Flüchtlinge glauben oft, dass sich deutsche Lehrer im Sexualunterricht ausziehen

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NAUMBURG. Sexualkunde an Schulen mit Live-Sex? Solche Vorurteile gibt es unter Geflüchteten. Sozialarbeiter und Sexualpädagogen wollen damit aufräumen, um die Integration zu erleichtern. Bisher geschieht ihrer Meinung nach zu wenig.

In Sexualkunde gibt’s Lektionen live – wird unter Flüchtlingen kolportiert. Foto: Shutterstock

Die sexuelle Bildung von Flüchtlingen muss nach Ansicht von Sexualpädagogen und Integrationsbeauftragten deutschlandweit verbessert werden. Viele Geflüchtete hätten Vorurteile über das freiheitliche Leben in Deutschland, hieß es am Donnerstag bei einer Konferenz zum Thema «Sexuelle Bildung und Flucht» in Naumburg (Burgenlandkreis). «Sexuelle Bildung muss bundesweit Teil der Integrationsarbeit werden», forderte Sexualwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß.

Geflüchtete Jungen glauben, Homosexualität sei Sex gegen Geld

Demnach gibt es viele Vorurteile. Bereits auf der Flucht nach Deutschland hätten Gerüchte kursiert, dass sich Lehrer im Sexualkundeunterricht ausziehen und den Schülern Sex am lebenden Objekt beigebracht werde, sagte die Integrationspädagogin Anne Limpert. Aber auch Jungs hätten Vorurteile, wie Sexualpädagogin Karoline Heyne berichtete. So habe sie einen Fall erlebt, in dem Geflüchtete davon ausgegangen seien, schwul sein, bedeute, dass ihnen von älteren deutschen Männern Geld angeboten werde.

Auch die Erfahrungen in den Heimatländern der Menschen sei ein Thema. Sexualwissenschaftler Voß berichtete, dass es in Teilen Afghanistans verbreitet sei, dass ältere Männer mit Kindern Sex hätten.

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Sexuelle Bildung kommt in Schulen zu kurz, so heißt es

Pädagogische Fachkräfte bräuchten ein Grundverständnis für andere Kulturen und deren Umgang mit Sexualität, sagte Sachsen-Anhalts Integrationsbeauftragte Susi Möbbeck (SPD). «Das bedeutet auch, sich mit Grenzen auseinanderzusetzen, den Grenzen für das eigene Handeln und den Grenzen, die das Werte- und Rechtssystem setzen.»

Auch mit Blick auf Schulen in Deutschland sei sexuelle Bildung unzureichend repräsentiert. «Sexuelle Bildung ist nicht irgendein Randthema, was man neben korrekter Mülltrennung behandelt, sondern es ist wirklich ein Schlüsselthema», sagte Damaris Berger, Leiterin des Bildungsbüros im Landratsamt Burgenlandkreis.

Rund 180 Fachkräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hätten an den Fortbildungen und Workshops teilgenommen, hieß es. Es ist nach Angaben der Veranstalter die erste bundesweite Konferenz zu diesem Thema. Die Integrationsbeauftragte Möbbeck sprach sich dafür aus, dass die in Sachsen-Anhalt entwickelten Konzepte bundesweit Schule machen. dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers kommentiert.

Seit nunmehr 50 Jahren gibt es Sexualaufklärung an Schulen – heute ist sie wieder umstritten

 

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42 KOMMENTARE

  1. Vermutlich werden die Vorstellungen junger Migranten sehr stark durch das Bild geprägt, das ihnen deutsche Medien und Internet vermitteln.

  2. Monty Pythons DER SINN DES LEBENS lässt hier freundlich grüßen. Finde ich prima. Aber verallgemeinerbar klingt mir das nicht. Versuchen wir nicht seit 2015 mit aller Anstrengung zu vermitteln, dass da eben keine verblödeten Wüstenvölker sondern lediglich Menschen eines anderen Kulturkreises kommen? Da ist eine solche Meldung schon recht kontraproduktiv.

