Zur Einschulung sollten Eltern angeben, wie die Geburt verlief

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ERFURT. Ein Fragebogen, der vor der Einschulung von Kindern in Thüringen verteilt wird, entspricht einem Medienbericht zufolge nicht den Datenschutzregeln.

Englische Wissenschaftler reden einer möglichst frühen Einschulung das Wort. Inwieweit die Ergebnisse auf die deutsche Situation übertragbar sind, ist zweifelhaft. Foto: Michael Muecke / flickr (CC BY-SA 2.0)
Was darf ein Schulamt zur Einschulung abfragen? Foto: Michael Muecke / flickr (CC BY-SA 2.0)

Angaben dazu, ob ein Kind mithilfe einer Saugglocke oder einer Zange zur Welt kam, seien nach Einschätzung des Thüringer Datenschutzbeauftragten Lutz Hasse datenschutzrechtlich kritisch, berichtete der MDR. In dem Fragebogen werden demnach auch Angaben zu den Eltern, Großeltern und Geschwistern des Kindes abgefragt – etwa, ob Brillenträger dabei sind oder welche Krebserkrankungen es in der Familie gibt.

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Hasse kündigte dem MDR zufolge an, den Fragebogen zur Einschulung zusammen mit Gesundheitsstaatssekretärin Ines Feierabend ändern zu wollen. Laut MDR wurden allein für das Schuljahr 2018/19 knapp 18.500 Fragebögen verschickt. dpa

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