Tag der Handschrift: Lehrerverbände sorgen sich, dass in Schulen das Handschreiben an Bedeutung verliert – „elementar fürs Lernen”

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DÜSSELDORF. Anlässlich des internationalen Tags der Handschrift am 23. Januar fordern Lehrerverbände, das Handschreiben nicht zu vernachlässigen. „Die Handschrift ist keinesfalls überholt, sondern elementar für das erfolgreiche Lernen. Die Handschrift trainiert die motorischen Fähigkeiten und fördert das Gedächtnis. Diese positiven Auswirkungen der Handschrift sind auch im Zeitalter der Digitalisierung nicht zu unterschätzen“, erklärt Anne Deimel, stellvertretende Landesvorsitzende des VBE Nordrhein-Westfalen. Der Hessische Philologenverband sowie der Bayerische Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) äußern sich ähnlich.  

Handschreiben geht immer – und überall. Foto: Shutterstock

„Für Schülerinnen und Schüler ist es absolut notwendig, sowohl eine Handschrift zu erlernen als auch über Tippfähigkeiten am Tablet, Laptop bzw. Computer zu verfügen. Eine Handschrift muss gelehrt und moderne Medien dürfen nicht ignoriert werden. Diese Fähigkeiten sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden, beide Fähigkeiten muss die Schule fördern“, sagt Anne Deimel. Eltern seien als Vorbilder gefragt, die Handschrift im Alltag anzuwenden und sie mit ihren Kindern zu trainieren. Die VBE-Expertin: „Einkaufszettel, Notizen und kleine persönliche Briefe sind gute Möglichkeiten, gemeinsam mit den Kindern, die Handschrift zu üben.“

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Der Hessische Philologenverband schlägt in die gleiche Kerbe. Mit Sorge werde beobachtet, „dass in den Schulen das Schreiben mit der Hand an Bedeutung verliert. Der Trend weg vom Schreibblock, hin zur Computertastatur und zum Display kann nicht unhinterfragt bleiben. Das flüssige Schreiben auf der Computertastatur zu bevorzugen und  damit die schreibmotorischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler verkümmern zu lassen, ist didaktisch fahrlässig“, so heißt es. Im Bildungsprozess dürfe es aber kein Entweder-oder geben. Vielmehr müsse das Handschreiben sinnvoll in den digitalen Zusammenhang einbezogen werden, das Blatt Papier und der Füller sollten im Leben von Schülerinnen und Schülern genauso eine Rolle spielen wie die Tastatur digitaler Geräte.

Es gebe einen Zusammenhang von Schreiben und Denken. Im Handschreiben spiegelt sich immer auch der Schreibende mit seinen Gedanken, mit seiner Persönlichkeit. „Die Konzentration auf gutes Schreiben erhöht die Chancen auf klares Denken und gibt Sicherheit in der Rechtschreibung sowie im sprachlichen Ausdruck“, sagt Reinhard Schwab, Vorsitzender des Pädagogischen Ausschusses der Philologen in Hessen. Studien hätten ergeben, dass eine Verbundschrift das Aneignen und Merken von Texten begünstigt. Grundsätzlich ist beobachtbar, dass gute Schreiber oft auch beim Lernen Vorteile haben. Schlampiges Schreiben und Nichtbeachtung der Rechtschreibung gingen nicht selten Hand in Hand.  Schreiben lebte von der Haltung in Körper und Kopf. Friedrich Nietzsche sei zuzustimmen: „Unser Schreibzeug arbeitet mit an unseren Gedanken.“

Die Ergonomie-Expertin und Geschäftsführerin des Schreibmotorik Instituts, Dr. Marianela Diaz Meyer, bestätigt das. „Es gibt mehrere wissenschaftliche Studien, die ganz eindeutig belegen, dass das Tippen am Computer das Schreiben von Hand beim Lernen nicht ersetzen kann“, sagt sie. „Von Hand zu schreiben bedeutet, dass wir charakteristische Buchstabenformen schreiben. Der damit verbundene Bewegungsablauf wird im Gehirn verarbeitet, was wiederum das Schreiben- und Lesenlernen unterstützt. Schreibanfänger können etwa Buchstaben, die sie mit der Hand zu schreiben gelernt haben, besser erkennen. Beim Tippen handelt es sich dagegen immer um die gleiche Bewegung, egal ob ich ein A, ein S oder ein B drücke.“