    • Verblödete Wüstenvölker sind es natürlich nicht, das durchschnittliche Bildungsniveau ist aber niedriger als das der Einheimischen. Leider ist dieser „andere Kulturkreis“ in wesentlichen Teilen inkompatibel zu unserem, wenn er das unmittelbare Privatleben verlässt. Ja, das bezieht sich auch auf die eigenen Töchter, Schwestern und Cousinen.

    • Man muss kein Mensch eines anderen Kulturkreises sein, um bei Spartacus, Game of thrones, dem Werbefernsehen und dem, was in Internet-Journalen so über die PC-Bildschirme flimmert, Scham oder Verachtung zu empfinden. Europa präsentiert sich medial als ein „Kultur“kreis ohne jede Beziehungsmoral.
      Ich habe ein gewisses Verständnis für türkische oder syrische Eltern, die ihre Kinder vor dem verderblichen Einfluss der deutschen „Kultur“ schützen wollen.

      • Die treiben es meiner Meinung nach aber bei den Mädchen viel zu weit. Außerdem gelten diese „Schutzmaßnahmen“ nicht oder nur sehr eingeschränkt für die Söhne.

  3. „Leider ist dieser “andere Kulturkreis” in wesentlichen Teilen inkompatibel zu unserem, wenn er das unmittelbare Privatleben verlässt. Ja, das bezieht sich auch auf die eigenen Töchter, Schwestern und Cousinen.“

    Ersetzt man heir „Kulturkreis“ durch „Rasse“, sind wir wieder da, wo wir schon mal waren.

    Das zeigt wunderbar das Gesicht des modernen Rassismus, der jetzt Kulturen statt Rassen sagt, aber dasselbe denkt und meint. Die Vorstellungen der grundlegenden Fremdheit, der Unwandelbarkeit, der Unvereinbarbarkeit sind immer noch da.

    • Kulturkreis ist aber nicht Rasse. Und Äpfel sind keine Birnen.
      Muss partout wieder Rassismus gesucht werden, nur weil Ihnen eine Meinung nicht passt?

      • Den Zusammenhang muss man nicht lange suchen. Worin unterscheidet sich denn der angebliche „Kulturkreis“ vom früher üblichen Rassebegriff? Gar nicht.

        Bei der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) heißt es unter dem Stichwort „Kultureller Rassismus“:

        „Grundlage ist der Glaube an eine historisch gewachsene Inkompatibilität und Hierarchie der Kulturen (und der Religionen als Bestandteil von Kulturen), die als essenzialistische, also als nach innen und nach außen abgeschlossene, unwandelbare Gebilde gedacht werden. Damit geht eine Naturalisierung kultureller Eigenschaften einher: Bestimmte Merkmale werden allen Personen einer kulturell homogen definierten Gruppe zugeschrieben, und das soziale Verhalten der Mitglieder dieser Gruppe wird vorrangig oder gar ausschließlich aus der Gruppenzugehörigkeit und den damit verbundenen unterstellten Eigenschaften abgeleitet.“

        Quelle: https://www.bpb.de/apuz/130422/das-zusammenspiel-von-kultur-religion-ethnizitaet-und-geschlecht-im-antimuslimischen-rassismus?p=all

      • Ex-Bundespräsident Joachim Gauck: „Es kann nicht sein, dass man aus lauter Angst vor dem Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit oder des Rassismus kritische Themen nicht mehr ansprechen darf.“
        https://www.focus.de/magazin/kurzfassungen/focus-40-2019-gauck-linksliberalen-eliten-mangelt-es-an-toleranz-altbundespraesident-kritisiert-fuersorgliches-schweigen-ueber-die-probleme-der-zuwanderung_id_11187474.html

        “Wenn mit Hinweis auf eine inkorrekte Sprache oder verdeckte politische Absichten das Reden über ein Problem verhindert werden soll, wird es gefährlich. Denn das Beschweigen von Missständen aus vermeintlich besten Motiven macht die Sache meist nur schlimmer. Gerade, wo es um Flüchtlinge, Integration, Kriminalität, Frauenbilder und Religion geht, gilt der Satz: Wenn die Vernünftigen sich nicht mit den Problemen beschäftigen, beschäftigen sich nur noch die Unvernünftigen damit.”

