GEW-Demo gegen längere Arbeitszeit für ältere Lehrkräfte

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MAGDEBURG. Vertreter der Lehrergewerkschaft GEW haben vor dem Magdeburger Landtag gegen längere Wochenarbeitszeiten für ältere Lehrkräfte demonstriert. Mit Trillerpfeifen, Fahnen und einem Glücksrad, auf dem verschiedene Wochenarbeitsstunden aufgemalt waren, machten drei Dutzend Demonstranten auf ihre Forderungen aufmerksam.

In Berliner Schulen wird in der kommenden Woche wieder gestreikt . Foto: GEW
Die GEW macht mobil. Foto: GEW

Die Landesregierung plane, die Altersermäßigung für 60 und 61 Jahre alte Lehrkräfte zu streichen, sagte GEW-Landeschefin Eva Gerth. Das sei nicht sinnvoll und schröpfe die Kollegen, die in den vergangenen Jahrzehnten das Schulsystem am Laufen gehalten hätten. Die Ermäßigung bedeutet, dass derzeit Lehrkräfte ab 60 Jahre zwei Stunden weniger pro Woche arbeiten als jüngere Kollegen.

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Auf Antrag der Linken wird auch der Landtag die Pläne debattieren. Die Streichung der Altersermäßigung treffe etwa 1400 Kolleginnen und Kollegen, argumentierte sie. Allerdings wird die Ermäßigung genau genommen nicht gestrichen. Aufgrund der Verlängerung der Lebensarbeitszeit von 65 auf 67 Jahre wird laut Bildungsministerium auch die Altersermäßigung zwei Jahre nach hinten verschoben. dpa

Immer mehr Lehrer krank – weil die Lehrerschaft altert?

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2 KOMMENTARE

  1. Streng genommen wird die Ermäßigung doch gestrichen, weil die Erhöhung des Renteneintrittsalters in vielen Fällen einer Rentenkürzung bei gleichzeitig mehr Arbeit ist.

  2. (Passt auch hier:) Wie ich immer gesagt habe, versucht der Staat natürlich, an einer anderen Stelle einzusparen, was er anderswo mehr ausgibt. Höhere Lehrergehälter werden also zu schlechteren Arbeitsbedingungen führen, heißt höheres Stundensoll, größere Klassen, weniger Anrechnung, weniger Ermäßigung oder oder oder …

    Wie sonst soll das alles finanziert werden, wenn doch keiner höhere Steuern zahlen will?!

    Da die Gehälter derzeit gut sind, wäre deshalb jetzt der Arbeitskampf mit GEW und VBE u.a. um massive Entlastungen wichtig und notwendig, denn auch das bekommen wir natürlich nicht geschenkt! Ab 60 sollten Lehrkräfte alle 2 Jahre (!) 2 Stunden weniger arbeiten müssen (bis zum Renteneintritt)! Womöglich bleiben sie dann länger im Dienst!

    Das würde den Lehrermangel wirklich lindern.

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