Aufklärungsprojekt soll Teenie-Schwangerschaften vermeiden

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HANNOVER. Jugendliche aus Migrantenfamilien bekommen nach Beobachtung der Stiftung Eine Chance für Kinder kaum Sexualerziehung. Das Projekt Lebensplan will 14- bis 16-Jährige nicht nur über Kondome und andere Verhütungsmittel aufklären, sondern auch zum Nachdenken über Liebe und Verantwortung anregen. Externe Fachkräfte kommen für die Unterrichtsreihe in Haupt- und Förderschulen, mit Jungen und Mädchen wird in getrennten Gruppen gearbeitet. Seit zehn Jahren wird das Projekt in Hannover erprobt, die Stiftung will es nun ausweiten. «Ohne Spenden und Sponsoren geht das aber leider nicht», sagte der Stiftungsvorsitzende Adolf Windorfer am Donnerstag.

Wen lieben Sie denn, lieber Lehrer? Foto: Dean McCoy / flickr (CC BY 2.0)
Kinder und Jugendliche werden heute früh mit Sexualität konfrontiert, über Liebe erfahren sie wenig. Foto:
Dean McCoy / flickr (CC BY 2.0)

Er betonte, dass Lebensplan ein Türöffner sei, um mit Jugendlichen über ungewollte Schwangerschaft, aber auch über Rassismus, Extremismus und Radikalisierung zu sprechen. Hauptschülerinnen hätten ein deutlich höheres Risiko als Gymnasiastinnen, im Alter unter 18 Jahren ungewollt schwanger zu werden. Die ARD-Journalistin Gabi Bauer sagte als Schirmherrin der Stiftung: «Sex ist zwar ein dominantes Thema im Internet und in vielen Medien. Trotzdem sind Teenager oft unsicher im Umgang mit Sexualität und Verhütung, wie auch mit ihren eigenen Emotionen.» dpa

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