        • Interessant ist, dass Sie gar nicht inhaltlich argumentieren, also überhaupt keine Probleme anführen – sondern nur den Ex-Bundespräsidenten vorschieben, um schlicht zu erklären: Das wird man ja wohl noch sagen dürfen… Mal zur Erinnerung: Herr Gauck hat im Zusammenhang mit Rassismus und Rechtsradikalismus auch schon mal von „Dunkeldeutschland“ gesprochen.

          Das, was Sie äußern, darf man auch sagen, solange Sie die Grenzen zur Volksverhetzung nicht überschreiten – und Sie sagen’s ja eben auch. Sie äußern sich öffentlich hier und Ihnen droht dafür weder Gefängnis noch sonst irgendeine Konsequenz. Andererseits darf ich Ihren Rassismus-Verteidigungs-Post als solchen auch benennen: Sie verteidigen rassistische Haltungen und Aussagen!

          Das ist dann eben meine Meinungsfreiheit.

    • Willkommen zurück 🙂

      Der moderne Mainstream meint mit den Begriffen „Heterogenität“, „Migrationshintergrund“, „soziale Auslese“ usw. wenn sie ehrlich sind auch nichts oder nicht viel anderes, weil er für die Shintoisten nicht gilt.

    • „Unwandelbarkeit“ bei Kulturen ist barer Unsinn. Hat hier jemand Kultur als unwandelbar bezeichnet? Unsere deutsche Kultur ist innerhalb weniger Jahrzehnte extrem anders – und zwar viel gegensätzlicher zu nahöstlichen Kulturen – geworden, und daran haben, so behaupte ich weiterhin, die medialen Akteure einen sehr großen Anteil.
      Nein, „Kultur“ lässt sich nicht durch „Rasse“ ersetzen. Wer in Deutschlands übelster Zeit Rassen bestimmte Eigenschaften zusprach, z.B. der nordischen Rasse mehr Mut oder Intelligenz oder der jüdischen Verschlagenheit und Machtstreben, der wollte das ja als unwandelbar, in den Genen liegend darstellen und musste seine Behauptungen äußerst oft gegen offensichtliche Fakten durchhalten – siehe z.B. Albert Einstein oder die Mendelssohns.
      „Kultur“ betrachtet dagegen das jetzt vor Augen liegende Verhalten von Menschen. Dass sich Kulturen unterscheiden, wird niemand bestreiten, der jemals gereist ist, und sei es auch nur nach Köln oder Stuttgart.

      • Natürlich gibt es Kulturen. Die setzen sich allerdings aus vielerlei Einflüssen zusammen, sind ständig im Wandel – und lassen sich schon gar nicht auf einzelne Menschen herunterbrechen. So gehört beispielweise der Karneval zum Rheinland, aber nicht jeder Rheinländer ist Karnevalist. Und der Nationalsozialismus gehört zu Deutschland, aber nicht jeder Deutsche ist ein Nazi.

        Was meint xxx wohl, wenn er schreibt: „Leider ist dieser ‚andere Kulturkreis‘ in wesentlichen Teilen inkompatibel zu unserem“? Schon gar „wenn er das Privatleben“ verlässt. Heißt klar: Es werden vermeintliche oder tatsächliche – in jedem Fall negative! – Eigenschaften eines angeblichen Kulturkreises zusammengetragen. Und wer aus diesem Kulturkreis stammt, der ist dann halt so. Und „inkompatibel“.

        Schauen Sie sich mal die Identitären an – da haben Sie dann kulturellen Rassismus in Reinform. Bei Wikipedia heißt es: „Sie gehen von einer geschlossenen, ethnisch homogenen ‚europäischen Kultur‘ aus, deren ‚Identität‘ vor allem von einer ‚Islamisierung‘ bedroht sei. (…) Ideologisch vertreten die Identitären einen Ethnopluralismus. Er geht von einer biologisch begründeten Einheitlichkeit einer Volks- und Abstammungsgemeinschaft (Homogenität) aus und strebt die kulturelle ‚Reinhaltung‘ der Gesellschaft von äußeren Einflüssen an, die als ‚fremd‘ oder gar ‚feindlich‘ definiert werden.“

        Rasse oder „Kultur“ macht dann keinen Unterschied mehr.