Viel mehr als die Schrift

„Wer im Unterricht kritzelt, kann sich besser konzentrieren“, betont auch BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann. Handgeschriebenes lasse sich zudem besser merken und das Gelernte bleibe auch länger im Gedächtnis. Beim Schreiben seien Hirnareale aktiv, die wiederum mit Muskeln und Gelenken zusammenarbeiteten. Handschreiben umfasse viel mehr als die Schrift. Entscheidend seien auch die Bewegungen, die zur Schrift führten, die sogenannte Schreibmotorik. Fleischmanns Fazit: Handschreiben mache schlau. Deshalb müsse alles dafür getan werden, dass die Handschrift nicht verschwinde.

Die Sorge sei begründet. Viele Schülerinnen und Schüler lernten nur noch die Druckschrift und keine Schreibschrift mehr, außerdem würden immer mehr Tablets im Unterricht eingesetzt. „In Bayern steuern wir dem entgegen, indem im Grundschullehrplan der Prozess zum Erwerb der Handschrift fest implementiert ist – dafür hat sich der BLLV bei der Einführung des neuen Lehrplans stark gemacht und sich auch durchgesetzt“, erklärt Fleischmann.

Auch die hessischen Philologen plädieren für eine gründliche Unterweisung von Grundschülern in einer verbundenen Handschrift:„Grundschulkinder sollten nicht als ‚Druckschrift-Schreiber‘ in die weiterführenden Schulen eintreten. Dort geht es dann um die individuelle Weiterentwicklung des Handschriftlichen, nicht um eine stark reglementierte Schrift. Grundsätzlich sollte bedacht werden, dass es sich bei der Handschrift um einen äußerst bedeutsamen Ausdruck einer Person handelt. Schreiben ist – wie das Lesen auch – eine Kulturtechnik, zu deren Entwicklung man in Schule keine didaktischen Mühen scheuen sollte.“ Agentur für Bildungsjournalismus

Gut zu wissen

Hintergrund zum Tag der Handschrift, der auf den National Handwriting Day in den USA zurückgeht: Der 23. Januar ist der Geburtstag von John Hancock (1737 –1793), dem Erstunterzeichner der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Seine handschriftliche Signatur auf dem Dokument ist aufgrund ihrer Größe besonders markant.

Tag der Handschrift: Das Schreibmotorik Institut startet ein Projekt für Schulen

 

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39 KOMMENTARE

  1. Bevor hier wieder die Diskussion losbricht, was eine Handschrift ist, seien hier einmal ein paar international gültige Definitionen abgedruckt zu lesen.

    1. Die Handschrift ist definiert als eine für jeden Schreiber charakteristische Schrift, die von der Hand geformt wird (Zitat nach Wahrig et al 1982 b,S.398).

    2. Eine Schreibschrift, Kurrentschrift (lat. currere, laufen) oder Laufschrift, ist eine Gebrauchsschrift, die durch eine fortlaufende Linienbewegung und wenige unterbrochene Linienführungen auf einem Schriftträger , meist Papier oder Tafel ,gekennzeichnet ist. Dabei werden Schreibgeräte verwendet, die eine kontinuierliche Linienführung ermöglichen, wie Bleistift, Füller, Kreide, Kugelschreiber oder Pinsel.

    3. Als Kennzeichen einer Druckschrift wird das unverbundene Aneinandersetzen von buchdruckähnlichen Buchstaben verstanden, die unverbunden nebeneinander gesetzt werden.

    Eine Druckschrift ist keine Schreibschrift !

    • Danke für die Definitionen.

      Für mich folgt außerdem, dass eine Druckschrift nur sehr eingeschränkt als eine Handschrift herhalten kann. Buchdruckbuchstaben haben kein eigenes Charakteristikum, mit der Hand geschriebene buchdruckähnliche Buchstaben haben dies im Vergleich zur Schreibschrift deutlich weniger.

      • Eine Schreibschrift ermöglicht es mit Hilfe der vorgesehenen und eingeübten beidseitigen Verbindungspunkte der kleinen Buchstaben, diese flüssig zu verbinden und als motorische Bewegungsabläufe, Wörter und Buchstaben im Gehirn abzuspeichern.

