Ministerin Karliczek zum Digitalpakt: Länder sollten vorangehen statt untätig zu warten

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BERLIN. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Länder aufgefordert, nicht untätig darauf zu warten, dass der geplante Digitalpakt beschlossen wird.

«Die Länder müssen ihren Teil beisteuern. Das verpflichtet die Länder aber umso mehr, nicht zu warten, bis der Pakt beschlossen ist», sagte Karliczek im Interview der «Welt». Die Länder könnten schon jetzt Schulen mit Glasfaseranschluss versehen, denn das Geld für diesen Zweck stehe beim Bund bereit. Auch sollten sie die Lehrer für die digitale Schule aus- und weiterbilden und die Wartung der Technik organisieren.

Nach Meinung von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sollen die Länder nicht untätig auf die Gelder aus dem Digitalpakt warten. Foto: J.-H. Janßen / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Nach Meinung von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sollen die Länder nicht untätig auf die Gelder aus dem Digitalpakt warten. Foto: J.-H. Janßen / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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Als Richtwert, welchen Anteil die Länder an Eigenleistung zu erbringen hätten, nannte Karliczek 10 oder 15 Prozent. Der Bund werde auf genaue Absprachen und Verpflichtungen dringen. «Jeder Cent muss in die digitale Infrastruktur der Schulen fließen», sagte die Ministerin. (dpa)

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1 KOMMENTAR

  1. “«Jeder Cent muss in die digitale Infrastruktur der Schulen fließen», sagte die Ministerin.”
    Haben wir wirklich keine dringenderen Sorgen? Bestehen die Defizite bei den Kenntnissen von Schulabsolventen eigentlich vorwiegend im digitalen Bereich bzw. wären dadurch behebbar, oder liegen sie in Bereichen, die man auch ohne digitale Infrastruktur angehen könnte, z.B. Mathematik, Deutsch, Fremdsprachen? Meint man, die Inklusion könne digital gefördert werden oder auch die Migrantenkinder?

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