        • Um es mal auf den Punkt zu bringen: Wenn ich orthodoxe Muslime mit ihrem Leben nach den Schariageboten als „fremd“ oder gar „feindlich“ gegen Frauen und Andersgläubige ansehe, dann bin ich also ein Rassist.
          Ihre Sophistik überzeugt mich nicht.

          • Wieso sollten Sie eine Rassistin sein, wenn Sie orthodoxe Muslime wegen bestimmter Einstellungen kritisieren?

            Sie sind dann eine Rassistin, wenn Sie das Verhalten einzelner oder einer Gruppe zum unveränderlichen Merkmal von Menschen einer bestimmten Herkunft erklären. Idioten und Frauenfeinde gibt es nicht nur unter orthodoxen Muslimen, sondern auch unter orthodoxen Katholiken und orthodoxen Juden – gehört deshalb die Idiotie und Frauenfeindlichkeit zum „kulturellen“ Merkmal des Christentums und des Judentums? Natürlich nicht. Warum sollte das unter Muslimen anders sein?

          • Es ist immer die Frage, wie und aus wessen Sicht Sie die Begriffe definieren. Der orthodoxe Muslim wird den Umgang mit seiner Frau und seinen Töchtern nicht als frauenfeindlich oder idiotisch empfinden, so gut wie jeder Christ oder Atheist aus Westeuropa hingegen schon.

            Ich bitte Sie aber aus den von Ihnen hiermit genannten Aussagen nicht jede Kritik an Ihrer Haltung gleich als x-feindlich oder idiotisch zu bezeichnen. Danke.

          • Ach, xxx – muss ich Ihnen wirklich hier Ihre Dutzenden von Kommentare vorhalten, in denen Sie pauschal Menschen aufgrund ihrer Religion, Kultur und sogar biologischer Herkunft herabgewertet haben? Ich möchte nur daran erinnern, dass Sie Menschen aus dem Nahen Osten und aus Nordafrika sogar schon eine genetisch bedingte mindere Intelligenz unterstellt haben. Geht’s noch rassistischer?

            Ihre Versuche, dies jetzt zu verbrämen und zur „Definitionssache“ zu erklären, sind lächerlich. Und mit meiner Haltung hat das gar nichts zu tun – siehe Definition der Bundeszentrale für politische Bildung von (kulturellem) Rassismus oben.

          • Die BZpB hat dieselbe Haltung wie Sie auch, die Definitionsfrage ist damit nicht geklärt. Außerdem sollten Sie aus Korrelationen nicht andauernd Kausalitäten machen – das tue ich ja auch nicht.

          • Theoretisch ist gut, was Sie sagen, Bernd. In der Praxis irritiert mich allerdings oft, dass Sie genau das tun, was Sie an anderen ablehnen, nämlich nach Herkunft zu generalisieren. Verzeihen Sie, wenn ich das so offen sage, aber bei Ihnen stehen meiner Meinung nach deutschstämmige Menschen unter dem Generalverdacht, böse im Sinne von „Nazi“ zu sein. Nur so kann und konnte ich mir immer erklären, warum Sie bei der geringsten Kritik an Einwanderern, am Islam oder am Verhalten muslimischer Schüler sofort zur Unterstellung von Rechtsradikalität greifen. Ist das nicht auch Rassismus auf Grund von Herkunft oder Kultur, allerdings deutscher und nicht ausländischer?

          • Deutschstämmige Menschen zu Opfern von Rassismus zu erklären, geli, ist – deutlich gesagt – eine Verhöhnung von echten Rassismus-Opfern. Sie haben, wenn Sie einen solchen Quatsch schreiben, überhaupt keine Ahnung, was Diskriminierung tatsächlich bedeutet. Gehen Sie mal als farbiger Mensch abends durch eine ostdeutsche Stadt spazieren – dann bekommen Sie Rassismus zu spüren. Versuchen Sie mal als Familie mit arabisch klingendem Namen, eine Wohnung zu finden. Oder als junger Mensch mit türkischer Herkunft einen Ausbildungsplatz.