        Aus einer standardisierten Schreibschrift heraus gelingt es nach dem Prinzip der Abstraktion, so wie auch in der Malerei, eine einfachere, individuelle Handschrift zu entwickeln.

      • Die Stiftung Handschreiben schreibt im Anschreiben auch: “Unsere Mission – Über die Vermittlung einer flüssigen und gut lesbaren Handschrift den Jugendlichen bessere Chancen auf einen Schulabschluss zu geben.
        Und weiter: ” Das Formen von Buchstaben und das Verbinden zu Worten beim Schreiben bilden die Vorstufe zu einem ganz ähnlichen Prozess, dem Lesen.”

  2. Ja, es bleibt eine Frage der Definition, was am “Tag der Handschrift” denn erinnert oder gelobt wird.
    Das “Schreiben mit der Hand” versus digitale Möglichkeiten
    oder eine “persönlich ausgebildete Handschrift” gegen eine gedruckte Form
    oder der Einsatz einer “Schreibschrift als Ausgangsschrift” gegen eine “Druckschrift als Ausgangsschrift”, die beide in die Nutzung einer individuellen Schrift überleiten können
    oder …?

    Die Stiftung Handschrift, die den Tag der Handschrift initiiert, führt aus, worum es ihr geht, nämlich um das “Schreiben mit der Hand”: https://www.stiftunghandschrift.de/ueber-uns/

    Alles andere ist eine Interpretation anderer.

    • Unter www. Grundschrift.info steht welche neuen Definitionen Herr Hecker vom Grundschulverband zu den oben aufgeführten Schriftdefinitionen sich zurechtgelegt hat. Es ist einfach lesenswert.

        • An welcher Stelle genau setzt Hecker denn eine andere Definition ein?

          Wo erläutert er, dass die oben genannte Initiative nicht den Unterschied zwischen “mit der Hand geschrieben” gegen “getippt” in den Blick nimmt, sondern der “Tag der Handschrift” einen anderen Impuls setzen möchte?

          • Er Schrieb: “Schreibschrift ist jede mit der Hand geschriebene Schrift, die einzelne Buchstaben oder Buchstabengruppen in der Schreibbewegung miteinander verbindet – unabhängig davon, ob der Schreibfluss auf dem Papier sichtbar ist oder nicht.
            Eine Schreibschrift ist keine Normschrift oder Schönschrift-Vorlage, sondern Gebrauchsschrift.”
            Und weiter: ” Die überkommene Vorstellung von “Schreibschrift” wird oft mit der Vorstellung verbunden, dass dabei alle Buchstaben miteinander verbunden sein müssten.
            “Immer wenn Kinder Buchstaben zu Wörtern zusammenfügen, schreiben sie ” verbunden”, verbinden sie Buchstaben: entweder als Schreibspur auf dem Papier oder- bei Fortbewegung der Schreibbewegung – in der Luft.”
            Der Mann verwendet die oben benannten genau definierten Begriffe sehr inkonsistent.

          • Gerade weil es offenbar schwierig ist, in der Diskussion Schreibschrift und Handschrift zu trennen, habe ich unten auf den Artikel “Manuelles Schreiben” in der wikipedia verwiesen.

            Dort wird genannt, dass Manuelles Schreiben in jeder Schriftart erfolgen kann: “Manuelles Schreiben gibt es in jeder Schrift.” Konkret: Man kann mit der Hand schreiben und dabei Wörter in Druckschrift oder einer Schreibschrift (im Sinne einer Ausgangsschrift oder einer mehr oder weniger verbundenen (persönlichen) Schrift) zu Papier bringen.
            Alles ist als Manuelles Schreiben zu werten in Abgrenzung zum Schreiben per Taste oder Tastenfeld auf digitalen Geräten.

            Bleibt noch die Frage, wie man Manuelles Schreiben auf digitalen Geräten einordnen will.

          • Schreibschrift ist eindeutig definiert als eine verbundene Schreibschrift, die Buchstaben flüssig vollständig zu Wörtern verbindet !

            Eine Handschrift zeichnet sich durch eine manuelle Veränderung der Schrift aus, die individuell geformt und verändert ist.

