Bildungstagung: Schüler haben zu oft falsche Berufsvorstellungen

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NEUBRANDENBURG. Schulabgänger haben laut einer Umfrage der Neubrandenburger IHK nach wie vor oft falsche Vorstellungen vom Ausbildungsberuf. Das sei für 80 Prozent der Betriebe weiter das größte Hemmnis und der Grund für Lehrabbrüche, sagte Kammerpräsident Wolfgang Blank am Donnerstag auf einer Bildungstagung vor mehr als 200 Teilnehmern in Neubrandenburg. Ein Koch koche eben nicht nur. In Mecklenburg-Vorpommern brechen Untersuchungen zufolge bis zu einem Drittel der Lehrlinge ihre erste Ausbildung ab, was überproportional viel sei.

Die duale Ausbildung gilt als Erfolgsmodell – trotz mancher Probleme. Foto: holding graz / flickr / CC BY 2.0

Um solche «Fehlstarts» zu vermeiden, wollen Schulen und Firmen bei der frühen Berufsorientierung viel enger zusammenarbeiten. «Die Firmen werden unter anderem Lehrerpraktika anbieten», sagte Blank. Die rund 25.000 Kammer-Unternehmen hätten zudem eine Initiative gestartet, wie Berufe praktischer erlebbarer gemacht werden. Hans-Heinrich Lappat vom Schweriner Bildungsministerium kündigte an, dass die bisherigen Schülerpraktika um ein Sozialpraktikum erweitert werden sollen. dpa

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