            Ich erkläre keine Deutschstämmigen pauschal zu Nazis – ich bin ja selber deutschstämmig. Wie allerdings Deutsche nach Holocaust und Untergang heute wieder in dieselben Denkmuster verfallen können wie die, die zu Holocaust und Untergang geführt haben – diese bodenlose Dummheit und Geschichtsvergessenheit, das gebe ich gerne zu, macht mich wütend.

            Und weil das hier ein Forum von Leuten ist, die nicht mal ihre schlechte Bildung als Entschuldigung anführen können, vermag ich für Rassisten in diesem Forum auch keine mildernden Umstände zu erkennen.

          • Zitat Bernd:
            „Deutschstämmige Menschen zu Opfern von Rassismus zu erklären, geli, ist – deutlich gesagt – eine Verhöhnung von echten Rassismus-Opfern.“

            Nein, Opfer von Rassismus danach zu sortieren, ob sie deutschstämmig sind oder nicht und bei Ersteren ist es nicht so schlimm, DAS IST RASSISMUS, weil es Menschen nach Äußerlichkeiten (Nationalität) sortiert in welche, deren Benachteiligung und Diskriminierung schlimmer ist und welche, deren Benachteiligung und Diskriminierung nicht so schlimm ist.

            Leid der einen darf niemals gegen das Leid der anderen aufgerechnet werden. „Die“ sind ja selber schuld, „die“ haben ja angefangen, „die“ gehören ja zum Tätervolk…

            Was anderes ist das als eine Form von Rassismus, wenn Nationalität dabei die Grundlage zu Einteilung ist?

          • Jetzt wird’s wirklich albern. Berichten Sie doch mal von Diskriminierungserfahrungen, die Sie als Deutscher so haben.

            Viellöeicht ist Ihnen das Muster schon mal aufgefallen: Opfer von Rassismus werden immer die Schwächeren, die Randgruppen, die Minderheiten – die, die sich nicht wehren können. Es hat nicht zufällig die Juden in Deutschland getroffen. Und die Sinti und Roma. Und es trifft nicht zufällig heute die Muslime. Sich als weißer saturierter alter Mann danebenzustellen und sich ebenfalls zum Opfer erklären zu wollen, ist lächerlich.

          • „Wie allerdings Deutsche nach Holocaust und Untergang heute wieder in dieselben Denkmuster verfallen können wie die, die zu Holocaust und Untergang geführt haben – diese bodenlose Dummheit und Geschichtsvergessenheit, das gebe ich gerne zu, macht mich wütend.“

            Bedanken können Sie sich bei der immer weiter nach links gerückten Politik unter Merkel und damit Entfremdung vom einfachen Volk. Einen Rechtsruck gibt es nicht, nur eine Linksflucht.

          • Ich „bedanke“ mich bei Leuten wie Ihnen, die aus dem Schutz der Anonymität heraus gegen Minderheiten hetzen.

            Leute, die als Beamte und Lehrer eigentlich eine besondere gesellschaftliche Verantwortung tragen – aber sich einen Dreck darum scheren.

          • Was passiert eigentlich, wenn die ganzen Minderheiten zusammengezählt die Mehrheit sind? Hetze ich dann auch gegen die Mehrheit oder setze ich mich für die Minderheit ein? Im Übrigen verweise ich auf obige Kommentare, die Ihnen vollkommen zutreffend Rassismus und Hetze — zumindest in der von Ihnen extrem gedehnten Variante nachweisen.

          • @ Bernd, Sie haben oben gesagt, dass Klagen über die Diskriminierung deutschstämmiger Menschen, die es vor und nach den beiden Weltkriegen in späteren oder ehemaligen „Feindesländern“ zuhauf gab – die Verbrechen des Nationalsozialismus verharmlosen würde. (Mit -deutschstämmig- meint man normalerweise die Angehörigen deutscher Minderheiten im Ausland. Hier kann man noch die Deutschen in den ehemaligen Ostgebieten dazunehmen.) Das heißt, Sie machen einen Unterschied zwischen der Diskriminierung und den Verbrechen gegenüber den einen und gegenüber den anderen. Ihr Kriterium dafür, welche Diskriminierungen und Verbrechen schlimm und welche nicht so schlimm (weil selbst schuld usw.) sind, ist allein die Nationalität!