            Wenn ich hier so schreibe, fällt an mir selbst auf, dass ich in Silben gegliedert schreibend still mitlese und so die Wörter bilde.
            Das Problem beim Erwerb einer flüssigen Schrift ist, dass ein Gros nicht verstanden hat, dass es schwieriger ist, auflautierend zu schreiben als in sprachlich stabilen Silben.
            Silben sind in der Form und der Aussprache stabil und ermöglichen eine schnellere Automatisierung beim Erlernen des Schreibens !

          • Und wieder:
            Sie nutzen einen Beitrag, um IHRE BEHAUPTUNGEN unterzubringen, stets zu wiederholen und damit zur Wahrheit zu stilisieren,
            es bleiben aber IHRE INTERPRETATIONEN.

            Es geht gar nicht um Schriftart, nicht um Wortgliederung nach Lautfolge, Silben oder Morphemen, sondern um Schreiben mit der Hand.
            Auch wenn Sie, wie hier deutlich ersichtlich, immer wieder auf andere Themen ausweichen, ändert dies am Grund für den “Tag der Handschrift” nichts: Manuelles Schreiben soll in den Fokus gerückt werden.

          • Und Schreiben bedeutet Buchstaben fließend miteinander zu Wörtern zu verbinden.
            Und Drucken bedeutet Buchstaben zu Drucken .
            Druckschrift bedeutet eckig geformte Buchstaben auflautierend nebeneinander zu Wörtern zusammenzusetzen !
            Von Kindern in der Grundschule zu erwarten , dass diese die Druckbuchstaben mit einem möglichen Verknüpfungspunkt teilweise verbinden zu lassen funktioniert nicht ohne ein Einüben der Verbindungen mit der Hilfe des Lehrpersonals, erst recht bei den Risikoschülern, die eben zunächst sehr wenig selbst bestimmt arbeiten, dafür aber sehr gut eingeübte Arbeitsschritte genau nachzeichnen können.

          • Falsch. Schreiben bedeutet das Abbilden von Lauten bzw. Worten, Ziffern, Noten, sodass diese sichtbar und lesbar werden.
            Dies kann von Hand mit unterschiedlichen Schreibgeräten auf unterschiedlichen Schreibunterlagen sowie mit digitalen Geräten erfolgen.
            Das, was ich HIER schreibe, indem ich es auf der Tastatur tippe, können Sie gleich lesen.

            Aber weil es auch hier wieder so schön deutlich wird_
            Sie bringen wieder Ihre Themen, Ihre Interpretation ein: Schreibschrift, Druckschrift – egal: von Hand geschriebene Sätze gelten als “Handschrift”, mir gefällt momentan und als Abgrenzung der Begriff “Manuelles Schreiben” besser.

            Die Diskussion um eine Schriftart ist eine andere!
            Die Diskussion um eine Erstschrift ist noch eine andere!
            Die Diskussion um die Schriftentwicklung im Laufe der Schuljahre ist noch eine andere!
            Die Diskussionen um die Definition der Begriffe “fließend”, “flüssig” oder “verbunden” sind wieder andere.

            Die Unterstellung und Behauptung, Lehrkräfte würden SchülerInnen mit allen diesen Inhalten allein lassen, grenzt an Verleumdung.

          • Mit Erschrecken muss man konstatieren, dass Sie sich immer weiter von international gültigen Definitionen entfernen.
            Das ist zunehmend wie beim schleichenden Verlust des Visus mit zunehmendem Alter, denn alles wird unschärfer, undeutlicher und ist schließlich weniger klar abgrenzbar.

          • Man kann diese Druckbuchstaben Drucken, Druckbuchstaben nebeneinander setzen, nachmalen, was uns weniger gelingt, als runde Formen und runde Bewegungsabläufe nachzumalen, aber es wird immer weniger individuell, wenn man versucht Druckbuchstaben formstabil nachzuzeichnen.
            Druck bleibt Druck und dieser stellt Buchstaben nebeneinander.
            Dem Menschen ist aber in seiner Motorik eigen, zusammengehöriges fließend organisch zu verbinden, was sprachlich zusammen gehört.
            Die Silbe ist die kleinste sprachliche Einheit, die sich formstabil und lautgetreu darstellt, mit Ausnahme der Vorsilben ge- und be- .

            Alles Lesen und Schreiben Lernen ist und war schon immer ein individueller Prozess, der Hilfen in beiden Fähigkeiten durch den Lehrer bedarf.

