbildung oder an die Hochschule: So besuchen Kinder von Akademiker-Eltern auch schon deutlich häufiger die gymnasiale Oberstufe. Kinder aus Nicht-Akademiker-Haushalten besuchen im gleichen Zeitraum eher berufliche Schulen. Hier ist die Übergangsquote zur Hochschule aber deutlich niedriger.

Die Gründe für das Ungleichgewicht sind vielfältig, so die Forscher. Einer davon: Eltern, die selbst keine Hochschul-Erfahrung haben, überschätzen oft die Kosten für höhere Bildung – und unterschätzen gleichzeitig deren Ertrag. Umgekehrt haben Akademiker-Eltern mehr Ressourcen, um ihre Kinder zu fördern. Ein Hochschulabschluss hat in diesen Schichten zudem einen größeren sozialen Stellenwert. dpa

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