            Und eben das ist Rassismus !!!

          • Es ist an den Haaren herbeigezogen, die Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg zum Rassismus-Thema zu machen. Hätte Deutschland den nicht begonnen, hätte es auch keine Vertreibung gegeben – genauso wenig übrigens wie die Bombardierung Dresdens, die ja Rechtsradikale auch gerne zum Anlass nehmen, Deutsche zum „Opfervolk“ zu erklären.

            Vielleicht kommen Sie jetzt ja auch damit, dass der Krieg der Alliierten gegen Deutschland rassistisch bedingt war, weil man den Deutschen aus reiner Bosheit ihren schönen Holocaust nicht gönnen wollte. Was für ein Blödsinn!

          • PS. xxx – und was wäre eigentlich, wenn oben unten ist und unten oben? Wenn 2 + 2 doch 5 ergäbe? Und wenn die Demenz bereits so weit fortgeschritten wäre, dass die Realität keinen Sinn mehr ergibt?

            An dieser Stelle verabschiede ich mich aus der „Diskussion“ – fröhlichen Wahnwitz noch, die Herrschaften.

          • @ Bernd, naja, so kennen wie Sie ja. Sie drehen und wenden alles so, wie es Ihnen passt. Nun schieben Sie mir eine Aussage unter, die ich gar nicht getätigt habe, und bezeichnen sie dann als Blödsinn. Das ist nun wirklich lächerlich.

            Es ist nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern bitte Wahrheit, dass sich Sieger in der Geschichte oft nicht besser verhielten als die Besiegten zuvor, und zwar weil – Sie argumentieren ja genauso – die Besiegten ja selber schuld daran seien, dass sie in diese Lage gekommen sind. (Darauf hat übrigens das Christentum eine gute Antwort gefunden, die oft verhöhnt und verlacht wird, wahrscheinlich auch von Ihnen, aber sie hat genau diesen Sinn, der Spirale von Gewalt und Gegengewalt ein Ende zu setzen.)

            Nein, Sie gestehen Menschen Menschenrechte zu, je nachdem zu welcher Nationalität sie gehören und das ist eine Art von Rassismus. „Die anderen“ meinten vorher auch, dass xy selbst daran schuld seien, wie man mit ihnen umging, denn … (Gründe finden sich immer, wenn man welche sucht. Sie machen es bestens vor.)

          • Bernd, Herr Muckenfuß hat nichts an den Haaren herbei gezogen. Er hat sich nur Ihrer Methodik bedient und entsprechende Schlüsse daraus auf Sie bezogen. Es liegt an Ihnen, das ohne Polemik zu entkräften. Ein Abschied ist in diesem Falle ein Eingeständnis der Niederlage.

          • „Herr Mückenfuss“ setzt den Holocaust, die systematische und industrielle Ermordung von sechs Millionen Juden (und anderen Minderheiten), mit einzelnen Kriegsverbrechen, die es zweifellos auch auf Seiten der Alliierten gegeben hat, gleich. Das eine war Rassismus, das andere auch.

            Das ist eine solch üble Geschichtsklitterung – nämlich: eine Relativierung des Holocausts -, dass sich jede weitere „Diskussion“ erübrigt.

          • Zitat: „Bernd 3. Oktober 2019 at 11:38

            “Herr Mückenfuss” setzt den Holocaust, die systematische und industrielle Ermordung von sechs Millionen Juden (und anderen Minderheiten), mit einzelnen Kriegsverbrechen, die es zweifellos auch auf Seiten der Alliierten gegeben hat, gleich.“

            Nein, das tut Herr Mückenfuß nicht. Er nennt es Rassismus, wenn man Menschen aufgrund ihrer Nationalität unterschiedlich behandelt bzw. ihnen aufgrund ihrer Nationalität eine unterschiedliche Behandlung zubilligt. Der das tat bzw. verteidigt sind Sie, Bernd.