          • “International gütlig” ist, was Sie sich überlegen?
            Oder können Sie Ihre angebliche Defintion von “Schreiben” als generelles Anfertigen eines Textes in einer verbundenen Schriftart per von Hand geführtem Schriftgerät belegen?

            … da frage ich mich, was ich wohl gerade tue, wenn es nicht “schreiben” sein soll.
            Tastatur-SCHREIBEN, Schreibmaschine SCHREIBEN, Noten SCHREIBEN, Zahlen SCHREIBEN… alles nur ein gedankliches Konstrukt offenbar.

          • Vielleicht hilf die Perspektive aus den 16.,17., 18.oder 19. Jahrhundert als es die Druckschrift durch den Buchdruck oder die Druckereien gab und eben die verschiedenen Schreibschriften.
            Wenn Sie am Computer schreiben, so handelt es sich um das Nebeneinandersetzen von Druckbuchstaben, um eine Druckschrift eben, denn schließlich drücken Sie auf die Tasten, um diese Zeilen niederzuschreiben.
            Das wird erst einigermaßen für Sie einfach und verbunden , wenn Sie das Geschriebene in Silben mitsprechen und somit sprachlich verbinden.
            Sie bilden Grenzen zwischen den Buchstaben und den Wörter noch einmal extra.
            Sie könnten aber die VA Vereinfachte Ausgangsschrift, als eine Kursivschrift, als solche formstabil miteinander verbinden, weil deren Buchstaben formstabil sind , druckstabil und gleichförmig wenig Möglichkeiten zu Entwicklung einer individuellen Handschrift bieten.

          • Es ist der Grundschulverband, der propagiert, heranwachsende Kinder könnte aus der von ihm propagierten Druckschrift eine flüssige Schreibschrift entwickeln !
            Man versteht es als Angebot an die Schüler, aus der Druckschrift Grundschrift eine verbundene Handschrift zu entwickeln !
            Wenn man derartiges ersinnt sollte man aber auch erklären, dass man derartige Verbindungen zwischen den Kleinbuchstaben auch einüben muss. Alles andere wäre Zauberei.

  3. @Palim
    Danke für den Link.
    “Das Formen von Buchstaben und deren Verbindung zu Wörtern beim Schreiben bilden die Vorstufe zu einem ähnlichen Prozess, dem Lesen,” steht dort geschrieben.
    Und weiter: ” Das Schreiben mit der Hand hat viele Vorteile, welche verloren gehen, wenn man der Digitalisierung und dem Verlust der Handschrift unbeschränkt statt gibt.”

    • Oben stehen die allgemeingültigen Definitionen im deutschen, englischen und französischen Sprachraum zur Handschrift, der Schreibschrift, sowie der Druckschrift.

      • Wo genau hatten Sie die allgemeingültigen Definitionen gefunden?

        Wikipedia findet zu “Handschrift” mehrere Verweise,
        einer davon ist “Manuelles Schreiben” … also _mit der Hand schreiben_
        https://de.wikipedia.org/wiki/Manuelles_Schreiben

        Vielleicht vereinfacht es die Diskussion, wenn man “Manuelles Schreiben” als gesetzt nimmt und gegen “getippt” oder “Digitales Schreiben” abgrenzt, wobei es inzwischen Überschneidungen gibt.

        • Ihre Einlassungen zur Begriffsdefinition einer Schreibschrift spiegeln die wenig selbstkritische Sichtweise des Grundschulverbands wider und zeugen von der Abschirmung in einer Diskussionsblase, die sich eigen Definitionen gibt und ersucht ist diese in die weite Welt zu tragen. Danke für die Ansichten, sagen diese doch viel über die Struktur dieses Verbands aus und sind als solche empfehlenswert zu lesen.

          • Ich habe mich gar nicht zur Schreibschrift und deren Begriffsdefinitionen geäußert, sondern zum Begriff “Handschrift”,
            schließlich ist ja “Tag der Handschrift” und nicht “Tag der Schreibschrift”.
            Das hat im übrigen auch mit dem Grundschulverband erst einmal gar nichts zu tun. Ich kenne keine Äußerung dieses Verbandes, dass er dem Schreiben mit der Hand abschwören wollte.
            Aber da Sie sich mit den Meinungen und Veröffentlichungen des Grundschulverbandes angeblich so gut auskennen, können Sie auch das gerne verlinken.

