Skandal um Lehrer, der bereits wegen Kinderpornografie und Bestechlichkeit verurteilt ist, weitet sich aus

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BRAUNSCHWEIG. Ein bereits verurteilter Lehrer rückt erneut ins Visier der Ermittler. Die Vorwürfe wiegen schwer. Es geht um sexuellen Missbrauch.

erlin droht eine Niederlage - denn die Vorschriften sind eindeutig. Foto: Carlo Schrodt / pixelio
Der Lehrer ist bereits verurtelt – jetzt droht ihm ein neuer Prozess. Foto: Carlo Schrodt / pixelio

Gegen einen wegen Kinderpornografie und Bestechlichkeit verurteilten Lehrer einer Schule in Salzgitter gibt es neue schwere Vorwürfe: Nun wird auch wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch gegen den 38-Jährigen ermittelt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Montag sagte.

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Das mutmaßliche Opfer, ein Mädchen, sei zur Tatzeit minderjährig gewesen. Es habe aufgrund der Berichterstattung über die Verurteilung des Lehrers Anzeige erstattet, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die mutmaßliche Tat liegt schon einige Jahre zurück. Über den neuen Verdacht, zu dem die Ermittler keine weiteren Angaben machten, berichtete zunächst die «Braunschweiger Zeitung».

Bessere Note für ein Nacktfoto

Der Mann aus dem Landkreis Peine wurde im Herbst vergangenen Jahres zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er 2013 einer Schülerin eine bessere Note für ein Nacktfoto in Aussicht gestellt hatte. Für ein weiteres Foto soll der Lehrer der damals 14-Jährigen versprochen haben, ein angedrohtes Elterngespräch abzusagen. In beiden Fällen soll der damals 33 Jahre alte Mann das geforderte Foto über einen Chat bekommen haben.

Gegen den damals 37-Jährigen wurde im Herbst 2018 ein Strafbefehl mit einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten zur Bewährung erlassen. Er musste zusätzlich 5000 Euro zahlen. Seinen Einspruch dagegen zog der Mann wenig später zurück, so dass es keine öffentliche Hauptverhandlung gab.

Bei Durchsuchungen zu dem Fall aus dem Jahr 2013 Fall seien bei dem Mann auch Dateien mit Kinder- und Jugendpornografie gefunden worden. «Deswegen wurde der Mann zu einer Geldstrafe von 5600 Euro verurteilt», sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde. Nach der rechtskräftigen Verurteilung hatte die Landesschulbehörde in Lüneburg ein Disziplinarverfahren wieder aufgenommen, dessen Ergebnis noch aussteht. Der Stand sei unverändert, der früherer Lehrer bleibe suspendiert, sagte eine Sprecherin am Montag. dpa

Bessere Note für Nacktfoto einer Schülerin – Lehrer akzeptiert Strafe

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