            Was Sie jetzt vorbringen, ist nicht mehr als billige Effekthascherei und der Versuch, Empörung zu erzeugen und zu instrumentalisieren, weil man nicht mehr weiter weiß. Sie (!) verurteilen die einen Diskriminierungen und verteidigen die anderen – rein aufgrund von „Volkszugehörigkeit“ (Nationalität).

            DAS ist Rassismus!

          • Dann erklären Sie doch noch mal für alle Leser nachvollziehbar, was Ihre – auf den Zweiten Weltkrieg bezogene – Aussage denn anderes bedeuten soll: „Es ist nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern bitte(re) Wahrheit, dass sich Sieger in der Geschichte oft nicht besser verhielten als die Besiegten zuvor.“

            Welche Deutschen wurden wann wegen ihrer Nationalität rassistisch verfolgt?

          • Jeder sieht es aus seinem Blickwinkel.
            Für mich ist „eine Relativierung des Holocausts“, wenn heutzutage leichtfertig und inflationär mit den Begriffen „Nazi“ oder „Rassist“ rumgespielt wird.
            Das ist eine unerträgliche Verniedlichung dessen, was damals geschah.

          • Was fehlt Ihnen? Dass die heutigen Nazis und Rassisten noch kaum Gelegenheit hatten, ihre verbrecherischen Neigungen auszuleben?

          • Ich glaube, Bernd merkt bereits sein eigenes Dilemma: Wer Menschenrechte aberkennt oder zuerkennt nur in Abhängigkeit von der Volkszugehörigkeit (Nationalität) und wer Klagen über ihre Verletzung abhängig macht davon, zu welcher Nationalität jemand gehört, verhält sich eben rassistisch, weil er Rasse/Ethnie zum Maßstab seines Denkens und Handelns macht.

            Menschenrechtsverletzungen anzuklagen davon abhängig zu machen, wie viele davon betroffen waren/sind, pervertiert die Menschenrechtsidee, denn die ist individuell und nicht kollektiv. Jeder Mensch (!) hat ein Recht auf seine Menschenrechte und nicht nur ab 10 oder 100 oder 10.000 Betroffenen!

          • Keine Antwort ist auch eine Antwort.

            Mein Vorschlag wäre, Sie fahren mal in die Gedenkstätten Auschwitz oder Buchenwald – und diskutieren dort Ihre These vom „unbekannten deutschen Rassismusopfer“.

          • Nein, Bernd, Ihre Position ist es, zwischen „ungerechter und gerechter“ Diskriminierung und Menschenverachtung zu unterscheiden und das ist eine Pervertierung der Menschenrechtsidee!!! Menschenrechte stehen JEDEM zu und nicht nur denen, die man mag!

            Da hilft es auch nicht, meine Aussagen zu verzerren und mir welche unterzuschieben, die ich nicht getätigt habe und die sich aus dem Gesagten gar nicht ergeben. Wenn man für die Menschenrechte ALLER eintritt, gibt es keine Ausnahmen. Sie aber, Bernd, lassen Ausnahmen zu in Abhängigkeit z.B. von der Nationalität. Man darf laut Ihnen die Menschenrechte jener missachten, die einem „Volk“ angehören, dessen Angehörige die Menschenrechte anderer ja auch missachteten.

            Solche Ausnahmen werden dann irgendwann zur Regel, weil jeder einen Grund findet, Menschenrechte anderer nicht achten zu müssen, denn die oder deren Angehörige oder deren Vorfahren oder … haben ja … getan. Nein!

            Menschen in Abhängigkeit von ihrer Rasse/Ethnie zu behandeln, zu bevorzugen oder zu benachteiligen, ist rassistisch und so äußern Sie sich hier!

    • Welcher Teil der Bevölkerung sieht sich wohl die Sendungen Frauentausch etc. auf RTL2 und anderen Sendern an und auf wen sind wohl diese Sendungen zugeschnitten ?
      Wer anderes als die Medien beeinflusst unser Bild von der Realität entscheidend mit, und so beziehen diese Menschen eben ihr verzerrtes Bild von der Wirklichkeit aus derartigen Sendungen, die auf das entsprechende Klientel zugeschnitten sind.

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