            Es sind Sie, die die Diskussion nicht klar abgrenzen möchten, sondern wieder einmal ein Thema nutzen, um Ihre Behauptungen zu setzen.

          • Ich habe Ihnen jetzt die Zitate des Herrn Hecker geliefert und keine Behauptungen!
            Die Quellen sind hier nachzulesen unter :

            Hecker ,Ulrich (2016)Handschrift- Druckschrift-Schreibschrift: Klärung der Begriffe oder: Worum es in der Debatte eigentlich geht. in Bartnitzky et al (Herausgeber): Kinder entwickeln ihre Handschrift. Beiträge zur Reform der Grundschule, Bd 142, S.116-120
            Scholz, Roman/Ritter, Michael (2016): Die Grundschrift als “Aufreger-Thema” in den öffentlichen Medien in Barnitzky et al.Herausgeber Kinder entwickeln ihre Handschrift: Beiträge zur Reform der Grundschule.Bd. 142 S.85-115

          • Offenbar haben Sie ja solche Schriften im Regal stehen und beziehen sich laufend auf diese.

            Soll ich Sie nun verdächtigen, dass Sie als Vertreter des Grundschulverbandes diese Themen laufend lancieren, um sie im Gespräch zu halten und eine Auseinandersetzung mit diesen zu fördern?

          • Fragen Sie doch einfach einmal bei den Damen und Herren Bartnitzky ,Brinkmann, Hecker, Sommer-Stumpenhorst und Brügelmann nach, wie diese die Themen sehen und behandeln.

          • In der Anschrift der Stiftung Handschrift ist aber das Verbinden der Buchstaben zu Wörtern beschrieben, was einer Schreibschrift entspricht !

          • Sie stehen ja auf valide Studien, bleiben Sie dann aber selbst schuldig.

            Ich warte noch auf die Links, die Sie letzte Woche schon nicht setzen wollten: große Studien, die genau dem entsprechen, was Sie stets für Studien anderer einfordern, die auch für Ihre sich stets wiederholenden Themen und Behauptungen klar abgegrenzt jeden einzelnen Aspekte nachweislich darlegen.

          • Die Hattie-Studien-Zusammenfassung aus dem angloamerikanischen Sprachraum, Herr Zierer und die DESI-Studie liefern valide Studienergebnisse. Wir warten noch auf die Ergebnisse aus Bonn.

          • Die Studien liefern Ergebnisse, klar.
            Fragt sich nur, wo in diesen Daten bzw. in den ausgewerteten Studien die von Ihnen stets protegierten Themen Berücksichtigung gefunden haben sollen: Anlauttabellen, Schreibschrift, Silben…

            Und bei der Studie in Bonn können Sie dann selbst darlegen, wie valide die Ergebnisse sind, wenn sie je veröffentlicht werden. Bitte setzen Sie auch dann die von Ihnen stets angemahnten Kriterien an Studien und Gruppengrößen an!

          • Wo liefern Sie oder die Leute vom Grundschulverband denn eigene Studienergebnisse ?
            Herr Brügelmann interpretiert immer nur die Kleinstudien anderer um seine Ideen zu stützen.

          • @Palim
            Eine hohe Effektivität beim Lernen des Schreibens entsteht durch direkte Instruktion und Feedback = 7,4 , während freies Schreiben mit Anlaut-Tabellen an Hand von bebilderten Delfin-Heften wenig dem strukturierten Schriftspracherwerb dient und eher dem verspielten Anlernen einer sehr ungenauen Phonem-Graphem-Beziehung dient und vom Niveau der Effektivität eher der Freiarbeit entspricht = 0,04 gleicht.

    • Die Ziele der Stiftung Handschrift sind :
      1. Beim Lehrpersonal und den Schülern das Bewusstsein zu schaffen, welche Vorteile es hat, wenn man flüssig schreiben und leserlich mit der Hand schreiben kann.
      2. Die Schulen dabei zu unterstützen, das Bildungsziel einer flüssigen Handschrift zu erreichen.
      3. Den Schülern zu helfen, ein Level der flüssigen und lesbaren Handschrift zu erreichen und zu halten, sodass diese freiwillig als Alternative zur Tastatur gesehen wird.

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