Zu viele Vertretungsstunden – Opposition greift Hesse an

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Oppositionsfraktionen im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern haben Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) wegen des hohen Anteils von Vertretungsstunden an den Schulen kritisiert. Dem «Bericht zur Situation des Vertretungsunterrichts in Mecklenburg-Vorpommern» zufolge ist dessen Anteil im Land auf einem Rekordniveau. Die Linksfraktion betonte. Vertretungsunterricht rechne den tatsächlichen Unterrichtsausfall klein.

Die neue Bildungsministerin von Mecklenburg-Vorpommern: Birgit Hesse (SPD). Foto: Regierung Mecklenburg-Vorpommern
Redet Hesse den Lehrermangel klein?                                                              Foto: Regierung Mecklenburg-Vorpommern

«Zusammenlegung von Klassen und Stillbeschäftigung sind lediglich Verwahrung der Kinder, aber kein Unterricht», sagte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Simone Oldenburg. Der Bildungsexperte der «Bürger für Mecklenburg-Vorpommern», Bernhard Wildt, betonte: «Die Zahlen machen deutlich, dass der vom Ministerium bis heute kleingeredete Lehrermangel schon jetzt gewaltige Schatten vorauswirft und dringender Handlungsbedarf besteht.»

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Laut Bericht bestand gut 10 Prozent des Unterrichts im ersten Halbjahr 2017/18 an allgemeinbildenden Schulen und mehr als 12 Prozent an Berufsschulen aus Vertretungsstunden. An den Berufsschulen sei das der höchste Wert seit mehr als zehn Jahren. Die allgemeinbildenden Schulen blieben zwar auf dem Vorjahresniveau, das sei aber zugleich der höchste Wert seit 1996. Komplett ausgefallen sind dem Bericht zufolge an den Berufsschulen im ersten Halbjahr 6,2 Prozent der Stunden (Vorjahr: 5,8). An allgemeinbildenden Schulen waren es 2,2 Prozent (Vorjahr: 2,1). dpa

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