“A13 für alle”: Petition für Angleichung der Lehrergehälter ist Riesenerfolg

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HANNOVER. Der Forderung nach einer Angleichung von Lehrergehältern haben sich laut der Gewerkschaft GEW rund 17.000 Unterstützer angeschlossen – nach nur einem Tag. Die Online-Petition von fünf Lehrerinnen habe damit in Rekordzeit die erforderliche Grenze von 5000 Unterschriften weit überschritten, teilte der GEW-Landesverband Niedersachsen am Dienstag mit. Damit sei das Ziel erreicht, im Petitionsausschuss des Landtags gehört zu werden.

Bundesweit laufen derzeit Aktionen unter dem Motto "A13 für alle". Foto: GEW Schleswig-Holstein
Bundesweit laufen derzeit Aktionen unter dem Motto “A13 für alle”. Foto: GEW Schleswig-Holstein

«Es ist ein überdeutliches Zeichen an die Landespolitik, dass diese Petition derart erfolgreich ist», sagte die GEW-Vorsitzende Laura Pooth. Kultus- und Finanzminister dürften sich einer gerechten Bezahlung der Lehrkräfte nun nicht mehr verschließen. Mit der am Montag eingereichten Petition fordern die Lehrerinnen eine gerechte Bezahlung. Darin heißt es, dass derzeitige und künftige Beschäftigte in Grund-, Haupt- und Realschulen gemäß der Besoldungsgruppe A13 vergütet werden sollen.

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Über das unterschiedlich hohe Gehalt wird in Niedersachsen schon länger gestritten. Während Gymnasial-, Förder- und Berufsschullehrer ein Beamtensold gemäß der Gruppe A13 bekommen, werden Lehrer an Grund-, Haupt- und Realschulen nach A12 bezahlt. Laut GEW ist der Lehrkräftemangel nur durch Entlastung und mehr Geld zu bewältigen.

Ein Sprecher des Kultusministeriums in Hannover bezeichnete die Forderung nach besserer Bezahlung als «natürlich legitim». Die Landesregierung bearbeite das Thema auch intensiv. Die Veränderungen seien dabei Teil der Strategie, die Attraktivität des Lehrerberufs zu steigern. Neben einer besseren Bezahlung werde dafür auch an einer neuen Arbeitszeitverordnung und spürbaren Erleichterungen im Schulalltag gearbeitet. dpa

Hier geht es zur Petition.

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Große Lehrer-Umfrage: Viele Grundschullehrer klagen über Eltern – und: Mehrheit der Gymnasiallehrer ist gegen „A13 für alle“

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4 KOMMENTARE

  1. Niedersachsen hat rund 75.000 Lehrer. (Macht also rund 20%?)

    1. Wie viele davon mögen Grundschullehrer sein?
    2. Wie viele davon sollten nicht für mehr Gehalt sein?

    3. Durfte die Petition nur von (Grundschul-)Lehrern unterschrieben werden?
    4. Durfte die Petition nur von Menschen aus Niedersachsen unterschrieben werden?
    (Wie konnte man das herausfinden?)

  2. Warum hat die Petition nicht die Bezeichnung ” E /A13 für alle”? Die ca. 9000 Angestellten scheinen in Niedersachsen keinen zu interessieren! Die Ergebnisse der jüngsten TVL-Tarifverhandlungen sind bezüglich Lohngleichstellung der Angestellten (die nach Studien (bei wohlgemerkt stufengleicher! Einstufung) ihren verbeamteten Kollegen gegenüber im Erwerbsleben bis über 300.000€ Einkommensverluste hinnehmen müssen!) mehr als verhaltend zu bezeichnen, die Lohnschere wird wohl wegen der Übertragung der Abschlüsse auf Beamte noch weiter auseinandergehen. Wenn schon die Forderung A13, dann bitte auch in Einheit mit der Forderung nach der Verbeamtung aller Lehrer ohne Altersgrenze!
    Letzteres wird aber den Staatshaushalt mit den Pensionsforderungen über Gebühr belasten und ist künftigen Generationen nicht zumutbar sein! “E 13 für alle” wäre in meine Augen für die Gesellschaft und alle wirklich Betroffenen besser!

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