Japan ist angesagt – bei Schülerreisen nach Düsseldorf

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DÜSSELDORF. Die Exotik der japanischen Kultur zieht Jugendliche in ihren Bann – was sich in Düsseldorf alljährlich beim Japan-Tag feststellen lässt, wenn Tausende von jungen Menschen in Manga-Kostümen durch die Landeshauptstadt flanieren. Diesem Interesse trägt die Jugendherberge Düsseldorf jetzt Rechnung: „Düsseldorf japanisch“ bietet Schülergruppen Einblicke ins Land der aufgehenden Sonne. Das Programm findet sich im Katalog „Go-to-City 2019“, der in diesen Tagen erscheint und die Angebote der gemeinnützigen* Jugendherbergen im Rheinland an Stadt- und Abschlussfahrten für Schülerinnen und Schülern von der 9. bis zur 13. Klasse bündelt.

Ausgangspunkt für Expeditionen nach Fernost: die Jugendherberge Düsseldorf. Foto: DJH Rheinland / Jugendherberge Düsseldorf
Ausgangspunkt für Expeditionen nach Fernost: die Jugendherberge Düsseldorf. Foto: DJH Rheinland / Jugendherberge Düsseldorf

Konnichi wa! Herzlich Willkommen! In Düsseldorf – mitunter auch „Nippon am Rhein“ genannt – gibt es das einzige japanisch geprägte Stadtviertel Deutschlands. In der Innenstadt unweit des Hauptbahnhofs laden Straßenzüge voller Geschäfte und Restaurants mit japanischem Flair und exotischer Küche zum Bummeln ein. Hintergründe bekommen die Schülerinnen und Schüler dann im EKŌ-Haus der japanischen Kultur vermittelt, einer wunderschön in einem großen japanischen Garten gelegenen Anlage samt buddhistischem Tempel,  einem Teehaus sowie einer Bibliothek. Und abends wird dann gemeinsam gekocht – Sushi natürlich.

Im EKŌ-Haus der japanischen Kultur werden Hintergründe vermittelt. Foto: perlblau  / Wikimedia Commons CC-by-sa 3.0/de
Im EKŌ-Haus der japanischen Kultur werden Hintergründe vermittelt. Foto: perlblau / Wikimedia Commons CC-by-sa 3.0/de
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Andrea Kumpfe ist Leiterin der Jugendherberge Düsseldorf – und sie leitet im Haus den Sushi-Workshop, der zum Programm gehört. Sie selbst wurde von einem japanischen Ehepaar in deren heimischer Küche in die rituelle Art der Zubereitung eingewiesen. „Sushi ist in Japan etwas besonderes, das Herrichten wird zelebriert“, berichtet sie. Und das brauche Zeit. Die Zeremonie beginnt beim Waschen der Zutaten, die dabei überaus liebevoll behandelt werden, geht über die genauestens vorgeschriebene Auswahl und Vorbereitung des zu verarbeitenden Fisches und reicht bis zum Verteilen von Reis auf Algenblätter, wobei jedem einzelnen Körnchen Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Tausende von Jugendliche verkleiden sich beim Japan-Tag in Düsseldorf alljährlich als Manga-Figuren. Foto: running3000 / flickr (CC BY-SA 2.0)

Schülerinnen und Schüler, die heutzutage meist schnelle Küche gewohnt sind und diese Art des japanischen Kochens zum ersten Mal erleben, zeigen sich von der Bedächtigkeit und Akkuratesse  immer wieder beeindruckt, wie Andrea Kumpfe berichtet. Selbst ein hierzulande eher schnödes Rührei werde – mit Soja und Zucker gewürzt, glatt gestrichen und dann zu kleinen Schnecken gerollt – zum kulinarischen Kunstwerk. Rund drei Stunden dauere der Sushi-Abend. „Die Schüler haben dabei unglaublich viel Spaß“, sagt die Herbergsleiterin. Um den zu gewährleisten, wird allerdings mitunter etwas gemogelt. Statt grünem Tee, der eigentlich zum Sushi gereicht wird (aber im Original doch recht bitter schmeckt), serviert Andrea Kumpfe einen selbst kreierten, selbstverständlich alkoholfreien Grünen-Tee-Cocktail, der jedem schmeckt. Und für diejenigen, die mit rohem Fisch fremdeln, werden die Sushi-Röllchen halt nur mit Gemüse gefüllt.

Wichtig ist zweierlei: Freude am gemeinsamen Erleben – und Einblicke in eine Kultur, die mit ihrem Reichtum dazu einlädt, sich intensiver mit ihr zu beschäftigen.

Weitere „Erlebnisbausteine“ aus Go-to-City (hier geht es zum Katalog: www.jh-klassenfahrt.de)

  • Jugendherberge Bonn – „Weg der Demokratie“, Besuch im Willy-Brandt-Forum, Unkel, Besuch des Regierungsbunkers, Bad Neuenahr
  • Jugendherberge Duisburg – „Gelungener Strukturwandel“, Escape Game „Geschlossene Gesellschaft“
  • Jugendherberge Köln – Insider-Stadtführung (ein Kölner Original führt durch sein Veedel).

Weitere Informationen: www.djh-go2city.de

Weitere Informationen: rheinland.jugendherberge.de

*Hintergrund

Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH), Landesverband Rheinland, ist als gemeinnütziger, eingetragener Verein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Das DJH bietet seinen Gästen aus aller Welt in Jugendherbergen Möglichkeiten der Begegnung sowie des Kennenlernens und dient so dem gegenseitigen Verständnis und friedlichen Miteinander von jungen Menschen und Völkern. Getragen vom Jugendherbergsgedanken und einer 100-jährigen Tradition sind die Förderung der Jugendhilfe, der Jugendbildung, von Familien mit Kindern und Alleinerziehenden, der Heimatgedanke sowie Umwelt- und Landschaftsschutz Zwecke des Vereins.

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