Anrechnungsstunden gekürzt – Linke wirft Regierung vor, Lehrermangel zu kaschieren

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SCHWERIN. Die oppositionelle Linke im Schweriner Landtag hat der rot-schwarzen Landesregierung vorgeworfen, Anrechnungsstunden für Lehrer heimlich gekürzt zu haben. «Still und heimlich hat die Landesregierung Stunden für zusätzliche Aufgaben gestrichen und so den Lehrkräftemangel kaschiert», erklärte Linken-Schulexpertin Simone Oldenburg So seien im Vergleich zum Schuljahr 2015/16 jene Stunden, die den Schulen etwa für Wettbewerbe, die Betreuung von außerunterrichtlichen Projekten, Schulpartnerschaften oder die Begabtenförderung zur Verfügung standen, drastisch gekürzt worden.

Den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern nur noch 1500 Anrechnungsstunden, etwa zur Betreuung außerunterrichtlicher Projekte, zur Verfügung. Foto: AiClassEland / Wikimedia Commons (CC BY-SA 1.0)

«Gab es 2015/2016 für diese zusätzlichen Aufgaben noch zusätzliche 4500 Wochenstunden, das entspricht 170 Lehrerstellen, wurden ab dem Schuljahr 2016/2017 davon 1500 Stunden wöchentlich eingespart», erklärte Oldenburg unter Verweis auf die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken. Die Regierung habe damit klammheimlich in der Bildung gekürzt, den Lehrermangel um 60 Stellen kaschiert und jährlich fünf Millionen Euro eingespart. (dpa)

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1 KOMMENTAR

  1. Genau, so machen sie die Politiker: Laut verkünden sie Investitionen an der einen Stelle und möglichst unbemerkt kürzen sie an einer anderen.

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