Trotz Lehrermangels: Zahl der Grundschullehramt-Studenten sinkt

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SCHWERIN. Trotz des Lehrermangels an den Grundschulen in Mecklenburg-Vorpommern sinken nach Angaben der Linken die Studentenzahlen an der Universität in Rostock. Sie seien von 853 im Jahr 2017 auf 790 im Jahr 2018 zurückgegangen, sagte der Linken-Landtagsabgeordnete Karsten Kolbe unter Berufung auf Angaben der Landesregierung im Bildungsausschuss des Landtags.

Mecklenburg-Vorpommern braucht dringend Grundschullehrer – aber…. Foto: Clemens Löcker / flickr / CC BY-SA 2.0

Zudem sei die Stellensituation in der Rostocker Grundschulpädagogik schwierig. Mit Blockseminaren in den Semesterferien würden die wegen Personalmangels in der Vorlesungszeit nicht angebotenen Seminare nachgeholt. Fraktionschefin Simone Oldenburg forderte Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) auf, die Situation zur Chefsache zu machen.

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Ein Sprecher des Bildungsministeriums räumte ein, dass es in der Ausbildung der Grundschullehrer Schwierigkeiten bei der Studienorganisation gebe, die gelöst werden müssten. Die Grundschulpädagogik in Rostock solle daher noch in diesem Jahr als Institut selbstständig werden, was Entscheidungswege verkürze und die Organisation erleichtere. Der Ministeriumssprecher erinnerte an die Ankündigung Hesses, sich mit den Rektoren der beiden Universitäten im Land über die Lehrerbildung austauschen zu wollen. dpa

Nachwuchsmangel: Mecklenburg-Vorpommern kann nur ein Drittel seiner Referendariatsplätze besetzen

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2 KOMMENTARE

  1. Man kann Schulabsolventen nur abraten, ein Lehramtsstudium aufzunehmen, da im Referendariat die Referendare laut Medienberichten ziemlich schickaniert werden und man sie oft aus undurchsichtigen Gründen durchfallen lässt. Ist man jedoch im Referendariat gescheitert, wird der Berufseinstieg, egal in welchem Beruf, wesentlich schwerer. Zahlreiche renommierte Zeitungen haben in der Vergangenheit darüber berichtet:
    https://www.sueddeutsche.de/bildung/neue-kolumne-der-referendar-geisterbahn-ref-1.2096158-2
    https://ze.tt/so-unfair-werden-angehende-lehrerinnen-behandelt-referendariat-schule/
    https://www.sueddeutsche.de/karriere/lehrer-im-referendariat-die-schlimmste-zeit-meines-lebens-1.592394-2
    http://www.spiegel.de/forum/lebenundlernen/junglehrer-ausgebrannt-bevor-es-losgeht-thread-59959-43.html

  2. Man kann keinem Schulabgänger raten, Lehrer werden zu wollen, da Referendare im Referendariat ziemlich schikaniert werden und oft auch aus undurchsichtigen Gründen durchfallen. Dann aber ist es erheblich schwieriger, einen anderen Beruf zu ergreifen.

    https://ze.tt/so-unfair-werden-angehende-lehrerinnen-behandelt-referendariat-schule/
    https://www.sueddeutsche.de/karriere/lehrer-im-referendariat-die-schlimmste-zeit-meines-lebens-1.592394-2
    http://www.spiegel.de/forum/lebenundlernen/junglehrer-ausgebrannt-bevor-es-losgeht-thread-59959-43.html

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