Referendare händeringend gesucht: Neue Einstellungstermine sollen Kandidaten locken

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SCHWERIN. Weil an deutschen Schulen die Lehrer knapp werden, ist unter den Bundesländern ein heftiger Konkurrenzkampf um Nachwuchspädagogen entbrannt. Mecklenburg-Vorpommern schreibt deshalb viele Referendarsstellen aus, in der Hoffnung, dass die Kandidaten danach bleiben.

Kämpft gegen den Lehrermangel auf dem Land: Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD). Foto: Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern
Möchte den Lehrernachwuchs halten: Macklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Birgit Hesse. Foto: Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern wirbt weiter um junge Lehrer. Das Bildungsministerium in Schwerin schrieb jetzt 370 Stellen für Lehramts-Referendare aus, die zum Schulhalbjahr am 1. Februar 2019 besetzt werden sollen. Für den 18-monatigen Vorbereitungsdienst, der regulärer Bestandteil des Studiums ist, stehen 335 Plätze an staatlichen allgemein bildenden Schulen und 35 Plätze an staatlichen Berufsschulen zur Verfügung.

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Mecklenburg-Vorpommern habe großen Bedarf an gut ausgebildeten Lehrkräften, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD). Doch stehe das Land im Wettbewerb um Lehrer in einem bundesweiten Wettbewerb, wie sich zum Schulbeginn sehr deutlich gezeigt habe. In Mecklenburg-Vorpommern waren 639 Lehrer neu in den Schuldienst übernommen worden, ein Drittel davon allerdings Seiteneinsteiger. Sie hoffe, dass möglichst viele Lehramtsstudenten der Universitäten in Rostock und Greifswald im Land bleiben. «Ich freue mich über alle, die sich für ein Referendariat an unseren Schulen entscheiden», sagte Hesse.

Laut Ministerium hatten in diesem Sommer 246 Lehramts-Referendare in Mecklenburg-Vorpommern das zweite Staatsexamen erfolgreich abgeschlossen. 142 dieser Junglehrer wurden unbefristet in den Schuldienst des Landes übernommen.

Für das Jahr 2018 hatte das Bildungsministerium insgesamt 451 Referendarsstellen ausgeschrieben, von denen mehr als 100 noch nicht besetzt wurden. In diesem Jahr werden aber erstmals zu drei Terminen Pädagogikstudenten eingestellt, neben dem 1. Februar und dem 1. August nun auch noch zum 1. Oktober. Von 2019 an soll der 1. April als vierter Einstellungstermin hinzukommen, kündigte Hesse an. dpa

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